Ich habe in dieser Woche hier dargelegt – und mit Grafiken illustriert – wohin das viele Geld geht, das die EZB zuletzt den Geschäftsbanken ausgeliehen hat: Kauf von Staatsanleihen und Einlage als Tagesgeld bei der EZB.
Währenddessen kommt, was Europa angesichts konjunktureller Stagnation und weitflächig drohender Rezession braucht – Kredite – viel zu kurz. Das liegt, wie wir wissen, an mangelnder Nachfrage seitens vieler Firmen. Es liegt außerdem an der Reparatur von Bankenbilanzen und deren Verpflichtung, die Kapitalpolster zu vergrößern.
Doch das ändert nichts daran, dass Firmen immer mehr in eine Zwangsjacke geraten, aus schärferen Kreditbestimmungen, höheren Kosten und schwindenden Margen, dümpelnden Absatzmärkten und unsicheren Perspektiven.
Zur Kreditvergabe der Geschäftsbanken in der EU gibt es im neuen “Euro Area Bank Lending Survey” der EZB vom Januar einen vielsagenden Hinweis:
According to the January 2012 bank lending survey (BLS), the net tightening of credit standards by euro area banks surged in the fourth quarter of 2011 for credit standards on both loans to non-financial corporations (35% in net terms, up from 16% in the preceding quarter) and loans to households for house purchase (29%, up from 18% in the preceding quarter), and to a lesser extent on consumer credit (13%, up from 10% in the preceding quarter). Looking ahead, euro area banks expect a further net tightening of credit standards, albeit at a slower pace than in the fourth quarter of 2011.
Und hier kommt noch eine Grafik aus dem EZB-Bericht zu den wichtigsten Gründen dafür, dass die Zügel bei der Kreditvergabe weiter angezogen werden.
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