Die unheilige Serie negativer Nachrichten über die Weltwirtschaft geht weiter.
Am Mittwoch gaben die japanischen Behörden bekannt, dass die Aufträge für Ausrüstungen im Juni gegenüber dem Vormonat lediglich um 1,6% stiegen. Vorhergesagt war ein Plus von 5,4%. – Derweil musste die Bank of England ihr ehrgeiziges Wachstumsziel für 2011 von 3,4% /aufgestellt erst vor drei Monaten) auf 2,5% drosseln. In Washington publizierte Das Handelsministerium die jüngsten Zahlen: Die Warenimporte legten im Juni um 5,4 Mrd. auf 167 Mrd. Dollar zu, währen die Güter-Exporte um 2,3 Mrd. Dollar auf 105 zurückgingen. Und das drei Monate, nachdem Präsident Obama die Verdoppelung der US-Ausfuhren versprochen hat !
Unter dem Strich heißt das, das Defizit der USA im Handel mit Dienstleistungen und Gütern kletterte von 42 Mrd. Dollar im Mai auf 49,9 Mrd. Dollar im Juni. Wenn man dabei die rasant weiter steigenden China-Ausfuhren im Blick hat ist klar, was auf uns zukommt: Ein handfester Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die Schrafmacher im US-Kongress wetzen bereits die Messer. Finanzminister Geithner verzichtete in diesem Frühjahr darauf, Peking eine Manipulation des Renminbi vorzuwerfen.
China erkaufte sich vor dem G20-Gipfel in Toronto das Wohlwollen der westlichen Welt mit der Ankün-digung, den Renminbi weiter steigen zu lassen. Doch weder mit Blick auf die Anhebung noch auf den Fahrplan hat Peking irgendwelche konkreten Angaben gemacht. Aus einleuchtendem Grund: Eine rasche Änderung des Wechselkurses kann und will sich von den roten Mandarinen niemand erlauben. Die Löhne steigen in China schon schnell genug. Wenn noch eine kräftige Aufwertung hinzu kommt, ergibt das den Overkill für die Ausfuhren. So legte der Renminbi gegenüber dem Dollar seit der Ankündigung vor zwei Monaten auch nur um magere 0,8% zu.
Hier die Grafiken, die uns ein Verständnis dafür geben, welche politische Sprengkraft die jüngsten Handelszahlen aus China un den USA haben.
GRAFIK 1: Chinas Ausfuhren
GRAFIK 2: Das Defizit in der US-Handelsbilanz
GRAFIK 3: Wie sich die Schere aus der Sicht der USA öffnet, ein No-Brainer für jeden Abgeordneten in Washington, der Punkte bei seinen Wählern sammeln will.




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