Die Notenbanken und ihre Geldpolitik rücken in diesem Herbst noch mehr in den Mittelpunkt als sonst. Nicht nur wegen der Gerüchte über Chinas obersten Geldhüter Zhou Xiaochuan, der sich ins Ausland abgesetzt haben soll. Ein Richtungsstreit
in der Pekinger Führung über den Reformkurs sowie heftige Verluste auf US-Staatsanleihen in den Reserven der Chinesen sollen dahinter stecken.
Doch das gleißende Rampenlicht für Bernanke und Co. hat einen anderen Grund: Den zu Druckereien gewandelten Stabilitäts-Agenturen wird vor allem deshalb mehr Aufmerksamkeit zuteil, weil bei einer weiteren Dämpfung der Weltkonjunktur in diesem Herbst der Ruf nach monetären Maßnahmen immer lauter werden dürfte.
Der Politische Spielraum – zusammen mit dem fiskalischen – für Anschubprogramme ist klein(er) geworden, die Geduld der Wähler gering. Bleiben also nur die Notenbanken, um frischen Rückenwind zu erzeugen, ob er nun hilft oder nicht.
Aus diesem Grund möchte ich hier eine sehr schöne Zusammenstellung der Investmentbank BMO Nesbitt Burns (Toronto) über die Fahrpläne der führenden Notenbanken im September wiedergeben, eine Art Kompass. Dieser wird monatlich aktualisiert:

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