Jean-Claude, der Euro-Killer

by markusgaertner on 05/05/2011

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EZB-Präsident Trichet hat mit seinem heutigen Hinweis, im kommenden Monat werde es keine steigenden Zinsen geben, dem Euro ordentlich eins über die Rübe gehauen. Die Märkte hatten von Trichet einen strengeren Ton gegenüber der Inflation erwartet. Jetzt müssen sie warten, und das macht an der Börse keiner gern. Auch dass er “strenge Wachsamkeit” gegenüber der anziehenden Teuerung walten lassen will, hat der EZB-Chef heute, als er nicht weiter an der Zinsschraube drehte, nicht mehr wiederholt.

Viele Analysten können sich vorstellen, dass der Euro, der heute 3 Cent gegenüber dem Greenback abstürzte, kurzfristig noch etwas mehr Boden verlieren wird. Doch mittelfristig bleiben viele – und das sehe ich auch so – eher in Erwartung weiter steigender Euro-Wechselkurse. Das wird spätestens kommen, wenn Trichet für den Juli eine weitere Anhebung der Leitzinsen in Aussicht stellt, vermutet der Ökonom Douglas Porter bei BMO Capital Markets in Toronto und ist mit dieser Einschätzung in guter Gesellschaft unter den Analysten.

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vlk May 6, 2011 at 9:21 am

Das ist in meinem Augen ein abgekartertes Spiel gewesen …

Erst die Marginerhöhungen im Silber- dann die BinNunDochTot Story – dann die Attacken auf Rohstoffe (Brent – 20$ bis heut morgen ) und dann noch ein Trichet der dem Dollar zu einem kurzfristigen Rebound verhilft – auch dem USDindex und indirekt damit die Rohstoffe nochmal in den Keller schickt.

Alles sehr gut zeitlich abgestimmt und fällt genau in den Zeitrahmen in dem China an den Märkten fehlt zwecks Feiertagen.

Da laufen Drehbücher ab im Hintergrund die nicht mal Hollywood hinbekommt

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die Simpsons May 6, 2011 at 1:58 pm

Laut WE hat man den Tiefpunkt im Silber heute gesehen. Aber einen Optionsschein auf steigende Silberkurse kaufe ich erst, wenn China wieder dabei ist. Es ist immer wieder erstaunlich wieviel Leute Angst bekommen und Ihr Tafelsilber verkaufen.
Die Basics haben sich doch nicht geändert. Die Krebsgeschwür Wall Street sind die Bösen, die Politiker sind weiterhin korrupt und stehen auf der Gehaltsliste der Banker oder auch Herrenrasse genannt. Die Staatsschuldenkrise breitet sich aus und Lösungen kann es keine geben, sofern man die Mathematik nicht neu erfindet.

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khaproperty May 6, 2011 at 5:42 pm

Es gibt Gründe, die durchaus vernünftig klingen: Ab Juli ist QE 2 vom Markt und Renditen in US werden zucken – vermutlich nach oben. Der Eurozins wäre dann näher dran, die Differenzen kleiner. PIIGS hängen an niederen Zinsen und freuen sich über jeden Tag. Hoher Euro im Verhältnis zum Dollar konterkariert Export und Wachstum für Deutschland und Europa. Sich (als einziger weit und breit) gegen die Inflation zu stemmen ist zwar gesetzlicher Auftrag – aber damit nimmt man es seit Bernanke, Geithner und Obama zunehmend weniger ernst. Daß die Märkte enttäuscht sind, spricht für den Aufschub. Insgesamt ist es dennoch sachlich falsch.

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