Bond-König warnt vor Zins-Faschismus

by markusgaertner on 18/05/2011 · 6 comments

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Es klingt konstruiert und maßlos übertrieben, ist es aber nicht. Es stammt nicht einmal von mir: Pimco-Chef El-Erian hat es gesagt. Der CEO der Pacific Investment Management Co. sieht dank eskalierender öffentlicher Schulden eine höhere Inflation und “finanzielle Repression” vorher.

Laut El-Erian, der 5 Jahre nach vorne blickt, wird das etwa so aussehen: Die Geldhüter zwingen die Sparer dauerhaft, für ihre Einlagen Zinsen unterhalb der Inflationsrate zu akzeptieren. Das zerstört Sparguthaben und zwingt die Menschen, ihr Geld in Sachwerte umzuwandeln, natürlich auch mehr Shopping-Trips zu unternehmen, was die Konjunktur anheizen soll.

Europa bleibt in diesem Szenario weiterhin geplagt von einer fiskalischen Krise “mit der Gewissheit von wenigstens einer, vielleicht mehr Restrukturierungen”, bei denen Gläubiger bitteren Verzicht leisten müssen. Diesen Ausblick wagte der prominente Geldmanager heute in einem Bericht auf der Pimco-Webseite.

Bei El-Erians Worten kommen mir viele Dinge in Erinnerung, die ich in der Schule über den Nationalsozialismus gelernt, mir später zusätzlich angelesen und von meinem Großvater habe erzählen lassen. Hier kommt wirklich alles zusammen: Absolute Machtausübung der Geld-Diktatoren mittels der Fed. Reichspropaganda über die vielen Euphoren-Analysten in den Banken, deren Machtergreifung – bewerkstelligt mit dem Rubin-Clan, der Goldman-Garde und dem Rest der Geldpartei – den Boden für die Infrastruktur dieser “Repression” bereitet hat.

Die gesamte Obama-Administration haben die Kerle besetzt, in Europa reicht ihr Einfluss bis an die Spitze der EZB. Die Reichspropaganda wird von einer Heerschar von Fed-Analysten gesteuert, deren immenser Einfluss auf die entsprechenden Finanzpublikationen als einzigartig gilt. Bücherverbrennungen sind in diesem Szenario nicht nötig.

Propaganda-Minister ist Fed-Chef Bernanke höchstpersönlich, der über die nun anberaumten regelmäßigen Pressekonferenzen Wortwahl, Deutungen, Befund und Marschrichtung vorgibt. Kriege zur Eroberung werden ersetzt durch orchestrierte Ausschläge von Inflation und Zinsen, wie sie derzeit zu einer massiven Aufblähung von Assetpreisen und Inflation in den Schwellenländern führen.

Der Kriegserfolg: Chinas Exportpreise werden auch ohne die von Washington vergeblich verlangte Renminbi-Anhebung erreicht. Regimewechsel im Nahen Osten findet ohne Cruise Missiles statt, wobei Nahrungsmittel-Preise nicht minder Shock und Awe verbreiten als der Angriff der US Army mit Raketen und Bomben vor ein paar Jahren auf Baghdad. Und die Schulden werden schlicht entwertet, zusammen mit allem anderen, was nicht in Sachwerte gerettet wurde.

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