Die US-Schulden – Präsidiales Dauerfeuer

by markusgaertner on 19/07/2011

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Bei 97,8 % des BIP sind die US-Schulden jetzt angekommen. Der Prozentsatz wird in den nächsten Jahren schon deshalb weiter zunehmen, weil schwaches Wachstum zu erwarten ist. In Washington wurde auch am Montag weiter gebibbert, gefeilscht und gelobt (Besserung). Am Dienstag könnte im Repräsen-tantenhaus eine Vorlage der Republikaner zur Abstimmung kommen: 2.400 Mrd. Dollar Anhebung der Schuldengrenze, kräftige Einsparungen und eine Verfassungsänderung, die ausge-glichene Budgets vorschreibt.

Im Senat wird so ein Papier freilich keine Aussichten auf eine Mehrheit haben. Daher ist es eher als propagandistische Streckübung zu sehen. Die Republikaner wollen den Demokraten den Ball zurück-spielen: Hey, macht Ihr mal weiter. Derweil tickt die Uhr UND die Schuldenuhr.

CBC-Grafik

Zwischen den beiden Lagern werden auch Zahlen hin- und hergeworfen, die immer nur eines im Sinn haben: Die andern als die bösen Jungs zu plakatieren und die Präsidenten der anderen Seite als die größeren Schuldenmacher hinzustellen. Diese Vergleiche geben natürlich nur etwas her, wenn man den Hintergrund sieht: Welche Konjunktur hatten die jeweiligen Präsidenten, wieviel vom Wachstum oder Schwund ging auf ihr Konto. Wen hatten sie im Kongress auf ihrer Seite oder gegen sich, etc.

Trotzdem finde ich es einmal interessant, im Überblick zu sehen, wie sich die Schulden – und das Schuldenlimit – in den verschiedenen Amtszeiten seit den frühen 80er Jahren entwickelt haben. Dazu hat der kanadische Rundfunk CBC eine schöne interaktive Grafik gemacht, die hier zu sehen ist:

http://www.cbc.ca/news/interactives/debt-limit/

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Tobias July 31, 2011 at 7:32 pm

Alle 100 Jahre kommt es ja im Schnitt zu einer Geldentwertung und alles fängt wieder bei 0 an…so war es in der Geschichte bisher immer.

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