Wie Gier sich nährt und die Gesellschaft spaltet

by markusgaertner on 16/10/2011

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Das beschreibt Jeffrey Sachs, der Direktor des Earth Institute an der Columbia University, heute in der Huffington Post. Sachs entgegnet in dem Kommentar, der in groben Zügen den Aufstieg der Finanzelite nachzeichnet, der äußerst abfälligen Bemerkung des Republikaners Eric Cantor, der die Wall Street-”Besetzer” als Mob bezeichnet hatte.

Es geht um mehr, sagt Sachs, als die reichsten 12.000 Familien in den USA, die so viel verdienen wie die 24 Millionen mit dem geringsten Einkommen im Land:

The sense of injustice, in short, is not just about the unfairness of a small part of society living in unimaginable wealth while so much of the rest of society lives in economic desperation. It’s not just about the top 12,000 American households with more income than the poorest 24 million households. It’s about the degradation of politics that turns wealth into power through campaign financing, lobbying, and the revolving door of business and government.

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Martin October 16, 2011 at 3:00 am

Das sollte man aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.

Diese – zugegeben modische – Ansicht des Herrn Sachs, es sei alles so ungerecht, nährt doch geradezu das System, das für die Misere verantwortlich ist.

Würde es einen durchschnittlichen Steuersatz von 5% geben, mit viel weniger und unterbezahlter Verwaltung und mit wenigen Politikern, die nichts zu verschenken haben, dann hätten die reichsten 120,000 Familien zusammen so viel Vermögen wie ärmsten 2.4 Mio Familien. Dann wären die USA wieder ein lebenswerter Ort, der anzustreben ist.

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Marco October 16, 2011 at 8:59 am

In Deutschland gehen – wenn überhaupt – Menschen aus der sich langsam auflösenden Mittelschicht und Studenten auf die Straße. Die – absolut betrachtet – größten Verlierer des Systems in Deutschland sind auf der Straße nicht zu finden. Hier waren die Regierenden ausnahmsweise mal clever und haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Brot und Spiele für die Arbeitslosen und schon hat man vor einem größeren “Mob” seine Ruhe:

http://krisenfrei.wordpress.com/2011/10/16/satte-menschen-gehen-nicht-auf-die-strase/

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