Chaos im Billionen-Club – Auch die USA beginnen eine zweite Bailout-Runde

by markusgaertner on 18/10/2011 · 52 comments

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Auweia, die Zahlen klingen dramatisch, und sie stellen alles in den Schatten, wovor man sich in Europa dieser Tage fürchtet: Bloomberg berichtet gerade, dass die Bank of America Derivate aus dem Investmentbanking bei Merrill Lynch in eine Gesellschaft verlegt, die von der Einlagensicherung abgedeckt wird. Laut dem Office of the Comptroller of the Currency (OCC) umfassten die Derivate Ende Juni ein Volumen von 75 Billionen (ja, 75.000 Mrd.) Dollar, wie Bloomberg schreibt.

Die Quellen für diese Information werden nicht genannt, es sollen mehrere sein. Damit deutet sich an, wie auf der anderen Seite des Atlantiks, in Amerika, die Vorbereitungen auf einen möglichen Kollaps des europäischen Finanzsystems getroffen werden, mit der Verschiebung der Derivate – zu einem großen, aber nicht exakt bekannten Teil Garantiegeschäfte für europäische Schuldpapiere – in ein Orbit, für das die US-Einlagensicherung, sprich der amerikanische Steuerzahler, aufkommt.

Bei dieser Zahl wird nun klar, warum Timothy Geithner vor drei Wochen höchstpersönlich nach Europa flog, um mit den Finanzministern auf dem Alten Kontinent zu konferieren.

Die beiden Grafiken hier stammen aus dem jüngsten Vierteljahresbericht der OCC über den Derivatehandel der großen Banken, Stand 2. Quartal 2011.

So wertet der Daily Bail-Blog den Transfer der Derivative:

This means that the investment bank’s European derivatives exposure is now backstopped by U.S. taxpayers. Bank of America didn’t get regulatory approval to do this, they just did it at the request of frightened counterparties. Now the Fed and the FDIC are fighting as to whether this was sound. The Fed wants to “give relief” to the bank holding company, which is under heavy pressure.

Bei Daily Bail wird also klar darauf hingewiesen, dass der Transfer der Risiken zu den amerikanischen Steuerzahlern ohne Genehmigung der Marktregulierer und ohne öffentliche Anhörung geschah. Mehr noch: Die US-Notenbank und die Einlagensicherung FDIC streiten sich nun darüber, ob der Transfer rechtens war.

Laut Bloomberg war es seit Jahrzehnten eine der zentralen Bestrebungen der US-Finanzgesetze, Derivate von FDIC-gesicherten Einlagenkonten fern zu halten. Damit wird jetzt gebrochen, wenn die Information von Bloomberg stimmt.

Daher ist der folgende Hinweis in dem Bloomberg-Bericht von enormer Bedeutung:

Moving derivatives contracts between units of a bank holding company is limited under Section 23A of the Federal Reserve Act, which is designed to prevent a lender’s affiliates from benefiting from its federal subsidy and to protect the bank from excessive risk originating at the non-bank affiliate, said Saule T. Omarova, a law professor at the University of North Carolina at Chapel Hill School of Law.

Ganz nebenbei, weil uns ja große Zahlen kaum noch schocken: JP Morgan transferiert laut Daily Bail ebenfalls Derivative auf Konten, die von der Fed und der FDIC garantiert werden. Hier handelt es sich um Geschäfte im Umfang von bis zu 79 Billionen.

Mir läuft bei diesen Zeilen wirklich eine Gänsehaut über den Rücken. Ich dachte in den vergangenen Monaten immer, wie schrecklich es ist, dass wir uns statt mit Millionen, nur noch mit Milliardensummen herumschlagen. Jetzt kommen in der jüngsten Runde offenbar noch einmal drei Nullen hinzu.

Vergrößerung der Grafik: Bitte anklicken

Zum Vergleich: In den zähen Schuldenverhandlungen in Washington in diesem Sommer rangen sich Republikaner und Demokraten in erbitterten Gesprächen – die viel Vertrauen in das politische System zerstörten – nach quälenden Monaten Einsparungen von 2,4 Billionen in 10 Jahren ab, von denen der sogenannte “Super-Ausschuss” im Kongress bis November noch die fehlenden 1,5 Billionen sucht.

Und ein weiterer Vergleich: Der erweiterte Europäische Rettungsfonds mit 440 Mrd. Euro macht nur 0,6% der BofA-Derivate aus !

Nur zwei Überlegungen noch kurz: Wenn es die Occupy Wall Street-Bewegung nicht schon gäbe, müsste sie bei dieser Meldung aus den Löchern kommen.

Und zweitens: Warum schließen wir nicht unsere Kanzlerämter und Parlamente und übergeben alles den Banken. Wenn wir sowieso über kurz oder lang verschlungen werden, sparen wir vorher wenigstens noch ein bisschen Geld und ersparen uns nervige Tagesschauen, die bei solchen Nachrichten wie eine Wasserfolter wirken ?

Nachtrag eins: Der DOW ist 6 Minuten vor Ende des Handels bei Plus 224 Punkten. Bravo, Wall Street.

Nachtrag zwei: Ein weiteres Beispiel aus dem frisch gegründeten Billionen-Club: Wolfgang Schäuble will den Rettungsschirm auf 1.000 Milliarden Euro hebeln, meldet die FTD gerade.

Nachtrag drei: …Aus dem Guardian, DANK an Bernd für den Hinweis. Der Rettungsfonds könnte demnach bald 2.000 Mrd. Euro umfassen. Man sollte nochmal die Debatte im Reichstag vor zwei Wochen nachlesen, um zu verstehen, mit welcher INFLATION wir es hier zu tun haben, abgesehen von den brutal gebrochenen Versprechen.

Nachtrag vier: Am Abend kommen von Dow Jones Newswire Meldungen mit Dementis zu dem Guardian-Bericht. Bezug: Gut informierte Kreise. Namen: Keine. Angeblicher Diskussionsstand: Zahlen werden noch debattiert. – Was dann, drei Billionen ? Und woher ? Von den Marsmenschen ?

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{ 48 comments… read them below or add one }

Bernd October 18, 2011 at 19:57

75 Billionen, 79 Billionen, Wahnsinn, dagegen sehen ja die 2 Billionen Bankenrettung die der Guardian gerade verkündet richtig popelig aus. Jetzt also doch, Deutschland zahlt:

France and Germany ready to agree €2tn euro rescue fund

Leaders of France and Germany aim to calm market fears before G20
http://www.guardian.co.uk/business/2011/oct/18/france-and-germany-move-towards-2tn-euro-fund?newsfeed=true

Deshalb geht wohl auch der DOW gerade durch die Decke. Die Moneyjunkies bekommen mehr Drogen, und das erfreut die natürlich.

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Bernd October 18, 2011 at 20:57

2 Billionen-Rettungsfonds

da hat wohl einer die Moneyjunkies richtig schön verarscht! Auf n-tv wird der Guardian-Artikel schon wieder dementiert! Der Börsenreporter hat auch bestätigt das wege diesem Guardiangerüchtvder DOW so anstieg. Schadet denen nichts, wer wie blöde wegen Gerüchten Aktien kauft hat es nicht besser verdient.

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Benedikt October 18, 2011 at 21:00

Die Lösung mit der Versicherung ist eine selten dämliche Idee. Sobald ein Land Pleite geht, müsste der EFSF sich mehrere 10 oder 100 Mrd. auf einmal vom Markt leihen, um die Schäden zu begleichen.
Wenn die AAA Tranche von 440 Mrd. verliehen oder versichert wurden, dann haftet z.B. Spanien für die Schulden für Italien. Sprich alles über 440 Mrd. ist Hochrisiko Geschäft. Der Markt wird dem EFSF daher kein Geld leihen, oder höchsten zu Wucherzinsen, die der EFSF nicht bezahlen kann.

Am Ende wird die EZB den EFSF finanzieren müssen.

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Grinario October 19, 2011 at 05:48

“Am Ende wird die EZB den EFSF finanzieren müssen.”

Wie sie ja bisher auch brav Geld gedruckt hat (genannt “Anleihekäufe”), um den Euro (sprich Griechenland, Portugal, Spanien, Italien) nicht untergehen zu lassen.

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King Balance October 18, 2011 at 21:05

Egal wer gerade was macht in diesen Club, keiner verschwendet nur einen Gedanken an die Bürger des jeweiligen Landes. Daher können DIE nie und NIMMER den SIEG davontragen. Die haben einfach nur Angst vorm Strick mit dem SIE an die Laterne gehangen werden.

Das die Spareinlagen der Bürger längst weg sind sollte spätestens nach der LE$UNG dieses Beitrags klar sein. Ich bin schon seit 2008 aus allen raus!

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Bernd October 18, 2011 at 21:12

und wo rein? Land, Wald, Gold?

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Tom October 18, 2011 at 22:06

Ja, und zusätzlich rein in Konservendosen, Trinkwasser, Kevlarwete, ne Knarre und REICHLICH Munition!

Gruss
Tom

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VanillaCall October 18, 2011 at 22:23

Ja das ist wohl angebracht :) Vor allem sich Mental darauf vorbereiten. Dann wenn alle anderen Panik schieben, muss man einen klaren Kopf behalten!

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SLE October 18, 2011 at 21:19

Eigentlich müsste das in Europas Zeitungen für richtig fette Schlgazeilen sorgen. Warum tut es das nicht?

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markusgaertner October 18, 2011 at 23:42

… ich denke, es ist die Reaktionszeit … wir werden das morgen überall sehen, wenn die ARD-Redakteure vom zweiten Frühstück zurückkommen und die Jungs bei der Süddeutschen und Focus das Mathebuch aus der zitternden Hand gelegt und das dritte mal bei der OCC angerufen haben, um ganz sicher zu gehen …. Viele Grüße

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observe October 18, 2011 at 23:23

Bin übers gelbe forum auf diesen reisserischen Bericht aufmerksam geworden. Bevor man gleich ausflippt. Könnte es sein, dass hier ein riessen Übersetzungsfehler drin ist.
Wenn Bloomberg von “75 Billion of dollars” spricht, dann sind das auf deutsch 75 Mrd Dollar und nicht 75.000 Mrd. Im Englischen entsprechen Billionen den hiergebräuchlichen Mrd. Das Wort
Milliarden kennen die nämlich nicht. Ist immer noch viel Geld, aber bitte schön, man kann ja trotzdem auf dem Teppich bleiben.

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markusgaertner October 18, 2011 at 23:39

Nein, das sind Trillions, was im Deutschen Billionen sind. Das geht aus allen Links hervor, die ich gesetzt habe. Schauen Sie mal rein, die sind interessant. Auch der Quartalsbericht des OCC, auf den ich verlinkt habe, gibt Billionen an. In der zweiten Grafik in meinem Eintrag, wenn Sie die anklicken, sehen Sie als Mengenangabe ganz oben “Millions”, die Zahlen in der Tabelle bei den größeren Banken sind dann siebenstellig. Millionen mal Millionen sind Billionen. Also: KEIN VERSEHEN, leider ! – Beste Grüße

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Ert October 18, 2011 at 23:48

Und Jim Rickards meinte bei King World News noch vor einer Woche: Der Euro lebt noch ein paar Jahre….

Ich glaube bald nix mehr – diese Nachrichten – und Heiterkeit und normales Leben um mich rum. Das kann einen schon langsam verrückt werden lassen. Und von denen die das verfolgen – da weiss auch keiner mehr wie er das alles noch einschätzen soll….

Manchmal denke ich es ist gut das viele nicht so richtig verstehen was gerade abgeht…… wenn die alle handeln würden…

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Tom October 19, 2011 at 00:33

Wenn die Alle handeln würden, wär endlich Schluss mit lustig und die “Ordensverleihungen” könnten beginnen. Aber wahrscheinlich muss erst Dieter Bohlen in DLand und Angelina Jolie in den USA die Wahrheit verkünden, eh die hirngewaschene Schafherde Kenntnis davon nimmt! Je weniger von denen ralisieren, was da abgeht , um so grösser wird die Panik, wenn denen auf dem Smartphone-Display das “Game Over” entgegenblinkt!
Wie soll man das einschätzen? Im Grunde gibts nix mehr einzuschätzen, man kann sich nur noch wundern, dass sich der Ballon immer noch weiter aufblasen lässt, obwohl die Hülle immer schneller immer dünner wird.
Unsereiner ist de facto zur Untätigkeit verurteilt, sieht man mal davon ab, dass man ich ab und an in Kommentaren wie hier äussert. Die tatsächlichen Gegebenheiten und ihre drohenden Folgen kann man noch nicht mal den Occupy-Aktivisten nahebringen, auch die raffen es nicht! Bleibt nur, sich vorzubereiten und abzuwarten. Es sei denn, die “Wissenden” tun sich zusammen und tun selber gemeinsam was!

Gruss
Tom

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Marco October 19, 2011 at 07:39

Hallo Tom!
Hast Du einen konkreten Vorschlag, was die “Wissenden” tun könnten? Ich zähl mich jetzt einfach mal dazu (interessiere mich seit 25 Jahren für Volkswirtschaft, habe Wirtschaftsnews gehört und mir meine Gedanken dazu gemacht, habe Hintergrundbücher über das Schuldgeldsystem und den Zinseszins gelesen und bin mir allerspätestens seit ich ein paar Monate vor der Lehman-Pleite das Buch von Max Otte “Der Crash wird kommen” absolut sicher, dass das Wirtschafts- und Finanzsystem unmittelbar vor seinem Ende steht). Wie können sich interessierte Menschen zusammentun und etwas BEWIRKEN? Dieser kleine und doch alles entscheidende Schritt vom Denken zum Handeln ist bei mir und bei vielen anderen der Punkt an dem wir stehen und nicht weiterkommen. Und ich fühle mich alles andere als gut dabei. Ungefähr so, wie wenn ich von den Gaskammern weiß, aber nicht weiß, was ich dagegen tun soll. Ratlosigkeit, wohin ich schaue. Bist Du schon einen Schritt weiter? Was unternimmst Du konkret zur Veränderung der Situation? Ich beschränke mich aktuell nur auf persönliche Vorbeitungen, so gut es halt geht. Ist es die Occupy-Bewegung, der man sich anschließen sollte, oder doch was ganz anderes?
Gruß
Marco

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Tom October 19, 2011 at 15:40

Hallo Marco,

nein, ich bin da nicht wesentlich weiter als Du. Ich habe zwar so meine Vorstellungen davon, was man versuchen könnte und habe diese auch in diversen Chat-Räumen anderen “Wissenden” nahegebracht, aber alles was ich höre ist: “Hat doch sowieso keinen Zweck”…
Der “Occupy-Bewegung” mag ich mich nicht wirklich anschliessen, da ich den Eindruck habe, dass die meisten dort überhaupt nicht kapiert haben, um was es wirklich geht und was die Wurzel des Übels ist. Ausserdem werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Massenprotestaktion von Sozialismus-Freunden unterwandert und in diese Richtung getrieben werden wird. Es fehlt an klar formulierten Zielen und die Rolle der Politik wird völlig ausgeblendet.
Ganz konkret versuche ich, im Facebook via einer eigenen “Occupy-Seite” (Occupy Reichstag) die Leute via vernetzter anderer Occupy-Seiten aufzukären. Der “Erfolg” ist jedoch nahe Null, da die alle im “Demo-Wahn” sind und für Hinergründe kaum interessieren.
Im Moment fällt mir nur folgendes Szenario für den “Widerstand” ein:
Man müsste versuchen, ein paar “grosse” Namen zusammenzubringen (z.B. Henkel, Schäffler, Hankel, Gauweiler oder wn auch immer). Diese Leute müssten eine Aufsehen erregende Petition beim Bundestag einreichen, an der die Mainstream-Medien
nicht vorbeikommen. Diese Petition müsste sowas zum Inhalt haben wie: “Der Bundestag möge beschliessen, den Bundeskanzlerin aufzufordern, das Kabinett zu entlassen. Er möge weiterhin beschliessen, die Immunität der Kabinettsmitglieder aufzuheben um den Weg zu einer Strafverfolgung wegen Hochverrats freizumachen. Der BT möge weiterhin beschliessen, den Bundeswulff aufzufordern, die Kanzlerin aus dem Amt zu entlassen, um auch sie wegen Hochverrats anklagen zu können ….” usw.
Und das natürlich mit einer Begründung, die selbst der Dieter-Bohlen-Fan begreift.
Das würde zwar vorerst nicht viel bringen, aber es wäre durchaus geeignet, vielen hirngewaschenen Mitbürgern nahezubringen, dass hier ne grosse Sauerei dabei ist, uns allen um die Ohren zu fliegen! Damit wäre man schon mal einen Schritt weiter!
Man möge diese Gedanken belächeln, aber etwas anderes ist mir (leider) bisher nicht eingefallen. Ich würde mir wünschen, wenn auf diesen Kommentar nicht nur welche mit dem Tenor: “Ja ABER….” folgen würden. Vielmehr wäre es schön, wenn jemand bessere Ideen hätte, oder aber dazu beitragen würde, meine Gedanken weiter zu entwickeln.

Gruss
Tom

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Petronilla October 20, 2011 at 05:31

Wenn das ernst gemeint ist, die Industriellen, die Sachen herstellen und nicht heisse Luft, für die o.a. politische Aktivität zu gewinnen, dann könnte ich versuchen,eine gewisse Dame in Herzogenaurach zu kontaktieren. Wenn man mich mit einem entsprechenden Papier ausstattet. Ich selbst bin zwar sehr interessiert, aber in diesem Fach nicht genug (aus-)gebildet, um spontan sinnvolles von mir zu geben.

Petronilla October 20, 2011 at 06:26

Im März habe ich den folgenden Text geschrieben, der dann von Global Change Now als Petition beim Bundestag eingereicht wurde und erwartungsgemäß (mangels Rechtsgrundlage) nicht angenommen wurde.

Man könnte diesen Text bearbeiten und an die Privatbüros der wichtigsten Unternehmenschefs (am liebsten Inhaber-Unternehmer) schicken. Vorher die Namen der Büroleiter telefonisch erkunden und die im Anschreiben um ihre Mitwirkung bitten. (Macht die Betroffenen zu Beteiligten!)

Und/oder eine Website gestalten, auf der man Unterschriften einsammelt.

Geballter Sachverstand kann sicher etwas erreichen.

Text der Petition, wie ich ihn am 15.3.2011 fertiggestellt habe.
***********************************************
Bundeskanzlerin Merkel muß entlassen werden!

Diese Bundeskanzlerin und die B undesminister brechen fortlaufend ihren nach dem Grundgesetz vorgeschriebenen und geleisteten Amtseid,

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen,

seinen Nutzen mehren,

Schaden von ihm wenden,

das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen,

meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und

Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

So wahr mir Gott helfe.

Kündigen Sie diesen von uns allen angestellten leitenden Mitarbeitern der Bundesrepublik Deutschland den Arbeitsvertrag wegen erwiesenen Bruches ihres Amtseides, denn:

- sie widmen ihre Kraft nicht dem Wohle des deutschen Volkes, sondern dem Wohl ihrer Klienten

hier: der Besitzer von Atomkraftwerken

- sie mehren den Nutzen einzelner gesellschaftlicher Gruppen

hier: der Besitzer von Atomkraftwerken

- sie fügen dem Deutschen Volke Schaden zu, indem sie Gesetze nach den Vorschriften und Wünschen ihrer Klienten machen

hier: der Besitzer von Atomkraftwerken

- sie brechen das Grundgesetz und die Gesetze nach Laune und Opportunität; Frau Merkel behauptet, sie könne die Schliessung von Atomkraftwerken anordnen. Dafür braucht sie jedoch ein Gesetz, das der Bundestag erst noch formulieren, beraten und beschliessen muß!

- sie vernachlässigen ihre Pflichten, indem sie keine langfristig dem Wohle aller Bürger dienende Politik machen und sondern eine Politik, die einzelnen Lobbygruppen dient. Sie lassen Gesetzesvorschläge von Betroffenen schreiben:

hier: von den Besitzern von Atomkraftwerken

- sie sind ungerecht, indem sie einzelne Gruppen wider besseres Wissen bevorzugen

hier: die Besitzer von Atomkraftwerken

Welchen Gott meinen sie damit, wenn sie ihn beschwören? Den Gott Mammon?

“So wahr mir Gott helfe!”

Wir erleben gegenwärtig das Versagen der Bundesregierung und ihre verzweifelten Versuche, dies durch offensichtliche Rechtsbrüche bis hin zum Staatsstreich (Merkel: “Ich werde ein Moratorium anordnen!”) zu überspielen. Wer ist diese Person, dass sie sich über den Bundestag stellt?

Die Bundesminister und die Bundeskanzlerin Merkel sprechen stets vom tragbaren Restrisiko der Atomkraftwerke. Wie wir jetzt in Japan sehen müssen, ist dieses Restrisiko von der Art, dass es Millionen Menschen Leben und Gesundheit kostet. Auch hier bricht die Bundesregierung das Grundgesetz, denn nach Artikel 2.2 gilt:

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Seit wenigen Tagen ist für jeden Bürger deutlich sichtbar, dass der sogenannte “Ausstieg aus dem Atomaussstieg” ein völlig untauglicher Versuch war, den Besitzern der Atomkraftwerke zusätzlichen Profit zuzuschanzen.Frau Merkel und ihre Minister haben den Betreibern der Atomkraftwerke die überfällige Renovierung der veralteten Atommeiler erlassen und ihnen gleichzeitig erlaubt, diese alten Öfen mit ihrem vom Menschen nicht beherrschbaren Feuer unkontrolliert weiter zu betreiben.

Endlich informieren uns die bisher vorsichtig-zurückhaltenden, wirklichen Fachleute mutig, offen und ehrlich. Das Reaktorunglück in Fukushima zeigt, dass auch der unwahrscheinlichste Unfall Wirklichkeit werden kann und das Leben von Millionen Menschen bedroht. Der Geist der Information ist aus der Flasche gekommen und wird sich durch Geheimhaltung, Maulkörbe für Wissenschaftler, Zurückbehaltung von wissenschaftlichen Gutachten und Scheindiskussionen nicht mehr zurückdrängen lassen.

Die in Fukushima explodierten Atomkraftwerke sind baugleich mit einigen alten Atommeilern bei uns. Diese alten Atommeiler müssen sofort und für immer abgeschaltet und abgewrackt werden. Die übrigen AKW müssen so schnell wie möglich in einem verantwortungsvoll geordneten Prozess vom Netz genommen werden.

Um uns alle vor den aktuellen Landtagswahlen einzulullen, setzt man uns mit dem sogenannten “Moratorium” eine Scheinlösung vor, eine Art politischen Schnaps, der uns benebeln soll. Denn die Worte “Ich verkünde ein Moratorium!” der Frau Merkel sind Schall und Rauch, weil diesen Worten kein gültiges Gesetz zugrunde liegt. Nach den Landtagswahlen der kommenden Wochen wird Frau Merkel dies öffentlich klarstellen und dann bleibt alles beim Alten, nämlich beim unverantwortlichen “Ausstieg aus dem Atomausstieg”, der ja ein Gesetz ist.

Wir sollen die herrschenden Parteien wiederum wählen und uns somit getreu dem Sprichwort verhalten: “Die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!”

Zeigen Sie diesen ungetreuen leitenden Angestellten der Bundesrepublik Deutschland und den Landesregierungen, dass Sie nicht bereit sind, die Suppe auzulöffeln, die sie uns vorsetzen!

Adept October 20, 2011 at 19:43

“Occupy-Bewegung”

Folgende Überlegung:
Politiker brauchen Geld, um die verarmende Bevölkerung als Wähler zu gewinnen.

Dazu braucht man 1.Banken und 2.Versicherungen.
1.Banken, weil die einem das Geld ausleihen.
2.Versicherungen, weil der Bürger das Geld dort anlegt und die Banken das als ‘Asset’ bilanzieren dürfen.

Wir erkennen also: das ist bereits ein Pyramidenspiel.

Wenn der Staat noch mehr Geld braucht, dann genehmigt er z.B. Derivate, das sind ncihts anderes als Luftnummern, Geld in der Parallelwelt der Wirtschaft.

Warum dürfen Banken das ?
Antwort: Weil Politiker Geld brauchen, um das Volk bei Laune zu halten.

Und wenn das Spiel nicht mehr funktioniert ist wer Schuld?
Richtig: die Banken….

Wer wurde gewählt, wer hat Verantwortung: Politiker , Banksters?

Politiker wurden gewählt und diese gewährten Banksters die Güte der übergroßen Verschuldung.
Frage: was wäre passiert, wenn der ordentliche Bankiers da nicht mitgespielt hätte?

Richtig: dann hätte – hat man! – die Regeln so verändert, dass sich anständige
Bänker verabschieden mußten, weil ihre Geldquelle – reale Geschäfte- zu wenig abwarfen.
Für wen abwarfen ?
Richtig….für Politiker.

Okay, das ist die Meinung eines Außenseiters.

Hauki October 20, 2011 at 05:56

Hallo Marco,

was Du beschreibst kennt sicher so mancher hier. Auch Tom’s Aussagen kann ich meist unterschreiben. Das schlimme ist doch, dass die meisten Leute überhaupt nicht verstehen, was eigentlich vor sich geht. Die Medien tun doch wirklich alles, um abzulenken, zu verschweigen und zu beschönigen.
Es gibt ein Forum, wo man versucht, wenigstens Quellen zu sammeln, die zusammen ein Bild ergeben.

Eine kleine Auswahl:

Chris Martenson – Crash Course
http://www.um-bruch.net/uforum/index.php?topic=77.0

Simon Johnson – Der Stille Staatsstreich
http://www.um-bruch.net/uforum/index.php?topic=25.0

Brooksley Born – Der gescheiterte Kampf gegen die Finanzindustrie
http://www.um-bruch.net/uforum/index.php?topic=30.0

Staatlich gebilligte Bilanzfälschung
http://www.um-bruch.net/uforum/index.php?topic=26.0

Hans Herbert von Arnim: Das System. Die Machenschaften der Macht
http://www.um-bruch.net/uforum/index.php?topic=64.msg433#msg433

George Carlin – On The American Dream / Divide And Rule
http://www.um-bruch.net/uforum/index.php?topic=86.0

Ob das was alles bringt? Ich bin mir auch nicht mehr sicher. Das System hat die Menschen perfekt konditioniert: Kritisches Denken ist tabu, alles was zählt, ist eine POSITIVE Einstellung.
Dass man dann unter Umständen zum “Schlafschaf” wird, wie manche es nennen, scheinen die meisten nicht zu erkennen …

Als Beispiel die Antwort von Herrn Gärtner auf “Schnaffa” in diesem Artikel:
http://blog.markusgaertner.com/2011/10/10/warum-habt-ihr-nichts-getan/#comment-4218

Zum Glück gibt es Seiten, wie diese hier, oder Das Gelbe Forum …
Insofern vielen Dank, Herr Gärtner, ich lese hier schon lange Zeit fast täglich!
Und vor allem: Weiter so!

Viele Grüße

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Raus aus Deutschland October 19, 2011 at 00:20

Wichtig ist es doch zu verstehen was tatsächlich passiert.

Ordnung aus dem Chaos schaffen lautet die Devise der Mächtigen.

Es gibt ein Problem.
Es wird ein Schuldiger gesucht und gefunden werden.

Alle in der EU bekommen einen Bailout.
Danach ist jeder pleite und der Zusammenbruch kommt.
Daraus erfolgt dann die Neue Welt bzw. EU Ordnung.

Angeblich soll Japan und England mehr US Anleihen gekauft haben.
http://www.treasury.gov/resource-center/data-chart-center/tic/Documents/mfh.txt
Ich bin sicher, die Zahlen sind manipuliert.

So schlimm wie Tom sehe ich die Sache nicht.
Der gesamte Mittelstand in Deutschland wird verarmen.
Da das Prekariat aber weiter finanziell vom Staat mit dann neuem Geld unterstützt
wird, wird in Deutschland niemand auf die Barrikaden gehen.

Einfach eine neue Währung und der Euro wird zu 90% abgewertet. Dann hat der Staat
wieder neues Geld welches er drucken kann und das alte Spiel geht weiter.

Was können die Bürger eines Staates erwarten wenn sie Politiker, Herrscher oder Könige haben die charakterlich zweifelhaft sind und wo Habgier und Neid vorherrschen?

Gute Herrscher haben ein Land immer nach oben gebracht, schlechte immer nach unten.
Wer erkennt, wem Deutschlands Politiker tatsächlich dienen der weiss was passieren wird.

Da die Masse der Menschen aber gleichmütig ist wird das Schicksal seinen Lauf nehmen.
Wenn wir hier schreiben ist das recht unterhaltsam. Die “Realität” wird sich dadurch jedoch nicht ändern.

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Sitting-Bull October 19, 2011 at 07:55

Wir haben ja bereits 160 Mrd. Euro faule Euro-Anleihen, 460 Mrd. Euro Target2-Salden, und 300 Mrd.plus X ELA-Kredite… Da spielen weitere Billionen, Milliarden oder so doch kaum noch eine Rolle.

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Ralf R. October 19, 2011 at 09:40

Hallo Marco,
ich kann Dir nur zustimmen. Es wurde schon oft in den Kommentaren dieses Blogs erwähnt, doch niemand scheint eine konkrete Antwort auf diese Frage zu haben.

Ein Weg wäre über die Straße, aber man wird nicht viele “Mitstreiter” finden. Dafür geht es uns hier in D noch viel zu gut. Von einem Experten für diese Thematiken bin ich weit entfernt, aber wenn ich mit meinen Mitmenschen von jung bis alt um mich herum über solche Thematiken spreche, haben die wenigsten auch nur Grundkenntnisse über die aktuelle Lage. Solche Menschen “aufzuklären” und zu motivieren etwas daran zu ändern ist sehr schwer, nur wenige wollen Ihre heile Welt in Trümmern sehen. Die Masse wird sich erst dafür interessieren, wenn sie davon betroffen sein wird, bis dahin sind bzw. wird sie viel zu beschäftigt sein das Rad am drehen zu erhalten und Ihre Bedürfnisse zu stillen.
Meiner Meinung nach eine ganz natürliche Menschliche Reaktion, jeder sieht nur das was er sehen will.

Ich stehe seit 1-2 Jahren vor der selben Frage, ohne eine wirkliche Antwort auf genau diese Frage gefunden zu haben -> wie man vom Zuschauer ein aktiver Akteur in diesem “Spiel” wird.

Ich erhoffe mir, dass in dieser Veranstaltung etwas neues, gutes für die Menschen erarbeitet wird – von Bürgern für Bürgern. Ich werde es mir anschauen, denn ohne Handeln unsererseits wird einfach nie etwas passieren. Aber bevor man in eine Richtung “losmarschiert”, sollte man sich bewusst sein in welche Richtung das Ganze gehen soll und aktiv daran mitwirken.
Vielleicht fühlt sich der ein oder andere hier ja angesprochen (Hr. Gärtner ev. ?):

[url]http://www.hoerstel.ch/hoerstel/News/Eintrage/2011/9/14_Politik_geht_anders!_-_Aufruf_zum_Kongress_in_Tollense_-_100_engagierte_Kopfe_fur_einen_Neubeginn_von_Staat_und_Gesellschaft.html[/url]

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Martin October 19, 2011 at 14:45

Mr. Spock vom Raumschiff Enterprise würde “faszinierend” sagen. Faszinierend ist auch der Umstand, dass Politiker und Finanzelite über (rote) Zahlen sprechen, welche früher Astronomen oder SF Autoren vorbehalten. Ein Lichtjahr entspricht 9.5 Billionen Kilometer. Ein Zahlenwert, welcher uns doch bekannt vorkommt. Faszinierend ist auch, dass astrophysikalische Kuriositäten in wirtschafts(pseudo)wissenschaftlichen Theorien Eingang finden. So sind “Schwarze Löcher” nicht nur ferne Exoten im All, nein, irdische “Schwarze Finanzlöcher” saugen volkswirtschaftliche Leistungen auf Nimmerwiedersehen in sich hinein und teilen dabei die Eigenschaft ihrer physikalischen Gegenstücke, dabei immer größer zu werden, anstatt irgendwann einmal voll zu werden. Es ist ein Faszinosum unserer Zeit, dies miterleben zu dürfen. Lehnen wir uns zurück und geniesen es, solange wir noch diesseits des Ereignishorizonts sind.

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Marco October 19, 2011 at 17:52

Hallo Tom!
Danke für deine ausführliche Antwort.
Über welche Plattform könnte man sowas am besten anschieben?
Z. B.
http://www.abgeordneten-check.de/
Wie man an die “großen Namen” rankommt, muss ich spontan leider passen. Ich sage aber niemals NIE. Meine Unterstützung hast Du jedenfalls für Aktionen, die in diese Richtung laufen. Schau`n wir mal –> TATA. Es kommt oft nur auf den Moment an, der dann die richtige Gelegenheit bietet.
Schöne Grüße
Marco

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Tom October 19, 2011 at 18:16

Ne Petition entsprechenden Inhalts liesse sich direkt hier einbringen:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php

An “grosse Namen” kommt man sicherlich nur per Email, Erfolg reichlich ungewiss. Man braucht so einen “grossen Namen” im Grunde auch nur deswegen, weil da die Mainstream-Medien eher geneigt wären, über so eine Petition zu berichten. Allerdings befürchte ich, die haben alle keinen Arsch in der Hose, sich soweit aus dem Fenster zu lehnen.
Als erstes sollte man mal ein paar Namen auflisten, die als Unterstützer in Frage kommen könnten, und von da aus weitermachen.

Gruss
Tom

Reply

Birgit October 19, 2011 at 19:05

Man könnte anfangen eine Parallelgesellschaft aufzubauen nach natürlichen und menschlichen Prinzipien und all unsere Eneregien komplett aus dem alten System abziehen….

Reply

markusgaertner October 20, 2011 at 05:00

… klingt sehr elegant. Klingt sympathisch. Aber wenn ich anfange, mir das Parallelsystem auszudenken, bleibe ich schnell stecken: Parallele Banken ? Infrastruktur ? Anwälte ? Geld ? Regierungen ? …. Ist es vielleicht nicht doch einfacher und schneller, wenn auch garantiert hochprozentig schmerzhaft, mit eisernem Besen auszukehren ? …. Viele Grüße

Reply

Tom October 20, 2011 at 06:02

Und wo? Und wie? Eine detailliertere Erläuterung dieses Gedankens würde mich sehr interessieren.

Gruss
Tom

Reply

Nacho February 24, 2012 at 15:08

Kaputte Strumpfhosen kansnt du hervorragend als Befestigungsmaterial benutzen. Wenn du Pflanzen an einen Stab binden willst oder Stauden zusammenbinden musst, kansnt du gut alte Strumpfhosen verwenden. Sie sind extrem reiYfest. Liebe GruYe Helga

Reply

Birgit October 20, 2011 at 23:51

Hallo Markus, hallo Tom,

fangen wir bei den Regierungen an: Frau Ostrom hat den Wirtschafts-Nobelpreis dafür erhalten, dass sie aufgezeigt hat, dass mit Hilfe von Selbstorganisation Nutzergruppen Gemeingüter erfolgreich verwalten können ohne regulierende staatliche Eingriffe oder Privatisierung. Das klingt so einfach und selbstverständlich und ist es auch. Parallelgeld gibt es auch schon; man muss sich nur die vielen Tauschbörsen anschauen. Und alternative Banken die sich um Transparenz und Umweltschutz bemühen gibt es auch. Infrastruktur ist Allgemeingut und von einer gerechten Rechtssprechung kann man ja zumindest träumen. Viele gute Ansätze sind schon da. Der erste Schritt ist sicherlich dass man selbst zukunftsweisende Strukturen nutzt und wie man beginnen könnte diese in einen größeren Kontext zu führen … nun ja, habt ihr Ideen? Vielleicht könnte man die sozialen Netzwerke für den Beginn nutzen. Den eisernen Besen wünsche ich keinem von uns.

Reply

Tom October 21, 2011 at 01:15

Hallo Birgit,

schön für Frau Ostrom, auf dem Papier lässt sich so manches zusammenspinnen, was sich in der Praxis als kaum durchführbar erweist. Betachten wir ma die selbige:
Staatliche Engriffe sind alleine durch die Gesetzgebung von vornherein vorhanden. In DLand kann ich mich nicht einmal autark mit Energie versorgen, selbst wenn ich genug davon produziere. Ich muss sie ins Stomnetz abgeben und anderen Strom aus dem Netz beziehen und BEZAHLEN. Mit dem in Tauschbörsen kursierendem Parallelgeld kann ich weder an der Tanke noch bei meinem Bäcker oder Supermarkt bezahlen.
Infrastruktur ist eben kein Allgemeingut. Weder Telekommunikation, noch Bahn, noch Strassen sind es. Man muss überall bezahlen, direkt oder indirekt. Und zwar mit dem “gesetzlichen” Zahlungsmittel, welches auch die Währung der nch so um Transparenz und Umweltschutz bemühten Banken ist. Mal ganz davon abgesehen, dass sich die breite Masse, sich eher für Bohlens Penisfaktur und das Analjucken anderer Stars und Stenchen interessiert, als für das, was wirklich um sie herum vorgeht.
Man kann dem System nicht wirklich entfliehen, es sei denn, man kauft eine Insel und lebt dort autark. Sollte es einem da aber zu gut gehen, kommt gewiss ein Flugzeugträger vorbei, um dem Inselgemeinwesen die wirkliche Demokratie zu bringen.
Wenn ein neues, besseres System installiert werden soll, muss man das ale System erst beseitigen und zwar so gründlich es geht! Warum das so ist? Ganz einfach: Die Bankster-Gangster und ihre Vasallen in der Politik würden niemals zulassen, dass auf Dauer eine parallele Struktur entsteht, die sich nicht aussaugen könnten! Die interessiert es nämlich einen Scheiss, wie es unsereins geht und wie wir klarkommen. Die gehen auch über Leichen, wie man an den Millionen Kriegs- und Hungertoten in der Welt sehen kann!
Ein “eiserner Besen” wird nicht genug sein, dieses Pack in die Knie zu zwingen! Dazu wird es sicherlich auch des einen oder anderen Strickes bedürfen!
Wünschen tut sich das gewiss keiner von uns, aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert.

Gruss
Tom

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Petronilla October 21, 2011 at 08:32

http://www.zeitundziel.wordpress.com

Guten Morgen!
Warum werden meine Kommentare nicht freigeschaltet?
Mfg
Petra Bergermann

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markusgaertner October 21, 2011 at 22:09

Liebe Petra, wir haben 9 Std. Zeitunterschied, da ich in Vancouver lebe, war heute außerdem unterwegs. Bitte also um Nachsicht, ich kann den zeitunterschied leider nicht aufheben.

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Petronilla October 22, 2011 at 17:02

Das wußte ich nicht, bitte entschuldige die dumme Frage!

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Gerd October 21, 2011 at 21:13

Langsam, langsam, liebe freunde: Der verfasser des artikel, markus Gaertner moege sich bitte einmal versichern ob sich seine interpretation des englischen ausdruckes “billion” mit dem deutschen wort “billionen” deckt. Das tut es naemlich nicht. Im englischsprachigen raum kennt man zahlen wie milliarden, billiarden, trilliarden, also alles, was mit -illiarden endet, nicht. Stattdessen verwendet man dort die ausdrucksweise des sogenannten “short scales” nach der man nach million auf billion und dann trillion etc. Kommt. Die auf der tabelle angefuehrten betraege in “trillions” sind nach unserer zaehlweise 6 zehnerpotenzen weniger, was die englische ausdrucksweise fuer billions betrifft so liegt der gleichwertige betrag dafuer bei und 3 zehnerpotenzen darunter. Wer’s nicht glaubt moege auf http://www.wiktionary.org das wort billion eingeben. Dort steht dann auch, das die verwendung dieses begriffes im “long scales” unserem begriff fuer billion entspricht, jedoch ist diese interpretation OBSOLETE, also aufgelassen. Dies gesagt stelle ich zwar fest, dass die verschuldung der usa noch immer horrend ist, aber sooo schlimm ist sie dann doch nicht. Nur: schlafen wir jetzt besser angesichts des einstuerzenden kapitalismus. Naja, bin gespannt ob wir nun zu einem nachhaltigen system kommen werden oder ob einem wahnwitzigen typen wieder ein spielchen einfaellt bei dem nur einige was davon haben

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markusgaertner October 21, 2011 at 22:07

Lieber Gerd, lesen Sie bitte nochmal in Ruhe nach, ich verfasse meine Berichte mit etwas mehr Konzentration, als Sie diesen hier gelesen haben. Es sind “Trillions”, also deutsche Billionen, um die es hier geht. Ich habe in diesem Stück vier oder fünf Links gesetzt, in allen – inklusive Bloomberg – ist von Trillions of Dollars die Rede. Das gilt auch für die Zahlen des Office of the Comptroller of the Currency, eine offizielle Quelle der Administration. Auch hier muss man in meinem Eintrag lediglich den gesetzten Link klicken, um an die Quelle zu kommen. Ich bin seit 15 Jahren im englischsprchigen Ausland unterwegs und weiß leider nicht mehr, ob ich aus dem Englischen 4000 oder 6000 Mal die Zahlen übersetzt habe. Machen Sie sich doch mal die Mühe und lesen Sie hier etwas genauer. Im übrigen wurde das Thema inzwischen auch von großen US-Finanzblogs aufgegriffen, darunter Zero Hedge. Auch hier sind es – deutsch gesagt – Billionen Dollar geblieben. Also DANKE für Ihren Unterricht, aber er ist leider nicht angebracht. Ich hatte das mit den Zahlen übrigens schon einmal klargestellt, ein drittes Mal werde ich es nicht tun … Viele Grüße

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Tom October 22, 2011 at 06:46

@Petronilla
Ein Reply direkt unter Ihren Beiträgen war leider nicht möglich, deswegen hier unten:
Natürlich meine ich, was ich schreibe, und das Thema “Petition” natürlich besonders. Um aber eben genau das zu vermeiden, was mit Ihrer Petition passiert ist, sollte man Leute ins Boot holen, die sich mit den rechtlichen Grundlagen auskennen, entsprechend rechtssicher formulieren können und auf unserer Seite sind. Eine solche Person könnte z.B. Carlos A. Gebauer sein. Er ist bekannt geworden als “Anwalt” in so ner dämlichen Gerichts-Show im deutschen Blödel-TV, aber der Mann schreibt unter anderem fürs EF-Magazin, hält Vorträge über den ESM im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Raus aus dem Euro”. Mehr findet man hier: http://www.make-love-not-law.de/
Leider ist es schwierig, hier im Kommentarbereich eines Blogs irgendwas zu organisieren, da die Blogeinträge ja immer weiter “nach hinten” rutschen und man sich erinnern muss, bei welchem Eintrag welche Diskussion geführt wurde. Ich weiss auch nicht so genau, ob es sinn macht, extra ein Forum einzurichten. Das Kostet erstens Geld (Forumsoftware, Hosting) und bedarf auch einer Administration.Sich Emails hin und her schicken, ist auch auf Dauer unübersichtlich. Wenn also jemand eine Idee hat, wie man den Gedankenaustausch unkompliziert aber effektiv vorwärts bringen könnte, dann her damit!

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Petronilla October 22, 2011 at 17:09

Hallo, Tom,
der Text war als Polemik gedacht und hat auf einer privaten Homepage auch etliche Unterstützer gefunden. Die Tatsache bleibt jedoch bestehen, dass der Amtseid für die Katz ist. Und dass die leitenden Angestellten in Berlin für schuldhaftes Verhalten im Amt keinerlei Konsequenzen zu erwarten haben.

Wegen der Installation eines Forums: ich erkundige mich, was bei meinem Host, einem Bürgernetzverein, an Kosten anfallen würde und melde mich nach Erhalt der Antwort. Forennutzung (php heisst das wohl) ist evtl kostenlos zu haben. das wäre noch zu prüfen.

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Tom October 22, 2011 at 17:21

Das war mir schon klar, dass das keine rechtliche Relevanz hat. Mittlerweile gibt es aber jede Menge Verstösse seitens der Regierung gegen geltende Verträge, gegen das GG und was weiss ich noch. Das müsste zu prüfen sein, deswegen auch mein Vorschlag, den Gebauer zu kontaktieren, der ja Rechtsverdreher ist. Da gibt es noch mehr Relevanzen, die hier auszühren zu weit gehen würde.
Naja, schau mer mal.
Toll, dass Du Dich wegen nem Forum kümmerst. Mir fehlt echt die Zeit, steh 7 Tage die Woche im Geschäft im Moment.

Lieben Gruss
Tom

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Petronilla October 23, 2011 at 13:18

Zum Thema forum:
die software scheint umsonst verfügbar zu sein (phpBB heisst das wohl) und zum Service Provider bekam ich diese Info:
Solange das Forum “normal” frequentiert ist, können sie das kostenfrei betreiben.
Sollte ein Forum in Grösse und Traffic unseren Normalbetrieb beeinträchtigen, müssten wir mal sehen. Ich gehe aber nicht davon aus, dass das der Fall wäre. Ich erwähne das nur prophylaktisch

> Welche technischen Voraussetzungen müßten dafür erfüllt sein?

Sinnvollerweise, weil diese Komponenten serverseitig bereits verfügbar
sind, sollte die Software auf PHP5 aufsetzen sowie mit MySQL zusammenarbeiten.
Beim Forenbetrieb sollten sie zwei Dinge beachten:
- PHP Forensoftware sollte aktuell gehalten werden, da oft SQL Injection 1 Sicherheitsprobleme gefunden werden
- Foren sind sehr stark Ziel von Spammern und erfordern daher regelmäßige Pflege
Deswegen ist es in Ihrem eigenen Interesse ratsam, sich gut um das Forum
zu kümmern.

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konskorent October 25, 2011 at 17:14

problem ist, das ein großer Teil der Bevölkerung verblödet ist, die anderen sind “normal schlau”und verstehen aber nicht was los ist, weil sie es nicht kapieren können.

mit dummen Schafen wird man keine Revolution machen können, erst dann wenn FUTTER und Wasser knapp werden. Vermutlich wird sich das ganze noch ein Weilchen hinziehen 1-5 Jahre, bis tatsächlich Schulen und straßen sichtlich verfallen, Löhne auch bei uns extrem gekürzt werden, dann vielleicht tut sich was..

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Albrecht Pohlmann October 25, 2011 at 21:56

Die Ernsthaftigkeit und Konkretheit, mit der in diesem Forum der Ist-Zustand dokumentiert, mit der – meistens – über einen möglichen Soll-Zustand debattiert wird, finde ich Vertrauen erweckend.

Zu @birgit, @tom, @petronilla und natürlich @markusgaertner:

Ich verstehe zu wenig von Wirtschaft, kann also nur vage Ideen äußern – hatte aber immerhin in der DDR Anschauungsunterricht, wie es nicht geht, und nun seit über zwei Jahrzehnten in der BRD, wie es auch nicht geht.

Birgits Ansatz finde ich nicht so abwegig, wie ihn andere Diskutanten darstellen: Tatsächlich existieren mit den von ihr genannten Einrichtungen und Strukturen bereits Ansätze, welche sich im Sinne einer alternativen (dauerhaft überlebensfähigen) Ökonomie überprüfen und möglicherweise entwickeln ließen. Derartiges – ich nenne als willkürlich gewähltes Beispiel die GLS-Bank in Bochum – ist nur viel zu wenig bekannt, weil es in den Mainstream-Medien nicht vorkommt und man schon mit einem sehr spezifischen Interesse im Netz unterwegs sein muß, um es zu finden. Es wäre an der Zeit, solche Ideen praktischer, konkreter Lösungen zu sammeln und auf einer Plattform allen zu zeigen. Wir würden – möglicherweise überrascht – feststellen, dass sich von den FischerInnen-Kooperativen oder Straßenbauinitiativen in Afrika Wegweisendes lernen ließe, was für die jeweiligen Verhältnisse adaptiert und weiterentwickelt werden könnte.

Ebensogut ließe sich Anregendes im frühen 20. Jh. finden: Symbiosen von Produktions- und Konsumgenossenschaften (die zwangsläufig regional begrenzt waren), freiwirtschaftliche Ideen einer „tatsächlichen“ Marktwirtschaft ohne Zinsen, mit Schwundgeld und Freiland, der sog. „guild socialism“ in England als Versuch, die Produktionsmittel tatsächlich in die Hände der Produzenten zu geben (welch Unterschied zum „Volkseigentum“ in der DDR, über das in Wahrheit nicht die Produzenten, sondern eine Kaste von Funktionären bestimmte) – und vieles, sehr vieles mehr, was jetzt von den allermeisten vergessen ist.

Allerdings: die Skeptiker haben auch recht. Die herrschenden Systeme von Wirtschaft und Politik werden nicht widerstandslos verschwinden. Das hatten die verschiedenen linken Bewegungen des 19. und 20. Jhs. illusionslos erkannt. Kamen sie allerdings zum Zuge, bewirkten ihre blutigen Umstürze – möglicherweise mit Ausnahme der wenigen anarchistischen Versuche – die Entstehung von Despotien. Für mich kein gangbarer Weg. Sondern mir erscheint immer noch am besten die Schaffung einer alternativen Ökonomie (und Politik), so wie es ja auch möglicherweise Birgit gemeint hat – bei gleichzeitiger Illusionslosigkeit darüber, dass auch solche Initiativen schärfster Gegenwehr von den Vertretern der etablierten Machtsysteme gewärtig sein, häufige Rückschläge also einkalkuliert werden müssen. Letztlich hat solch alternative Ökonomie nur eine Chance, wenn sie von einer wachsenden, gewaltfreien Massenbewegung getragen wird. Gandhis Ideen haben seither viel bewegt. Die „friedlichen Revolutionen“ der Ostblockländer sind seit den 1990er Jahren zu einem Exportschlager geworden (wobei die Massendemos etwa in Mali oder Madagaskar im Westen kaum mehr erinnert werden). Auch die „Arabellion“ wird Rückschläge erleben – aber die Idee der Selbstermächtigung des Volkes wird nicht verschwinden, es wird nicht nutzlose gewesen sein.

Dieser Post ist schon viel zu lang. Bin auf weitere Ideen voin euch gespannt.

Albrecht

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Petronilla October 26, 2011 at 06:04

Ich habe da mal eine Frage an die hiesigen Experten:

Ich habe die Aufgabe, ein Programm für eine Vortragsserie (10 Vorträge, jeden Monat einer (ausser in den Ferien), mit anschliessender Diskussion) zu entwerfen. Als Veranstalter denken wir freiwirtschaftlich und geldreformerisch. Zielgruppe sind die normal desinformierten und verunsicherten Bürger einer Kleinstadt.

Welche Themen würden Sie in eine solche Vortragsreihe aufnehmen? Angesichts der Tatsache, dass wir gerade heute wohl zu hören bekommen werden, dass wir alle mit dem Doppelten der nationalen Wirtschaftskraft für die Erträge von Banken, aber eigentlich von deren Eigentümern, haften sollen. Ackermann ist auch nur ein kleiner, weisungsgebundener Angestellter

Es bieten sich folgende Themen an:
Eliten in Deutschland (Lit: Michael Hartmann, Prof. in Darmstadt, Elitensoziologe)
der Volksbetrug Lebensversicherung, besonders Riester-Rente
Was bedeuten EFSF und ESM in der Praxis?
Kommt wieder ein Lastenausgleichsgesetz auf uns zu?
Monetative statt unkontrollierte Kredit-Geldschöpfung “ex nihilo”?
Regionale Wirtschaftskreisläufe statt Globalisierung

Und was würden Sie den Bürgern noch vermitteln wollen?

Danke im Voraus für Ihre Anntworten!
Petronilla

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Tom October 26, 2011 at 15:15

Schwierig, da was festzulegen. Um möglichst viele Interessierte “anzulocken” sollte es ein Tham sein, von dem die Menschen ganz persönlich und ganz direkt betroffen sind, dirket dran teilhaben und durch eigene persönliche Entscheidungen etwas dafür oder dagegen tun können. Deshalb tendiere ich zum Thema: “Volksbetrug LV”. Da lassen sich auch andere Themene ja schön mit reinpacken bzw. anschneiden, wie z.B. Geldschöpfung und Globalisierung.

Gruss
Tom

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Kenyetta February 24, 2012 at 15:36

In Berliner Schulen mussen demnachst wohl auch neben den Gebetsraumen fur Muslime auch HitlergruY-Raume blrsitgeeteelt werden.(Und das bei dem Platzmangel in den Schulen )

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Ines August 31, 2012 at 13:11

Zumindest wurden in Europa die Sicherungsgrenzen erhöht. Das ist eigentlich nur positiv. Auf einmal tauchen auf Portalen wie http://www.tagesgeldvergleich.cc oder andere auch ganz neue Anbieter auf =)

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Marion December 8, 2012 at 17:14

@Ines

Und wir können froh darüber sein, dass die deutschen Politiker die Einlagensicherung nicht Brüssel überlassen wie unlängst gefordert. Die richtigen Grenzen kann man am besten auf http://www.vergleich.info und http://www.tagesgeld-lotse.de betrachten.

Ich vertraue weiterhin in das Geldsystem.

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