Verschiedene Zeitungen berichten heute, dass es im Januar zu dem beim Euro-Gipfel in Brüssel vereinbarten Schuldenschnitt von 50% kommen dürfte.
Nach allem was ich höre, kommen aber bislang höchstens 70-80% Beteiligung der Kreditinstitute zustande, die man bräuchte, um auf die angepeilten 100 Mrd. Euro zu kommen.
Die Zitate, mit denen der Geschäftsführer der Internationalen Bankenvereinigung (IIF), Charles Dallara, heute in den Medien auftaucht, schüren Zweifel.
Er könne noch nicht ganz gewiss sagen, ob die vereinbarte Summe zusammen komme, gibt Herr Dallara zu Protokoll.
„Es wäre zu früh zu sagen, ob wir tatsächlich 100 Milliarden Euro von den vielen verschiedenen Gläubigern zusammen bekommen“, so Dallara. Der IIF ist in Gesprächen mit Europas Regierungen und der Gruppe der Gläubiger. In den kommenden Wochen werde er hoffentlich alle weiteren Fragen beantworten können.
Das klingt für mich wie hartes Ringen hinter den Kulissen und wie Nachverhandlungen. Da werden wohl die Gipfelbeschlüsse aufgeweicht werden.
Das ist nur eine von vielen Fronten in dem ganzen Drama, aber eine wichtige. Denn die volle Umsetzung des Schuldenschnitts ist Teil der neuen Haushaltspläne der Übergangsregierung Papademos.
Mit Schuldenschnitt und zusätzlichen Privatisierungserlösen im Umfang von mehreren Mrd. soll das Budgetdefizit 2012 auf 5,4 Prozent sinken. Ohne Forderungsverzicht läge das Etatloch eher bei 6,7 Prozent des BIP. Im laufenden Jahr wird mit einem Minus von 9% gerechnet.
Falls das avisierte Gesamtvolumen eines Schuldenschnitts für Griechenland nicht erreicht wird, müssen die Griechen entweder noch mehr sparen, was die Proteste scharf anheizen dürfte, oder der EFSF muss noch ein bisschen mehr “gehebelt” werden.
Im Klartext: Es muss per Ausgabe von Anleihen zusätzliches Geld eingesammelt werden. In diesem Markt gibt es dafür aber keine Gewissheit mehr.
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Jeder der denOriginal IIF Brief vom 26. Oktober gelesen hat, wusste das schon.
Es besteht ein entscheidender Unterschied zwischen 50% cut des Nominals und naive Annahme, deswegen der laufenden Zinszahlungen – und – 50% cut of NPV.
Es wird auf Zeit gespielt, irgendwo wurden gerade wieder Eurobonds ins Spiel gebracht, obwohl die “IWF leiht von EZB und hilft Italien” Sau noch nicht fertig durchs Dorf getrieben ist.
Deutsche hat heute verkuendet: Es wird gross gedruckt, oder unser Rat ist: Buddel ein Loch und grab Dich ein”
Angie und David war auch nett heute – viel Gegrinse und keine Ergebnisse.
Der Ton wir schriller, und die Alternativen weniger: mal sehen, was naechste Woche passiert….
….ach, und waehrend alle hypnotisiert auf Europa starren, platzt in USA gerade das Superkommitee und die dortige Blase….
wenn es dann ueberall gleichzeitig hochgeht….. Prosit Mahlzeit….
Was soll man zur Schulden (Guthaben?) problematik noch schreiben, das Geld als historische Kategorie, nicht als ökonomische!, ist grade dabei sich historisch unmöglich zu machen.
Nehmen wir an, die GAU – die größte anzunehmende Unmöglichkeit, wird wahr. Die Welt ist zu 100 % entschuldet. Was dann? Ganz einfach:
“Das letzte was man von ihm sah, war, wie er in der rechten Hand ein festes Hanfprodukt haltend,
in den Wald ging.”
Aus dem noch zu schreibenden Buch. “Aus dem Leben einer schweizer Hilfskraft (evtl. auch
Nichtsnutz)
Wir stecken in einer Sackgasse und der Weg zurück wird grade zugemauert.
Interessant ist die Frage, warum die Banken freiwillig teilnehmen?
“Freiwillig” heisst in EU Deutsch was anderes …:-)))))
Freiwillig heisst die weniger unangenehme von zwei Alternativen waehlen, in diesem Fall…..
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