OECD – Konjunktur bremst scharf ab

by markusgaertner on 21/02/2012 · 2 comments

IKONE_KONJUNKTUR

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Scharfer Gegenwind hat die Volkswirtschaften im OECD-Raum Ende 2011 schroff abgebremst. Auch die, die Griechenland in der Nacht wieder einen dicken Scheck unterschrieben haben (der zu einem guten Teil bei “den Griechen” gar nicht ankommt) sind mit Blick auf das Tempo ihrer Entwicklung nun selbst in den Sumpf geraten, allen voran Deutschland.

Aber wen kümmert es noch. Was wir seit Monaten beobachten, ist von der Realität ohnehin losgelöst. Das zeigt auch der “Worst Case”, der für Griechenland 2013 nur 1% Rückgang beim BIP vorsieht.

Das wird sich im Lichte des hier behandelten OECD-Berichtes noch als schlimme Fehleinschätzung entlarven.

Aber was soll´s, altegdiente Mafiosi wissen schon lange: Man schneidet erst einmal einen Finger ab, nicht gleich den ganzen Kopf, der arme Lump soll ja noch eine Weile bluten, sprich zahlen.

Zu den entlarvenden Bildern des Tages zählt dieses: Der Bankenorientierte “Deal” wurde von der wichtigsten Marionette der Geldhäuser in Europa –  Jean-Claude Juncker – in der anschließenden Pressekonferenz erläutert.

Die Goldman-Mafia verhandelt ihn, der Bankenlobbyist verkündet ihn, die Steuerzahler begleichen die Rechnung, die Banken nehmen einen guten Teil davon selbst wieder in Empfang.

So funktioniert das Griechenland-Karussell. Je länger, desto besser für die Banken. Und die Meinung machenden Medien im Finanzorbit – Bloomberg, CNBC etc. – erklären den ausgepressten Schafen, warum es so wichtig war, die Welt wieder zu stabilisieren.

Hier kommt das zentrale Zitat aus dem OECD-Bericht:

Provisional estimates show that quarterly gross domestic product (GDP) growth in the OECD area decelerated sharply to 0.1% in the fourth quarter of 2011, against 0.6% in the third quarter.The OECD total masks diverging patterns however. In the United States, GDP growth accelerated to 0.7% in the fourth quarter of 2011, compared with 0.5% in the third quarter, while in Japan GDP declined by 0.6% following the strong technical rebound (1.7%) in the third quarter. In the Euro area and the European Union, GDP also fell, by 0.3%, for the first time since the second quarter of 2009.Within Europe, GDP fell in all major economies, with the exception of France where GDP growth slowed marginally, to 0.2% compared to 0.3% in the third quarter. In Germany and the United Kingdom GDP contracted by 0.2%. In Italy GDP contracted by 0.7 %, the second consecutive quarterly decline.


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Torsten February 21, 2012 at 06:47

Zitat Burkhard Varnholt:

„Die Krise löst sich bald in Luft auf“ oder “es gibt keinen Plan B. Weder für Deutschland, noch für Griechenland, noch für irgendein anderes Land der Eurozone”

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/anlagestratege-im-interview-die-krise-loest-sich-bald-in-luft-auf/6231522.html

Frage: keine!
Antwort: keine!

Das es kein Plan B gibt, wusste bereits mein Opa schon. Er hat es geschafft zu überleben, ist aber dann an den Folgen gestorben.

Markus, muss man sich wirklich ernsthafte Sorgen machen?

Grüße

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