Die nächste Phase im EU-Drama

by markusgaertner on 28/02/2012 · 4 comments

IKONE_EUROPA

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Die EZB will ab sofort keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheit annehmen. Hintergrund ist die Abstufung der Kreditwürdigkeit des Landes am Montag auf „teilweisen Zahlungsausfall“.

Das bedeutet: Wer Griechenanleihen hält und diese für eine Refinanzierung als Sicherheit deponieren möchte, ist jetzt auf die nationalen Notenbanken angewiesen. Spielen diese auch nicht mehr mit, was sehr wahrscheinlich ist, bleibt den griechischen Banken zum Beispiel nur noch der Gang zur „eigenen“ Notenbank.

Die wird aber höhere Zinsen verlangen.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Die Schlinge zieht sich weiter zu.

Ich habe den Eindruck, dass die berühmte Wagenburg, die die Bondmärkte schützen soll, in Wahrheit nicht rund um die Märkte angelegt wird, sondern zwischen Griechenland und vielleicht Portugal auf der einen Seite sowie Italien und Spanien auf der anderen Seite.

Der Kern des Eurolandes hat eine Phase der Selbstverteidigung begonnen und ist jetzt zunehmend mit dem Kampf gegen das eigene Absaufen beschäftigt. Die Peripherie wird abgekoppelt. Die Reißleine wurde gestrickt und ausgelegt. Sie wird gekappt, sobald Griechenland einen oder zwei wichtige Punkte in dem riesigen Auflagenwerk verletzt, das wir hier vorgestellt haben.

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