China verschärft seine Dollar-Attacken

by markusgaertner on 12/03/2012 · 5 comments

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Es ist die nächste Welle: China will seinen Handelspartnern Brasilien, Russland und Indien nun auch Kredite in der eigenen Währung anbieten. Zugleich treibt Peking den Aufbau Londons als europäisches Offshore-Zentrum für den Renminbi voran. Die Attacke auf den Dollar wird massiver und konkreter.

Im Juni wird China außerdem mit der Panasiatischen Goldbörse einen Großangriff auf die Hegemonie der London Metals Exchange und der Comex in New York starten. Die 1,3 Milliarden Chinesen, die zum größten Goldinvestor auf dem Planeten aufgestiegen sind, können dann per Mausklick Goldkontrakte in Renminbi handeln. Im Gegensatz zu den westlichen Rohstoffbörsen ist dabei jeder einzelne Kontrakt mit physischem Gold hinterlegt.

Diese Offensive kommt, während im Januar zum zweiten Mal hintereinander die Yuan-Einlagen in Hongkonger Banken – um 2,1 Prozent, leicht zurückgegangen sind, wie die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) meldet. In Peking hat das einen Alarm ausgelöst. China will nicht, dass das Momentum der immensen Expansion des Renminbi als Offshore-Währung leidet.

Mehr dazu in meinem heutigen Bericht im Manager Magazin

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Jens Blecker March 12, 2012 at 15:58

China macht an einigen Fronten mittlerweile ordentlich Wirbel.

In dem Zusammenhang vielleicht interessant : http://iknews.de/2012/03/12/china-vs-usa-gefahrlicher-paradigmenwechsel

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Nina March 12, 2012 at 18:31

US-Konfetti in Sachwerte –Chinesische Offensive 2012 – 2013 :-)

http://german.china.org.cn/business/txt/2012-03/12/content_24873210.htm

“In den nächsten zwei Jahren haben chinesische Unternehmen sehr gute Chancen, mehr Anteile an nationalen Rohstoffen und Finanzinstitutionen in Schwellenländern und Australien zu kaufen”, sagte Li. “Doch das wäre hauptsächlich aus der Hand europäischer oder US-amerikanischer Unternehmen, weil diese stark unter dem wirtschaftlichen Abschwung und der Schuldenkrise gelitten haben”, sagte er.

Zeit und Geduld – das Credo langfristiger Planung.
Die Kurzatmigkeit des Westens führt zum Defibrilator.

Übrigens hat der ehemalige US-Außemnister Kissinger den Putin als russischen Patrioten bei CNN bezeichnet. :-)

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Thomas71 March 13, 2012 at 07:50

Der Westen bekommt was er verdient und hoffe gleichzeitig, dass die aufstrebenden Nationen sich schlau genug anstellen, um auch langfristig von dem Wandel zu profitieren.

Bzgl Russland: Ich persönlich halte den Putin und sein Demokratieverständis für gemeingefährlich.

Gruss,
Thomas71

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Nina March 13, 2012 at 20:29

BRICS-Länder entscheiden über Dollar-Zukunft
http://german.ruvr.ru/2012_03_13/68355556/

Chancen und Risiken sollten gut durchdacht sein.
Auch die politichen Konsequenzen.

Russland braucht für eine robuste Umsetzung einen autarken technologioschen Schub.
Putin muss hier in relativ kurzer Zeit liefern.
Das geistige Aufschließen einer 25 – jährigen Unterbrechnung ist eine eneorme Herausforderung.

Die Chinesen besitzen in ihrer technologischen Kette bereits einen kontinuierlichen Fluss, der eine qualaitative Eigendynamik aufweist. Wird insbesondere in der Raumfahrt, Bahn- und Autoindustrie sichtbar.

Wir werden sehen, ob dieses Dokument der BRICS unterschrieben und ein Erfolg wird.

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