Eindrücke vom Ende des Finanz-Universums

by markusgaertner on 17/04/2012 · 30 comments

2012-04-16_1801

Share

Sind wir am Rand oder am Ende des uns bekannten Finanz-Universums ? Das ist keineswegs eine theoretische Frage, und schon gar keine unsinnige. Denn vom Rand aus gibt es verschiedene Richtungen, die man sinnvoll einschlagen kann. Am Ende des Universums bleibt dagegen nur die fehlende Fortsetzung der Sackgasse. Rückzug, oder über das Kliff. Das sind die Alternativen.

In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Meldungen, die uns verdeutlichen, wie sehr nach langer Krise alles ausgereizt ist: Zinsen, Geldmengen, Geduld, Demokratie, guter Wille, die Zeit, das Wähler- und Konsumentenvertrauen. Habe ich etwas vergessen ? Sicher einiges.

Wir hören von einem Wähler in Griechenland, der seine Stimme für den Urnengang am 6. Mai auf eBay versteigern will. Wenn das nicht ein PR-Coup des Internet-Auktionshauses ist, sagt das einiges darüber, wie angespannt die Situation vieler Hellenen inzwischen ist.

Wir sehen auch, dass spanische Anleihen wieder mehr als 6% Rendite erzielen. Das ist zuallererst ein Misstrauensvotum. Und es ist ein klarer EZB-GAU, nach zwei Kredittranchen mit zusammen fast einer Billion Euro. Außerdem erleben wir ein neues Hoch für Prämien auf Kreditausfall-Versicherungen für Italien-Bonds. Das ist weniger als am 11. November, aber nur 20 Basispunkte von den CDS des Libanon entfernt.

Auch den Mächtigen geht die Geduld aus, schnell und drastisch, wie wir sehen. Statt Geduld müssten wir korrekterweise allerdings Demokratiewille sagen. Moskau plant nach den jüngsten Massenprotesten, das Demonstrationsrecht einzuschränken. Die großen Demos der vergangenen Wochen hätten den “Rhythmus des Stadtlebens” verletzt sowie Verkehr und Wirtschaft gestört, heißt es. Das ist eine Sprache, wie wir sie von den berufsmäßigen Angstmachern in den USA kennen, die an jeder Ecke mit dem Ministerium zum Schutz des Heimatlandes drohen.

In Spanien kündigt derweil Innenminister Jorge Fernandez Diaz Strafen gegen Straßenproteste an. Er will zivilen Ungehorsam kriminalisieren. Um die “Indignado”-Bewegung zu stoppen – anstatt mehr gegen die Schuldenkrise zu tun – soll auch die Kommunikation auf den sozialen Plattformen ins Visier genommen werden. Die Begründung des Ministers erinnert an die Anti-Terror-Kampagne, mit der die USA seit 2001 zunehmend und mit leichter Hand bürgerliche Freiheiten einschränken.

Aber nicht nur das Wahlvolk ist Ziel solcher Attacken gegen die pluralistische Demokratie. Madrid will jetzt auch noch die Regionen an die Kandarre nehmen, um “die Märkte” – Verzeihung, die Banken – zu beschwichtigen und am Laufen zu halten.

Mindestens zwei Jahre Gefängnis drohen Spaniern für Proteste, die im Grundgesetz noch als Rechte verankert sind (Artikel 8, das Grundrecht der Versammlungsfreiheit, ein Abwehrrecht der Bürger gegen den Staat). Der einzige Trost: Je nach Alter ein Viertel bis die Hälfte der erwerbsfähigen Spanier hat für das lautstarke Einfordern ihrer Freiheitsrechte wegen intensiver Jobsuche ohnehin keine Zeit. Schließlich wird vielen ja die Freiheit einer regelmäßigen und bezahlten Arbeit auch verweigert. Also: Arbeitslos und ab in den Knast, oder arbeite und scher Dich nicht um Deine komischen Rechte. BASTA.

Auch in deutschen Landen nimmt man es mit Geist und Worten verfassungsartig verankerter Rechte nicht mehr so genau. Gewählte Volksvertreter, die nur ihrem Gewissen und ihren Wählern verantwortlich sind, sollen sich von den Fraktionen ihre Redefreiheit – und somit ihren Wählerauftrag – beschneiden lassen. Berufsverbot der früheren Berufsverbieter ?

Dass nicht die gesamte Republik auf den Barrikaden tobt, sagt mehr über das Gemüt der Wähler, als über den lausigen Zustand der etablierten Parteien. Und dann wird noch über den “Erfolg” der Piraten gerätselt. Das leuchtet mir sogar von Vancouver aus ein, was sich da abspielt.

Hier schließt sich ein Teufelskreis, der leider keinen Ausgang mehr kennt: Die Bereitschaft der politischen Eliten, die Freiheiten von Wählern, Körperschaften und Institutionen drastisch einzuschränken wenn es die Finanzsituation verlangt, nimmt sichtbar zu.

Der Grund dafür ist, dass sich auf der Achse zwischen Kabinetten und den Bankenvorständen ein schwarzes Loch auftut, das beide zu verschlingen droht, wenn eine Seite im Kampf gegen die horrenden Schulden schlappmacht. – Sie müssen das ruinöse Spielchen weiter treiben, oder abdanken.

Setzt die Politik ihre drastischen Maßnahmen zur Anästhesierung der Märkte nicht fort, platzen die Banken und verschlingen alles. Die Banken haben also einen langen Hebel, wenn sie auf lebensverlängernde Maßnahmen für die im fiskalischen Sinne klinisch toten Wackelländer drängen. Die Politiker wiederum können eine einschüchternde Drohkulisse erzeugen. Sie ist so groß, dass sie gar nicht erwähnt oder anderswie ins Spiel gebracht werden muss.

Regierungen drängen den Banken im Tausch gegen das frische Kreditgeld der Notenbanken immer weitere Schuldversprechnungen auf, Anleihen, die durch nichts mehr gedeckt sind, als durch neue Käufe, die die Geldhäuser mit immer neuen Krediten der EZB finanzieren müssen. Das ist ein Kettenbrief-System jener Art, wie es die, die es augenblicklich amtlich betreiben, allen anderen bei Strafe verbieten.

Das LTRO-Geld treibt die Banken dabei immer tiefer in die Arme der hoch verschuldeten Länder, weil die Anleihen, die sich die Banken zusätzlich ins Depot nehmen, nie mehr abbezahlt werden können, höchstens noch eine Weile refinanziert.

Das ist wie schmusen in einer Autopresse. Nur viel stärker als bei innigen Umarmungen. Aber absolut tödlich.

Share

{ 25 comments… read them below or add one }

Grinario April 17, 2012 at 05:25

Auf Europa bezogen nennt Ihr Kollege Henrik Müller die fundamentalen Probleme:

“■Die hohen Schulden: Die öffentlichen und privaten Schulden sind in vielen Euro-Staaten so hoch, dass sie die Wirtschaft immer wieder ins Minus ziehen. Erst wenn ein nachhaltiger Abbau der Schulden auf den Weg gebracht ist, eröffnen sich Europa die Spielräume, seine weiteren Probleme zu lösen.
■Die brüchige Verfassung: Die Währungsunion wird auf Dauer nur halten können, wenn sich die Euro-Zone zu den Vereinigten Staaten von Euro-Land weiterentwickelt.
■Der fehlgeleitete Kapitalismus: In den vergangenen zwei Jahrzehnten degenerierte die westliche Wirtschaftsordnung in eine selbstzerstörerische Richtung. Dies ist ein Problem nicht nur Europas, sondern der gesamten westlichen Welt.”

Wenn man sich diese Aufstellung von Megaproblemen ansieht, ist doch Optimismus fehl am Platze. Wie soll sich Europa auf demokratische Weise ganz schnell zu einem Bundesstaat entwickeln. Es wird sich nicht mal auf die Schnelle ein “neuer Kapitalismus” bilden (was immer das sein soll).
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,827853,00.html

Wenn man Ihren realistischen Kommentar liest und ihn mit Müllers Kommentar vergleicht, fragt man sich unwillkürlich, ob Müller das wirklich auch glaubt, was er da schreibt.

Reply

Till April 17, 2012 at 06:32

Das ist schon ganz nah an dem Kern des Problems:

Die immer ungleichere Verteilung des Vermögens. Immer mehr Vermögen sammelt sich ganz oben an, und muß dort Rendite erwirtschaften. Diese wird verwendet, um mehr Vermögen zu erwerben und vorhandenes zu beschützen. Dabei muß die Politik helfen – die alten Griechen nannten diese Regierungsform Plutokratie. Und da sind wir mitten drin, formal ist das ganze noch eine Demokratie aber in Wirklichkeit muß das Geld geschützt werden.

Entweder es gibt einen wirklichen “New Deal”, welcher von der gut dressierten Öffentlichkeit noch abgelehnt wird, oder das ganze fliegt uns mit Revolutionen und Bürgerkrieg um die Ohren. Nach der Einschlagshäufigkeit der Finanzkrisen im Monatsabstand kann dies nicht mehr allzulange dauern (ein paar Jahre höchstens noch).

Je höher die Konzentration des Vermögens bei dem obersten % ist, desto weniger zahlungsfähig und kreditwürdig ist der Rest, und muß sich damit noch mehr versklaven (höhere Zinsen wegen fehlender Bonität) – das Endspiel geht dann irgendwann ganz schnell. In Asien kann der Kapitalismus dieser Form noch eine Zeit weiterlaufen – dort gibt es noch genug (Kredit-) Wachstum so das die Bevölkerung die Illusion hat daran beteiligt zu sein.

Reply

Grinario April 17, 2012 at 06:56

Pragmatisch muss man aber fragen: Wie soll ein “New Deal” in Europa aussehen? Sollen die Deutschen das bezahlen? Was ist ein Vermögender, beginnt das mit 10 000 Euro auf dem Konto oder einem Reihenhaus auf dem Land?
Zur Zeit sieht es eher danach aus, dass die Regierenden all diesen Unangenehmen Fragen ausweichen wollen (und auch die Journalisten, sonst würde Müller nicht solch wolkige Artikel schreiben), es ist doch viel einfacher die Geldmenge immer weiter zu erhöhen, so dass im Grunde alle über die Geldentwertung bezahlen werden. Fast alle: die großen Vermögen werden sich absichern.

Reply

Till April 17, 2012 at 07:58

Sie wissen, das die Gesamtsumme des Geldes 0 ist. Also, wenn alles verschuldet ist, gibt es irgendwo märchenhafte Vermögen.

Auch “die Griechen” sind nicht arm – nur ca 90% von ihnen. Der Rest hat große Summen ins Ausland verschafft (allein in der Schweiz angeblich 200 Mrd). Natürlich müssen die “Reformen” von diesen 90% ausgebadet werden, die Besitzenden bezahlen keinen Cent von den Sparpaketen.

Und natürlich müssen auch die Häusebauer leiden – das tun sie jetzt schon, und sie werden viel mehr leiden, wenn das ganze verschleppt wird und ein Bürgerkrieg losbricht.

Sehen sie sich den “alten” New Deal einmal an, dieser besteht aus hohen Spitzensteuersätzen, Vermögenssteuern sowie Erbschaftssteuern. Nichts was jemanden umbringt oder verarmt (um den Spitzensteuersatz zu bezahlen muß man ganz schön viel verdienen).

Reply

Andreas Ludwig April 17, 2012 at 06:47

Wenn man das alles so liest was gerade abgeht, egal wo auf der Welt, dann fragt man sich, wann erwache ich aus diesem Albtraum.

Reply

die Simpsons April 17, 2012 at 16:35

Du bist ja richtiger Scherzkeks. Ich frage mich von welchem Albtraum Du redest? Solange es nicht an die nackte persönliche Existenz geht, ist das alles noch harmlos. Wir leben alle in einem Zoo und haben kein Recht auf Freiheit und persönlichen Ausgang.

Gestern gab es einen sehr interessanten Artikel bei Jahnke wo es unter anderem um die Erwartung gesunder Lebensjahre bei 65-jährigen geht. In der Statistik 20 westeuropäischer Länder hat Deutschland den vorletzten Platz bei den Frauen und den letzten Platz bei Männern belegt. Spitzenreiter Norwegen hat 15,4 bzw. 14,5 Jahre aufzuweisen und wir 7,1 bzw. 6,5.
Wie kann das sein, wenn man eines der teuersten Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt hat. Die Antwort liegt auf der Hand. Bei unserem Krankheitsunwesen geht es nicht um Gesundheit sondern um Krankheit bzw. Profitinteressen einer ganzen Branche und ihrer Handlanger. Ich möchte das Thema nicht weiter ausbreiten, denn es ist einfach nur noch traurig wie sich Heilbehandler ihren Göttern, der Pharmaindustrie und Mammon, anbiedern.
Aber es gibt meiner Meinung nach noch weitere Punkte warum Deutschland so tief in dieser Statistik gesunken ist. Da wären emotionale Kälte zwischen den Menschen und kein Mitgefühl. Unsere Menschlichkeit wurde auf dem Altar des Neoliberalismus schon vor langer Zeit geopfert.
So ziemlich alles wird nur noch unter dem Aspekt der persönlichen Bereicherung und Befriedigung betrachtet, also die negativen Aspekte des Egos.
Ich will nicht behaupten, dass die Länder die besser abschneiden, nicht ähnliche Probleme hätten, nur ich befürchte dass es in Deutschland besonders schlimm ist. Hat schon seinen Grund warum wir in der Statistik so schlecht abschneiden.

Kommen wir mal zum Neoliberalismus. Hier ist Deutschland ein Musterknabe der Umsetzung und einer menschenverachtenden Wirtschaftspolitik. Überall in Europa wird agiert “nach dem Modell der Treuhand” schreibt German-Foreign-Policy”. Und wer tut sich da besonderns negativ hervor. Natütlich die Deutsche Bank. Immer in der ersten Reihe wenn es um Profitgier und Abwälzung von Kosten auf den Steuerzahler geht. Der Absatz Beträchtliches Potential zeigt was in nächster Zeit in Europa so passieren wird/könnte. Ich zitiere:

“Die Deutsche Bank betrachtet die Beratungstätigkeit beim Ausverkauf von Staatseigentum als lukratives Geschäftsfeld. “Obgleich das Thema schon seit mindestens zwei Jahrzehnten auf der wirtschaftspolitischen Agenda steht, ist das Privatisierungspotenzial in den verschiedenen Ländern noch beträchtlich”, heißt es in dem Report “Erlöse, Wettbewerb, Wachstum”, den sie unlängst veröffentlicht hat.[1] Die Publikation stellt die “Möglichkeiten der Privatisierung im Eurogebiet” detailliert dar. Sie durchforstet die europäischen Nationalökonomien Land für Land sowie Sektor für Sektor und identifiziert dabei kaum Unveräußerliches: “Vorteilhaft ist prinzipiell auch die Privatisierung staatlicher Leistungen der Daseinsfürsorge, also etwa der Wasserversorgung und -entsorgung, von Einrichtungen des Gesundheitswesens und von nicht hoheitlichen Verwaltungsaufgaben.” Teilweise nennt das Papier bereits konkrete Zahlen. So beziffert es die potenziellen Erlöse aus dem Verkauf italienischen Staatseigentums und der Vergabe von Konzessionen auf 150 bis 210 Milliarden Euro.”

Was uns in Zukunft erwartet ist eine unheilige Allianz von Politik und Bankstern auch Elite genannt, die die Menschen versklaven und verarmen möchten. Die Beweggründe von Politik und Bankstern sind unterschiedlicher Natur aber sie eint die Macht und die Gier. Und wir lassen uns das alles gefallen. Wir fühlen uns wohl in unseren Käfigen.
Wenn das umgesetzt wird, dann haben wir einen richtigen Albtraum!

Quelle: http://www.jjahnke.net/rundbr91.html#2653

Quelle: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58307?PHPSESSID=hf7knou06u4qusg31u4cmq0tv3

Reply

die Simpsons April 17, 2012 at 17:23

Zusatz zu unserem Gesundheitsunwesen:

Prof. Hans Pässler, der seit Jahren in dieser Sache warnt, weist in einem ausführlichen Interview auf folgende bedrohliche Situation in Deutschland hin, die sich mit jedem Tag weiter zuspitzt: Deutschlands Krankenhäuser und Arztpraxen werden schrittweise von riesigen Pharmaunternehmen aufgekauft, die diese dann teuer an die Mediziner weitervermieten. Grausames Fazit: Der deutsche Patient muss operiert werden, auch wenn kein Bedarf besteht, denn der Arzt muss Geld verdienen, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Pässler nennt ein Beispiel:

»Da ist ein junger Kollege, der frisch aus dem Krankenhaus kommt und das Operieren gelernt hat. Er mietet sich in ein OP-Zentrum ein. Am Ende jedes Monats muss er die Miete bezahlen. Die ist sehr teuer: Personal, Apparaturen, alles ist eingeschlossen. Ich weiß es von meiner Klinik, da kostet die Stunde sechshundert Euro. Das muss erst einmal verdient werden, man muss viele, viele Operationen durchführen, um das Geld herein zu bekommen. Wer also diesen Schritt geht und sich einmietet, der MUSS operieren, der ist verdammt dazu, sonst überlebt er nicht. Das ist ein Grund für die Mengenvermehrung«.

Quelle: http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/was-aerzte-ihnen-nicht-erzaehlen/eva-herman/gekaufte-aerzte-profitgier-zwingt-deutsche-patienten-unnoetig-unters-messer.html

Reply

Hans Kolpak April 17, 2012 at 07:00

Ist doch alles so gewollt und von langer Hand eingefädelt!

Planet Erde: Willkommen auf der Menschenfarm!

“Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.” Franz-Josef Strauß, DIE WELT, 23. September 1974

“Alles was Sozialisten von Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.” – Konrad Adenauer

Die Bundeskanzlerin gleitet routiniert wie eine Eiskunstläuferin inmitten der anderen Regierungschefs herum. Mal überholt sie links, mal rechts, mal bleibt sie auch zurück, um plötzlich jemanden zu überholen oder zu Fall zu bringen. Doch alle drehen sich im Kreis auf der kleinen Eisfläche des hell beleuchteten Areals.

Das Problem dabei ist, dass immer mehr Wähler nicht mehr zuschauen können, weil sie als Hartz-IV-Bürger zweiter Klasse das Eintrittsgeld nicht mehr aufbringen. Wieviele Millionen dieser ihrer Würde beraubten Menschen braucht es noch, um eine kritische Masse zu erreichen? Dann ist das Spiel der Umverteilung durch Überschuldung aus und ein neues beginnt.

Hans Kolpak
Deutsche ZivilGesellschaft

Reply

wolfswurt April 17, 2012 at 07:50

Schulden und das permanente Aufschulden ist das logische Ergebnis eines Papierkreditgeldsystems.

Schulden abbauen ohne die Geldmenge damit zu verringern ist unmöglich.

Reply

Björn April 17, 2012 at 08:30

Fakt ist, dass die Rettungseffekte nun alle verpuffen. http://goldstaender.wordpress.com/2012/04/17/die-rettungseffekte-verpuffen/

Reply

Joker April 17, 2012 at 10:48

Spanien ist ein alter Hut, Frankreich der neue…..

http://www.querschuesse.de/target2-salden-fur-februar-im-kurzuberblick/

Reply

Joker April 17, 2012 at 10:49
KingBalance April 17, 2012 at 11:50

!! Denkt mal drüber nach !!

Wenn du merkst, dass ein Handel nicht durch Zustimmung sondern durch Zwang zustande kommt wenn du erkennen musst, dass du, um zu produzieren, eine Erlaubnis von Menschen bekommen musst, die nichts produzieren wenn Du siehst, dass Geld zu denen fließt, die nicht mit Waren handeln, sondern diese nur für sich ausnutzen wenn du feststellst, dass manche Menschen durch Gaunereien und bezogene Vergünstigungen viel reicher werden als durch ehrliche Arbeit und deine Gesetze dich nicht vor ihren Machenschaften schützen, die Gesetze sie aber vor dir schützen wenn du siehst, dass Korruption belohnt wird und Ehrlichkeit nur zu Selbstaufopferung führt, dann merkst du vielleicht, dass deine Gesellschaft zum Scheitern verurteilt ist.

Ayn Rand (amerikanische Philosophin 1905 – 1982)

Reply

Staatsbankrott April 19, 2012 at 19:40

Lehnt den Euro ab, kauft Silber und Gold, hört auf zu konsumieren, bewirtschaftet eigene Gärten, betreibt Tauschhandel und dann bricht das System ganz schnell von selbst zusammen. Das ist einfacher als auf die Strasse zu gehen und Steine zu schmeissen.

Reply

vlk April 17, 2012 at 13:49

Das hört sich alles nach großem Frustpotential an.. bei Ihnen

und auch bei vielen anderen… Die Welt läuft in die falsche Richtung..

Von wegen Freiheit für alle…

Reply

donWeb April 17, 2012 at 15:26

@ vlk
“Von wegen Freiheit für alle…”

Wie sollte es auch Freiheit für alle geben, wenn man schon bei der nächsten Wahl seine Stimme einer anderen Person muss?

“Die Welt läuft in die falsche Richtung..”

Ja. Und was ist die richtige Richtung? Freiheit und Wohlstand für alle?
Dann teste dich selbst:
Stell dir vor, du hast ein geniales Gerät entwickelt, das die Nöte der Menschheit in manchen Regionen sofort beheben würde. Du bist stolz wie Oskar auf dein Werk und wirst jeden Tag bekannter und in der Lokalpresse gefeiert.
Bei einem anberaumten Treffen bietet dir ein Lobbyist eine Milliarde Euro für die Patente und die Vertriebsrechte.
Du ahnst aber, daß deine Erfindung in einer Schublade verschwinden würde, wenn du zustimmst.
Wie entscheidest du dich?

Als Kenner des gegenwärtigen Finanzsystems weisst du natürlich, daß der Gewinn des einen der Verlust des anderen sein wird. Je höher also dein Gewinn, desto mehr Personen werden ihr Hab und Gut verlieren.
Der Mehrwert, also der Synergieeffekt der Transaktion (hier die Patente) sind bei Annahme der Offerte verloren, so daß manche Regionen keine Verbesserung ihrer Lebensumstände erleben.
Dein obiges Patent kommt aber auch bei Ablehnung der Offerte und eigener Produktion einem Vermögenstransfer von vielen auf einen gleich. Beispielsweise bezahlen 1000 Leute Gebühren für die Benutzung deines Gerätes oder über den Kaufpreis.
Die richtige Entscheidung für Freiheit von Gebühren und Verträgen, Verbesserung der Lebensumstände vieler und damit Mehrung des Wohlstandes aller wäre das Stiften der Erfindung.
War das Deine Entscheidung?

Auch wenn es hier Widerspruch hagelt oder ich als rote Socke bezeichnet werde, bleibe ich bei meiner Meinung:
Im gegenwärtigen Geldsystem ist das Ansammeln von grösseren Bargeldsummen ein globales Verbrechen!

“Freiheit und Wohlstand für alle?”
Eventuell bist DU ja die Glücksbremse für Tausende …

Reply

Joker April 17, 2012 at 17:21

und da schau mal einer an…..

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/milliardenrisiken-bundesbank-wegen-target-angezeigt-11721386.html

Bundesbank wg. Untreue (Target2) angezeigt.

Schweigen auf Spiegel und Welt.de

Reply

Üff April 17, 2012 at 17:28

,,als Kenner des Finanzsystems,, weisstt du natürlich, daß der Gewinn des einen der Verlust des anderen sein wird,,

dem ist natürlich nicht so-.Arbeit schafft einen Mehrwert und dieser setzt somit nicht den Verlust eines anseren voraus.
Wenn ein Bauer beispielsweise im Frühjahr ,, wasauchimmer,, anpflanzt und im Herbst erntet und gewinnbringend veräussert
(nach kosten für Saatgut,Diesel ect.) wer bitte hat daraus einen verlust!?

Der jenige Der dann ,,Wasauchimmer,, kauft!? :-) dann soll ers lassen niemand zwingt ihn.
Der sozialistische Gedanke den du ansprichst funktioniert in der Praxis nicht das ist ja nun leider mehrfach bewiesen.

Reply

donWeb April 17, 2012 at 18:25

@ üff

,,als Kenner des Finanzsystems weisst du natürlich, daß der Gewinn des einen der Verlust des anderen sein wird,,

Dem ist natürlich so. Es gibt keine Guthaben ohne daß zeitgleich jemand Schulden macht.
Auch Bauer XY hat nur ein Guthaben, wenn “Werauchimmer” “wasauchimmer” kauft und damit Schulden macht.
Dabei können zwar beide “gewinnen”, aber eben nur einer “Gewinn machen”.
Und die Philosophie des bedingungslosen Teilens findet gerade in vielen Tauschbörsenprogrammen wie Emule, Kazaar und so weiter sehr beliebte und praktikable Anwendung. Einer schenkt und viele werden beschenkt. Viele schenken und alle werden reich. Bei kopierbaren Gütern praktikabel und erfolgreich.
Bei nichtkopierbaren Gütern ebenso, wenn zuerst für die Grundversorgung aller Menschen solidarisch gesorgt ist und dann erst Leistung/”Gewinn machen” zählt. Deshalb ist das bedingungslose Mindesteinkommen Voraussetzung für das Gedeihen/Gewinnen aller systemisch Beteiligten.

Reply

die Simpsons April 17, 2012 at 18:56

Diese bösen bösen Verschwörungstheorien: Gauck: Mit dem ESM fällt den Deutschen die Solidarität mit Europa leichter
Quelle: http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/04/41876/
Nette Kommentare wie z.B. Wir hätten Wulff behalten sollen oder Jochaim Gauck: Die Freiheit nehm ich mir! oder Armes Deutschland Verkauft und verraten…ich könnte wirklich heulen. Gott steh uns alle bei.

Das alles hat man kommen sehen und dazu muss man nur seinen gesunden Menschenverstand benutzen. Böse Zungen nennen es VT

Reply

Musenrössle April 17, 2012 at 20:00

Also ich sitze hier in einem Restaurant und bei mir ist so ein komischer Engländer im Bademantel, der ganz fest ein Handtuch umklammert hält und irgendwelche komischen Geschichten von hyperdimensionalen Mäusen erzählt und davon, daß sein Planet gesprengt worden wäre, wegen einem Tiefbahnhof… oder so ähnlich. ;-)

Also ich glaube wir sind hier definitiv am ENDE des Finanzuniversums. ;-(

Reply

Hardy April 18, 2012 at 21:55

42!

Reply

Bernd Rickert April 18, 2012 at 12:12

Ein schöner Artikel, der nicht viel aussagt. Nur der Begriff “politische Elite”, den ich ebenfalls jahrelang fälschlicherweise benutzt hatte, darf korrekterweise in “politischer Affenstall” gewandelt werden.
Von einer Elite kann keine Rede sein.

Reply

CrisisMaven April 18, 2012 at 23:20

Danke fuer diese Zusammenstellung. Es geht meist in den Einzelnachrichten unter. Wenigstens koennen es die Enkel dann mal nachlesen, dass man es frueher schon wissen konnte, sonst heisst es wieder “damals” habe man das ja noch nicht absehen koennen, und “danach” sei es leider zu spaet gewesen …

Reply

markusgaertner April 19, 2012 at 15:22

Hallo CrisisMaven, schön wieder von Ihnen zu hören. Ich hoffe natürlich ganz heimlich, dass ich mehr erreiche, als nur ein Protokoll für die Enkel zu liefern … Viele Grüße

Reply

Leave a Comment

*

{ 5 trackbacks }

Previous post:

Next post: