Spaziergang am Ende eines Zeitalters – Wer rettet uns jetzt noch ?

by markusgaertner on 19/06/2012 · 26 comments

Jim_Linwood,_flickr

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Seit dem Wochenende sammle ich Links zu interessanten Analysen über die Vorgänge unserer Tage: Schuldendramen, die Einschränkung bürgerlicher Rechte, korrumpierte Politik, die Karriere des Euro vom Friedensstifter zum Streitobjekt, Forderungen an und Kritik für die Deutschen, entfesselte Banker, die Ideologisierung der Religion und der Wissenschaften, die Aufheizung des Klimas ….

Die Liste ist so lang geworden, dass ich jetzt sofort schreiben muss, bevor die Leiste aufgeschlagener Webseiten in meinem Explorer den Mond erreicht und meinen PC endgültig lahmlegt.

Wie stark unser Vertrauen und unsere Zuversicht  in politische Führung, Institutionen und Märkte beschädigt wurden, sieht man unter anderem an der Rekordzeit, in der die Wahl in Griechenland am Sonntag Abend zu den Akten gelegt wurde. Alle reden jetzt über Spaniens Renditen und sonstige Probleme sowie über Angela Merkels NJET.

Dass die Regierungsbildung in Athen schon wieder länger zu dauern droht als am Sonntag vollmundig angekündigt, ist nur noch wenige Kommentare wert. Warum auch, wenn Spanien seit heute ökonomisch und sozial halsbrecherische Renditen von deutlich über 7% zahlen muss. Kein Staat hält das aus. Erst recht nicht, wenn er aus so schwacher Position kommt.

Hier die versprochenen Links, mit kurzen Bemerkungen. Es ist eine Galerie von sehr beunruhigenden Analysen und scheinbar übertriebenen Essays und Berichten. Aber sie spiegeln die Gedanken, die uns alle hier ständig beschäftigen.

1 William Greider beschäftigt sich in THE NATION mit der gefährlichen Erosion der amerikanischen Demokratie. Den Europäern attestiert Greider, dass der Druck zur Problemlösung inzwischen so groß ist, dass durchaus etwas langfristig Positives entstehen könnte. Den Amerikanern empfiehlt er dagegen: “Hold your Schadenfreude.”

Greiders Eingangs-Feststellung: Americans are clucking righteously over the financial mess in Europe, acting alarmed but privately finding pleasure in the other guy’s misfortunes. Poor, poor, pitiful Europeans. Why can’t they be more like us? American punditry assures us the end is nigh for the euro, with the slow-motion breakup of the European Union bound to follow. Now American politicians have someone to blame if the US economy goes off the rails. U-S-A, U-S-A, U-S-A.

2 Der Finanzjournalist Charles Gasparino schreibt in der NEW YORK POST über “Morgan´s großes Geheimnis”, ein vertraulicher Bericht, der lediglich ausgewählter Kundschaft wie Hedgefonds zugänglich gemacht wurde.Die konnten und können mit diesen Details gezielt gegen die Anleihen einzelner US-Städte wetten, die gleichzeitig von Wall Street-Banken wie JP Morgan gegen fette Gebühren beraten werden, was man gegen solchen Bond-Vandalismus unternehmen kann.

In dem Papier steht laut Gasparino, dass die Verbindlichkeiten im US-Pensionssystem vier Mal so groß sind wie offiziell angegeben. Natürlich ist die selektive Verbreitung eines solchen Informationsvorsprungs kein Insiderhandel, wie wir seit dem Facebook-IPO wissen. In der Geldzunft sieht man darin eher cleveres Marketing.

O-Ton Gasparino: I got my hands on the report not from an disgruntled employee looking to even up the score with his old firm, but from someone who believed the reason JP Morgan kept it a secret stinks to high heaven: Bankers there are afraid of upsetting state and city officials who hand them large fees to underwrite municipal bonds.

3 Boris Johnson schreibt im TELEGRAPH über Europas drohenden Rückfall ins demokratische Mittelalter. Seine These: Wenn Brüssel in Griechenland das ökonomische Ruder in der Hand hält, werden die Lehren der Geschichte nicht beachtet. Johnson hält es für “eine der tragischen Selbsttäuschungen der Menschheit”, dass es kollektiven Fortschritt geben soll. Weil auch die europäische Einigung und Integration als solches Konzept verstanden wird, opfert man auf ihrem Altar trotz besseren Wissens die Griechen.

O-Ton Johnson: And now look at what is being proposed in Greece. For the sake of bubble-gumming the euro together, we are willing to slaughter democracy in the very place where it was born. What is the point of a Greek elector voting for an economic programme, if that programme is decided in Brussels or – in reality – in Germany? What is the meaning of Greek freedom, the freedom Byron fought for, if Greece is returned to a kind of Ottoman dependency, but with the Sublime Porte now based in Berlin?

4 Ex-Arbeitsminister Robert Reich fragt im eigenen BLOG, warum die Erholung der US-Konjunktur im ersten Gang bleibt und keine Fahrt aufnehmen kann. Seine Antwort: Weil die Reichen des Landes dank der immer weiter klaffenden Einkommensschere die Mittelklasse ausgesaugt haben. Zum Beleg führt Reich einen neuen Bericht der US-Notenbank an, der in der vorigen Woche ziemliche Wellen schlug.

O-Ton Reich: The major reason this recovery has been so anemic is not Europe’s debt crisis. It’s not Japan’s tsumami. It’s not Wall Street’s continuing excesses. It’s not, as right-wing economists tell us, because taxes are too high on corporations and the rich, and safety nets are too generous to the needy. It’s not even, as some liberals contend, because the Obama administration hasn’t spent enough on a temporary Keynesian stimulus.

5 David Michael Green beschäftigt sich in COMMON DREAMS mit dem Niedergang der USA. Er selbst sei in den 70er Jahren politisch mündig geworden und sein ganzes Erwachsensein habe daraus bestanden, staunend zu beobachten, wie die Säulen des Fortschritts beseitigt worden seien: Ein Land mit gleichen Rechten und Möglichkeiten, dem New Deal und der Great Society mit ihrer Mittelschicht und einem Mitgefühl für die Schwachen in der Gesellschaft sei zerfallen. Heute komme ihm seine Heimat wie ein fremdes Land vor.

O-Ton Green: Who knows? What we can be sure of, however, is that what was once a great and promising idea as much as a nation is now decrepit to the core, and rapidly rotting away, and that these wounds are entirely self-inflicted. That, for me, is the kicker. The Soviets didn’t invade and take us over. We didn’t succumb to some raging virus like the Black Plague. A meteor didn’t blast a hole in the middle of North America. We just killed the goose ourselves, through a toxic mix of greed, laziness and stupidity

6 Der Buchautor John Atcheson beschäftigt sich mit der amerikanischen Politik und sieht nicht nur ein Ende des Zeitalters der Aufklärung kommen, sondern auch den Beginn einer neuen dunklen Ära. Die beiden großen Entwicklungen, die den Unterschied zwischen dem “dunklen Mittelalter” und der modernen Ära gemacht hätten, seien nun bedroht: Das empirische Verständnis der Wissenschaften sowie der soziale Kontrakt moderner Gesellschaften, die auf dem Verständnis von John Locke basieren, dass Regierungen ihre Macht aus dem Volk beziehen und nur im Einverständnis (Konsens) mit den Regierten legitim sein können.

Beide Prinzipien – das Wissenschaftliche und der Gesellschaftsvertrag – seien großer Gefahr ausgesetzt.

O-Ton: Atcheson: And the descent into the Dark Ages is marked by more than global warming. Take austerity budgets. There is an extensive historical record showing that implementing austerity measures in an economic slowdown is counter productive. And this data is backed up by current experience in Europe, where austerity measures have been disastrous. So the data is telling us austerity during a jobs crisis hasn’t worked in the past and isn’t working now. What to do? Pass an austerity budget, of course. Welcome to the Dark Ages.

7 Der College-Lehrer und Buchautor Paul Buchheit ist Anhänger der Zyklentheorie der Geschichte: Alle 75 Jahre Revolution oder Krieg – so geht es seit der französischen Revolution, dann den Aufwallungen des amerikanischen Bürgerkrieges und der industriellen Revolution, schließlich der Großen Depression und der aktuellen Dauerkrise. Buchheit erwartet, dass die Übertreibungen der vergangenen Jahre – einschließlich der grotesken Einkommensunterschiede – erneut zu Aufruhr und Revolution (gegen die Plutokratie) führen werden.

O-Ton Buchheit: The face of plutocracy has changed, but not the consequences. Just before the French Revolution, Paris and London were dismal places for the masses, with islands of unimaginable splendor for aristocrats, who, like the multi-millionaires of today, found it hard to relate to the commoners … Today the two cities could be Los Angeles and Chicago, both among the ten most unequal metropolitan areas in the United States. Instead of lords and noblemen, we have CEOs and hedge fund managers. The economic injustices are fashioned in more civilized ways. Insidious ways.

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Andreas Ludwig June 19, 2012 at 07:10

Ich war gestern zum Vertriebseinsatz in der Schweiz. Besser gesagt in Zürich. Auf die Suppe für 18 Schweizer Franken möchte ich nicht eingehen. Auf die Baumaßnahmen in Zürich auch nicht. Auf Mietpreise, die explodieren und das 25% der Bevölkerung in Zürich Deutsche sind auch nicht. Ich habe dort einen Kunden, der den Verlag seiner Frau weiterführt, 70 Jahre alt ist und noch zweimal die Woche von einer grossen Bank eingeladen wird, um seine Prognosen abzugeben. Von Beruf ist er Investmentbanker gewesen von einer bedeutenden Amerikanischen Bank. Auf meine Frage, was er denkt, wie es mit dem Euro weitergeht, kam die Antwort: Er bricht zusammen. Auf meine Frage wie es überhaupt weiter geht, seiner Meinung nach: Das weiss kein Mensch. Ich blieb bockig und sagte, das er mir doch nicht erzählen kann, das solche Leute wie er nicht wissen wie es weiter geht. Er sagte: Diese Situation hatten wir noch nie. Eine paralelle zur Wirtschaftskrise der 30er ist nur bedingt zu ziehen. Er sagte, ich schwöre, wir haben alle keine Ahnung, weil keiner mehr weiss, wie sind alle miteinander verflochten. Es möge sich jeder einen Reim selber darauf machen, was das bedeutet. Ich bin zwar mit einem guten Gefühl bezüglich eines Auftrages nach Hause gefahren, aber mit einem Sauschlechtem Gefühl für die Zukunft. Gruss

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Grinario June 19, 2012 at 10:45

Ich denke mal, dass sein Unwissen über die weitere Entwicklung daher rührt:
http://www.propagandafront.de/187570/usd-14-billiarden-derivate-monster-nicht-beherrschbar.html

Der Artikel ist zwar schon älter, aber grundlegend wird sich nicht geändert haben.
Sicherlich ist es so, dass diese die sogenannte Derivate-Bombe auch der Grund ist, warum keine Bank und kein Land gerade fallen gelassen wird.

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Harald June 19, 2012 at 07:23

Danke für die Arbeit !

Irgendwie will ich nicht glauben, dass sich die Geschichte wiederholen wird,
wegen menschlichem Versagens …

… da stecken eher ein paar wenige kluge Köpfe dahinter, die sich der ignoranten wie “noch-gut-genug-lebenden Masse”
entledigen wollen, um sich diesen wundervollen Planeten unter den Nagel zu reißen – denke ich.

Und die Meisten interessiert es noch nicht einmal, weil sie noch alles haben, was sie konsumieren können!

Vielleicht steckt mehr “Gott” dahinter, als wir bereit sind ein zu räumen !?

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Harald June 19, 2012 at 07:25

Danke für die Arbeit !

*Korrektur*

Irgendwie will ich nicht glauben, dass sich die Geschichte
auf Grund menschlichen Versagens wiederholen wird, …

… da stecken eher ein paar wenige kluge Köpfe dahinter, die sich der ignoranten- wie “noch-gut-genug-lebenden Masse”
entledigen wollen, um sich diesen wundervollen Planeten unter den Nagel zu reißen – denke ich.

Und die Meisten interessiert es noch nicht einmal, weil sie noch alles haben, was sie konsumieren können!

Vielleicht steckt mehr “Gott” dahinter, als wir bereit sind ein zu räumen !?

Reply

Winfried June 19, 2012 at 08:21

Wieder mal eine sehr gute und denk-anstoßende Zusammenstellung – vielen Dank, Herr Gärtner!

Sie vermittelt den Eindruck, den auch Andreas Ludwig formuliert hat: Wir bewegen uns auf eine Schwelle zu, aber niemand weiß wirklich, wie es danach weitergeht.

Manche Debatten muten geradezu gespenstisch an – wie etwa die, ob Sparprogramme oder Wachstumsförderung. Die Kritik am jeweils anderen Modell ist klar und überzeugend, aber die Begründung für das eigene lebt vom beherzten Ignorieren der Realität. Dass harte Sparprogramme nicht funktionieren können, weil sie zur Todesspirale werden, wird nun auch in Großversuchen mit lebenden Menschen getestet, über deren Zulässigkeit die keine Ethikkommission jemals befunden hat. Dass das Öffnen der Geldschleusen eine Lösung ist, die schlimmer ist als das Problem, das sie lösen soll, führen uns seit Jahren die USA vor – sozusagen als Unterrichtsbeispiel zu Reinhart / Rogoff.

“The main reason for problems is solutions.”

Aber was dann? Für ein Durchwursteln auf einem mittlerem Weg sind wir wohl längst zu tief im Strudel – die Politik ist längst nicht mehr Herr des Verfahrens (wenn sie es je war).

Der Weg zu “mehr Europa” dürfte angesichts der entstandenen Ängste und Polarisierungen keinerlei Akzeptanz in den Bevölkerungen finden. Den Euro geordnet zu zerlegen, ist ungefähr so aussichtsreich wie ein Omlett in seine Ursprungsbestandteile zurückzuverwandeln.

Und so wird es wohl der Eigendynamik der Systeme überlassen bleiben, wohin unsere Zukunft geht …

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Till June 19, 2012 at 08:39

>Dass das Öffnen der Geldschleusen eine Lösung ist, die schlimmer ist als das Problem, das sie lösen soll, führen uns >seit Jahren die USA vor – sozusagen als Unterrichtsbeispiel zu Reinhart / Rogoff.

Ich halte das Öffnen der Geldschleusen für die zweitbeste Lösung. Die beste wäre eine gesetzliche und demokratische Vermögensumverteilung, ohne Krieg und Revolution von den Superreichen zurück in die Gesellschaft, MIT einem gesellschaftlichen Diskurs was der Sinn von dem ganzen ist.

Der zweitbeste deswegen, weil bis zu dem unsausweichlichen Währungszusammenbruch damit am wenigsten Kollateralschaden angerichtet wird.

Der jetzige liberale Kapitalismus funktioniert nur mit unendlicher Kreditausweitung. Wenn diese unterbrochen wird – finito. Niemand kann mehr seine Zinsen zahlen, mehr Kredite werden faul, der Konsum bricht zusammen.

Diese Entwicklung ist zwangsläufig, wenn sich aller Wohlstand bei wenigen konzentriert. Wie in den zusammengetragenen Kommentaren oben gut beschrieben, befinden wir uns am Vorabend der französischen Revolution oder ähnlichen Zeiten.

Ohne New Deal kracht das ganz übel… aber stattdessen wird sparen gefordert… da könnte man zum Verschwörungstheoretiker werden, oder unsere Regierungen haben den Kapitalismus wirklich nicht verstanden.

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markusgaertner June 19, 2012 at 23:41

… das ist schön auf den Punkt gebracht.

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Harald June 19, 2012 at 10:47

Harald June 19, 2012 at 7:25 am
Your comment is awaiting moderation.

…löscht den Kommentar, wenn er euch nicht zureichend ausformuliert ist !
Eure selbstgefälligen Formulierungen eurer Analysen, die nicht vollends auf euren Mist gewachsen sind, werden auch nichts ändern !

Mein Kommentar auch nicht, doch weniger ist oft mehr.

Danke

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Victor June 19, 2012 at 11:06

Das Bundesverfassungsgericht rettet uns jedenfalls nicht.
http://www.sueddeutsche.de/politik/esm-urteil-des-bundesverfassungsgerichts-karlsruhe-befreit-das-parlament-aus-der-rolle-des-bettlers-1.1386876-2

Was nützt es, wenn die Abgeordneten Alles geistlos als alternativlos unter Zeitdruck abnicken… :-(

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Andreas Ludwig June 19, 2012 at 11:27

um nochmal auf mein Gespräch mit diesem Verlagsbesitzer und Ex Banker aus der Schweiz zurück zu kommen.
Er sagte mir auch:
Wir sind und waren in Europa nie gleich. Die Griechen haben überhaupt keinen Nationalstolz. Der hört vielleicht beim Fussball auf und fängt dort an.Das sind aber nur die 99%.Die Geld haben und nie Steuern bezahlten, ist dieses Griechenland völlig egal.Sie sind so korrupt, das sie nicht mal einen Hehl daraus machen. Sie machen es vor den Augen aller. Die Italiener sind genauso. Sie haben Nationalstolz, sind aber nicht anders wie die Griechen. Sie machen es nur eleganter.Beschweren und jammern sehr viel, aber ändern an ihrem Leben nur sehr wenig.Bei den Spaniern ist es ähnlich. Die Franzosen sind bei allem Respekt teurer in ihrer Prozesskette wie Deutschland.Und man sieht es an ihren Autos, schon immer innovativ gewesen. Nur können sie es nicht umsetzen. Ihre Autos sind von schlechter Qualität mit hoher Reklamationskurve. Deswegen haben sie auch dort massive Probleme.Sie haben letztendlich keine richtige Lust.Sie sind eine Mischung zwischen Italien und Deutschland.Deswegen werden die Franzosen die nächsten sein, die auf dem Tablet stehen.Was übrig bleibt sind die Nordischen Länder und Deutschland einschliesslich Holland. Sie haben einigermassen ihre Kosten und Einnahmen im Griff. Man kann über die Merkel eine Meinung haben wie man will. Ob sie einem gefällt ist eine andere Sache. Aber sie kommt einem vor wie eine schwäbische Hausfrau, die auf keinen Fall die Geldbörse öffnen will.So sehen Menschen aus der Schweiz unsere Situation. Vielleicht ist die Merkel ja wirklich ein Glücksfall für Deutschland. Wir werden es erleben. Jeder kann damit umgehen wie er will.Für mich sieht alles irgendwie undurchschaubar aus was sie tut.Aber sie ist eine Taktikerin.Unbestritten.Auf jeden Fall werden wir mit diesen Ländern in Europa als Deutsche nicht glücklicher. Das steht absolut fest. Und da brauchen wir alle keine Brille…

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Victor June 19, 2012 at 12:53
Winfried June 19, 2012 at 17:11

Da mag etwas dran sein, aber es ist sehr aus der Konkurrenz von Nationen gedacht.

Möglicherweise ist aber die Konkurrenz der Nationen die eigentliche Falle, in der wir allesamt sitzen. Deutschland geht es momentan noch relativ gut, weil wir im Augenblick in punkto Produktivität die Nase vorn haben. Sobald andere auf- und überholen, verschiebt sich das Bild wieder – doch in Summe ist es ein Minus-Summen-Spiel, das wir allesamt spielen. Es gibt keinen Zustand, in dem es _allen_ einigermaßen gut geht.

Das alte Muster der Produktivitätssteigerung hat uns einige Jahrhunderte gute Dienste geleistet: Wir leben besser als die Fürsten vergangener Zeiten. Doch mittlerweile kehrt es sich in sein Gegenteil um: Der ungebremste Produktivitätswettlauf bringt in wachsendem Maße allen nur noch Unglück: Wir schaffen eine Überproduktion, die keiner mehr braucht und keiner mehr konsumieren kann und bezahlen will, und das zu Lasten einer Umwelt, deren Belastbarkeitsgrenzen längst erreicht und überschritten sind.

Wenn wir es nicht schaffen, auf ein neues Modell des Lebens und Wirtschaftens zu wechseln, hat sich die Sache in ein paar Jahrzehnten erledigt. Wieder mal ein Flopp der Evolution.

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C.A.Wittke June 19, 2012 at 11:49

… na die jetzt wieder fulminant auftauchende Rezeptur, doch noch schnell die Vereinigten Staaten von Europa zu gründen wird es schon richten!

Ist schon seltener Schwachsinn: da liegt ein Organismus im Sterben, in dem und weil jedes einzelne Organ letal verletzt, beschädigt und am Tropf der Funktion des Ganzen hängt und man schreit nach der Vereinigung der Siechenden wie der Medizinmann nach seinem Voodoo . Das soll dann die Krönung allen Verlangens nach Bonds, einer Bankenunion, Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Austerität und immer auch dem Euro sein.

Wird eher die Krönung des Versagens!

caw

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Martin June 19, 2012 at 12:01

Es geht doch nur noch um Zeitgewinn.
Also das System in die Sommerpause retten.

Ein paar Grundlegende Gedanken hierzu unter der Überschrift:

Das Staatsproblem ist kein lösbares!

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=250729

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Josef M. June 19, 2012 at 21:47

Viele stellen sich die Frage wie es weiter geht. Es gibt Antworten darauf. Aber dafür muss an den relativistischen Boden der Wissenschaft und Meinungsbildung verlassen. Seit 30 Jahren bearbeitet eine nicht öffentliche Gruppen von “Staatsdienern”, Unternehmern, Akaemikern und einfachen Menschen mit zweiten Gesicht die Frage der Zukunft – im nicht bekannten Wissenschaftsfeld der Paragnostik. Also Seherschauen, die über Kontinente und Jahrunderte zusammen getragen und augewertet werden. Seit 30 Jahren, seit man einen Fahrplan der Ereignisse erstellte, fügt sich Haken um Haken den real eintretenden Geschehnissen zu. Jedem in dieser Gruppe wäre es lieber, das nichts von den vorausgesagten Geschehnissen eintritt. Alleine die Empirie, die Verifizierung der Ereignisse, lässt in der weiteren Ableitung (Prinzip der Deduktion) zwangsweise die hohe Wahrscheinlichkeit der weiteren Abläufe zu: Finanzrkise 2.0 (die noch länger dauert, als mancher hier annimmt), dann eine weltweite Energiekrise, die letztlich – wenn Putin den Gashahn zudreht), die Realwirtschaft in Europa, besonders Deutschland, zusammen brechen lässt. Unruhen in Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland. Parallel ein Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea. Ein großer Nahostkrieg, der die Zündschnur zum späteren III. Weltkrieg sein wird, Umstürze in Italien (Kommunisten), eine weltweit eintretende schwere Christenverfolgung, zunehmende Kataklysmen (Erdbeben, Überflutungen), ein schwerer Krieg in Ost-Afrika, eintretende Hyperinflation. Dann die großen Revolutionen in Deutschland, Italien mit revolutionären Umbrüchen. Chaos. Friedenskonferenz in einer Stadt in Süd- oder Osteuropa, wenn alle vom Frieden sprechen, Ermordung eines Hochgestellten (der amerikanische Präsident?), drei Tage später Einmarsch der Russen in Mitteleuropa, schneller Vorstoss über Deutschland. Ziel Lyon. Alles nördlich der Donau und westlich des Rheins wird in schwere Kämpfe verwickelt bzw. durch die marodierenden Truppen der russichen Verbände niedergemetztelt (von Krieg kann man da nicht mehr sprechen). Organisation eines christlichen (katholischen) Freiwilligenheeres von Spaniern, Franzosen, Österreichern, Schweizern und Deutschen. Die großen Schlachten in Deutschland. Parallel überfallen die Chinesen Russland und ziehen nach Europa, um dort die Russen zu stellen. Die Amerikaner mischen sich ein letztes mal ein. Ziehen mit unebkannten Waffen einen Todesstreifen von der Adria bis zur Ostsee, der alle Nachschublinien der Russenunterbindet. Atomwaffeneinsatz in Europa (80 Nukes), zunehmende kataklystische Ereignisse, Endschlachten im Nahen Osten (Armageddon) und in Europa. Astrophysikalisches Ereignis mit Impakt des Planeten. 3-tägige Finsternis (Stopp der Erdrotation, Polschiebung). In diesen Tagen sterben (zu) viel Menschen. Danach Ende aller Kämpfe, kein Russe kehr lebend heim. Die Überlebenden beneiden die Toten. Viele Jahre Hungersnot. Krönung des deutschen Kaisers in einem Dom am Rhein. Errichtung eines deutschen Kaiserreiches, Königreiche in Österreich, Bayern, Polen. Deutschland als Friedensmacht. Allmählicher Neubeginn.
Dies alle als lächerlich abzutun ist nicht weise. Mitwirkende dieses Kreises haben ihre eigenen Foren und auch Bücher herausgegeben, die in den 80er und 90er Jahren erschienen sind. Dort stand schon 1988 geschrieben (siehe auch Prof. Bender von der Universität Freiburg), dass 1989 die Mauern fallen. Glauben Sie mir, uns allen wäre leichter, wenn wir nicht von diesen Dingen Kenntnis hätten. Die volle Kenntnis der Ereignisse liegt aber dort, wo der Glaube bewahrt wird.

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markusgaertner June 20, 2012 at 02:45

… wow, da dreht sich sogar mir der Magen um. Aber als Spinnerei kann man inzwischen selbst dieses Szenario nicht mehr abtun. Zum Nahen Osten: Wir sehen ja an dem Großmanöver der Chinesen und Russen, dass hier möglicherweise einer militärischen Intervention von Obama zuvor gekommen werden soll …. Viele Grüße

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Winfried June 20, 2012 at 06:04

“Die volle Kenntnis der Ereignisse liegt aber dort, wo der Glaube bewahrt wird.”

Seherisches Raunen ist wohl so ziemlich das Letzte, was uns weiterhilft.

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Josef M. June 20, 2012 at 08:15

@winfried Das siehst Du leider falsch, auch wenn ich zugeben muss, dass ich auch so dachte wie Du. Mein letzter Satz war wohl zweideutig ausgelegt. Von Raunen kann keine Rede sein. In den sogenannten Seherschauungen liegen alle Informationen, die dem einzelnen helfen, diese Krisen zu überstehen. Warum diese abwertende Kommentierung von Dir? Du scheinst mit der Feststellung “Es gibt keinen Zustand, in dem es _allen_ einigermaßen gut geht.” und mit dme Hinweis “(wir breauchen) ein neues Modell des Lebens und Wirtschaften” Ja gerade gute Antworten zu suchen. Das Problem, das Du erkannt hast, liegt darin, das das Zinssystem und die ökonomische Theorie der Globalisierung, die 1987 von Theodor Levitt veröffentlicht wurde, genau die Endlichkeit und die Folgen dieser ökonomischen Ausrichtung verdeutlichte. Aber keiner wollte es wahrhaben, aber waren begeisterte Anhänger der Globalisierung. Oder auch des neuen Europa mit € und Multikulti-Gefühl. Im Grunde nichts anderes als der Turm zu Babel, der- wie bekannt – ja letztlich einstürzte. Genau das erleben wir jetzt.

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vlk June 20, 2012 at 08:23
Josef M. June 20, 2012 at 08:44

@vlk mittlerweile gibt es Hunderte Seiten dazu, unzählige Bücher. Im Kern berichten alle das gleiche. Vor 20 Jahren war das anders. Im Internret finden sich regelrechte Spezialistenseiten, die den Schauungen auf den Grund gehen. Ich könnte hier Dutzende Links angeben. Die Hauptquellen sind genau jene Bücher und Personen, die im besagten Kreis über Jahrzehnte mitwirkten. Und das waren keine Amateure, Esoteriker oder Spinner…

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futur2060 June 20, 2012 at 20:46

@Joseph M.
Ihre Gruppe sind wahrscheinlich Eliten, die sich treffen und auch älter werden. Gut, mit der Induktion und Deduktion kann man tatsächlich auch zukünftige Ereignisse ableiten, deshalb nehme ich ihre Aussagen ernst. Verfügen Sie auch schon über den binären Code. Die anglo amerikanische Seite wendet ihn an und kommt zu anderen Ergebnissen ; z.B. Rockefeller Foundation. So soll z.B. in naher Zukunft etwas in London geschehen, das mit Sicherheit Einiges auslösen würde, die weiteren
Szenarien sind ähnlich grauenvoll, aber völlig anders gewichtet; mit Seuchen, Erdbeben, usw…
Also, ist davon auszugehen, dass sowohl die europäischen als auch die anglo amerikanischen Eliten ein weltweites Untergangsszenario vor Augen haben.

Warum sollte Putin den Deutschen den Gashahn zudrehen? Schätzt er die Produkte
von der deutschen Wertarbeit nicht mehr? Auf bedruckte Scheine wird er verzichten, aber wohl kaum auf die besten Handelsgüter.

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Josef M. June 21, 2012 at 21:26

@futur2060
Ihr Annahme stimmt nur teilweise. Nein, unsere Gruppe ist definitiv nicht Elite (nicht im eigentlichen Sinn). Wir haben weder Geld, noch Macht noch Einfluss. Die Altersstruktur würde ich zwischen 40 und 70 Jahren einschätzen. Ja, einige unserer besten Köpfe sind bereits gestorben, vor allem der Initiator. Wir arbeiten nur bedingt mit Induktion und Deduktion. Wir analysieren eins zu eins uns vorliegende Texte (Seherschauungen) und reflektieren geopolitische/wirtschaftliche Umstände, zumeist mit nicht veröffentlichten Informationen einiger “Dienste”. Dadurch erhärten sich Szenarios und erklären sich ex post Geschehnisse. Die von Dir erwähnte Rockefeller-Studie (Mai 2010) ist mir bekannt. Man kann es so sehen: Gott lebt außerhalb von Raum und Zeit. Er kannte bereits jeden Menschen, alle seine Gedanken, bevor dieser Mensch jemals gelebt hat. So kennt er auch die Gedanken und Pläne derjenigen, die sich Black Nobility nennt, damit auch die Pläne seines Widersachers. Die dadurch wirksamen Handlungen lässt er Menschen sehen. Das, was wir als Prophezeiungen oder Seherschauungen empfangen, wobei es zwischen diesen beiden Begriffen unterschiedliche Vorstellungsinhalte gibt, ist die Gedanken- und Wirkungswelt. Sie kann eintreten, muss aber nicht.
Warum Putin den Deutschen einmal den Gashahn zudrehen wird, erschliesst sich auch uns noch nicht. Es gibt aber viele Vermutungen. Diese zu äußern und als Grund hinzustellen, ist menschlich gesehen verständlich, bringt aber niemanden weiter. So war es auch mit den beiden TwinTowers am 9/11. Gesehen hat dies einer unserer zugänglichen Seher (Der Waldviertler) schon vor 40 Jahren. Noch im Mai 2001 trafen sich 40 Paragnisten und Foris in München, um über genau diese Seherschau (u.a.) zu reflektieren. 4 Monate später traf das Geschehen ein. Im Mai konnten wir uns auich nicht erklären, warum das passieren sollte. Im September – nein viel später – wussten wir es zu interpretieren.
@Kleriker
Das Forum Weltenwende ist eines der Fornen, die ich oben meinte. Das Szenario von Dir ist schlüssig und wir sprechen alle vom selben Ablauf. Ich stimme Deiner Zeitachse auch persönlich zu.
@futur2060
Rockefeller, Rothschild… die s…. Blutlinien…. die 13….. Rat der 3……sie haben nicht nur ökonomische, mediale, psychologische oder politische Macht, sondern auch okkulten Einfluss auf die Dinge, werden aber selbst auch nur benutzt. Es geht nicht um Merkel, Obama, Rockefeller oder Putin. Die dahinter liegenden Kräfte sind eben nicht immer menschlicher Natur. In Wahrheit tobt der geistige Kampf zwischen Gut und Böse, da geraten auch mal die vermeintlich Guten auf die falsche Seite. Es herrscht halt sehr viel Verwirrung. Der einzelne kann nur mit materieller und geistiger Vorbereitung überleben. Nach den Geschehnissen sehe ich aber das Goldene Zeitalter anbrechen.
Es gibt – ich wiederhole mich – eine Person, die auf Erden alles weiß. Auf ihn geht der Kreis zurück, der mit Rom verbunden ist.

Kleriker June 20, 2012 at 11:38

Wer es genau wissen will: hier meine damalige Zusammenstellung, nachzulesen im Detail hier:

http://www.schauungen.de/forum/index.php?id=5559

Zusammenfassung:
– 2011/12: Massenbankrotte
– 2013: Inflation
– 2013: Vulkanausbruch
– 2014: Kältesommer und Ausbruch des afrikanischen Krieges
– 2015: Hungersnot usw. auch in Europa
– 2016: Revolten und Aufstände in Europa, Russischer Einmarsch. Anschließend Vulkanausbrüche und Zusammenbruch der Kriegshandlungen weltweit
– 2017: Imperator

Reply

futur2060 June 21, 2012 at 08:21

@Kleriker
Diese Entwicklung ist ja sehr interessant. Arbeiten Sie denn auch mit Induktion und Deduktion.
Bei Rockefeller weiß ich allerdings, dass er die besten Wissenschaftler der Welt bezahlen kann. Außerdem haben er und seine Gruppe die Macht, die Zukunft zu beeinflussen. Leider, leider.
Und Putin zeigt sich in Kampfuniform, aber wir sind nicht seine Gegner.

Wenn man die verschiedenen Zukunftsszenarien vergleicht, dann sagen alle das Gleiche voraus – Hungersnöte und Krieg,
dann kommt der Imperator (Kleriker), Kaiser(Joseph M.), Diktator (Rockefeller).Oder noch ein Anderer?

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