“Mayday, Mayday, 2. Triebwerk ausgefallen” – Tower an Pilot: “Sie haben gar kein 2. Triebwerk”

by markusgaertner on 02/07/2012 · 17 comments

2012-07-01_1016

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Kurzer Dialog aus einem Katastrophen-Cockpit. Pilot (hochroter Kopf, Schweißperlen) an technischen Offizier: “Engine One Down.” – Technischer Offizier (Schluckt, kreidebleich): “Confirmed.” – Pilot (gereizt, jetzt auch bleich) zurück: “Status on Engine Two …” – Technischer Offizier (maßlos staunend, im Handbuch blätternd): “What ?, There is no Engine Two !!” – An dieser Stelle reißt die Kommunikation in der Black Box ab. Der Jet wird später im Atlantik gefunden.

Dieser Dialog fiel mir ein, als ich am Sonntag Abend darüber nachdachte, wie ich sinnvoll die Nachrichten des Wochenendes zusammen fassen könnte. Die Analogie ist natürlich völlig schräg. Jeder Pilot kennt die Zahl der Triebwerke in seiner Maschine. Zweitens: Große Verkehrsjets mit nur einem Triebwerk sind mir nicht bekannt.

Und doch hat diese imaginäre Situation so viel mit dem europäischen Schuldendrama und der Weltwirtschaft zu tun. Im Cockpit herrscht Verwirrung. Die Maschine befindet sich eindeutig in einer Notsituation. Ein Strömungsabriss droht. Und einen Plan B scheint es nirgends zu geben. Vor allem nicht in Deutschland.

Darüber macht sich am Sonntag die New York Times lustig. In Anspielung auf das verlorene Italien-Spiel am Donnerstag wird dort gefragt: “What now, Frau Merkel?”, und es wird festgestellt: Huch, Deutschland hat gar keinen Plan B. Währenddessen steuere die größte Volkswirtschaft Europas geradewegs auf eine Rezession zu, während wichtige Indizes in den freien Fall übergingen:

Without a scoreboard’s precision or a referee’s play-stopping whistle, the evidence says that Germany is moving in the direction of a recession, faces palpable international concern about its public debt and the solidity of its banks, and, no longer infallible or triumphant (but rather like a senior partner in shared misery), must develop a more flexible approach in leading Europe.

Und was hören wir zur gleichen Zeit aus China ? – Andy Xie, der hier allseits bekannte Ökonom in Shanghai, schreibt in Caixin Online über Chinas aktuelle Probleme. Die Produktion von Elektrizität – in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 12% pro Jahr gewachsen – habe im April und Mai nur noch jeweils 1,7% zugelegt. Und die Eisenbahn-Tonnage – von 2005 bis 2011 jeweils um 6% gewachsen – nahm im April und Mai lediglich um 1,3% zu.

Doch selbst Chinas Mandarinen in Peking seien nun wegen rasant gestiegener Schulden, hoher Immobilienpreise und der Gefahr von mehr Inflation die Hände gebunden. Niedrigere Zinsen seien keineswegs hilfreich.:

Cutting interest rates stimulates the economy by encouraging borrowing. Businesses and local governments have reached their limits in terms of borrowing. Their main collateral, land, is depreciating. Cutting interest rate alone won’t ignite borrowing from them.

In dieser Situation berichten Staatsbetriebe für die ersten fünf Monate dieses Jahres zwar noch 11% Umsatzzuwachs, aber 10% Gewinnrückgang. Private Firmen, so Xie, dürften noch schlechter abgeschnitten haben.

Und der Einkaufsmanager-Index, so erfuhren wir am Wochenende, fiel im Juni auf 50,4 Punkte. Dass Analysten einen noch schwächeren Wert erwartet hatten, tröstet nicht. Denn mit der neuen Zahl wird der geringste Zuwachs der Industrieproduktion in der Volksrepublik im laufenden Jahr signalisiert. Vor allem neue Aufträge und die Exportnachfrage zeigen eine ausgeprägte Schwäche, die auf noch schlechtere Konjunkturzahlen in den kommenden Monaten schließen lässt.

Zu allem Überfluss sehen wir einen weiteren Mega-Zylinder der Weltkonjunktur kräftig stottern: Die US-Konsumenten. Der Leitindex für die Stimmung der US-Verbraucher – herausgegeben von der University of Michigan – fiel im Juni auf 73,2 Zähler, nach 79,3 im Mai. Selbst die Benzinpreise, die seit Wochen in vielen US-Städten auf dem Rückzug von etwa 4 Dollar je Gallone auf 3,50 Dollar und teilweise weniger sind, können die Eintrübung der Konsumlaune nicht aufhalten.

Die US-Konsumenten treibt eine ähnliche Analyse um wie viele Europäer: Angst vor Rezession, Furcht um die Jobs, Sorge um die Ersparnisse, dazu miserable politische Führung und ein wachsendes Verschuldungsproblem. In den konservativen Talk-Radios quer durch das Land wird tagein tagaus erzählt, wie Barack Obama die USA gegen eine Wand fährt. Die Wall Street bietet an den meisten Tagen viel traurigere Kurse als am vergangenen Freitag. Und der Arbeitsmarkt produziert derzeit die geringsten Wachstumszahlen im Land.

Jetzt wächst die Furcht vor einer BIP-Rate deutlich unter 2% im zweiten Quartal, das Samstag zu Ende ging. Und die Börsianer schauen mit flauem Gefühl im Magen auf den Kalender: Am 10. Juli gibt Alcoa den Startschuss für den Bilanzreigen des zweiten Quartals. Erwartet wird seit vielen Monaten erstmals wieder ein Rückgang der Gewinne im S&P 500.

Wo soll da Kauflaune herkommen ? Auch der Meinungsforscher Nielsen berichtet, dass die Befindlichkeit der Konsumenten im zweiten Quartal gesunken ist, von 92 auf 87 Zähler im Nielsen-Index.

Währenddessen rätseln viele Analysten, Ökonomen und Zeitungs-Kolumnisten auch am Tag drei nach dem EU-Gipfel, wo hier der Durchbruch wirklich liegt.

Ja, direkte Kredite an die Banken von Wackelländern belasten die Bilanz der Staatsschulden nicht. Und doch: Wenn dieselben Banken später insolvent werden oder verstaatlicht werden müssen, hängt doch wieder alles an den Steuerzahlern. Ja, die zentrale Bankenaufsicht – irgendwo aufgehängt bei der EZB – kommt. Aber sehen wir nicht seit Jahren in den USA, wo das endet, wenn sich Notenbanker und Geschäftsbanker in ihrem eigenen behaglichen Orbit selbst überlassen werden ? Und ist der ESM ausreichend kapitalisiert ?

Während solche Fragen bleiben, und die Brisanz der Schulden in der Eurozone nur verbucht, aber nicht gelindert wurde, kommen immer neue Nachrichten, die belegen: Die Auslöser der Finanzkrise, die Banken, sind nicht bereit, aus der Krise zu lernen. Sie “pflegen” längst wieder alte Praktiken und setzen ihren Raubzug an Kunden und Allgemeinheit fort.

Die Manipulation des LIBOR (London Interbank Offered Rate), ein Zinssatz, der für Tausende variabel verzinster Produkte weltweit herangezogen – und von 14 Großbanken exklusiv gepflegt – wird, wurde seit langer Zeit nach Belieben zurecht gebogen, um den Geldhäusern bessere Konditionen zu verschaffen.

Zu Lasten von Hypothekenkunden bis hin zu Kommunen, die Anleihen begeben. Banker in großen Geldhäusern wie Barclays, Citigroup, HSBC und Royal Bank of Scotland werden von Regulierern und Fahndern durchleuchtet. Im Falle der Barclays Bank haben sich zwischen New York und London Kollegen fröhlich – und in eigens entwickelter Tarnsprache – abgestimmt, wo sie den Zinssatz als nächstes sehen wollten. Der Telegraph bringt heute den anonymen Bericht eines Bankeninsiders, der schildert, wie der Interbanken-Zins fast nach Belieben massiert wurde.

Wie lange muss eigentlich die Serie von Beweisen noch werden, bis Politiker diesem Treiben Einhalt gebieten ? Stattdessen setzt sich der Vormarsch der Geld-Gilde in die europäischen Regierungen fröhlich fort.

Mehr noch: Am Wochenende konnten wir auch ein ziemlich erschreckendes Beispiel davon sehen – Beispiel Freie Welt – wie mit Kritik und Aktion erzürnter Bürger inzwischen umgegangen wird. Die Webseite www.abgeordneten-check.de war einen Tag vor der ESM-Abstimmung im Deutschen Bundestag und im Bundesrat abgeschaltet worden.

Davor waren von der Seite aus bis zu 50.000 Emails an Angela Merkel und weitere Regierungsmitglieder und Abgeordnete verschickt worden. Angeblich führte ein Virus zur Abschaltung. Aber 50.000 Menschen haben jetzt furchtbare Hintergedanken und Vermutungen – und noch mehr Zweifel an unseren Institutionen.

In dieser Phase wird auf mehr Integration in Europa gesetzt, auf Zentralisierung bei fernen Institutionen wie der EZB und dem ESM, in den keine gewählten Abgeordneten entscheiden und juristische Immunität der neue Sex-Appeal ist.

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Petra Bergermann July 2, 2012 at 05:29

Guten Morgen, Herr Gärtner,

zumindest für Deutschland gibt es einen Plan B, siehe dazu die Presseinfo weiter unten.
Er besteht aus

Geldreform (fliessendes Geld)
Pressefreiheit (Medien offen für Bürgerbeteiligung)
soziale Bodenreform
bedingungsloses Grundeinkommen

Ich finde, das ist eine gute Diskussionsgrundlage, denn allgemein wird nur über eine symptomatische Therapie an den gegenwärtigen Zuständen diskutiert. Das erinnert mich an die Zustände in der DDR kurz vor dem Ende der DDR. Niemand dachte an Alternativen, das Denken der Führungskräfte war in den alten Bahnen gefangen und hatte mit den Erfordernissen der Realität gar nichts mehr zu tun (Literaturhinweis: “Von der Hoffnung gefesselt. Zwischen Stoph und Mittag – unter Modrow” von Harry Möbis, Staatssekretär im DDR-Wirtschaftsministerium)

Vorwärts kommen wir nur, wenn wir Anderes, bisher Unerhörtes denken und diskutieren und dabei zu sicherlich überraschenden Schlüssen kommen. Anregungen gibt es für solche Diskussionen (siehe zB “Plan B”), sie stehen nur nicht in der Presse. Weil Pressefreiheit heisst, dass die Presse frei ist, die Meinung ihrer Eigentümer zu verbreiten. Andere Interessen kommen nicht zum Zuge – ausser seit ein paar Jahren im Internet, so wie hier bei Ihnen und auf den vielen anderen privaten Blogs.

Alternative Denkansätze werden ignoriert und wer sich traut, die gegenwärtige (Un-)Ordnung in Frage zu stellen ist jedenfalls ein Extremist, das beliebte Totschlagsargument, oder mindestens ein esoterischer Spinner. Lieber versucht man, ein ziemlich kaputtes System nochmal ein wenig anzuhübschen und zu reanimieren. Das wird wohl kaum funktionieren.

Mfg, Petra Bergermann

Presse-Info:
http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b-fuer-einsteiger
Wissensmanufaktur, Leitung: Pia M. Kästner, Nienburger Straße 18b, 27333 Schweringen
Tel.: +49(0)4257/9840282, Fax: +49(0)4257/9840283, kontakt@wissensmanufaktur.net
Pressemitteilung
„Nun werden wir konkret”, erklären die beiden Vordenker der Wissensmanufaktur Andreas Popp und Rico Albrecht. Mit der Vorstellung des „Plan B“ zeigt das Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik, dass es sehr wohl friedliche und nachhaltige Lösungen der sogenannten Finanzkrise gibt.
Deutschland, 27. November 2011: Die Wissensmanufaktur, Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik, bekennt sich in aller Klarheit zur Freundschaft der europäischen Völker, die sich nicht durch das verfehlte Euro-Experiment auseinanderdividieren lassen sollten. Die bestehende Finanzordnung wird mathematisch belegbar scheitern. Diese historische Chance(!) ermöglicht es jetzt, die tieferen Grundlagen der Systemkrise zu verändern. Die bestehende Geld-, Wirtschafts- und Politikordnung hat nachweislich versagt. Der exponentiell verlaufende Umverteilungsprozess von Fleißig nach Reich führt zwangsläufig alle Menschen zur materialistischen und/oder seelischen Verelendung.
Die Wissensmanufaktur veröffentlichte im November 2011 eine alternative Gesamtordnung, die alle Menschen und ihre Umwelt insgesamt berücksichtigt. Nach einer kurzen und klaren Zusammenfassung der Ist-Situation wird eine neue Ziel-Ordnung, bestehend aus 4 Bausteinen allgemeinverständlich erläutert. Das Kernstück des veröffentlichten Plan B beschreibt konkrete Umsetzungsszenarien, die eines deutlich machen: Eine Wirtschafts- und Finanzordnung, die den Wohlstand der gesamten Gesellschaft massiv steigert, ist möglich!
Am 01.10.2011 wurde der Plan B zum ersten Mal im Rahmen des Wissens-Forum 2011 von Andreas Popp und Rico Albrecht vorgestellt. Die unterstützenden Referenten an diesem Tag:
- Prof. Dr. Michael F. Vogt
- Prof. Dr. Bernd Senf
- Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger
- Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider
Nun geht es darum, politisch denkende Menschen zu aktivieren, um die echten Alternativen in Gang zu setzen. Die Experten der Wissensmanufaktur arbeiten zurzeit an einer „Lobbyvertretung des Volkes“, das mit einer wahrhaften Verfassung, einer gemeinnützigen Zentralbank und weiteren konkreten Maßnahmen selbst seine Regierung erstellen kann, falls sich die Berliner Politiker nicht besinnen und dem Volk anschließen.
Link: http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b
Grafik: http://www.wissensmanufaktur.net/media/fotos/wissensforum1g.jpg
zur sofortigen Veröffentlichung

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Tom July 2, 2012 at 06:03

“Wie lange muss eigentlich die Serie von Beweisen noch werden, bis Politiker diesem Treiben Einhalt gebieten ? Stattdessen setzt sich der Vormarsch der Geld-Gilde in die europäischen Regierungen fröhlich fort.”

Die Politmischpoke wird nix tun, was ihren Kumpanen von der Finanzmafia vor den Karren fährt. Im Gegenteil, mit Maulkorbparagraphen und EU-Eingreiftruppen hat man schon seit geraumer Zeit für den Moment vorgesort, an dem Michels Wecker klingelt und er aufwacht! Oettinger, seines Zeichens nach dem Peter-Prinzip nach oben gekrochener Parteisoldat schreit lauthals nach den Vereinigten Staaten von Europa, und das, obwohl selbst die Lohnschreiberlinge der deutschen Propagandapresse mitlerweile mehrfach erwähnt haben, dass der angebliche Souverän das nicht will. Es gibt nur zwei Varianten der Auslegung dieser Ignoranz:
1. Die sind alle miteinander derartig ideologisch verblendet ( und verblödet), dass sie sich die Welt zurechtträumen, wie einst Honecker und Genossen bei den Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DäDäRä !
2. Die Vorbereitungen zur Errichtung der EU-Dikatur sind soweit gediehen, dass sie sich sehr sicher sind, das es gelingt, den Michel, die Paolos, Giovannies und Francois niederzuhalten, wenn bei denen dera Wecker klingelt.

Gruss
Tom

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Johannes July 2, 2012 at 11:24

… schau mal hier. So etwas habe ich im Mainstream heute zum ersten Mal gelsen. Geht etwas in die Richtung Deines Beitrags.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/esm-schmiedet-banken-und-staat-zusammen-toedliche-abhaengigkeit/6822668.html

Grüße,

Johannes

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Thorsten Eckau July 2, 2012 at 08:03

Hallo Herr Gärtner,

ich schätze Ihren kritischen Blog sehr, doch muss ich heute ausnahmsweise mal Kritik üben. Sie schreiben:

“Mehr noch: Am Wochenende konnten wir auch ein ziemlich erschreckendes Beispiel davon sehen – Beispiel Freie Welt – wie mit Kritik und Aktion erzürnter Bürger inzwischen umgegangen wird.”

Auf der zu Ihrem Satz führenden, verlinkten Seite steht:

“Bloßer Zufall oder gezielte Mundtotmachung von kritischen ESM-Realisten?
Als Grund für die Abschaltung gab der Internetadressen-Anbieter Strato einen angeblichen Virus-Alarm an.”

Das halte ich für unseriös und nicht journalistisch. Auch passt es nicht zu dem sonst hohen Niveau Ihres Blogs. Sie sollten überlegen diesen Satz so zu ändern, dass das spekulative Element dieser Aussage klar erkennbar wird, sonst machen Sie sich der Propaganda verdächtig. Und bei Propaganda spielt es m. E. keine Rolle, ob dies für die “richtige” oder die andere Seite passiert, Propaganda ist und bleibt schlecht.

Ansonsten danke ich Ihnen aber für den Blog, welchen ich regelmäßig lese und sehr schätze. Nehmen Sie meine Kritik daher bitte ernst, aber nicht böse.

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Tom July 2, 2012 at 16:15

Bei all der Propaganda, mit der der Mainstream tagtäglich um sich wirft, und dies zunehmend auf einem Niveau der untergehenden DäDäRä, ist die Aussage, besser: Fragestellung (!), auf der verlinkten Seite sicherlich mehr als berechtigt!
Wie oft haben Sie sich eigentlich bei Ihrer Frau Bundeslanzlerin und ihren Parteisoldaten über deren Propaganda, die ungefiltert vom Mainstream nachgequasselt und verteidigt wird, beschwert und die da zum Beispiel lautet(e):
“Der Aufschwung kommt beim Bürger an….”
“Geht der Euro unter, geht Europa unter…”
“Die Rettung des Euro ist alternativlos…”
“Der Euro sichert den Frieden in Europa…”
Betrug am Wähler, Verrat am eigenen Volk, Ausplünderung des selbigen, persönliche Bereicherung, Verfassungsbruch (geht beim Wahlgesetz los), unübertreffliche Arroganz ( Bsp. Schäuble rügt BVG)…. (Aufzählung unvollständig!) DAS sind die Realitäten in Dland und in Europa, über die Sie sich beschweren sollten und die den Verdacht nahelegen, dass eine solche Mischpoke NICHT davor zurückschreckt, Volkes Meinung zu unterdrücken! DARÜBER sollten Sie sich ereifern und nicht über solchen Kinkerlitz, wie Herrn Gärtners Formulierung und Verlinkung!

Gruss
Tom

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markusgaertner July 3, 2012 at 03:43

DANKE. Mich hatten Nutzer dieser Seite direkt per eMail auf die Sperrung aufmerksam gemacht, die Seite, auf die ich verlinkt habe, ist nur eine von mehreren Quellen. Natürlich kann ich auf emails an mich nicht verlinken. Beste Grüße, Markus Gärtner

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Joker July 2, 2012 at 08:17

tss, Tom, immer dieser Realismus….:-))))

Irgendwo in Deutschland wurde kuerzlich jemand, clever, von den “Schwarzen” gefragt, ob Interesse an Mitarbeit auf Kummunalebene bestehe. Auf Rueckfrage, wie diese “Mitarbeit” aussehen solle, einigte man sich schnell darauf, das Projekt nicht weiterzuverfolgen. Gesucht waren willige Wassertraeger, kein inhaltlicher Input.

Der Grad, zudem die Realitaetwahrnehmung in der Politk, Banken verzerrt ist, ist atemberaubend. Das hat einen Vorteil, – ja einen einzigen, die merken gar nicht mehr, wie weit sie es treiben koennen. Und irgendwann…..

Habt Ihr mitbekommen, wie sich Liborgate (ZH) weiterentwickelt hat – jetzt ist der Spin – aufgrund einer Telefonunterhaltung im Jan 09, zwischen Tucker (BoE) und Diamond (der bis Sa behautptet hatte, nie von Liborrigging gehoert zu haben), hat Barclays so “verstanden” das Raterigging von der BoE gewollt ist. BoE sagt nein.
Dieses tidbit erklaert auf jeden Fall, warum es keinen “boesen Einzeltaeter” gab….

Zuviele, und das zieht weitere Kreise als wir uns das vorstellen, sind Regeln etwas, was andere einzuhalten haben. Das geht schon eine Weile so.

Dazu werden “Wassertraeger”, die nicht aufgrund von Qualifikation (es sei denn, ja sagen whatever ist eine) in Positionen gehievt , und treffen dann Entscheidungen , die ihren Horizont, Fachwissen, analytisches Denkvermoegen uebersteigen – es geht nur darum, nicht aufzufallen, und es dem (schwachen) Chef rechtzumachen. Der sich natuerlich nur Leute ranzieht, die ihm nicht gefaehrlich werden koennen.

und in dieser Giftbruehe sind Integritaet, verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen Dritter, Anstand und Wahrheit schon lange verstorben. RIP.

Wie das aendern – bei sich selber anfangen – schwierig, weil die Abhaengikeiten zu gross sind….
Ich hab auch keine Idee.

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donWeb July 2, 2012 at 11:28

@Joker
“Wie das aendern – bei sich selber anfangen – schwierig, weil die Abhaengikeiten zu gross sind….
Ich hab auch keine Idee.”

Alles, wirklich alles im Leben streben wir an, weil wir GLAUBEN, daß wir uns im Besitz dessen besser FÜHLEN werden als ohne. Darauf baut auch jede Marketingabteilung und jeder kompetente Verkäufer.
Was sie dir aus eigennützigen Gründen verschweigen, ist, daß der physische Besitz selten notwendig ist, um glücklich zu sein. Eine Erinnerung an ein eigenes Glücksgefühl, das man “melkt” und die tägliche Wiederholung, reicht, um das eigene Leben mehr denn je zu geniessen und neue spontane Glücksgefühle auszulösen.
Das ist der Anfang, den ich gewählt habe, um unabhängiger zu sein.

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Joker July 2, 2012 at 12:06

… Triebwerke ausgefallen, und nun springen noch die Fluegel ab:

Finnland und NL haben verkuendet, dass sie die neue Version des ESM N I C H T mittragen.

http://www.reuters.com/article/2012/07/02/eurozone-bonds-bailout-idUSL6E8I27FC20120702

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Till July 2, 2012 at 12:18

Da “die Märkte” nicht reagieren, geht man wohl davon aus das die im Hinterzimmer “auf Linie” gebracht werden. Oder das dies nur Theaterdonner für ihre Wähler ist und in einer Woche die Zusage kommt.

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Andreas Ludwig July 2, 2012 at 13:16

Na wir müssen über die Qualität unserer Politiker nicht mehr debattieren. Wenn ein CDU Politiker aus edlem Haus einem Gangsta Rapper Bushido als Praktikant einstellt, muss man sich fragen, ob der was an der Latte hat. Wenn man dann über weitere Qualitäten unserer Politiker nachdenkt, sollte man öfters Phönix schauen. Kommen doch immer wieder Live Berichte aus dem Bundestag.Am Freitag habe ich mir die Zeit genommen und stellte fest, das immer mehr Abgeordnete sich entweder langweilen, oder ihre Langeweile am Handy vertreiben.Dann stelle ich fest, das selbst ich nach 5 Minuten manchen Rednern nicht mehr zuhören kann. Dazu gehört der Beck und der Bürgermeister von Hamburg und unserer freundlicher Grüner als Ministerpräsident von BaWü.Wenn der in seiner freundlichen Mundart schon anfängt, gehen mir die Lichter aus…… Ich würde vorschlagen, ohne ordentliches Hochdeutsch, keiner mehr im Bundestag ans Rednerpult.Da fallen mir vor lauter Dummgebabbel einfach auch die Augen zu. Hinterher habe ich gedacht, vielleicht steckt da ja Methode hinter.Man lullt die Bevölkerung so ein, das sie einschläft und hinterher sagt man einfach: Habe ich doch gesagt. Jetzt sind ja gerade Führungskräfte aus der Wirtschaft nicht dafür ausgebildet, ihre Belegschaft zum einschlafen zu bringen.Sondern Ihre Effizienz zu erhöhen.Bei mir ist allerdings der Schuss nach hinten los gegangen. Wenn die dafür sorgen, das die Republik einschläft, sollten wir uns nicht wundern, das wir unsere Schulden nicht mehr los bringen.-))) Zumindestens sorgt es dafür, das wir Bundesbürger wohl dabei noch etwas verpassen. Sex….Heute stand in der Zeitung: Noch nie so wenige Geburten in Deutschland.Alleine bei den Qualitäten, uns zum schlafen zu bringen,sollten wir unsere gewählten Volksvertreter abwählen. Ohne auf die Qualitäten des “Kompetenten Wissen” einzugehen. Der alleinige Versuch die Bevölkerung so einzulullen, das sie einschläft, ist strafbar….-))

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HaPennyBacon July 2, 2012 at 16:25

Ist ja auch kein Wunder das man nach 5 Minuten Bundestagsgeplapper einschläft. Alles was die Damen und Herren der großen 4er Koalition dort sagen, hat der geneigte Zuhörer doch meist schon seit Wochen vorher als Dauertrommelfeuer durch die Mainstream-Medien erfahren. Lediglich wenn ein Abgeordnert von den Linken spricht kommt noch sowas wie ein Aha-Erlebnis auf. Aber da diese Partei schlicht als bäh dargestellt wird, hört kaum einer hin. Vom Prinzip her könnte die Firma Springer auch gleich die Gesetze abdrucken und man sich dadurch den teuren Umweg über ein Parlament sparen.

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HaPennyBacon July 2, 2012 at 17:09

Hier mal eine visuelle Darstellung worüber unsere Politiker reden wenn sie was von Rettungsschirmen und so von sich geben:
http://demonocracy.info/infographics/eu/debt_piigs/debt_piigs.html

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HaPennyBacon July 2, 2012 at 17:16

Ach und hier gar ein Artikel bei der FAZ.
“Das EZB-Geld hilft, private Risiken auf den Steuerzahler zu verlagern”
Hätte nicht gedacht jemals so etwas dort zu lesen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/spanien/standpunkt-warum-auch-spanien-auf-einen-euro-austritt-zusteuert-11795862.html

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Tom July 2, 2012 at 17:48

Ja, ab und an macht die Eliten-Propaganda-Presse einen auf ehrlich. Ändert jedoch nichts am Grundcharakter der “unabhängigen” Medien. Und beim Michel kommts auch nicht an, der fiebert nach dem Fussball-Spektakel der Olympiade und dem Urlaub entgegen. Na wenigstens wird der Mainstream bei der Berichterstattung zu den Olympischen Spielen mal zugeben, dass “Gold” das einzig Wahre ist…. :-D

Gruss
Tom

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Tom July 2, 2012 at 17:54

Hier mal noch ein Nachtrag zu China:
http://www.fuw.ch/article/die-blase-in-china-ist-geplatzt/
Man reitet überall auf toten Gäulen….

Gruss
Tom

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