Ist Donnerstag D-Day ? – Das bange Warten auf den Befreiungsschlag

by markusgaertner on 04/07/2012 · 16 comments

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Privater Konsum und Zinsen werden heute die Anleger und Investoren in New York in ihren Bann schlagen. In Frankfurt dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) laut den meisten Analysten die Leitzinsen auf ein Rekordtief schleusen. In Washington wird jedoch damit gerechnet, dass die Umsatzzahlen für den US-Handel so schwach ausfallen wie seit drei Jahren nicht mehr.

Kurioserweise lässt das die Hoffnung auf eine weitere kräftige Lockerung der Geldpolitik in den USA steigen. Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses, bei der eine solche Entscheidung fallen könnte, wird erst am 31. Juli und 1. August stattfinden. Doch schon seit Tagen sorgt die Erwartung für Kursauftrieb am Aktienmarkt. Die Aktien in New York kletterten am Dienstag zum dritten Mal hintereinander.

Dabei half auch der erneute Sprung bei den Öl-Notierungen, die wegen der Spannungen mit dem Iran wieder anziehen. Öl der Sorte Brent stieg zur Wochenmitte erstmals seit drei Wochen über die Marke von 101 Dollar je Barrel. Aus diesem Grund verzeichneten die Aktien der Energieunternehmen zuletzt im S&P 500 Index die kräftigsten Zuwächse. Der S&P 500 hat in den drei Handelstagen bis Dienstag um 3,4% zugelegt. Das ist der beste Lauf seit Dezember. Damit konnte sich der Index aus seiner Handelsspanne zwischen 1.350 und 1.360 Punkten lösen.

Gestern war die Wall Street geschlossen, die Amerikaner haben ihren Nationalfeiertag begangen. Mit Blick auf die EZB sind heute die Erwartungen ziemlich groß, dass die Zinszügel weiter gelockert werden. Das verleiht den US-Aktien Auftrieb. „Der EU-Gipfel am vergangenen Freitag hat eine Rally ausgelöst und die Erwartungen gestärkt, dass Regierungen und Notenbanker weltweit die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Stützung der Märkte sehen“, sagt der Investment-Chef Eric Kuby beim Vermögensverwalter North Star Investment Management in Chicago.

Doch mit Blick auf die US-Konjunktur sind Anleger und Investoren vorsichtig. Sie sehen die Gefahr, dass die Umsatzzahlen für den Einzelhandel heute entäuschen. Zwar meldete das Handelsministerium in Washington für den Mai höhere Auftragseingänge in der US-Industrie als erwartet. Auch die Verkaufszahlen der US-Autobranche überraschten positiv. Doch am Montag haben wir gehört, dass die US-Industrie im Juni erstmals seit drei Jahren ihre Fertigung drosselte. Und die Jobzahlen für den Mai waren ebenfalls schlecht.

Mehr dazu in meinem aktuellen Newsletter bei GEVESTOR zur heutigen Börsensitzung in New York ….

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