Ökonomenstreit – So sieht das aus, wenn Wirtschaftskundige offen diskutieren

by markusgaertner on 06/07/2012 · 25 comments

IKONE_GELD

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… und nicht von Finanzministern, die weniger als sie davon verstehen, eins über die Löffel gehauen bekommen. Können wir in Deutschland nicht mehr über die Inhalte reden, anstatt uns über die Form der Kritik aufzuregen ?

Aus einer Entfernung von zehn Flugstunden befremdet mich die Debatte über die Kritik, die Hans-Werner Sinn und seine gleichgesinnten vorgetragen haben. Anstatt die Debatte zu begrüßen, wird mit dem Hammer dreingeschlagen, mit einer Energie dazu, die ich Herrn Schäuble bei diversen Gipfeln gewünscht hätte.

Hier kommt ein bezeichnendes Beispiel vom 23. Juni, der “Kudlow Report” auf CNBC. Die provokante Frage des Moderators: Leben wir alle auf dem Fed-Planeten, wo Notenbanker den Gang der Dinge diktieren, wo nach einer der größten Übertreibungen der Menschheit jetzt die Geldhüter das Ruder in die Hand nehmen, um mittels Abwertung und Kreditexpansion einen Weg zu getürktem Wohlstand zu bahnen ?

Herrlich, wie offen hier diskutiert wird. Und das ausgerechnet in der Sendung, die den Namen eines der schlimmsten Propagandisten der schönen heilen Wall Street-Welt trägt, Larry Kudlow ….

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{ 24 comments… read them below or add one }

futur2060 July 6, 2012 at 19:24

Das Problem bei den “Wirtschaftswissenschaften” ist, dass die Ökonomen selber daran glauben, dass es sich um eine Naturwissenschaft handelt.
Ein völlig abstruses Geldsystem, korrupte Banken und Politiker, Manipulationen, Spekulationen mit dem Hunger, Erpressung, Finanzpapiere (CDS, SWAPS, usw.), die nicht einmal der Erfinder versteht,
Mafioso Strukturen, Machtspiele, usw.. Alle diese Realitäten kommen in den statischen, mithilfe der empirischen und mathematischen Methode konstruierten ökonomischen Theorien nicht vor. Deshalb können die Wirtschaftswissenschaftler noch Hundert Jahre diskutieren und streiten, sie werden keine Lösung finden. Dafür müssten sie ihre veralteten Theorien negieren, und sich endlich der Realität stellen. Aber von der steht ja leider nichts in den ökonomischen Büchern.

http://www.google.de/search?q=eliot+spitzer&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&client=safari#hl=de&gs_nf=1&pq=eliot%20spitzer&cp=27&gs_id=1k&xhr=t&q=eliot+spitzer+youtube+libor&pf=p&sclient=tablet-gws&client=safari&tbo=d&oq=eliot+spitzer+youtube+libor&gs_l=&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&fp=52e4092c4e542373&biw=768&bih=928

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donWeb July 6, 2012 at 19:26

must read! http://www.scribd.com/doc/99210338/Das-Euro-Desaster
Ein großartiger Essay über das Wesen der Eurokrise!

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Christoph Jeschke July 7, 2012 at 08:43

Das Problem bei den “Wirtschaftswissenschaften” ist, dass die Ökonomen selber daran glauben, dass es sich um eine Naturwissenschaft handelt.

Du hast offensichtlich noch kein Semester Wirtschaftswissenschaften besucht – nirgendwo wird behauptet, dass es sich um eine Naturwissenschaft handelt, sondern um eine Sozialwissenschaft. Wobei es durchaus interdisziplinäre Felder zu Naturwissenschaften gibt, beispielsweise in Form der Wirtschaftsgeographie.

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futur2060 July 8, 2012 at 17:35

Wenn es sich um eine Sozialwissenschaft handelt, dann sollten die Wirtschaftswissenshaftler ihre Theorien offen diskutieren und den veränderten Realitäten anpassen. Jede Theorie muss kritisiert werden können, sonst handelt es sich um eine Ideologie. Stattdessen dominiert bein den Wirtschaftswissenschaftlern ein Neoliberales-Mainstream-Dogma, obwohl diese Theorie in den Angloamerikanischen Ländern umfassend gescheitert ist.
Antworten der “Wirtschaftswissenschaftler” zu den Themen: Wachstumszwang in einer endlichen Welt, Zinssystem, unnütze Produktion, Rationalisierungsdruck, Bankensystem, Raubbau an der Umwelt, Korruption, soziale Verwerfungen, usw… werden nicht gegeben. Aber diese Dinge sind leider sehr real und sie sind es, die die Ökonomie, ja unser ganzes Leben, bestimmen. Wenn die Politik dann versucht, Antworten auf diese dringenden, realen Fragen zu finden, ist das Geschrei groß, denn man macht ja nicht das, was die “Experten” wollen…

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für meine kinder July 6, 2012 at 19:46

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Ui0NOk_lSbU#!

Sehr guter Vortrag.

Auch die Darstellung der Zahlung der Hammer..
Deutschland baut ab, keine Chance daraus zu kommen.
Altersvorsorge frü BabyBoomer ist weg, definitiv.

Aber was tun……….. Grübel

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Tom July 7, 2012 at 00:25

Da der “Souverän” nirgends wirklich aufbegehrt, die ideologisch verseuchte Polit-Aristokratie ohnehin tut, was sie bzw. die Finanz-”Eliten” wollen, hat dieser Diskurs und der Umgang damit wohl eher nur symbolischen Charakter, der uns aufzeigt, in welchem Sumpf wir unser Dasein fristen. Je länger sich das Drama hinzieht, um so mehr rücken die Verbrechen der DäDäRä-Funktionäre auf das Niveau von PillePalle, verglichen mit dem, was die Politmischpoke heutzutage auf diesem Planeten so anrichtet!
Leider wird Frank Meyer wohl Recht behalten: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=WcW2mEYb6kI
Diese Verbrechertruppe wird weiter Gesetze, Verfassungen und Verträge brechen, nur um das System so lange es geht irgendwie am Laufen zu halten.
Und wir sitzen hier, schreiben uns täglich die Wut aus den Fingern… und können oder wollen nix weiter tun. Alle Versuche, Massen zu sensibilisieren, z.B. via Fratzenbuch, prallen am Michel ab, als ginge ihn und seine Kinder das Alles nix an. Insofern wünscht man sich den grossen Kanll, je heftiger, je besser, schon alleine deswegen, dass die “Krone der Schöpfung”, der Mensch, also das dümmste Lebewesen auf diesem Planeten, endlich für die Zukunft etwas lernen möge…

Gruss
Tom

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HaPennyBacon July 7, 2012 at 03:45

Für die “Politmischpoke” geht es um sehr, sehr viel Geld. Es geht um dicke Vermögen. Man muss sich nur an den Erbschaftsstreit nach Willy Brandt’s Tod erinnern. Damals ging es um 30 Millionen Mark. Jetzt poppen Meldungen über Strauß auf. Der soll ganz locker 300 Millionen abgegriffen haben.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/franz-josef-strauss-soll-300-millionen-mark-vererbt-haben-a-841337.html
Das waren wohl die Maßstäbe die früher galten. Was greifen diese Leute heute ab? Wie hoch sind die Schmiergelder und wo und wie werden sie verbunkert? Bei solchen Summen wundere ich mich überhaupt nicht mehr über die völlig hirnrissigen Beschlüsse und Gesetze, die permanent verabschiedet werden.

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Christian A. Wittke July 7, 2012 at 06:06

“…befremdet mich die Debatte…”

ist wohl vorsätzlich niedlich ausgedrückt, Markus.

Man hätte auch sagen können, da erlaubt sich ein Allfakultätenminister, groß an Erfahrung im Täuschen, Tricksen und Verbiegen, sich über den gesammelten Wagemut von 172 Experten der Ökonomie zu empören; nicht etwa über den Inhalt des Aufrufs. In Feldherrenmanier watscht er denselben als eine die vermeintlich dämliche Öffentlichkeit verwirrende Kritik an Merkel & Cie ab! Diese Debatte, die gar keine ist, keine sein darf und auch keine mehr wird, wird dann weisungsgemäß erwürgt durch die Beihilfe des Spiegel mit der Behauptung, eine Schar an Volkswirtschaftlern bereite eine Gegenthese vor; VWL-ler sind Nationalökonomen, die müssen es ja besser wissen als simple Ökonomen aber man hätte bestimmt noch eine beliebige Masse an BWL-Soldaten an die Front zu befehlen – wenngleich das Thema jetzt kaum 48 Stunden später keine S.. mehr interessiert; da ist Schäubles Ausraster schon wieder mainstream verdünnt und im Spiegel nur über „Suche“ zu finden.

Man muß aber ganz ernsthaft anmerken, daß es die Propagandatruppe von der Volkstanztruppe in Deutschland wieder so weit gebracht hat, daß sich deutsche Ökonomen nur als 172 starke Truppe zu outen trauen und das nur mit einem mageren Verweis auf die einer Bankenunion immanenten Gefahren. Diese 172 hätten ja auch endlich sagen können, ich meine müssen (!), daß das mit der Einheitswährung gescheitert ist und man schnellstmöglich dem Spuk des Euro, der Bankster und der Schuldenmacher ein Ende zu bereiten hat; daß man sich schleunigst um die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Völker und Regionen um Ressourcen und Wissen zu beschäftigen hat und darum, wie man eine nachhaltige Verträglichkeit zwischen einem im Grunde schrumpfenden Planeten aber stark divergierenden Volkswirtschaften herstellt.

Einem Karzinom beim Wuchern zuzuschauen hatte noch nie eine Heilung zur Folge!

caw

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HaPennyBacon July 7, 2012 at 08:40

Mal sehen ob nicht am Montag die System-Medien eine Liste von mindestens 200 Ökonomen vorzeigen, die genau das Gegenteil behaupten.

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andre schwaermer July 7, 2012 at 13:58
HaPennyBacon July 7, 2012 at 08:54

Das Gesicht von Herrn Diekmann möchte ich sehen wenn am Schluss nur noch Deutschland alleine den Euro hat.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Allianz-Chef-warnt-vor-D-Mark-article6671596.html

…..der Letzte macht bekanntlich das Licht aus.

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Christian A. Wittke July 7, 2012 at 09:15

Artikel 25(2) des ESM Vertrages regelt die Nachschußpflicht auch für alle derselben nicht Nachkommenden; sie endet per Definition mit dem Zusammenbruch des letzten ESM-Mitgliedes, quasi per vis maior, so extrem Ponzi ist das Ganze gestrickt.

Auf das Ausmachen des Lichtes ist dabei kein Bezug genommen; wahrscheinlich weil lange vorher die Leuchtstoffmittel bereits fertig haben werden!

caw

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S_F July 7, 2012 at 09:01

Eine schönere Bestätigung für die Richtigkeit dessen, was die 172 Wirtschaftsprofessoren vorgetragen haben, kann Schäuble doch gar nicht aussprechen.

Man setze einfach vor jeden Absatz, den Schäuble äußert, folgende Wörter: “Nicht wahr ist, …” – Dann wird es wahr. (Bei Merkel, Steinbrück, Steinmeier, Gysi, Ströbele, Lafontain, Fischer, Schröder, Trittin und all deren Freunde gilt dies natürlich im gleichen Maße.) Wir leben im Zeitalter der totalen Lüge. Es ist noch das Zeitalter des TV-Glotzens. Aber damit ist es schon absehbar vorbei. In der Glotze kann man sich nur aktiv von den Bildern beeindrucken lassen, die einem direkt ins Mark fließen, ohne den Umweg über den Verstand zu machen. Im Internet ist die meiste Information wieder schriftlich. Aber zu Buch, Zeitung und auch Fernsehen und Radio ist ein wesentlicher Unterschied gegeben: Es ist kein Einbahnstraßen-Medium. Und damit endet die Vorherrschaft der Medienkonzerne und damit der Politik, wie wir sie kennen.

Daß gleichzeitig unser Finanz- und Wirtschaftssystem seinem natürlichen Ende zugeht, kommt noch dazu.

Man muß kein Prophet sein, um alleine deshalb “spannende” Zeiten zu prognostizieren. Aber zusätzlich kommt noch das Folgende, als Sahnehäubchen, obenauf: Wallstreet und CoL kämpfen um die Macht, die sie über Jahrhunderte mühsam errichtet haben und ihnen nun zu entgeleiten droht, die USA werden ihre militärische und wirtschaftliche Dominanz nicht aufrechterhalten können, China und Rußland stehen an der Schwelle zu einer Renaissance, “Europa”, besser die EU, steht gleichzeitig im Zentrum mehrer Völkerwanderungen, zerfällt in seine natürlichen Bestandteile, ist in jedem Land zwischen Europa-Befürwortern und Gegnern ideologisch gespalten, zudem durch Zuwanderung ethnisch zerworfen. – “Nette” Gemengelage.

Werden die USA ihre Bestrebungen, den Iran in die Knie zu zwingen, aufgeben, so wird das für jeden erkennbar der historische Wendepunkt sein.

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die Simpsons July 7, 2012 at 10:27

Die Ökonomen sind Hohepriester einer falschen und verlogenen Religion. Herrschaftswissen müssen sie unter die Leute bringen; müssen sie konditionieren damit die Herrschenden weiter ungeniert ausbeuten dürfen. Das sind unsere Ökonomen.

Lest doch mal die 25 Fakten, warum unser System irreparabel ist und dann denken wir nochmal über Ökonomen nach:
http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/05/25-fakten-zum-nachdenken-warum-das-system-irreparabel-ist/

Wer kennt nicht die SF-Serie Star Gate, wo man Krieg gegen die Ori führte. Ökonomen kann man mit den Prioren vergleichen. Diese, die Priore, haben die Aufgabe, die Lehren der Ori zu verbreiten. Die Menschen sollen die Ori anbeten, da diese machtgeil sind. Die Priore haben eine ungesund aussehende blasse Farbe im Gesicht. Aber wer weis wann die Ökonomen vielleicht auch so rumlaufen.

Kommen wir jetzt zu einer anderen SF-Serie. Deep Space Nine und dem Ferengi Quark. Was wäre die Welt so schön, wenn unsere Banker wie Quark wären. Es gäbe verbindliche Erwerbsregeln, zugegeben hier und da etwas großzügig interpretierbar und immer auf Profit aus. Darauf kann man sich einstellen. Aber Ferengi kann man, wenn sie es zu dolle treiben in den Knast stecken, ihr Vermögen konfiszieren. Da helfen auch keine Erwerbsregeln mehr.
Und jetzt frage ich, was passiert mit den Manipulatoren der Barclays Bank. Sitzen die vielleicht im Knast. Wird das Vermögen konfsziert, geht man gegen diese Leute starfrechtlich vor? Die Antwort kennt jeder.

Da wir von den Eliten, Politkern, Bankstern und dem dazugehörigen Schmarotzerpack wie Ökonomen keine Einsicht und Vernunft erwarten können und dürfen ist es nur noch eine Frage der Zeit wann gealttätige Auseinandersetzungen starten werden. Diese Mischpoke bettelt ja geradezu. Die Hemmschwelle zur Kriminialität und Betrug wird weiter sinken je mehr Wahrheiten an das Tageslicht kommen und die Ausbeutung ungeniert weiter geht.
Vielleicht sollte man auf Mutter Erde hoffen, die sich bitte schütteln sollte, damit sie den Homo Sapiens auf der Erde ein Ende bereitet und die nächste Zivilisation den Evolutionssprung über darf.

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dank July 7, 2012 at 22:32

Von Ökonomen kann jeder halten, was er will. Ich bin keiner. Gottlob.

Aber in dem Fall (vielleicht auch nur in diesem) des offenen Briefes an die Bürger, der mittlerweile 190 Ökonomen, sollte sich ein jeder gut überlegen, ob er auf das Mainstreambashing auf die Ökonomie insgesamt aufspringt oder nicht.
Zuallererst finde ich es sehr positiv, dass dieser Weckruf erfolgt ist – nicht zuletzt deswegen, weil Mr. Schäuble und seine systemkonformen Vertragsökonomen nun einen Aufschrei machen und selbst mit Mutti mit markigen Sprüchen zu kontern versucht.
An der Stelle möchte ich auch auf die Target2 Problematik hinweisen, die nun einmal als erstes von Herrn HW Sinn aufgegriffen wurde und uns dank der Brisanz zur rechten Zeit erdrosseln wird.
Sollten nun immer noch Zweifel über den Hintergrund des Aufrufs vorhanden sein, wäre noch die Möglichkeit sich nun auf
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/schuldenkrise-bundesbank-praesident-schiesst-gegen-euro-retter/6845356.html
Jens Weidmann zu stürzen. Warum sollte auch er die Meinung der 190 vertreten? Vielleicht, weil er sehr wohl noch die Hoffnung hegt, dass nun endlich die Vorgaben der BUBA aus den 90ern wieder aufgenommen werden, wenn nur genug Rebellen dem Imperium stellen? Weil er dank des Deathvotings des ClubMeds alleine gar nichts machen kann und nun nur all zu gerne die Unterstützer mit offenen Armen begrüßt?
Leider, ja leider haben eben nicht 190 Mathematiker gesagt, dass 2 + 2 nicht 4 ist, nicht 5, sondern es waren Wirtschafts”wissenschaftler” – und jetzt wird die Mehrzahl (in Masse) als unrelevant abgetan? Traurig.

btw: Sehr wohl haben sich einige der 190 als Mahner geoutet, lange zuvor. Sinn zwar erst zu Target2 – aber darf nicht ein jeder vom Saulus zu Paulus werden? Meiner Meinung nach JA.

Alle, die sich schon länger mit den Problemen befasst haben, die in dieser Systemkrise auf den Tisch kommen, ist sicher bewusst, das ein einzelner “dummer” Autodidaktik oder Profi sicher nicht den Ausschlag geben wird. Es muss nun einmal eine große Zahl von “Wissenden” sein – die kritische Masse muss erreicht werden!

Unterstützt die Widerworte, sonst geht es munter weiter mit ESM, FP, Euobon(d)s,… bis FINE. Finance-Industry-Nature-End

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HaPennyBacon July 8, 2012 at 04:25

Diese 190+ Arbeitsverweigerer als Rebellen darzustellen ist einfach nur ein Witz. Diese sogenannten Ökonomen haben über Jahre in ihrer sozialen Hängematte gepennt und sich dabei von uns finanziell verwöhnen lassen. Es spielt quasi überhaupt keine Rolle ob wir den Weg von ESM & Co. oder den dieser Pseudowissenschaftler gehen. Beim ESM ist vermutlich das Ende etwas früher da. Hat den Vorteil das man vielleicht doch einen Neuanfang mit geänderten Spielregeln wagt. Wenn ich mir die Liste der Namen dieser sogenannten Rebellen durchlese, kommt mir fast das Kotzen. Da sind so viele schwarze Schafe drunter, das man die Regierung auch gleich an die DB, Allianz, MLP und die anderen Schmarotzerbuden übergeben kann. Man will den Leuten schlicht eine andere Form des Raubes als Wohltat verkaufen, pfui Teufel!

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dank July 8, 2012 at 12:19

Das mit den schwarzen Schafen mag ja stimmen – aber wird eine richtige Sache falsch, wenn es die teils falschen Menschen kundtun – dazu noch in der Masse?
Mit dem ESM wird das Ende leider nicht früher da sein, kann ich mir nicht vorstellen – die Summen werden nur einfacher in die Höhe gebucht werden.
“…das man die Regierung auch gleich an die DB, Allianz, MLP und die anderen Schmarotzerbuden übergeben kann”
Ist das nicht längst so?
Egal ob ClubMed oder D samt Nordstaaten – es heißt raus aus dem Euro. Und dann das Ding nochmals richtig probieren – im richtigen Zeitrahmen und auch mit den richtigen Zahlen.
Den Karren mit Gewalt aus dem Sumpf ziehen, heißt nur das beide Achsen im Morast stecken werden und danach läuft gar nicht mehr.

Alternativen mit TINA?
“Der Sezessionskrieg (auch Amerikanischer Bürgerkrieg)[2] war der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen Südstaaten (der Konföderation) und den in der Union verbliebenen Nordstaaten.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Sezessionskrieg
Da sind sie wieder, die Nord und Südstaaten…

“Als Weltwirtschaftskrise bezeichnet man den 1929 einsetzenden schweren volkswirtschaftlichen Einbruch in allen Industrienationen, der sich unter anderem in Unternehmenszusammenbrüchen, massiver Arbeitslosigkeit und Deflation äußerte.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise

Zu guter Letzt bleibt nur noch der Lokalpatriotismus übrig – bezogen auf Landstrich und Einwohner – http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_R%C3%B6misches_Reich

Anstatt die Völker näher zu bringen, wird der Euro dafür sorgen, dass selbst die Völker, Bevölkerungen in sich selbst zersplittert werden. Zerfall, Niedergang, Fehden, Bürgerwehren, Verfolgung…

Der Flaschenhals kriegt uns dann also doch.

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Christian A. Wittke July 8, 2012 at 07:13

Natürlich hatten sich zuvor schon einige der 170/190 einzeln mahnend geäußert; Professore Sinn verwies auf Target2, schön und gut aber mit welchem Nachdruck, Ergebnis und warum tut er das nicht wirklich nachhaltig? Außerdem war er ein rotes Tuch für mich solange er dem Euro bedenkenlos, oberflächlich und immer an der Wand des mainstreams lang den Hof gekehrt hat, was er heute übrigens selbst betont und als „ich beschäftigte mich mit anderem“ abtut; heute denkt und beurteilt er recht plötzlich ganz anders; Henkel, noch so ein Paulus und selbst Professor Hankel, der ja entschieden und bewundernswert gegen die Einführung des Euros kämpfte versuchte in der ersten Phase des Niedergangs die Dinge noch mit dem Austritt des Einen und der Rückkehr zu irgendeiner Wettbewerbsfähigkeit das Anderen zu bekämpfen, um das, was man da so Euro nennt, zu retten. Als ich ihn darauf hinwies, daß das System irreparabel in einer Sackgasse ohne Umkehr steckt und gar nicht funktionieren kann, dann wollte auch er nicht weiter diskutieren!

Da ist nichts zu retten; im Gegenteil, je länger die Krux dauert desto weiter werden wir alle zurückgeworfen, desto weiter pumpt China sich auf, desto stärker dividieren sich die Europäer voneinander und desto dringender werden die wirklich existentiellen Probleme der Energie- und Nahrungsmittelversorgung, der Ressourcenverschwendung und des Klimaproblems; von Kriegen, amerikanischen und russischen Todeskrämpfen und Alleingängen ganz zu schweigen.

Insofern fand ich es bemerkenswert, daß sich eine Masse an Ökonomen zusammentun muß, um für einen Moment ein Minimum an Aufmerksamkeit zu erlangen, wenngleich der Moment kurz und die Reaktionen der Verantwortlichen an Lächerlichkeit nicht zu überbieten sind. Sich als Ökonom in Abhängigkeit, und wo besteht solche nicht, einzeln, separat, zu äußern ist bereits als gefährlich einzustufen weil es der Position, Karriere, den Finanzen eines Institutes oder der erhofften Pension schaden wird wenn Merkels Allzweckwaffe ein Machtwort spricht und die Soldaten der Propagandatruppe es stante pede zur headline machen, um damit den einzelnen als Separierer zu outen.

caw

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dank July 8, 2012 at 12:27

“Insofern fand ich es bemerkenswert, daß sich eine Masse an Ökonomen zusammentun muß,…”
Empfinde ich ebenso. Und wenn es auch nur ein Strohfeuer war (wobei es finden sich immer neue Artikel zu dem Thema), haben diese 170++ nun vielleicht endlich mal Blut geleckt und lassen nicht locker. Der letzte Streich war es sicherlich noch nicht, da sie sehr wohl auch sehr viel Zuspruch ernteten. Und wenn der BUBA Präsi mal endlich richtig offensiv wird, sehe ich sehr wohl noch eine Chane das Europroblem zu beseitigen und sich den wichtigen Problemen zuzuwenden, die bei weitem mehr Menschen betreffen werden und Du auch angesprochen hast. Alternativ darf das BVerfG natürlich den ESM & FP samt Regierung auch stoppen.
Stopp für den Eurowahnsinn (Währungsgefüge)!
Stopp dem Wirtschaftsgebahren!
Stopp dem Finanzschwachsinn!
KEIN WEITER SO!

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die Simpsons July 8, 2012 at 06:58

>> … ohne menschliches Zutun löste sich plötzlich ein Stein von einem Berg. Er traf die Füße aus Eisen und Ton und zermalmte sie. Die ganze Statue brach in sich zusammen; Ton, Eisen, Bronze, Silber und Gold zerfielen zu Staub, den der Wind wegblies wie Spreu von einem Dreschplatz. Nichts war mehr davon zu sehen! Der Stein aber, der die Statue zertrümmert hatte, wuchs zu einem riesigen Berg und breitete sich über die ganze Erde aus.<< (Dan. 2:34-35; Hfa)

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die Simpsons July 8, 2012 at 08:43

Der nächste Dummschwätzer, der sich zu Wort meldet. Star-Ökonom Nouriel Roubini, so titelt das Handelsblatt. Auf 8 Seiten das übliche blah blah dieser Schmarotzerkaste. Es reicht völlig aus die Überschriften zu lesen.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/star-oekonom-nouriel-roubini-griechenland-droht-der-perfekte-sturm/6847938.html

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die Simpsons July 8, 2012 at 08:45

Und das sind die Folgen, wenn Ökonomen Ratschäge erteilen. Passend auch zu Roubini und Griechenland.

http://www.griechenland-blog.gr/2012/ku-klux-klan-in-griechenland/8759/

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die Simpsons July 8, 2012 at 08:56

Und das sollte man auch lesen: [Griechenland] Eine Woche in der rassistischen Hölle: Eine Welle der Gewalt markiert den Beginn des neuen Parlaments in Griechenland

http://de.contrainfo.espiv.net/2012/07/03/griechenland-eine-woche-in-der-rassistischen-holle-eine-welle-der-gewalt-markiert-den-beginn-des-neuen-parlaments-in-griechenland/

Mit ökonomischen Ratschlägen und deren Umsetzung “bettelt” man nach solchen Zuständen. Aber das ist euch Ökonomen ja klar; Lösungen gibt es ja immer, egal wie diese aussehen. Nur nicht Ursachenforschung betreiben, man gefährdet sein Auskommen. Dann doch lieber Systemtreue schwören, koste es was es wolle. Alles was man im Leben macht hat Auswirkungen und kommt irgend eines schönes Tages auf einen zurück. Man nennt es auch Karma.

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Till July 8, 2012 at 12:15

So etwas passiert immer, wenn immer mehr Geld “oben” landet und für die normale Bevölkerung der Druck steigt. Ohne die Weltwirtschaftskrise in den 30ern hätte es die Nazis in dieser Form nicht gegeben, das wäre eine extremnationalistische Bewegung mit begrenztem Zuspruch geblieben.

Was in der Aufzählung in dem Link fehlt sind Verzweiflungstaten von illegalen Einwanderen(die auch keine Schwarzarbeit mehr finden und hungern) an Griechen, da gibt es auch wöchentlich Messerattacken mit tödlichem Ausgang. Damit kann sich die Gewaltspirale dann “herrlich” hochdrehen – während die Multimilliardäre ihren Zaster in die Schweiz gebracht haben. Dies sollen da alleine ca 200 Mrd Euronen sein, also alleine da die Hälfte aller Schulden. Desweiteren sollen Griechen massenhaft teure Immobilien in London kaufen … während sich die Arbeitslosen dann mit den Ausländern als Sündenböcke prügeln. Das Programm hatten wir schon einmal, und läßt sich nur stoppen wenn die Einkommen / Vermögen wieder gleichmäßiger verteilt werden (Währungs/Vermögen- RESET durch Währungsreform).

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