Hauptversammlung – BlackBerry-Aktionäre sehen schwarz

by markusgaertner on 10/07/2012 · 14 comments

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Zwölf Monate sind im Tech-Universum eine Ewigkeit. Das wird Research in Motion-Chef Thorsten Heins heute am Firmensitz im kanadischen Waterloo schmerzhaft erfahren, wenn drängende Fragen verunsicherter RIM-Aktionäre auf ihn niederprasseln: Wird die Firma ihre aktuelle Krise überleben? Wird Research in Motion Chart zeigen verkauft? Warum kommt das neue Betriebssystem Blackberry 10 erst im Frühjahr 2013, ein Jahr nach dem ursprünglichen Starttermin? Sind noch mehr Verluste zu erwarten?

Als vor einem Jahr die beiden Co-Chefs Mike Lazaridis und Jim Balsillie den Aktionären Rede und Antwort standen – Heins löste sie im Januar ab – ging es zwar schon um größere Probleme, aber noch nicht um die nackte Existenz.

Vor einem Jahr sah die Situation des kanadischen Technologieunternehmens aus Ontario noch so aus: 25 Prozent Marktanteil im wichtigen US-Markt, der Aktienpreis an der Nasdaq bei 30 Dollar, die Quartalsabrechnung mit einem soliden Plus. Doch jetzt hat sich die Lage gravierend verschlechtert.

Wenn Thorsten Heins heute in der Versammlungshalle erstmals als CEO Auskunft gibt, sehen die Eckdaten so aus: Der Aktienkurse ist auf 7 Dollar eingebrochen, der Marktanteil in den USA ist auf 11 Prozent implodiert – und Analysten diskutieren nicht mehr allein schwere Managementfehler. Sie stellen unverblümt die Frage nach dem Überleben der Firma, die vor mehr als einem Jahrzehnt mit mobilen E-Mails eine der eindrucksvollsten Wachstumsstories schrieb.

Der jüngste Schock für Beschäftigte und Aktionäre bei RIM kam vor zwei Wochen. Es war die Präsentation der Ergebnisse für das erste Finanzquartal 2013, das am 2. Juni endete. Resultat: Ein Verlust von 518 Millionen Dollar, ein Umsatzrückgang zum Vorquartal um 33 Prozent und ein Absatz von nur noch 7,8 Millionen Blackberry-Smartphones.

Mehr dazu in meinem Bericht beim Manager Magazin

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