Das Ende der guten Zeiten – Wenn Reformpolitik als “Kriegshandlung” erlebt wird

by markusgaertner on 13/07/2012 · 25 comments

2012-02-27_1001

Share

Mario Monti liefert derzeit in Europa die kernigsten Zitate. Ende Juni gab er der Eurozone “nur noch eine Woche” und wirbelte damit viel Staub auf. Jetzt hat er die Anstrengungen seiner Regierung zum Ausgleich des Budgets und zum Ankurbeln der Wirtschaft als “sehr harten Krieg” bezeichnet.

Wir alle wissen, dass dies leicht übertrieben ist. Aber wir alle verstehen, was er damit meint. Ein Blick in den heutigen Nachrichten-Malstrom zeigt uns, dass Reformen, Sparpolitik und das Bemühen um Stabilität an den Finanzmärkten tatsächlich die Form von kriegerischen Auseinandersetzungen angenommen haben.

1 Der Bürgermeister von Scranton in Pennsylvania – Chris Doherty – weiß nicht mehr, wie er die Beamten des Rathauses bezahlen soll. Die Stadt hat als dritte in den USA binnen zwei Wochen die Flucht unter den Pleiteparagraphen “Chapter 9″ angetreten. Doherty hat jetzt den 398 Staatsdienern von Scranton kurzerhand den Mindestlohn von 7,25 Dollar je Stunde verordnet. Jetzt hat er Volk, Gewerkschaften Richter und erzürnte Feuerwehrleute am Hals. – Man stelle sich das bei Opel vor: Rüsselsheim stünde noch am selben Tag in Flammen.

Ein örtliches Gericht hatte dem Bürgermeister von Scranton die drastische Lohnkürzung untersagt. Aber was macht man als Rathauschef, wenn die Taschen leer sind ? Scranton hat nur noch 133.000 Dollar Bares in der Kasse. Dem stehen 3,4 Millionen Dollar Forderungen von Lieferanten gegenüber, dazu ein Defizit im laufenden Budget von 16,8 Millionen. Scranton hat – im Gegensatz zu Washington – keine Notenbank.

Und die Anleihemärkte (mit der kaufkräftigen Notenbank) kaufen der kleinen Stadt im Gegensatz zu “Uncle Sam” nicht beliebig viele Schuldtitel ab. Ganz normaler Wahnsinn – wie in Washington – hat zu der ausweglosen Lage geführt: Der Bürgermeister wollte höhere Steuern durchsetzen, der Stadtrat war dagegen. Der Rest der Geschichte ist bekannt und in Tausenden von US-Städten dieselbe: Hohe Pensionslasten, spärliche Steuereinnahmen, der Verlust von Arbeitsplätzen, implodierte Immobilienpreise.

2 Italien wird sich bald seiner Rezession “entledigen”. Istat, das Gegenstück zum Statistischen Bundesamt in Wiesbaden, fühlt sich von den Sparmaßnahmen der Regierung so ausgequetscht, dass die Zahlenschieber spätestens im Januar die Rechenschieber zur Seite legen und einen Streik beginnen wollen. Erst Too Big to Fail, dann Too Busy to Calculate !

“Die Einsparungen stellen ein Risiko für uns dar, ab Januar werden wir keine Statistiken mehr herausgeben”, sagt der Chef der Behörde, Enrico Giovannini. Gebiert die Verzweiflung hier eine geniale Einspar-Idee, an die noch keiner unserer einfallsreichen Politiker gedacht hat ? Einfach die Zahlenreihen stoppen, schon gibt es keine Rezession mehr.

Das Resultat: Die miese Presse hört auf, die Bond-Vandalen haben plötzlich kein Ziel mehr im Visier, und man hat zahlreiche Beamtengehälter eingespart. Da wir es an den Börsen nicht mehr mit einem freien, sondern einem von Notenbanken und Geschäftsbanken manipulierten Markt zu tun haben, bedarf es auch keiner klassischen Informationen für die Allokation von Kapital mehr.

Was Giovannini meint, ersehen wir aus folgenden Zahlen: Istat publiziert derzeit 300 größere Zahlenwerke pro Jahr, das sind 25% mehr als vor zwei Jahren. Der Grund: Die verunsicherten Italiener, die Unternehmen – und wahrscheinlich auch die Bondgeier und die gegen Italiens Staatsanleihen spekulierenden Banker – brauchen immer mehr Zahlen.

Null Zahlen, Null Problemo. Bums, basta, bene. Misere beendet !

3 Es kommt noch schlimmer als in Scranton: Oakland gibt Anleihen aus, um seine Pensionen zu zahlen. Nicht, dass das in den USA neu wäre. Schon gar nicht im sozial und fiskalisch abrasierten Hinterland. Aber mit den niedrigen Zinsen, die Amerika derzeit genießen darf (der Fed sei dank, und zufließendem Kapital aus dem Ausland auch) wird jetzt ofenbar allerorten in hoch verschuldeten Städten, Bezirken und Bundesstaaten ein ordentlicher Schluck aus der Pulle genommen.

Für 211 Millionen Dollar steht eine neue Emission an. Der Erlös soll an die Pensionskassen für Feuerwerhleute und Polizisten gehen. Das sind die Versorgungskassen für 1.100 lokale Pensionäre. Die bereits gemachten Pensionszusagen sind bislang zu lediglich 37,5% gedeckt. Satte 426 Millionen Dollar fehlen in der Kasse. Nach der Emission am Donnerstag sollen 70% gedeckt sein. Juhu, eine zutiefst europäische “Lösung” für ein Problem in der amerikanischen Prärie: Man stellt einfach mehr Geld oder mehr Zusagen zur Verfügung, woher das Geld kommt, muss ja nicht unbedingt geklärt sein.

4 Die Arbeitslosigkeit in Griechenland steigt im April auf den neuen Höchstwert von 22,5%, bei gleichzeitig lahmendem Tourismus. Die Jugendarbeitslosigkeit soll von 52,8% auf 51,5% zurück gegangen sein. Ein Trost ? Keineswegs. Die Arbeitslosenrate ist ein später Indikator, der hinter der aktuellen Konjunkturentwicklung ein paar Monate herhinkt. Daher wird auch diese zahl sehr wahrscheinlich wieder anstigen, vor allem wenn der Sommer vorbei ist und nicht nur weniger Touristen kommen, sondern auch die Weinernte zu Ende geht.

5 Spaniens Rezession dürfte mindestens bis 2014 anhalten. “Die zusätzlichen Sparmaßnahmen (die der Premier gestern bekanntgab, 65 Mrd. Euro Umfang) werden das Wachstum bremsen und unterstreichen unsere Erwartungen, dass die Rezession in Spanien sich vertiefen und anhalten wird”, prognostiziert der Analyst Ebrahim Rahbari. Das klingt fürchterlich, aber kalt. Gesagt, oder geschrieben mit einer Gelassenheit, mit der der Mann wahrscheinlich einen Caipirinha aus der Vorstands-Bar bestellen würde.

Spanien hat von der EU ein Jahr mehr Zeit bekommen, um seine Sparziele zu erreichen. Die Finanzmärkte haben es dank der erneut gestiegenen Renditen für Spanienanleihen wieder einmal geschafft, der politischen Elite Dampf zu machen. Wie lange das anhält – und ob es bis zum nächsten EU-Gipfel reicht, oder diesen gar auslöst – wissen wir derzeit nicht. Im Volk steigt der Blutdruck, in der EU entspannen sich die Grimassen, die Zinsen machen eine Gipfelpause, Mariano Rajoy kann wieder etwas besser schlafen, und die Bond-Vandalen können neuen Anlauf nehmen. Ole Espania.

Der TELEGRAPH zitiert derweil den Analysten Edward Hugh in Barcelona, der nicht ausschließen mag, dass die Rezession sich bis nach 2014 erstreckt. Demnach könnte das BIP im laufenden Jahr 2% schrumpfen, um 2013 noch einmal 1% zu sinken. Jetzt machen die Gewerkschaften mobil. Sie werden die Politiker eine Weile vor sich hertreiben. Das wird die Reformen verzögern. Dann wird die EU um noch mehr Zeit gebeten. Dann schlagen die Bondgeier wieder zu. Den Rest müssen wir hier nicht wiederholen. Perpetuum Katastrophile.

Share

{ 24 comments… read them below or add one }

Raus aus Deutschland July 13, 2012 at 01:39

Die Menschen sind nicht bereit aus der Geschichte zu lernen, also wiederholt sich diese.

Verständlich aber das Politiker einen Zusammenbruch so lange wie möglich heraus zögern.
Ein neues Finanz-System kann nur aufgebaut werden, wenn das Alte dabei zerstört wird.

Selbstverständlich wird sich der Staat vor einem Zusammenbruch sämtlicher Vermögenswerte
der Bürger bemächtigen da diese in der Haftung sind.

Die Zeichen der Zeit sind sehr klar zu erkennen.

Otto Normalbürger schläft aber weiter und wird erst aufwachen wenn alles weg ist.
Eigentlich eine gute Sache denn sonst wären wir schon alle pleite.

Die Menschen mit wachem Geist schätze ich auf knapp 1% in Deutschland. Diese werden
dann nach dem Zusammenbruch alles wieder neu aufbauen ODER Raus aus Deutschland sein.

Reply

Grinario July 13, 2012 at 05:19

“Ein Blick in den heutigen Nachrichten-Malstrom zeigt uns, dass Reformen, Sparpolitik und das Bemühen um Stabilität an den Finanzmärkten tatsächlich die Form von kriegerischen Auseinandersetzungen angenommen haben.”

Vor allem werden die Verluste für die die Sparer, die Steuerbürger und die “Reichen” wie nach einem verlorenen Krieg sein. Dieser Vergleich wird schon länger gezogen. Schon im letzten Jahr wurde sehr oft der Friede von Versailles mit seinen sehr harten Reparationsforderungen als Beendigung eines mörderischen Krieges zitiert:
http://www.focus.de/magazin/memo/wie-versailles-nur-ohne-krieg_aid_620629.html

Beginnen die Eliten deshalb von einem Krieg zu schwafeln, um die kommenden Verluste vor allem für die Nord-Euro-Europäer irgendwie zu rechtfertigen?

Reply

Nina July 13, 2012 at 06:18

So ist es, Markus!!
Hier eine weitere Bestätigung:

Spanien: Wie lange halten sich Madrider Pinocchios noch? Wann stürzt Rajoy?

“Es tut uns nicht leid, im Falle der spanischen Regierung einmal ausfallend zu werden.
Denn was diese konservativen Idioten seit ihrem Amtsantritt produzieren, ist nichts als ein langes Geflecht sich aneinander reihender Lügen und eine sich fortsetzende Verschleierung der Lage im spanischen Bankensystem.
Viele Spanier scheinen das nun endgültig satt zu haben, wenn man sich anschaut, was sich zurzeit auf den Straßen Madrids so abspielt.
Rufe nach einem Sturz der Madrider Regierung werden endlich laut in der Bevölkerung, die spürt, dass sie für bankrotte Banken und deren Bondhalter sehendes Auges abgeschlachtet wird. :-(

Die deutschen Leid-Medien haben noch nichts begriffen.

Reply

Joker July 13, 2012 at 09:45

Nina,

viel schlimmer, die haben schon begriffen – die helfen bewusst und gezielt bei der Verschleierung – nun ist es natuerlich Ansichtssache, ob man die “die Welt” fuer ein Qualitaetsmedium haelt, auf jeden Fall sind die sehr schnell dabei, Leserkommentare nicht zu veroeffentlichen. Und wenn ich das so richtig mitkriege, ist das in Muenchen, Frankfurt et al auch nicht anders….

Solange Berlin nicht kapiert – das der Euro nicht rettbar ist – …. wird gar nichts passieren. Ich hoffe nur, das Weidmann und Co schon die Vorbereitungen ” D tritt aus” eingeleitet haben. Ansonsten sehen wir alle richtig alt aus.

Reply

Grinario July 13, 2012 at 09:50

Ich denke, wir sehen finanziell bei jeder “Lösung” der europ. Banken – und Schuldenkrise ziemlich alt aus. Die einzige Frage ist, ob der Zustand nach der “Lösung” Strukturen hat, die in irgendeiner Weise wieder zukunftsfähig sind.

Reply

Joker July 14, 2012 at 08:47

Kommt auf die Definition von “richtig alt” an……

Man ist halt der Dumme, wenn man sich selber noch an Gesetze halten will, die alle anderen brechen. Sollte der Euro (er wird) auseinanderfallen – muessen die Verluste, die ueber die letzten 20 Jahre angehaeuft wurden, und noch als “Vermoegen” irgendwo gefuerht werden, alloziert werden. Und ich glaube, es wird keine Freiwilligen geben….

Desto weniger blauaeugig Deutschland in diese Situation schliddert, desto besser…

es gibt noch graduelle Abstufungen von “alt aussehen”…..

Reply

Grinario July 15, 2012 at 15:04

“es gibt noch graduelle Abstufungen von “alt aussehen”…..”

Ist natürlich richtig. Falls sich Verluste noch minimieren lassen, sollte das auch versucht werden.

vlk July 13, 2012 at 07:10

Genausowenig wie Politiker – wie kann ich Hunderte von Milliarden an Banken verschenken und zeitgleich der arbeitenden Bevölkerung Lohn und Pensionen kürzen ?

Ist doch klar das es Revolte gibt…

Laßt die Banken pleite gehen und fertig…

Wenn die kleinen Leute pleite gehen – interessiert es auch keinen – warum dann bei anonymen gesichtslosen Gesellschaften ?
Wieso stellen wir Gesellschaften höher als Menschen in Ihrer Würde und Rettungsbedürftigkeit ?
*kopfschüttel*

Es sollte auch dem letzten klar sein mittlerweile das unser Wirtschaftssystem nicht funktionieren kann-und es nur dem Menschen im Endeffekt schadet.

Sind die 7Mrd Menschen auf diesem Planeten wirklich besser dran als die 200- oder 300-tausend Menschen zur Steinzeit ?
Einige von uns haben genug zu essen und ein warmes Bett – aber sind wir die Mehrzahl ?
Wieviel hetzen tagtäglich zur Arbeit und vergessen das Leben dabei ?
Muß es alle 2 Jahre ein neues Handy sein um dafür weiter im Hamsterrad zu strampeln ?

Bin ich zu alt mittlerweile das ich solche Ansichten habe ?
Macht die Jugend das freiwillig – ihr Leben für ein I-phone verschenken ?
Macht es wirklich Spaß tagtäglich durch die Konsumtempel zu schlendern ?
( In FFM gibt es einen Laden da stehen die Mädels in Schlange wie in den Freizeitparks um auf Einlaß zu warten )

In meiner Jugend trafen wir uns auf dem Bolzplatz oder im Wald oder daheim — das ging ohne Handy-Internet-Twitter.
Wir waren nicht unglücklich…auch wenn die Wählscheibe einen schon nerven konnte bei Besetztzeichen

Reply

Andreas Ludwig July 13, 2012 at 07:34

@vlk
du bist nicht zu alt. Deine Werte liegen nur anders. Nur hatte jede Zeit seine Vor-und Nachteile.Und Veränderungen gibt es eben.Damit muss man sich abfinden. Ob sie gut sind? Und für was, das weiss man am Anfang nicht so genau. Aber später sehr wohl.Fakt ist, das sich meine Grosseltern über die langen Haare der 70er Jahre Rock Gruppen aufgeregt hat. Oder die Hippies…Und ob in den 70ern alles ok war, weiss ich nicht mehr.Da hatte ich andere Interessen wie die Politik. Die Ölkrise hat mich eigentlich überhaupt nicht interessiert. Je älter man wird, umso wacher wird der Geist. Manchmal-))
Problematisch ist nur, das man nicht mehr alles glaubt und frisst was einem seviert wird. Und damit kommt man in eine Situation, alles in Frage zu stellen. Und wenn man dann feststellt, das ganze ist wirklich anders wie man es gewohnt war und es ist eine gehörige Portion Nachtisch dabei, der so gar nicht schmecken will, weil es offensichtlich gut aussieht, aber alles nur aus Farbstoffe besteht, dann bricht für alle eine Welt zusammen.An diesem Punkt sind wir angekommen. In allen Bereichen. Von der Finanzkrise bis zu denen die sich mit einem ENBW Deal die Taschen voll machen. Und dann fragt man sich, was sind das für Leute? Ich gehe den ganzen Tag arbeiten und muss mich quälen und so ein Mappus macht mehr Geld, wie ich je verdienen werde. Fakt ist aber. Kein Mensch wird durch ehrliche Arbeit reich.Um reich zu werden muss ich belügen und betrügen und aussaugen.Da gibt es sicherlich auch Ausnahmen.Aber die meisten verdienen nur richtig Geld, hart an der Legalität vorbei. Und das ist die Kunst. Wer da keine Zeit für hat, sich etwas zu überlegen, oder nicht das Geld und die Position, der verliert. Und das ist die Masse. Aber, wenn die Masse mal rollt, dann…Gruss

Reply

Andreas Ludwig July 13, 2012 at 07:52

Nachsatz…und man muss sich die Frage stellen, welcher Dummkopf möchte Politiker werden und so ein Land wie den Kongo oder Griechenland regieren? Na warum wohl…die Bevölkerung und das Land sind denen scheiss egal. Aussorgen heisst die Devise. Patriotismus? -)))) Wir sollten nicht jammern…Die Bauern sind mit der Mistgabel los. Nannte man Bauernkrieg…was war da denn los? Na los, aus dem Stehgreif? Um was ging es da eigentlich?-))) Um ein paar Hühner als Abgabe? Runter vom Sofa, ab mit der Mistgabel nach Berlin…Oh je…jetzt geht es los…und wenn es regnet? Was wird mein Chef dazu sagen? Chef ich nehme drei Tage Urlaub. Ich ziehe mit der Mistgabel nach Berlin.Kann auch sein, ich komme nie wieder. Ahja…Sieht bestimmt auch nicht schick aus in Levis Jeans und Jack Wolfskin Jacke. Mit der Mistgabel in der Hand. Et hat sich irgendwat verändert vom Bauernkrieg bis heute….

Reply

Joker July 13, 2012 at 09:52

und noch eins,

MOODY’s hat sich heute einer “Kriegshandlung” schuldig gemacht – und Italien weiter herabgestuft – Reuters, FT, alle berichten – wer schweigt, FAZ, Welt und Spiegel. Hat das Methode?

Und noch eine Frage and unseren Versicherungsexperten hier – die dt. Versicherer haben sicher italienische Bonds im Depot – muessen diese jetzt verkauft werden, weil die Bafin Mindestanforderungen fuer den Deckungsstock unterschritten sind? Oder gelten da aehnliche “Ausnahmen” wie fuer Griechenland for zwei Jahren?

Sollte hier noch jemand LV’s haben, ist es dringend notwendig, mal beim Vertreter anzurufen und zu klaeren, wie sich die Depots zusammensetzen…….. nur soo als guter Tipp!

Reply

Victor July 13, 2012 at 10:26
vlk July 13, 2012 at 12:25

Ja die Versicherungen werden reagieren müssen – was natürlich Druck aufbauen würde auf Italiens Zinsen.

Siehe http://laenderdomino.info/ und dann Zinsen

aber dank EZB wird das heute ein Bumerang…. Und zu dem AAASchuldner GreatBritain kein Wort von Moodys…

Dabei hat Italien im Gegensatz zu GB wenigstens noch FIAT-PARMALAT-Berlusconi und die Mafia als Wirtschaftskraft…

Reply

Joker July 13, 2012 at 12:48

Vorsicht, die Insel hat einen der liquidesten Bondmaerkte der Welt, und mit “nod and wink” koennen sogar ganz schwache Banken wieder gut aussehen! (:-)))))

Und die Menschen, die diese Beurteilungen vornehmen, sitzen schoen warm in Canary Warf (S&P) und der City (Moodies). Ausserdem ist in GB die Altersversorgung fuer viele ueber den Kapitalmarkt organisiert, hilft auch ein bisschen.

Reply

die Simpsons July 13, 2012 at 13:35

Lebensversicherungen werden doch überwiegend nur noch als Fonds-Policen verkauft. Garantien snd out; können die sich nicht mehr leisten. Problemfeld ist die betriebliche Altersversorgung, da hier mit Garantien und mündelsicheren Papieren gearbeitet werden muss. Lassen wir das mal mit den mündelsicheren Papieren so im Raum stehen.
Und was die Bilanzierung angeht; siehe die Praktiken der Banken.
► Pensionsansprüche mit Summen die jenseits von Ethik und Moral angesiedelt sind
► die nicht ausfinanziert sind und wir sprechen hier von einer Deckungslücke von ca. 500 Milliarden Euro; aber nicht auf einmal, aber es kommt gsnz sicher auf die Steuerzahler zu
► Der Pensionssicherungsverein (PSV) ist alamiert und die Bundesregierung übrigens auch mehr ist nicht gelaufen
► Aber es kommt sicher noch einiges ans Tageslicht.

Und wer wissen will wie die Branche sich von den Altverträgen, die eine Garantie von 4% beeinhalten, umgeht, möge doch bitte den Artikel in der WiWo lesen.

http://www.wiwo.de/unternehmen/versicherer/versicherer-die-dubiosen-methoden-der-volksfuersorge/6846136.html

Reply

HaPennyBacon July 13, 2012 at 15:35

Wer nicht lesen mag was ihn mit einer KLV so erwartet, der kann auch das Video hier anschauen:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=MTB5QaYrYQE

vlk July 13, 2012 at 13:55

Liquide ja – man pumpt ja genug,,,,

Und england ist nicht mal in der Lage seine Bevölkerung zu ernähren ohne Importe-das find ich nochdramatischer

Trotzdem ist es ein Witz – darin sind wir uns wohl einig Vaterland.
Ohne die City und deren Druck wäre es wohl schon lang um AAA geschehen

Reply

Victor July 13, 2012 at 09:57

Gefahr sozialer Unruhen wächst: Dreijahrestief: Chinas Wirtschaft wächst immer langsamer
http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/wachstum-gebremst-china-liegt-gerade-noch-auf-kurs_aid_781411.html

Auch die chinesischen Einzelhandelsdaten zeigten sich stabil. Die Umsätze legten im Juni stärker als erwartet um 13,7 Prozent zu. „Das BIP-Wachstum liegt im Rahmen der Markterwartungen und lindert damit Sorgen unter den Investoren vor einem weiteren Abschwung der Wirtschaft in China“, sagte Ökonom Li Huiyong von Shenyin & Wanguo Securities.

Oha, Binnenmarktnachfrage??

Reply

Nina July 13, 2012 at 12:17

China und Australien erwägen direkte Währungsumrechnung
http://german.china.org.cn/business/txt/2012-07/13/content_25900298.htm

Oder Kriegshandlungen als Beschleuniger einer globalen Finanz-Reformpolitik.

Reply

MCD July 13, 2012 at 14:04

>>>>Man stelle sich das bei Opel vor: Rüsselsheim stünde noch am selben Tag in Flammen.

_____________

Beispiel sollte wohl besser auf die Berliner Beamten gemuenzt sein. Man setze die auf Mindestlohn/H4! Abwarten, wenn die deutsche Finanznummer ihr ‘Stalingrad’ erreicht.

Reply

die Simpsons July 13, 2012 at 15:05

Deutsche Zwangsanleihen: Rückkehr des Rotsozialismus; Vermögende sollten auf gepackten Koffern sitzen
http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=21567

“Im Angesicht des in der Gesellschaft mehrheitlich auf fruchtbaren Boden fallenden linken Gedankenguts muss es gar nicht mehr lange dauern, bis die Verabschiedung eines solchen Gesetzes erfolgt. Denn erinnern wir uns an die mahnenden Worte von Investor Marc Faber, der immer der Ansicht war, dass Regierungen zu allem fähig sind, wenn sie erst einmal mit dem Rücken zur Wand stehen. Wie die Geschichte zeigt, sind Enteignungen von Privatvermögen in einer Wirtschaftsphase, wie wir sie gerade durchlaufen, nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel. Entziehen kann man sich dieser Entwicklung eigentlich nur, indem man vor ihr davonläuft und sich das Geschehen aus der Distanz von der Seitenlinie aus anschaut. Verkappte Rot-Sozialisten wie der Ökonom Thomas Straubhaar geben hier den Vorreiter und das Sprachrohr für diese Entwicklung, wenn die Forderung aufgestellt wird, dass der ESM mit unbegrenzten Finanzmitteln ausgestattet werden soll – mit deutschen versteht sich, zur endlosen Umverteilung zugunsten bankrotter Nachbarländer und deren Banken!”

Der Mittelstand liquidiert sein Unternehmen, sofern dies möglich ist, und gibt sein Pass ab. Ich denke, diese Überlegungen laufen bereits an. Regierungen schinden nichts anderes als Zeit bis es zum Knall kommt. Politik und Banken werden immer mehr als kriminell und asozialer Abschaum betrachtet. Im gelben Forum gibt es dazu einen höchst interessanten Thread, der da lautet:
@thrive: Es wird viel viel schlimmer werden (dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=259449)

Reply

HaPennyBacon July 13, 2012 at 15:40

Da muss ich aber laut lachen. Sogar ein CDU-MP spricht sich dafür aus, was eigentlich nur heißen kann, das es wieder mal ein großer Beschiss wird. Zahlen tun das mit Sicherheit nicht irgendwelche Vermögenden. Wenn die Systemmedien nicht dagegen aufschreien, dann sollte man obacht geben.

Reply

king balance July 14, 2012 at 09:42

Die Idee mit der Zwangsenteignung ist alt und bereits zweimal verworfen, die Banken haben doch keinen Cent den sie dem Fiskus überweisen könnten. Zur Olympiade werden die ReGIERenden SED-Genossen aller Fraktionen (CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne) einstimmig 23% Mehrwertsteuer durchwinken.

Lange lebt der Euro nicht mehr, der ESM ist stillgelegt vom BVG und die Märkte machen ihren Job entsprechend, da keine Rettungsgipfel bzgl € sie beruhigen konnte.

Gefahr im Verzug:
Klaus von Dohnanyi fordert Bundespräsident Gauck dazu auf, ESM und Fiskalpakt auch ohne Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu unterschreiben. http://www.radio-utopie.de/2012/07/13/dohnanyi-fordert-gauck-zur-unterschrift-unter-esm-trotz-verfassungsgericht-auf/

Chart des Tages: Euro – Rumpoy, Barroso, Juncker, wie steht´s im EU-Politbüro?
http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=21546

Das Widerstandsrecht nach GG Artikel 20 und die Pressefreiheit
http://kingbalance.blogspot.de/2012/07/das-widerstandsrecht-nach-gg-artikel-20.html

Reply

Arndt July 14, 2012 at 18:49

Wäre Scranton eine Stadt in GR, würde jetzt der deutsche Steuerzahler die Beamten bezahlen und sich nichts ändern.
Die Politiker, die die Vereinigten Staaten von Europa wollen, kennen die VSA wohl nicht.

Reply

Leave a Comment

*

{ 1 trackback }

Previous post:

Next post: