Gemauschelt, massiert, zurecht gebogen – Freie Märkte in diesen Tagen

by markusgaertner on 15/07/2012 · 19 comments

IKONE_BÖRSE

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Wäre der Herausgeber nicht die Fed, ich hätte den Bericht für blanke Angeberei gehalten: Der S&P 500 Index an der Wall Street wäre ohne die Interventionen der US-Notenbank in den vergangenen 18 Jahren nicht bei zuletzt 1.357 Zählern angekommen, sondern bei 600 Punkten stehen geblieben. Das haben die klugen Ökonomen bei der Fed in New York ausgerechnet.

Eiderdaus, wie sind die bloß auf so ein ausgefallenes Thema für diese vielsagende Untersuchung gekommen ? Im Ernst: Die Fed kalkuliert den Effekt ihrer eigenen Manipulation, und hat nicht einmal Bedenken, dass jemand das so bezeichnen könnte. Was sagt uns das über die Märkte ?

50% Börse, und 50% heiße Luft. So hoch hätte ich jedenfalls im Leben nicht getippt. Potzblitz. Vielleicht sollte man S&P jetzt in “Stratokurse und Popeye” umbenennen. – Und so haben die das gemacht: Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hat seit 1994 jedes Jahr acht Ankndigungen veröffentlicht. Das war jeweils um 14:15 lokaler Zeit in New York.

In der Fed-Studie wurde jeweils die Veränderung in dem Index von 14:00 Uhr am Vortag bis 14:00 am Tag der Fed-Anküdigungen gemessen. Die Summe der Veränderungen im S&P 500 an all diesen Ankündigungstagen wurde vom heutigen Stand des Index abgezogen.

Und siehe da: Greenspan und Bernanke haben in beinahe zwei Jahrzehnten den größten Aktienmarkt der Welt auf das Doppelte inflationiert.

Das vielleicht überraschendste an dem Befund ist die Reaktion der Finanzprofis rund um die Wall Street. “Die korrekte Analyse der Fed ist viel wichtiger als die richtigen Aktien heraus zu picken”, gesteht Brian Kelly beim Vermögensberater Shelter Harbor Capital ohne zu zögern ein. “Wenn Sie den Markt schlagen wollen”, rät er schlicht, “dann müssen Sie in den 24 Stunden vor einer Fed-Stellungnahme dem Trend in New York folgen.”

Das ist so simpel, man fühlt sich fast veräppelt.

Ach so. Mhmmm. Warum gibt es dann eigentlich Legionen von Analysten ? Und Heerscharen von Anlageberatern ? Und Tausende teurer Softwareprogramme, die jeder Schimpanse beim Dart-Werfen locker schlägt ? Wenn das so simpel ist ? Warum hat noch keiner eine schlichte Software geschrieben, mit der ich mich in den letzten 24 Stunden bis Bernanke jeweils vor die Mikrophone tritt, in die Strömung in New York einklinken kann ?

Ganz einfach: Weil das noch lange nicht die ganze Geschichte von der manipulierten Wall Street ist.

Die Fed ist ja nur EIN Player im größten Kapitalmarkt, im größten freien Land der Welt, wo auf CNBC jeder Moderator jeden Studiogast in Stasi-Manier zurecht weist, wenn das exklusive – und einzige – Wirken von Angebot und Nachfrage im freien Spiel der Kräfte angezweifelt wird.

Lasst die Märkte doch machen ! Haltet die Aufseher raus ! Regulierung ist “anti-amerikanisch !” – Bla bla bla …

In Kanada beherrschen fünf große Banken den Markt. In den USA dominieren die 10 führenden Kreditinstitute 60% der Aktiva. In Deutschland ziehen ein halbes Dutzend Großbanken und Landesbanken die weitaus meisten Fäden. 18 große Banken steuern über den Libor mehr als 1.000 Milliarden Dollar Zinsprodukte, wenn man die Derivate mitrechnet.

Die Zinsen ? Werden vom Libor abgeleitet (oder Euribor). Und wovon wird der Libor abgeleitet ? Nächster Witz bitte … selten so gelacht. – Die Zinsen: Von den Notenbanken nach oben und unten geschleust, mit QE, mit Operation Twist, mit LTRO-Aktionen.Und von den Banken dann im Fine-Tuning endgültig zurecht frisiert.

Aktienkurse ? Reine Phantasiegebilde. Abgeleitete, verspätete, uns zum Anleger-Fraß vorgeworfene Abklatsch-Notierungen. Was wir bei Kauf und Verkauf am Telefon mit dem Sparkassen-Berater zahlen, sind Preise jenseits des eigentlichen Orbits, in dem die wahren Kurse von den Nano-Computern gemacht werden. Sie sind verspätete Abbildungen der Realität, Echos aus dem High Frequency-Universum. Der Hewlett-Packard-Kurs LIVE aus dem Hubble-Teleskop !

Ganz klar: Wir handeln nur den Schatten. Das Objekt wird uns sorgsam vorbehalten.

Im Klartext: Was wir auf unseren Kursbildschirmen zuhause sehen, ist wie der Kondensstreifen eines vorbei geflogenen Jets – Vergangenheit, in Auflösung befindliches war-einmal dessen, was wirklich passiert.

Metalle, Gold und Silber ? Spielbälle von Notenbanken, Indextradern und Short-Gangstern. Die Notenbanken wollen keinen allzu hohen Goldkurs. Er wird gedrückt, weil ein zu hoher Preis für das gelbe Edelmetall schwache Währungen signalisieren würde. Die haben wir zwar. Aber alles kommt ja auf den lieben Schein an.

Kreditkarten- und Hypothekenzinsen ? Aus Libor abgeleitete und damit zurecht gebogene “Preise”, die nicht von Angebot und Nachfrage ermittelt, sondern von den Cocktail-Buddies in den Handelsräumen verschiedener Banken abgekartet wurden. – “Eh, was willst Du denn heute schon wieder, Swap-Toni ?” – “Was, 25 Basispunkte weniger ? Du bist ja ein ganz schöner Gierhals”. – “Stell´Dich nicht so zickig an, Libor-Maxe, morgen Abend im Roxy gehen die Cocktails auf mich, die Mädels natürlich auch.”

Preise, wie sie in der Theorie erklärt werden, gibt es nur an den Tafeln von Audimax-Sälen, in Vorlesungen für Volkswirte im ersten Semester. Außerhalb der Vorlesungsräume werden sie von allem beeinflusst, was nicht im Textbuch steht: Trader, Notenbank-Schieber, Libor-Vandalen, Mach-den-Kunden-fertig-Beauftragte.

Gleichgewichts-Zustände – wie in den schönen Unterrichts-Modellen – sind selbst in einem wirklich freien, von äußeren Einflüssen nicht manipulierten Markt, vorübergehende, instabile Kurzzustände, die man als solche gar nicht erkennt.

Ich rege mich seit langem am meisten auf, wenn Bloomberg-Journalisten und CNBC-Propagandisten ihre Interview-Partner zurechtweisen, wenn diese etwas von sich geben, was am Glauben für freie Märkte zweifeln lässt.

Am besten kein Staat und keine Marktaufseher, und alles ist automatisch im Lot, sagen die Markt-Jihaddisten in den Gehirnwasch-Sendungen der Wall Street. Überlasst doch die Player an den Märkten sich selbst. Keine Regulierung ist die beste Regulierung !

Ach ja ? So wie bei Libor ? An diesem Wochenende feiern sämtliche US-Zeitungen, die ich finden kann, Finanzminister Timothy Geithner, weil er die Briten so früh über die Manipulation des Libor gewarnt hat. Schon 2008 ! Respekt ! Grandios ! Und komischerweise wurde nirgends gefragt, warum Geithner keine Untersuchung gegen die drei US-Banken einleitete, die an der Bildung des Dollar-Libor teilnehmen.

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Nina July 15, 2012 at 06:43

Warum hat Geithner keine Flugzeugträger nach UK schicken lassen, wenn durch diese Libor-Manipulationen die amerikanischen Finanz-und Lebensinteressen so bedroht waren?
Ach so, die sind im Mittelmeer und suchen dort nach Manipulationen, warum so viele US-Kommunen in die Pleite gehen. :-)

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Timo July 15, 2012 at 07:05

Hallo Markus,
ich bin seit vielen Monaten ein begeisterter Leser Deines Blogs und finde es klasse wie sich Dein “Ton” in den letzten Wochen weiter verschärft.
Weiter so und vieleicht wird ja doch bald nicht nur mehr geschrieben.

mfg aus Norden
Timo

P.S. Das mußte ich mal loswerden

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die Simpsons July 15, 2012 at 07:19

“Kämpfen bis zur letzten Patrone oder untergehen – das war einmal Adolf Hitlers Wahlspruch. Warum geben wir diesen EU-hörigen Eliten als Volk die Möglichkeit, diesen fatalen Fehler zu wiederholen?”
http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=21656#more-21656

Diese Frage aus dem Blog Wirtschaftsfacts möchte ich gerne in die Runde weitergeben. Man kann sich die Finger wund schreiben, es passiert nichts. Tag für Tag kommen der Lug und Trug ans Tageslicht. Und durch diese Betrügereien haben Menschen nicht nur ihre Existenz verloren sie haben auch ihr Leben beendet. Und diese Tragödien gehen weiter Tag für Tag. Und diese Gangster verabschieden sich mit einem “Sorry” und frönen weiter ihrem Lebensstil. Und das soll so weitergehen?

Weiter schreibt der Blog “Wer auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass es dieser politischen Elite um die Heilung kranker Wirtschaften in Europa und der Eurozone ginge, der glaubt wohl auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Ginge es um das Wohl unserer Völker, so würde man Griechenland, Portugal, Irland, Spanien, Italien und deren Banken so kontrolliert wie möglich abwickeln, um sie danach aus dem Euro-Währungsverbund zu entlassen. Die reichen Euroländer wie Deutschland müssten ihre Außenstände ebenfalls abschreiben und Schmerzen ertragen, ja sicher.”

In der Zeit, Ausgabe 26, befasst sich Jens Jenssen mit dem moralischen Bankrott unserer Gesellschaft. Ich zitiere aus dem aus dem Gelben von azur: “”Es ist die moralische Verwahrlosung unserer Wirtschaftseliten, die diese Verwahrlosung nicht einmal verbergen, sondern selbstzufrieden ausstellen. Ein Europa, das von solchen Herrschaften gelenkt wird, ist die Rettung nicht wert. Man kann nicht einmal einen Rettungsversuch verlangen von den Bürgern, die jetzt schon wissen, dass sie am ende die Dummen sein werden”

Weitere Zitate – das Wichtigste am Ende “Dann müsste wieder einmal der Euro gerrettet werden, aber diesmla nicht vor südländischer haushaltsschlamperei, sondern von … Bankenschlamperei. Abermals würden für den die Folge von Gier und Betrug der Steuerzahler aufkommmmen, während die Manager (oben genannt werden auch Mauscheleien von Großkonzernen, die die Steuerkasse um Mrd. prellten) die Früchte von Giter und Betrug behalten könnten. Noch ist nicht bekannt geworden, dass einer von ihnen auch nur Bruchteile des ergaunerten Vermögens wieder heraus gerückt hätte.”

“Frech kommt weiter”. Der fast vergessene Werbespruch… wird die Devise einer Mangagergeneration geworden sein, die an Gier alles übertroffen hat, was die Achtziger in Umaruissen ahnen ließen (sic!). Sie wird aus der Eurorettung gelernt haben: Man muss für den Schaden nicht aufkommen, den man anderen bereitet.”

“Dise Ohnmachtserfahrung wird der Bürger nicht so schnell vergessen – die Ohnmacht der Volksvertretungen vor den Gesetzen der Wirtschaft. Aber größer noch wird die Ohnmachtserfahrung von den Wirtschaftsführern sein – ihrer Unverantwortlichkeit und Unbelangbarkeit, Sie allein werden gestärkt aus dem Rettungsverfahren hervorgehen…”.

Nun das stimmt nur zum Teil. Denn auch diese Gewinne werden wieder in ‘sehr optimistischen’ Anlagen zum Teufel gehen.

“Und das ist in gewisser Hnsicht nur die normale Ungegerechtigkeit, die zur Begleitmusik einer Finazwirtschaft gehört, der höchsten eine Revolution ein Ende bereiten könnte. Viel schlimmer ist das moralische Exempel.”

Es lohne also vor allem Raffgier, nicht Bemühen in Ausbildung und Job – und Bestimmte sind unantastbar.

Die Warnungen und Mahnungen laufen ins Leere, denn die EU will einen Präsidenten und einen Finanzminister für Europa installieren (DWN). Größenwahn und Diktatur hat einen Namen EU = Europäischer Untergang.

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Marco July 15, 2012 at 08:14

Wir werden vera… vom Anfang bis zum Ende.
Hochfinanz, Politikvasallen und Marketingexperten kreieren eine Welt in der wir so viele “Informationen” haben, wie noch in der Geschichte der Menschheit. Die Daten werden gefiltert, Halbwahrheiten kommen dazwischen und Lügen werden so lange gesendet, bis es fast jeder glaubt. Wer hier versucht in diesem täglichen Wahnsinn nach Wahrheiten, Werten usw. zu suchen, der wird wahrscheinlich irgendwann irrekirre. Und das ist so gewollt. Ständig werden neue Begriffe erfunden, um den Menschen eine Sicherheit vorzugaukeln, die es nicht gibt. Und vielleicht auch nie geben kann. Wenn man so manche Begriffe anschaut, dann wird man aber schon stutzig. Z. B. der schöne Begriff Rettungsschirm. Was sagt uns da die deutsche Sprache dazu?
Ein Regenschirm schützt vor Regen.
Ein Sonnenschirm schützt vor Sonne.
Und ein Rettungsschirm schützt vor Rettung?????
Krieg ist Frieden und Frieden ist Krieg…

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flurdab July 15, 2012 at 10:19

Der Begriff Rettungsschirm entlehnt sich aus dem Sport und wurde zu Ehren des legendären Fallschirmspringers und FDP- Miet- Glieds Jürgen W. Möllemann gewählt.

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Marco July 15, 2012 at 17:37

Schön gesagt ;-)
Und wenn bald die Deiche erhöht werden (= Haftung der Steuerzahler über ESM usw.) dann ist das bestimmt zu Ehren von Uwe Barschel in der Badewanne.

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wolfswurt July 15, 2012 at 09:47

Ausdruck der Zeit: Mappus findet die Kritik an ihm nicht gut.

Soweit zur Geisteshaltung der Obrigkeiten….

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Nina July 15, 2012 at 09:51

Einige Gedanken was wir tun können, statt nur zu schreiben:

1. Persönliche Bankverbindungen bei Sparkasse oder Voba, bei Voba kann ich Miteigentümer werden
2. Keine Privatkredite mehr
3. Nutzung regionaler Hersteller von Lebensmitteln und anderer notwendiger Produkte
4. Weitestgehender Verzicht auf synthetische Produkte, zurück zum natürlichen Ursprung
5. Arzneimittel nur im Akutfall
6. Aufsuchen kompetenter ganzheitlicher Ärzte oder Heilpraktiker
7. Verzicht auf Mainstream Abos
8. Fahrrad statt Auto, wenn möglich

Es wird sicherlioch noch mehr geben.

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futur2060 July 15, 2012 at 12:30

@Nina

Es ist eine sehr gute Idee, eine Liste mit ein paar Vorschlägen aufzustellen, wie man auf die “Kollektive Korruption der Gesellschaft” reagieren kann. Warum hat denn die Deutsche Bank die Postbank übernommen, obwohl sie sonst nur Kunden ab 10 Mio. € akzeptierte? Doch wohl nur, um ohne Ende spekulieren zu dürfen, um dann irgendwann als systemrelevant vom Steuerzahler gerettet werden zu müssen. In der Zwischenzeit hat man Milliarden an Boni kassiert, indem man hemmungslos im Finanzkasino mitspielt…wer sich verzockt, dem “droht” ja im schlimmsten Fall der “Goldene Handschlag”…

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Nina July 15, 2012 at 14:27

Kollektive Korruption. Warum es kein freiwilliges Aussteigen aus dem Fiatgeld-Standard geben wird – must read
http://www.rottmeyer.de/kollektive-korruption-warum-es-kein-freiwilliges-aussteigen-aus-dem-fiatgeld-standard-geben-wird/

Dieser Artikel ergänzt die vorangegengene Diskussion aus der Sicht der Volks-Dialek-Tick und der Er-Volks-Typen.
Volk kommt von volken und bis zu seiner Steigerung am Volkersten. ;-)

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die Simpsons July 15, 2012 at 16:33

Ökonomen verinnerlichen eine Religion, das sollte man bei diesen Schwätzern nie vergessen und zweitens lebens sie verdammt gut von dieser Religion. Egal, wer was von sich gibt, sie verteidigen letztendlich Herrschaftswissen, das ist ihr Job, nicht mehr und nicht weniger. Sie haben nie die Natürlichkeit des Lebens gelernt, denn sonst würden sie auf die Idee kommen eine Deflation zu befürworten. Denn eine Deflation ist ein Heilungsprozess, der die Menschen aus ihrem Konsumwahn und anderen paranoiden Dingen erwachen lässt. Dass muss ein Ökonom verhindern, sonst zieht er sich den Zorn seiner Götter zu. Inflation ist Enteignung und Raub und das predigen sie, die Ökonomen zum Wohlgefallen Ihrer Götter.

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Marco July 15, 2012 at 18:02

Ja, der Ausstieg wird nicht freiwillig sein. Noch freuen sich viele über Lohnerhöhungen von brutto 4,3 Prozent (Metallindustrie) = netto im Schnitt vielleicht ca. 3 Prozent dank Steuerprogression (die seit Jahren jede unserer tollen Parteien “abmildern” will, aber keiner macht dann tatsächlich was) und das bei einer offiziellen Inflation von 2 Prozent. Hurra, es geht uns gut! Aber an irgendeiner Stelle wird dieses Pyramiden-Spiel zusammenbrechen. An welcher, lässt sich allerdings nur spekulieren. Und der Zeitpunkt liegt noch mehr im Nebel verborgen. Aber vielleicht ist es ja die Dauer-Niedrigzins-Politik der Zentralbanken, die in absehbarer Zeit dann entweder den Versicherungen und / oder den mit ihnen verstrickten Pensionsfonds den gar ausmacht.

http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=21636

Aber vielleicht werden da ja bald ein paar neue Rettungsschirme oder wie immer die Konstrukte dann heißen für diese Bereiche neu erfunden. Der Herr Schäuble wird dem netten Herrn Voßkuhle schon erklären, wo das in unserem Grundgesetz steht. Und dann wird fleißig weiter umverteilt, bis irgendwann mal einer feststellt, dass des Kaisers neue Kleider gar nicht existieren, weil Schlicht und einfach nix mehr da ist, was dafür gerade stehen könnte. Das wäre dann die Stunde Null. Aber bis dahin heißt es Drucken, Pumpen oder wie auch immer man dazu sagen möchte.

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die Simpsons July 15, 2012 at 16:20

Punkt 2 würde ich nicht auf Privatkredite beschränken, sondern grundsätzlich sollte man keine Kredite am laufen haben. Im aktuellen Zyklus können finanzielle Abhängigkeiten fatal sein. Also Schulden weg, Kosten reduzieren wo immer möglich.
Im Prinzip ist es egal welche Bankverbindung, solange man keine Verbindlichkeiten hat. Banken sind wie Klingonen. Wie sagte James T. Kirk in dem Film “Das unentdeckte Land” : Die Kligonen waren noch nie vertrauenswürdig.

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zorro July 15, 2012 at 13:26

Bravo Herr Gärtner, Sie gehören zu den unermüdlichen welche diese vollumfängliche Situation längst erkannt hat was bis dato als pure VT nur diskreditiert wurde. Dafür kann man Schreibern wie Ihnen nicht oft genug seinen Dank aussprechen, denn so riskiert man via dem System viel harten Widerspruch und förderlich für Karrieren ist es allemal nicht, was ich selbst schon so erfahren habe. Weiter machen, es werden mehr… “Man kann ein ganzes Volk eine Zeit lang belügen,
Teile eines Volkes dauernd betrügen, aber nicht das ganze Volk dauernd belügen und betrügen
Abraham Lincoln

Während manch ein Ökonomenblog noch immer versucht den Menschen die Ursachen dieser Krise nur mit ein paar Graphen und Tabellen zu erklären – was ohne Frage höchst löblich ist und immer war – reicht diese Massnahme längst nicht mehr, denn die Auguren wissen längst darum und lachen doch in Ihren Ledersesseln nur darüber. Nein, diese Krise hat eine andere Agenda und all die Mails und Erklärungen an die Verantwortlichen werden von ihren Büros unter Ablage P abgeheftet. So hilft nur die knallharte Aufklärung in der Wiederholung gen Mittelschicht – welche Schritt um Schritt ausgeblutet wird – um diese Bürger aus ihrem Schlaf zu wecken.

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Benedikt July 15, 2012 at 14:51

Der neue FR Präsident möchte eine Autokonjunkturhilfe nur für FR PKW machen. Was natürlich aufgrund der EU Regeln nicht geht. Das wird noch sehr interessant. Dazu müsste FR eigentlich schon einen 2. stelligen Mrd Betrag sparen, um die Defizitziele einzuhalten.
Mal sehen, wie es mit den Deutschen PKW Herstellern weiterläuft. In den Jubelmeldungen wird ja nicht gesagt, dass die Autos alle verkauft werden. Ein guter Teil kann auch auf Lager liegen.

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Tom July 15, 2012 at 16:27
Victor July 16, 2012 at 09:44

ZDF-Sommerinterview mit der Bundeskanzlerin Merkel: Wahl 2013 wird Abstimmung über den Euro
http://www.bild.de/politik/inland/angela-merkel/merkel-im-zdf-bundestagswahl-abstimmung-ueber-euro-25165130.bild.html

Die Merkel… und welcher Berliner war letztens bei den Bilderbergern?
Ich warte immer noch auf eine alternativ wählbare Partei. Die von AK Schmidt ist es sicher nicht. Aktuell gibt es (noch) keine?

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Torsten July 17, 2012 at 05:40

Hallo,
ja die Börsenmärkte. Meine Erfahrung im Speedhandel, wenn ich bei einer Trefferquote bei rund 62% lag, glich mein CFD Partner immer den Hebel an. Zum Schluss hatte man nur noch StoppLoss Verluste zu verbuchen. Prozyklische Trades mussten genau sitzen.

Zur Golddrückung kann ich nur eins sagen. Ein Vorgeschmack hatte ich bereits schon (und man fühlt sich gut dabei), 1mg Naturgold, für 1 Euro Papiergeld. Wenn so ein Kurs irgendwann einmal in Fabrikgold realisiert werden sollte, werden viele Menschen aufwachen. Hoffentlich erlebe ich es noch und nicht erst wenn ich bereits schon 80 Jahre bin, aber bei mein Glück … hmmm …

viele Grüße

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