Innenansichten eines Abgrunds – Die Goldmedaille für die größte Gaunerbank geht an …

by markusgaertner on 16/07/2012 · 23 comments

IKONE_GELD

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Man muss die Beispiele von Raub und Betrug im Finanz-Universum nicht einmal suchen, sie kommen von alleine, sie drängen sich regelrecht auf. Wer dieser Tage Zeitung liest, stößt auf immer neue Räuberpistolen, schier unglaubliche Fälle von Manipulation, Übervorteilung und krassem Betrug.

Stets fallen die Namen großer Banken. Stets geht es um viel Geld, wie bei Janet und Jim Baker, die 1982 “Dragon Systems” gründeten und das Unternehmen zu einem erfolgreichen Pionier in der Spracherkennung durch Computer machten. Seagate stieg Mitte der 90er Jahre mit 20 Millionen Dollar bei Dragon Systems ein, die Fortschritte hielten die ganze Branche in Atem.

Die Bakers wandten sich an Goldman Sachs, für einen Verkauf ihrer Firma. Die Investmentbank tütete im Jahr 2000 einen 580-Millionen-Dollar Deal ein, den Kauf von Dragon Systems durch Lernout & Hauspie. Tage später brach das Unternehmen zusammen. Die Bakers verloren in dem Deal, der mit Lernout & Hauspie-Aktien bezahlt wurde, alles.

In Lernout & Hauspie, so wurde in dem noch laufenden Mammut-Prozess mit 800 Seiten voller eidesstattlicher Erklärungen deutlich, wollte Goldman Sachs selbst einst investieren, sah aber dann nach eigenen Recherchen von einem Einstieg ab. – Das negative Ergebnis der Goldman-Recherchen wurde nicht an die Bakers weiter gereicht. Mehr noch: Während die Investmentbank die Bakers beriet, arbeitete sie auch am IPO für einen Konkurrenten von Dragon Systems.

Die ganze Geschichte stinkt und qualmt, die New York Times rollt sie in einem gut zu lesenden Bericht auf. Man ahnt ganz dunkel, wie es in diesem Segment des Marktes zugeht und fragt sich, warum hier kein gesetzlich allseits verbindlicher Code of Conduct aufgestellt wurde. – Ach ja, ganz vergessen, wir wollten ja alle in den vergangenen 20 Jahren sämtliche wirtschaftlichen Kräfte entfesseln und dabei die Segnungen und Gewinne des Kapitalmarktes von oben auf alle herab regnen lassen. Und zu viele Regeln schädigen schließlich dem Geschäft: Mehr erzwungene Ehrlichkeit, weniger Investitionen, weniger Jobs, weniger Steuern, bla bla, bla.

Das ist jedoch nicht das einzige Beispiel von Faulspiel in der Finanzbranche an diesem Wochenende. Der Libor-Skandal kommt noch gar nicht richtig ins Rollen, die Beteiligung von Notenbanken, US-Geschäftsbanken und deutschen Instituten ist noch gar nicht absehbar – da offenbart sich bereits der nächste Abgrund, der mehr als eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten betreffen könnte: Die Manipulation des Öl- und damit Benzinmarktes.

Die G20 haben sich eine Studie anfertigen lassen, die heftig die Alarmglocken bimmeln lässt. Banken, Ölfirmen und Hedgefonds haben demnach starke “Anreize”, den Markt zu manipulieren. Ölhändler nutzen demzufolge bestimmte Indizes, um heraus zu finden, was sie für künftige Versorgung zahlen müssen. Diese Indizes entstehen aus Angaben, die von Banken, Energiefirmen und Fonds publik gemacht werden.

Laut dem Bericht ist die Weitergabe dieser Daten freiwillig, die teilnehmenden Firmen wählen nur solche Preise aus, die sie weitergeben wollen. Laut dem Bericht eröffnet das Möglichkeiten, “nur einen Teil der Informationen weiter zu leiten und den Preis zum Vorteil der Händler zu beeinflussen.” Der G20-Bericht bezeichnet das ganze Preisbildungs-System in der Branche als “offen für Manipulation und Verzerrung.”

Kritische Blogger wie Phil Davis auf Seeking Alpha machen darauf seit Jahren aufmerksam, geduldig, deutlich, unüberhörbar, anschaulich und mit vielen Fakten. Davis analysiert immer wieder, wie der Futures-Handel an der NYMEX systematisch die Ölpreise verzerrt, indem eine enorme Nachfrage vorgetäuscht wird, die es gar nicht gibt.

Im April 2011 beschrieb Davis das so: “That’s how we have developed a massive glut of 677 million barrels worth of contracts in the front four months on the NYMEX and, come rollover day – that will be the amount of barrels “on order” for the front 3 months, unless a lot barrels get dumped at market prices fast. Keep in mind that the entire United States uses ‘just’ 18M barrels of oil a day, so 677M barrels is a 37-day supply of oil. But, we also make 9M barrels of our own oil and import ‘just’ 9M barrels per day, and 5M barrels of that is from Canada and Mexico who, last I heard, aren’t even having revolutions. So, ignoring North Sea oil Brazil and Venezuela and lumping Africa in with OPEC, we are importing 3Mbd from unreliable sources and there is a 225-day supply under contract for delivery at the current price or cheaper plus we have a Strategic Petroleum Reserve that holds another 727 Million barrels (full) plus 370M barrels of commercial storage in the US (also full) which is another 365.6 days of marginal oil already here in storage in addition to the 225 days under contract for delivery.

Natürlich gibt es auch beim Libor-Skandal selbst jede Menge unappetitliche Neuigkeiten an diesem Wochenende. Die vielsagendste und brisanteste ist die, dass US-Finanzminister Timothy Geithner die Empfehlungen, die er schon 2008 den Briten für eine Reform des Preisbildungs-Systems beim Libor übermittelte, von zuständigen Managern bei den Banken bekam, nicht aus seinem eigenen Hause, der New York Fed, die er damals führte. Geithner gab die Empfehlungen dennoch als seine eigenen aus, wie die Huffington Post heute enthüllt. Hier die Quelle dafür.

Und hier das entsprechende Zitat aus der Huffpost: A comparison between Geithner’s recommendations and those put forward by “market participants” — shorthand for banks — makes it clear that Fed staff asked banks how to fix the problem, then presented those answers as their own. (Most of the banks consulted were likely U.S.-based institutions, as several of the recommendations are aimed at giving more power, not surprisingly, to U.S. banks.)

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{ 23 comments… read them below or add one }

futur2060 July 16, 2012 at 07:49

Es gibt nicht nur eine “Kollektive Korruption” in der Finanzbranche, sondern auch ein “Kollektives Nicht-Wissen-Wollen” in der Ökonomie: http://www.deweles.de/files/mathematik.pdf

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vlk July 16, 2012 at 09:07

Und wer prescht vor als gewollter Kronzeuge ?

Unsere VorzeigeBank….

Ein Schelm wer böses dabei denkt…

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Andreas Ludwig July 16, 2012 at 09:53

Bald aus der Traum vom eigenen Pflaumenbaum?:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/nachrichten/immobilienfinanzierung-angst-dass-der-geldfluss-versiegt/6882088.html
Mal sehen wohin das führt. Firmenkredite für Mittelstand und Kleingewerbe? Oh je
Autos finanzieren für neu gegründete GmbHs? Oh je
Kontoüberziehung im Privatsegment? Oh je
Kontoüberziehung im Firmensegment? Oh je

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Andreas Ludwig July 16, 2012 at 10:14

Der Olaf weiss Bescheid:
http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/henkel-trocken-der-euro-und-die-erbsuende/6881660.html

Ich weiss warum der Deutsche so desinteressiert ist. Neulich sprach mich ein Bekannter (56 und wir kennen uns sehr lange) an und fragte mich: Andi, du bist immer so gut informiert.Ich weiss gar nicht wo ich die Informationen her holen soll. Tageszeitung und Bild kannste ja vergessen. Kannst du mir mal ein paar Adressen geben?
Na bevor ich den Gärtner empfohlen habe, der auch einiges in Englisch mitteilt und mein Bekannter kann kein Englisch,
und ich glaube er wäre hier hoffnungslos überfordert, gab ich ihm als einzigste Adresse die “Deutschen Mittelstandnachrichten”. Ich habe gedacht, da soll er mal mit anfangen.
Nach einer Woche fragte ich ihn in unserem Stammcafe, ob das was ist. Sagt der Knochentrocken zu mir: Das lese ich nicht mehr weiter. Da stehen ja nur Hiobsbotschaften drin.
Mir ist der Kaffee aus dem Mund getropft, die Zornesröte ins Gesicht gestiegen und ich habe gesagt ( ich konnte nicht anders): Was bist du doch für ein ignoranter Idiot.Lies doch deine Bildzeitung weiter….
Vorbei wars mit der Freunschaft. Aber ich weiss warum er es auch nicht mehr lesen will. Er versteht überhaupt nicht um was es geht bei der Finanzkrise. Dazu kommen noch die Nebenberichte ( wie geht es den Griechen, Autozulassungen,Industrieproduktion) und damit ist er schon überfordert….Die wollen das gar nicht lesen und in diese Berichte einsteigen. Die wollen auch nicht einsteigen in diese Themen. Sie wollen einfach Schafe auf der Wiese bleiben und ab und zu eine Schäfin rammeln. Die Bundesligaberichte lesen und wissen ob der Bohlen nun blond oder schwarz ist. Und genau die Heinis gehen wählen.

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Victor July 16, 2012 at 15:56

“Und genau die Heinis gehen wählen.”

Kanzlerin im ZDF-Sommerinterview Merkel bindet ihr politisches Schicksal an Europa
http://www.sueddeutsche.de/politik/kanzlerin-im-zdf-sommerinterview-merkel-bindet-ihr-politisches-schicksal-an-europa-1.1413282

“Lass mal den Euro behalten, an den haben wir uns jetzt gewöhnt und der ist so praktisch im Urlaub. Wer weiß was sonst kommt..” :-D

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PapaWanki July 16, 2012 at 16:39

Och das kenn ich. Ich versuche auch schon länger, meine Familie davon zu überzeugen daß auf dieser Welt einiges gewaltig schief läuft und wir permanent über den Tisch gezogen werden. Aber es interessiert einfach keinen…
Alle jammern daß das Benzin immer teurer wird, daß die Steuern immer mehr werden, daß man kaum noch Zinsen auf der Bank bekommt und wir für die Griechen zahlen dürfen. Aber die Hintergründe ? Bitte nicht. Man müßte sich ja mal länger als 5 min damit beschäftigen…
Und für meine Schwester ist alles nur “Panikmache”. “Es gibt keine Krise” Klar, weil die Politik alles in ihrer Macht stehende tut um noch den schönen Schein zu wahren. 1930 mögen das auch noch viele Leute gedacht haben….
Gewählt wird dann FPÖ weil “die was gegen die Ausländer tun” (als hätten wir keine anderen Probleme) oder ÖVP “weil wir halt immer schwarz gewählt haben”. Es ist zum Verzweifeln…

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Bernd July 16, 2012 at 16:57

Zitat: “Was bist du doch für ein ignoranter Idiot.”

Gehen sie nicht so hart mit ihm ins Gericht, ihr Kumpel kann nichts dafür. Es ist leider so, dass

“Gehirnforschung: 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten”

“Wenn Sie Ihre Mitmenschen wieder einmal auf reale und besorgniserregende Sachverhalte aufmerksam machen wollen, während diese sich nicht darum zu scheren scheinen, das von Ihnen Gesagte als Schwarzmalerei beiseite wischen und sich stattdessen „unterhaltsameren“ Dingen zuwenden – Seien Sie beruhigt, das hat nichts mit Ihnen zu tun!”
http://www.propagandafront.de/187070/gehirnforschung-80-der-menschen-konnen-besorgniserregende-meldungen-uberhaupt-nicht-verarbeiten.html

Das ist auch der Grund, warum diese Politiker vom Wähler immer wieder gewählt werden. Die Politiker müssen nur sagen Deutschland ist ein Wirtschaftswunderland, und nach der Wahl gibt es Wahlgeschenke, und sie werden gewählt. Und deshalb werden auch alle die bürgerlichen Parteien nicht gewählt die die Wahrheit sagen. Einzige Ausnahme sind die Grünen, die irrwitzigerweise mit grünen unrealistischen Weltuntergangsphantasien Wahlen gewinnen.

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Marco July 16, 2012 at 17:23

Ja Andreas, so ist es.
Wie Du siehst erntest Du hier viel Zustimmung, da es hier nahezu jedem so geht wie Dir.
Den BLOG-Betreibern geht es genau so:

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/07/die-selbsttauschung-ist-astronomisch.html

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Grinario July 17, 2012 at 05:10

“Da stehen ja nur Hiobsbotschaften drin.”

Habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Man wir sehr schnell als Schwarzseher mit schlimmen Visionen angesehen, der eventuell durch seine schlechte Stimmung die ganze Krise auch noch verursacht.
Aber man muss natürlich auch eines sehen: bei manchen, die in der Industrie arbeiten (ob Mittelstand oder Großkonzern), geht die nackte Angst um, dass es wieder so einen Absturz wie 2008/2009 geben könnte. Man will keine Hiobsbotschaften hören, sondern man will beruhigt werden, dass alles so weiterläuft wie bisher, und genau dafür steht Merkel.

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O.T. July 16, 2012 at 16:55

Im Jahr 2000 war die Welt noch in Ordnung. Wenn da eine Firma eine Website hatte, war sie gleich das doppelte wert. Im schönen “Neuen Markt” war die Story alles, und schon hat man beim IPO 100 % verdient – oder auch, wie viele Pechvögel – 100 % verloren.
Ach, waren das noch Zeiten. Also, Janet und Jim – Kopf hoch – als gelernter Neiddeutscher muß ich sagen – traf mal die richtigen!

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flurdab July 16, 2012 at 17:12

Unter den Blinden ist der Einäugige König.
Es ist frustrierend. Oh ja. Es ist kompliziert. Oh ja.
Aber ich kann die Schlafschafe verstehen. Zumal hier in Deutschland ja auch alles getan wird um die Situation zu verschleiern. Das ist das was mich am meisten empört. Diese Chupze mit der sich Merkel hinstellt und den Glaubenssatz “Deutschland geht es gut” in das Unterbewustsein der Bevölkerung einflüstert. Das hat was von dem Glauben an der nahen Endsieg 1945, obwohl die Sowjets bereits kurz vor Berlin standen. Auch der damalige Glaube an die Wunderwaffen erinnert mich an den “ESM”.
Ich denke das die meisten Deutschen schon wissen das sie belogen werden, sie fühlen das da was nicht stimmt. Aber dieses Volk ist leider Weltmeister im heroischen Untergang. Zumal sich die “Opposition” die Alternativlosigkeit der jetzigen Politik ebenfalls auf die Fahnen geschrieben hat.
Ein japanisches Sprichwort lautet:” Es ist besser glücklich zu reisen als anzukommen”
Das scheint mir eine sehr genaue Charakterisierung der jetzigen Befindlichkeit.

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Bernd July 16, 2012 at 17:20

Zu den Märkten kann man nur feststellen, dass die mit Sicherheit alle manipuliert sind. Das ist auch kein Wunder, denn 10% der Banker/Börsianer sind Psychopathen. Und da solche Psychopathen das stärkste Durchsetzungsvermögen besitzen kommen sie auch nach ganz oben, die ehrlichen sind gar nicht verlogen und korrupt genug, um einen Psychopathen zu stoppen.

Das Problem ist jetzt, dass diese Psychopathen die Politik korrumpiert haben, so dass die Finanzindustrie sich alles erlauben kann. Es wird ja auch keiner der betrügerischen Ober-Bankster in den Knast geschickt. Wer von den Finanz-Betrügern wird denn, wenn überhaupt, verurteilt, es sind doch eher die kleinen Fische. Die Bankster die die falschen Leute (die Mächtigen, Einflußreichen) betrogen haben, wie der Madoff. Die Groß-Betrüger bleiben in der Regel straffrei, denn die machen nur Gottes Werk.

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Johannes July 16, 2012 at 19:41

Warum auch sollten die “Schafe” in Deutschland aufgewacht sein?
Es läuft doch hervorragend in Deutschland oder Österreich.
Krise? Wo? Und das ist nicht zynisch gemeint.
Die Firmen haben Aufträge, Jobs sind vorhanden, staatliche Zuwendungen werden pünktlich bezahlt, der Urlaubsflieger startet pünktlich, Leasingraten können bezahlt werden. . . .

Wo soll die Krise beim “einfachen” Menschen sein? Für diesen hat sich nichts wesentliches verändert.

Ich war vor kurzem 2 Wochen in Urlaub, ohne News, ohne Krise, ohne tägliche Horrormeldungen – es lebte sich sehr gut.

Ich verstehe die “Schafe” und bin mittlerweile neidisch auf diese. Die leben definitiv besser.

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markusgaertner July 16, 2012 at 20:21

Diese Einsicht plagt mich auch. Gilt aber nur bis zum Schlacht-Tag … Viele Grüße

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Johannes Tanne July 17, 2012 at 07:52

Salve Markus,

“Gilt aber nur bis zum Schlacht-Tag….”- Nicht mal da bin ich mir mehr sicher.

Es klingt für mich etwas hochmütig, wenn wir, die “Wissenden” meinen, wir könnten uns auf “den Schlacht- Tag” vorbereiten.

Niemand kann sagen, wohin uns die Reise führen wird, sämtliche Möglichkeiten, bis hin zu Krieg sind offen. Darauf kann man sich nicht vorbereiten. Auch nicht gegen Brutalität der Mitmenschen, gegen die “Wissenden” und Vorbereiteten.

Ich bekehre niemanden mehr, rede auch gar nicht mehr darüber, soll doch jeder nach seiner Meinung glücklich werden.

Im Grunde bin ich froh, dass es diese “Schafe” gibt, die halten das System am Laufen. Kommt wirklich der “Schlacht- Tag”, sollte jeder für sich mal nachdenken, ob sein Job noch gefragt sein wird. Meiner sicher nicht, wer benötigt schon eine Dienstleistung, wenn es ums Überleben geht?

Ob Dein Job, Markus, noch benötigt wird?

Oder der Job, den die Kommentatoren hier ausüben?

Wir sollten im Grunde froh sein, dass es noch so läuft, wie es läuft und das Leben mehr genießen.

Alles andere kommt von selbst.

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vlk July 17, 2012 at 08:50

Vorallem je mehr Leute wissen das man vorbereitet ist – desto eher stehen sie am Schlachttag vor der Tür und wollen ihren “Anteil”.

Ich halte mich inzwischen zurück..wer es immer noch nicht kapiert hat – wird es nimmer…

Auch wenn es evtl. bedeutet noch ein paar Jahre dahin zu siechen…

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Johannes Tanne July 17, 2012 at 09:05

Salve vlk,

stimmt, mache ich genau so.

Ich gehe sogar noch weiter und stimme in den Chor mit ein, wie:

“Gold/Silber ist schon zu teuer und in einer Blase- bin froh, dass ich schon alles verkauft habe”
“Die Inflation ist ein Wahnsinn, mir bleibt gar nix übrig”
etc.

Und stimmt, wer es bis dato nicht kapiert hat, kapiert es nie.

futur2060 July 16, 2012 at 21:05

Hier mal eine sinnvolle Aktion:
EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier stellt sich gegen die mächtige Banken-Lobby und will die Regeln verschärfen, damit Bankiers für solche Betrugsfälle ins Gefägnis wandern. Wenn die EU vorangeht, könnte sich die Rechenschaftspflicht für Bankiers weltweit durchsetzen. Aber die Banken versuchen diese Reform mit allen Mitteln zu verhindern und nur eine riesige öffentliche Druckwelle kann sie vorantreiben!
http://www.avaaz.org/de/bankers_behind_bars_f/?tta

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Raus aus Deutschland July 17, 2012 at 00:05

Jaja, so langsam kommt der Frust?

ASR hatte eine wichtige Einsicht
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/07/die-selbsttauschung-ist-astronomisch.html

und natürlich hast Du auch den “Durchblick” Markus
Zitat: “Diese Einsicht plagt mich auch. Gilt aber nur bis zum Schlacht-Tag … Viele Grüße”

Als Motto habe ich da
“You must have long range goals to keep you from
being frustrated by short range failures.”

“Die Banken” sind lediglich ein nützliches “Tribut-Werkzeug” um Geld von den Schafen zu schöpfen
und die Macht diskret über die Sklaven auszuüben.
Das ist wie ein braver Ackergaul, der Tag für Tag das Joch trägt und den Acker pflügt.
Der Gaul bekommt jeden Tag genug zu fressen, darf auf Stroh schlafen und hat einen Stall zum schlafen.
Sollte der Gaul eines Tages bockig werden, wird die Peitsche hervor geholt.

Seien Wir doch pragmatisch. Die Mehrzahl der Menschen ist faul, habgierig, neidisch und träge.
Dieses Menschen haben sich freiwillig zu Kreditsklaven gemacht und müssen nun den Preis zahlen.

Was jeder selbst entscheidet ist ob er/sie Herr oder Sklave ist.
Dem Herren ist die Freiheit wichtiger als das Leben.
Dem Sklaven ist das Leben wichtiger als die Freiheit.

JEDER kann sein Leben ändern ABER MUSS den Preis dafür zahlen.
Goldener Käfig UND gleichzeitig die Freiheit geht nicht!

99% der Menschen in Deutschland WOLLEN Schafe sein.
Lassen Wir sie doch weiter blöken. Es sind und bleiben Schafe wobei ich das
Wort Pöbel für treffender halte.

Klar dürfte sein, das Wir ein “Neues System” erhalten werden.
Dafür MUSS das alte System sterben, dieses wird im “CHAOS” untergehen um daraus
ein neues System wie Phönix aus der Asche aufsteigen zu lassen.
Dieses “CHAOS” ist unbedingt notwendig denn durch dieses Chaos wird der Pöbel jedes
neue, ihm angebotene Systen, bedingungslos akzeptieren.

Sehr schön analysiert hat dies Prof. Binswanger, der Doktorvater von Joseph Ackermann, Ex-CEO Deutsche Bank
in seinem Buch “Geld und Magie”
http://www.murmann-verlag.de/buch/geld-und-magie

Die Schafe werden dieses Buch niemals verstehen!
Die tiefe Wahrheit in diesem Buch kann aber nur der verstehen welcher auch den Faust von Goethe versteht.
JEDER der ernsthaft sucht und den festen Willen hat wird die Wahrheit finden
ABER
viele fühlen sich berufen und nur wenige sind es!

Diejenigen welche das System “die Welt” verstehen werden nicht versuchen es zu ändern sondern sich deren bedienen.

Diese Erkenntnis haben auch die führenden Personen in Russland und China.
An Hong Kong sieht man, wie China dieses System implementiert und jetzt sogar der CoL Konkurrenz macht.

Wikrlich ändern kann und will kein Politiker dieses System und das ist der Grund, warum auch Frau Merkel bedingungslos,
alternativlos hinter dem Euro, Europa steht.
Es braucht Zeit um eine neue “Weltwährung” einzuführen wie als Beispiel die “Sonderziehungsrechtes des IWF” um aber GLEICHZEITIG
den Völkern ihre alte Währung wie die Deutsche Mark zurück zu geben UND diese aber gleichzeitig an eine übergeordnete Leitwährung zu
koppeln.

Es liesse sich sehr gut dem Deutschen Volk verkaufen wieder die Deutsche Mark einzuführen, Merkel würde damit wieder gewählt werden,
und die “Oberkontrolle” durch eine Leitwährung übernehmen welches dann die “Herren des Geldes” beherrschen.

Das gibt dann einen “Haircut” für die Schafe ABER wenn die hören das damit die Zukunft gesichert ist wird das alles geschluckt werden.
Wenn es Ärger gibt wird ein bißchen Druck aufgebaut werden aber der Deutsche als obrigkeitshöriger, naiver Mensch wird sich beugen.

In den alten Tagen lies man einen umbeugsamen Sklaven vor den Augen der anderen Sklaven auspeitschen.
Man stelle sich jetzt einmal Otto Normalverbraucher vor, der 5 Meter neben einem Sklaven steht, sieht wie die Peitsche auf den Rücken niederschlägt,
Schreie, Blut….
Danach fragt man ihn lächelnd ob er weiter arbeiten möchte oder?????

HEUTE heisst der Sklave Griechenland.

Wir leben in interessanten Zeiten. Gute Zeiten für Menschen die einen offenen Geist haben und bereit sind sich für neue Dinge im Leben zu öffnen.

Freundliche Grüße
David

Macht auszuüben.

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EuroTanic July 17, 2012 at 07:21

Die Menschheit ist vom Boden bis zur Spitze korrupt. Alle, die sich über die fetten Betrüger an der Spitze beschweren sind nach meiner Ansicht nur voller Neid, weil sie nicht diese Möglichkeiten des Betruges haben. Ich kenne viele Menschen in veerschiedenen gesellschafftlichen Positionen. Alle haben sich persönlich für das System entschieden, indem jeder so viel wie möglich abgreifen will, bei möglichst geringem Aufwand. Das betrifft den Hartz IV bezieher, den Aufstocker, den Malocher, den Angestellten, Beamten, kleinen Selbstständigen, Manager jeglicher Ebene, Politiker usw. Alle raffen, raffen, raffen, ohne Rücksicht auf die anderen. Und beschwert wird sich nur, wenn die anderen mehr raffen können als man selber.
Zuerst muss man sein eigenes Handeln ändern, dann kann man versuchen die Welt zu ändern. Von dieser Strategie sind die menschen aber meilenweit entfernt.

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futur2060 July 17, 2012 at 07:55

@EuroTanic
Jeder Mensch hat das Recht für seine Ziele zu kämpfen. Gerade wenn man eine Familie hat, möchte man nicht, dass auch die nachkommenden Generationen unter diesem absurden System leiden müssen. Ja, auch ich persönlich habe mein Leben geändert. Ich versuche möglichst wenig zu konsumieren, ich kaufe nur das nötigste, versuche anderen den Respekt vor jeden Menschen und der Umwelt zu vermitteln.
Ich informiere mich, versuche Zusammenhänge zu erkennen, recherchiere und reflektiere, um den Überblick zu bewahren.
Die Gesellschaft, die Sie beschreiben, in der jeder jeden abzockt, um als oberstes Ziel ein paar bedruckte Scheine zu erhalten, ist nicht meine Gesellschaft…und mein Umfeld gehört definitiv nicht zu den Verlierern..

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Marco July 17, 2012 at 18:58

Volle Zustimmung.

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futur2060 July 17, 2012 at 09:50

@EuroTranic
Da habe ich wohl die Ironie nicht gesehen. Sehr schön, nette Homepage. Das Problem ist, dass die Banker und auch die meisten Wirtschaftswissenschaftler, meines Wissens, ein wirklich negatives Weltbild (z.B. Hobbes) haben. Und bei den Neoliberalen gibt es doch auch den “Homo oeconomicus”.
Also, ich bin zuversichtlich, dass sich die Dinge zum Besseren ändern. Man muss nur lernen, die Probleme, wie auch eine sehr komplizierte Rechenaufgabe, vom Ende her zu lösen. Das macht übrigens auch unsere Kanzlerin, wir haben also viel Glück…

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