Krisen-Streiflichter: Kreditsucht, Geldsucht, wachsende Schwindsucht

by markusgaertner on 17/07/2012 · 43 comments

IKONE_ANALYSE

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Wir nähern uns den Grenzen, die diese Krise auf beiden Seiten des Atlantiks nicht durchbrechen kann: Die ehernen Gesetze der Finanz-Physik. “Bis hierhin und nicht weiter”, schreien Budgets, erzürnte Verbraucher, Gerichte und Kontroller.

Wer aufmerksam mit seinen Augen durch den Blätterwald wandert, trifft andauernd auf sie: Die Beispiele, die uns zeigen, dass im Orbit des Konventionellen die Möglichkeiten langsam aber sicher erschöpft sind.

Ich will mich heute solchen Beispielen widmen und mit einem ganz besonders vielsagenden beginnen.

1 Wenn das Krankenhaus beim Notarzt landet. Die New York Times berichtet von einer wachsenden Zahl von Hospitälern, die – um das Unvermeidliche aufzuschieben – ihre Rücklagen für Klagen wegen ärztlicher Fehler aufgezehrt haben. Viele Krankenhäuser in den USA haben demnach schon länger für bestimmte medizinische Leistungen keine Versicherungen mehr unterschrieben, weil ihnen die Beiträge dafür im Land der astronomischen Streitsummen einfach zu teuer sind.

Im Klartext: Ungezählte Krankenhäuser sind nur eine Klage von der Pleite entfernt. Viel besser lässt sich das Aufzehren der Substanz in der größten Volkswirtschaft der Welt kaum illustrieren, außer vielleicht in der Infrastruktur.

2 Chinas Staats- und Wirtschaftslenker in Peking finden sich in der berühmten Ecke wieder, aus der es kaum einen Weg heraus gibt. Der Grund: Mit nur noch 7,6% BIP-Wachstum im zweiten Quartal – dem niedrigsten in drei Jahren – gerät das erklärte Wachstumsziel von 7,5% für 2012 in Gefahr. Ministerpräsident Wen Jiabao hat vor ein paar Tagen erklärt, dass der Abwärtsdruck anhält. Dennoch gibt es Zeichen, dass die Führung in Peking die Zügel lockert.

ABER: Weil die Exporte lahmen – und der Konsum mit 35% erst halb so viel zum BIP beisteuert wie in den USA – bleibt Peking als Option für die Ankurbelung der Konjunktur im Grunde nur das, was die Wirtschaft im Reich der Mitte gefährlich aufgebläht hat: Die massive Ausweitung der Anlage-Investitionen: Alles von Fabriken, über Eisenbahnstränge bis hin zu neuen Kraftwerken und Immobilien.

Wenn die Volksrepublik im laufenden ihre Exporte 10% ausdehnen kann, habe sie Glück, erklärte im Juni Handelsminister Chen Deming. Doch im ersten Halbjahr haben die Anlage-Investitionen laut dem Statistikbüro in Peking 50% des Wachstums bestritten, mehr als jene 45%, bei denen der IWF Alarm geschlagen hat. Überkapazitäten und Wackelkredite der Staatsbanken in unbekanntem Ausmaß werden die Folge sein. Schon jetzt breitet sich darüber Sorge aus.

3 Francois Hollande verspricht den Autoherstellern in Frankreich Hilfe. Überraschend kommt das nicht, man kann es bis zu einem gewissen Maße nachvollziehen. Doch mit derlei Kraftakten verflüchtigt sich die Wachstumspolitik schnell. Hollande ist geschockt, dass Peugeot 8.000 Stellen streichen und ein Werk schließen will. Aber auch ihm werden hier enge Grenzen aufgezeigt. Auch für uns hier kommt das keineswegs überraschend. Aber voilá, hier kommt der Beweis.

4 Der IWF hat die Prognose für die globale Wirtschaft gesenkt, auf nur noch 3,5%. Auch das wird sich bald als viel zu rosig herausstellen. Aber mit dieser Vorhersage im neuen Weltwirtschafts-Ausblick steht die Ernüchterung quasi im Protokoll, nachvollziehbar für alle. Der Chefvolkswirt des IWF hat dabei heute den USA einen “enormen Schock” prophezeit, falls in Washington kein Kompromiss zu einem konjunktur-schonenden Sparpakt – was immer das sein soll – gefunden wird, bevor Anfang 2013 automatische Steuererhöhungen und schroffe Budgetkürzungen die Konjunktur in den freien Fall schicken.

5 Die Gegenattacke gegen den weltweiten Betrug, die Ausbeutung von Handels- und Produzentenmacht sowie die nicht enden wollende Gier von Banken rollt an. Beispiel eins: Die überraschende Entscheidung des U.S. Court of Appeals im 7. Bezirk in Chicago, eine Klage gegen das “eng geknüpfte globale Kali-Kartell” wieder aufleben zu lassen. Unter den Beschuldigten sind die kanadischen Kali-Giganten Potash Corp. und Agrium sowie Mosaic in Minnesota und vier russische und weißrussische Kali-Produzenten. Die sieben Firmen kontrollierten 2008, als die Klage erstmals erhoben wurde, 71% der Weltproduktion.

Dazu passend: Das US-Justizministerium bereitet eine Klage gegen mehrere Banken wegen illegaler Machenschaften im Zusammenhang mit der Manipulation der Libor-Zinsen vor. Staatsanwälte in mehreren US-Bundesstaaten tun dasselbe. Und JP Morgan (schon wieder) wird von einem ehemaligen Brokerage-Kunden verklagt. Die Bank soll ihm und anderen Investoren überteuerte und schlecht abschneidende Fonds unter gejubelt haben. Passt doch genau in das Schema, das wir immer klarer vor unseren Augen sehen.

Und wir sehen schon die nächste Sauerei im Anmarsch. Die FT berichtet, dass mehrere Wall Street-Banken – darunter JP Morgan (NEIN!!) und Morgan Stanley sich im Ölhandel breitmachen und sich über die rasch zunehmende Kreditfinanzierung unabhängiger Raffinerien, die wegen der hohen Öl-Notierungen nicht mehr genügend Liquidität haben um ihre Ölvorräte vorzufinanzieren, im Ölsektor zusätzliche Macht für die Preisgestaltung verschaffen. Manipulation ? Nein, Pflege der Notierungen. Unsere Regulierer würden das rausfinden, bevor der erste Scheck geschrieben ist, wenn hier Betrug zu vermuten wäre.

6 Auch in den USA naht die Stunde der Wahrheit. “Wie nah sind wir an einer neuen Großen Depression?”, fragt CNBC besorgt.  Arthur Laffer, einer der Architekten der Wirtschaftspolitik von Ronald Reagan, sieht die US-Wirtschaft vor einem Kollaps. Und aus der Vanguard-Gruppe, mit 148 Mrd. Dollar Treasuries der größte private Gläubiger der US-Administration, sind wir höchstens vier Jahre von dem Punkt entfernt, an dem sich die Bond-Geier auch über die USA hermachen werden. Meine Vermutung: Die Jungs bei Vanguard sind recht optimistisch. Das könnte genauso gut in diesem Herbst losgehen.

7 Mit der “perfiden Enteignung der Massen” (finanzielle Repression) befasst sich heute Die Presse in Wien. In dem Bericht geht es auch um die DIW-Forderung, über Zwangsanleihen Wohlhabende zur Balancierung der öffentlichen Haushalte einzuspannen. Zurecht stellt die Zeitung die Frage, wie das mit dem grundgesetzlich geschützten Eigentumsrecht vereinbar ist. Die Vermutung in dem Bericht, die ich für sehr realistisch halte: Die Forderung nach „Zwangsanleihen“ zeigt dreierlei: wie weit sich die Eurokrise bereits fortgefressen hat, wie verzweifelt die Vertreter überschuldeter Sozialstaaten mittlerweile sind und wie weit sie gehen werden, um ihr nicht mehr zu finanzierendes Geschäftsmodell der systematischen Wähleralimentierung über die Zeit zu retten. Man muss kein diplomierter Weltverschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, dass sich der Staat über niedrige Zinsen, steigende Inflationsraten, höhere Steuern und Zwangsanleihen entschulden wird.

Hiermit stoße ich auf die Rally an den Bondmärkten an und gehe ins Bett.

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{ 42 comments… read them below or add one }

mondant July 17, 2012 at 07:25

Kennen Sie Pierre Jovanovic?
Pierre Jovanovic sitzt in Paris und zeigt ungefaehr einmal pro Woche an vielen Beispielen dass Frankreich schon wie Spanien ist…
http://www.jovanovic.com/blog.htm

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die Simpsons July 17, 2012 at 07:29

Der letzte Satz ist die Bankrotterklärung, der im Kapitalismus systembedingt durch das verzinste Schuldgeldsystem zwangsläufig früher oder später passieren muss.Die Frage ist nur haben die Ökonomen im Studium nur eines gelernt Entschulden durch Inflation. Inflation ist Enteignung und Raub und kriminelle Energie, die strafrechtlich verfolgt gehört.
Deflation wird während des Studiums der Wirtschaftswissenschaften nur am Rande erwähnt, so ca. 10 Minuten, dann widmet man sich sofort wieder der Inflation zu; die Reichen zu beschützen.
Deflation ist ein Heilungsprozess, der Löwe erwacht wie David Icke so schön schreibt. Leider klammert man das Bewusstwerden und die Natürlichkeit des Lebens in den Wirtschaftswissenschaften bewusst aus. Und so komme ich zum Fazit, dass Ökonomen die eigentlichen Schlafmichel sind. Gut bebrüllt Löwe gilt nicht für Ökonomen.

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Andreas Ludwig July 17, 2012 at 08:35
die Simpsons July 17, 2012 at 08:47

HSBC-Bank soll sich wegen Geschäften mit Geldwäschern und Drogendealern entschuldigen
(http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/bankregeln-verletzt-us-senat-stellt-hsbc-an-den-pranger/6886264.html )
Entschuldigung, Geldstrafe und das wars dann.

Die neue Herrenrasse und Sklaventreiber, unsere Banken, und viel zu viele finden das gut und glauben noch davon zu profitieren.Willkommen in der Realität. Für 2013 haben die Banken noch ein nettes Überraschungsei; mehr darf ich nicht sagen; leider.

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vlk July 17, 2012 at 08:44

Das perfide an der Bondrallye ist das die ganze Sch… noch weiter am Leben gehalten werden kann.

Bei 1% Zinsen oder weniger oder negativ kann man noch sehr viel Schulden machen ohne an die Grenzen zu stossen.

Und bei 0% befolgen wir dann ja endlich nach knapp 2000 Jahren die Bibel und den Koran.

Interessant find ich ja in dem Zusammenhang das die Banken von religiösen Minderheiten geführt werden bzw an Schaltzentralen davon durchsetzt sind die Zinsgeschäfte lt. ihrem Glauben eigentlich ablehnen müßten.. Ein Schelm wer teuflisches dabei denkt..

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Marco July 17, 2012 at 19:54

Ja, das ganze ist perfide. Dank Negativzinsen macht jetzt sogar der EFSF durch`s Schuldenmachen Gewinn.
Das ist ein Irrsinn:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/efsf-anleihe-das-kunststueck-anleger-zur-kasse-zu-bitten/6889074.html

Jetzt kann der Schäuble dem BVG erzählen, dass der ESM eine Gelddruckmaschine ist und den Bundeshaushalt entlasten wird…

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HaPennyBacon July 17, 2012 at 08:51

Es ist ja nicht nur ein Problem das durch die Super-Bubble-Finanz-Schulden-Wirtschaft verursacht wird. Die Realwirtschaft baut quer über den gesamten Planeten die reale Arbeit ab. Die Rationalisierung macht es möglich. Was machen die so angeblich intelligenten Menschen nun daraus? Richtig, sie feuern die Leute und lassen die noch verbliebenen härter arbeiten. Anstatt hier einzugreifen und die Arbeit vernünftig aufzuteilen, kommen diese so gebildeten Ökonomen auf den Trichter und fordern eine längere Lebensarbeitszeit für die noch im System verbliebenen. Die übrigen gucken nicht nur in die Röhre, sie sollen durch weiteren Sozialabbau auch noch komplett ausgegrenzt werden. Mit Sozialabbau meine ich nicht nur irgend eine finanzielle Stütze. Man kürzt auch gezielt im Bildungssektor um dafür zu sorgen, das bei zukünftigen Generationen keinerlei Selbstbefreiung aus dem Sumpf mehr möglich ist.
Nun stellen immer mehr Firmen fest, das ihnen schlicht die Kunden ausgehen. Ist wie mit den Luxusläden in einer Fußgängerzone. Da latschen jeden Tag zig-tausende Menschen an den Schaufenstern vorbei und gaffen kurz, aber keiner kauft mehr was. Ganz schön frustrierend auf die Dauer und man schiebt die Schuld das kaum noch normale Kunden kommen natürlich auf die Gaffer.
…und wenn unserer Polit- und Finanzelite nicht bald ein Licht aufgeht, dann sind in dem Teich bald nur noch ausgewachsene Krokodile und es gibt weit und breit kein Futter mehr …. Mahlzeit.

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die Simpsons July 17, 2012 at 09:12

Stichwort diese so gebildeten Ökonomen.
Die so gebildeten Ökonomen und die Ratingagenturen (deren Mitarbeiter dürften auch alle so gebildete Ökonomen sein) bilden eine wichtige Schutzmauer für die Reichen und Superreichen.
Die einen predigen das Mantra vom Wachstum und Inflation, die anderen sorgen dafür dass die Reichen mit immer mehr Zinsen belohnt werden. Ihre Plattform werden Ihnen auch von den Reichen zur Verfügung gestellt. Die Medien, die sich in der Hand von wenigen Reichen befinden, bieten ihnen die beste Plattform und ein Publikum das weder weghören noch sehen kann, ja muss um uns tagtäglich zu konditionieren bzw. zuzumüllen mit den oben genannten Mantren. Und irgendwann wird die Lüge zur Wahrheit.
Wer kann sich an den James Bond erinnern “Der Morgen gehört mir”. Da ging es um einen Medienmogul der die Wahrheit schon Tage vorher publizierte, bevor sie dann tatsächlich eintratt. Der Film ist erschreckend aktuell.
Aber auch schon im 19. Jahrhunder war man sich der Tatsache über die Macht der Presse sehr bewusst. Maurice Joly veröffentlichte ein Buch mit dem Titel “Gespräche in der Unterwelt zwischen Montesqieu und Machiavell”. Der Autor musste 15 Monate ins Gefängnis und eine Geldstrafe bezahlen. Das Buch handelt über Machtfragen und Montesqieu unterliegt in jedem Kapitel seinem Widersacher Machiavelli, der ihm die Auswüchse der Macht auf sehr eindringliche Weise darlegt. Darunter auch das Kapitel mit der Presse. Das Buch habe ich verliehen und nie wieder gesehen.

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die Simpsons July 17, 2012 at 09:13

Ich zitiere eine Passage aus dem o.g. Buch:

Nur auf dem Wege der Verordnungen werde ich beispielsweise riesige Finanzmonopole errichten, Aufspeicherungen des Volksvermögens, von denen das Schicksal aller Privatvermögen derart unmittelbar abhängen müßte, daß sie am ersten Tage nach einer politischen Katastrophe ebenso verschwinden müßten wie der Staatskredit.

Gegen die Großindustriellen und die Fabrikbesitzer wird man zweckmäßig dadurch vorgehen, daß man sie zu einem Aufwand verleitet, der im keinen Verhältnis zu ihren Einnahmen steht, daß man die Arbeitslöhne erhöht und daß man tiefe, geschickt ausgeführte Eingriffe in die Produktionsquellen macht….denn ein allzu großes Aufblühen der Industrie kann selbst wieder eine Gefahr werden, da sie eine viel zu beträchtliche Zahl unabhängiger Vermögen hervorbringt.

Ich werde die Stempelsteuer der Zeitungen auch auf Bücher ausdehnen, oder besser: ich werde die Lasten einer Steuer auf solche Bücher legen, die nicht mehr als eine bestimmte Zahl von Seiten haben. Ein Buch zum Beispiel, das keine zweihundert oder dreihundert Seiten hat, soll nicht als Buch, sondern als Broschüre gelten. Sie werden sicherlich den Vorteil dieses Tricks begreifen. Auf der einen Seite vermindere ich durch die Steuer diese Flut kleiner Schriften, die nichts als Anhängsel von Zeitungen sind: auf der anderen Seite zwinge ich die Verfasser, die sich der Besteuerung entziehen wollen, lange und kostspielige Werke zu verfassen, die so gut wie unverkäuflich und in dieser Form unlesbar sind. Es sind heute fast nur noch arme Teufel, die glauben, sie müßten ein Buch schreiben; sie werden das bleiben lassen. Der Fiscus wird diesen Leuten den Mut nehmen, ihrem literarischen Ehrgeiz nachzugehen, und das Strafgesetz wird den Druckereien selbst die Waffen aus der Hand schlagen; denn ich mache den Verleger und den Drucker in strafrechtlichen Sinne für das verantwortlich, was in den Büchern steht. Sollte ein Schriftsteller kühn genug sein, Bücher gegen die Regierung zu schreiben, so darf er keinen Verleger finden.
Ich werde die Blätter zählen, die die sogenannte Opposition darsetellen. Wenn zehn Zeitungen Opposition machen, werde ich zwanzig haben, die für die Regierungen eintreten, wenn zwanzig, dann werde ich vierzig, wenn vierzig, dann werde ich achtzig haben. Dazu wird mir, wie sie jetzt sehr gut verstehen, das Recht zu Diensten stehen, das ich mir vorbehielt, nämlich die Erlaubnis zur Gründung neuer politischer Blätter zu geben….Die große Masse des Volkes darf von dieser Taktik nichts merken. Sonst wäre der Plan mißglückt, und die öffentliche Meinung würde sich von den Zeitungen lossagen, die offentsichtlich meine Politik vertreten. Ich werde die mir ergebenen Zeitungen in drei oder vier Klassen teilen. An erster Stelle werde ich eine Anzahl von Zeitungen stellen, die ganz offensichtlich eine amtliche Note haben und die bei allen Konflikten meine Handlungen bis zum äußersten verteidigen werden. Ich möchte ihnen gleich sagen, daß das nicht die Blätter sind, die den größten Einfluß auf die öffentliche Meinung haben. An zweiter Stelle werde ich eine Reihe von Zeitungen bringen, deren Charakter nur offiziös ist und die die Aufgabe haben, die große Masse der Lauen und Indifferenten, die ohne Bedenken sich auf den Boden der Tatsachen stellen und mit ihrer politischen Überzeugung nicht darüber hinausstreben, an meine Macht zu binden. Unter den nun folgenden Gruppen von Zeitungen befinden sich die kräftigsten Stützen meiner Macht. Hier verschwindet die offizielle oder offiziöse Note vollständig., natürlich nur scheinbar; denn die Zeitungen, über die ich noch etwas zu sagen habe, werden alle mit derselben Kette an meine Regierung gebunden sein, einer Kette, die für die einen sichtbar, für andere unsichtbar ist. ….Ich werde ein aristokratisches Blatt in der Aristokratenpartei haben, ein republikanisches in der republikanischen, ein revolutionäres bei der Revolutionspartei; wenn es nötig ist, auch ein anarchistisches bei den Anarchisten. Wie Gott Wischnu wird meine Presse hundert Arme haben, und diese Arme werden über das ganze Land hin ihre Hände den vertretern aller politischen Richtungen reichen. Man wird für mich Partei ergreifen, ohne es zu wissen. Wer da glaubt, seine eigene Sprache zu sprechen, spricht doch nur die Meine. Wer da meint, in seinem eigenen Interesse zu agitieren, betreibt nur das meine. Alle, die unter ihrer eigenen Fahne zu maschieren glauben, maschieren unter der meinen. Ich werde unter der Bezeichnung Abteilung für Druck-und Pressewesen eine Zentralstelle einrichten (Nachrichtendienst?), bei der man sich die Instruktionen holt und von der Winke gegeben werden. Dann wird sich denen, die nur zur Hälfte in das Geheimnis eingeweiht sind, ein bizarres Schauspiel darbieten: man wird erleben, daß Zeitungen, die meiner Regierung ergeben sind, mich angreifen, ein großes Geschrei erheben und mir eine Menge Verdrießlichkeiten bereiten……Sie müssen beachten, daß die Grundlagen und die Prinzipien meiner Regierung niemals von den Zeitungen angegriffen werden, von denen ich eben sprach.Sie werden nie mehr als ein Kleinkrieg führen und gegen das Herscherhaus nur eine Opposition machen, die sich in den engsten Grenzen hält. ….Das schon recht beachtliche Ergebnis wird sein, daß die meisten Leute sagen: Aber sehen sie doch, daß wir frei sind, daß man unter dieser Regierung etwas sagen kann, daß sie zu Unrecht angegriffen wird und es duldet und erträgt, statt den Angriff zu unterdrücken, wie sie es leicht hätte tun können. ….Diese Zeitungen erlauben sich gewiß die größten Freiheiten, aber sie greifen niemals die bestehenden Ordnungen an. Diese Ordnungen müssen über alle Ungerechtigkeiten der politischen Leidenschaften erhaben sein, wenn selbst die Feinde der Regierung es sich nicht versagen können, ihnen ihre Huldigung darzubringen.

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HaPennyBacon July 17, 2012 at 11:00

Danke an Die Simpsons!
Das Buch gibt es hier auch Online oder als Download in einer Ausgabe von 1865:
http://books.google.de/books/about/Gespr%C3%A4che_aus_der_Unterwelt_zwischen_Ma.html?hl=de&id=lc1BAAAAcAAJ

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Andreas Ludwig July 17, 2012 at 08:52

Stadt Mainz wie es sang und lachte im Mittelalter…..wie sich alles so gleicht

Das Ende der Freiheitsprivilegien

Der Weg hin zum Ende der Stadtfreiheit stellt eine schleichende Entwicklung dar, für die mehrere Faktoren verantwortlich waren. Entscheidend war nicht zuletzt, dass sich die Bürgerschaft nie endgültig gegen die Geistlichkeit angeführt durch den Erzbischof durchsetzen konnte. Vor allem das Mainzer Domkapitel betrachtete die Entwicklung einer fortschreitenden Autonomie der Bürger durch verliehene Privilegien mit Ablehnung und versuchte die Freiheitsbestrebungen der Bürger immer wieder zu hintertreiben, während die Bürgerschaft sich gezwungen sah, die ihnen verliehenen Freiheiten ständig und aggressiv zu verteidigen.

Dazu kamen – nach einer langen Phase der Stabilität – zu Beginn des 15. Jahrhunderts zunehmend wieder innere Spannungen zwischen Bürgern und Stadtrat, vor allem zwischen den Zünften und ihren Ratsvertretern auf. Die genaue Beurteilung der einzelnen Gruppen, insbesondere der Patrizierfamilien ist jedoch nach dem jetzigen Stand der Forschung nicht möglich. Lediglich Familiengeschichten wie der Johannes Gutenbergs (Johannes Gensfleisch zur Lade) sind genauer erforscht.

Fest steht, dass es nach einem nicht genauer bekannten Vorspiel Anfang 1411 zu einem Konflikt kam, bei dem einige Angehörige der Zünfte in Opposition zu ihren eigenen Ratsvertretern traten, von denen sie sich nicht angemessen vertreten sahen. Offenbar hatte deren Ratsherrschaft oligarchische Züge angenommen. Die Opposition bildete wie schon im 14. Jahrhundert einen Ausschuss aus 18 Mitgliedern, der Kontrolle und Mitsprache über die städtische Haushaltsführung beanspruchte. Trotz mehrerer Zugeständnisse wie dem Informations- und Mitbestimmungsrecht der Zünfte an den 18er-Ausschuss schwelte der Konflikt bis zur Einigung August 1411 weiter. Diese Einigung verschaffte den Zünften einen größeren Spielraum für Forderungen gegenüber den Patriziern im Stadtrat, den die Zünfte in der Folgezeit auch des Öfteren geltend machten. Häufiger kam es vor, dass Patrizierfamilien deshalb die Stadt verließen und nach Frankfurt oder Worms umzogen.

Die durch die Uneinigkeit zwischen Stadtrat und Zünften herbeigeführte Lähmung der Verwaltungsaufgaben sowie zunehmende wirtschaftliche Probleme führten zu zunehmenden Defiziten in der Stadtkasse, weswegen ein 10-köpfiger Ausschuss der Zünfte 1428/29 für zehn Jahre die Verfügungsgewalt über die Finanzen verlangte. Der Ausschuss einigte sich auf Steuererhöhungen, worüber mit dem Rat unter Vermittlung auch auswärtiger Bürger (die zum Großteil Gläubiger der Stadt waren) monatelang verhandelt wurde. Schließlich löste sich der Rat auf und wurde durch einen 35-köpfigen neuen Rat ersetzt, bei dem die Unterscheidungen zwischen Patriziern und Zünften aufgehoben war. Nun entstammten nur noch sieben Ratsvertreter dem Patriziat, die aber weiterhin einflussreiche Posten innehatten.

Doch schon ein Jahr später, am 28. März 1430, wurde die Ratsverfassung erneut geändert. Nach der Modifikation sollten dem Rat nun 36 Mitglieder angehören, zudem blieben dem Patriziat die alten Privilegien erhalten. Die drückenden Finanzprobleme waren durch diese Modifikationen in der Organisation des Rates natürlich nicht gelöst. 1435 scheiterte mit der Pfaffenrachtung endgültig die Beteiligung der Geistlichkeit an den städtischen Aufgaben. Trotz der immer schwierigeren Finanzlage kaufte die Stadt 1436 den strategisch wichtigen Ort Vilzbach, was weitere Löcher in die Stadtkasse riss. Finanziert wurden Schulden und Zinstilgung vor allem mit neuen Krediten aus Frankfurt, Worms und Speyer. 1437 legten Abgesandte dieser Städte im Auftrag des Mainzer Stadtrats ein Gutachten über die Finanzlage vor, der das Desaster deutlich machte. Das Patriziat sah nun seine Chance gekommen, die unliebsamen Modifikationen der Ratsverfassung von 1429/30 rückgängig machen zu können. Nach langen Verhandlungen einigte man sich auf eine neue Ratsverfassung, die einen 28-köpfigen Rat vorsah, der zur Hälfte aus Patriziern bestand.

Auch dieser Rat konnte die Stadt jedoch nur mit neuen Krediten aus Frankfurt über Wasser halten. 1444 war die Lage so katastrophal geworden, dass der Rat sich gezwungen sah, die Finanzprobleme auf breiterer Basis zu diskutieren. Die alten Gegner des Patriziats sahen ihre Chance gekommen, den Einfluss der Geschlechter wieder zurückzudrängen. Sie warfen ihnen schwerwiegende Versäumnisse in der Finanzpolitik vor. Die wiederum als Schlichter beteiligten Abgesandten der Städte Frankfurt, Worms und Speyer waren jedoch wegen ihrer immensen Forderungen gegenüber Stadt und Bürgern an einer raschen Beilegung des Streits interessiert. Sie unterstützten daher schließlich die Rücktrittsforderung gegenüber dem Stadtrat. Der Rat dankte ab und wurde durch einen 29-köpfigen neuen Rat ersetzt, in dem keine Vertreter des Patriziats mehr saßen. Etliche von ihnen zogen in der Folge nach Frankfurt um.

Die Finanzprobleme erwiesen sich jedoch als unlösbar. Schließlich bot man der Stadt Frankfurt für ein Darlehen von 60.000 Gulden ganz Mainz zum Pfand an. Eine kraftvolle Rolle bei kommenden Ereignissen konnte die Bürgerschaft nicht mehr einnehmen.

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markusgaertner July 18, 2012 at 00:35

Sehr schöne Parallele. Und sehr unappetitliche Schlussfolgerungen …. DANKE, und viele Grüße

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Andreas Ludwig July 17, 2012 at 09:06
Andreas Ludwig July 17, 2012 at 09:17

Wir verdienen gut…wir verdienen immer mehr…..Sozialverträglich natürlich
http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/wegen-euro-krise-karstadt-baut-2000-stellen-ab/6885644.html

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Andreas Ludwig July 17, 2012 at 09:24
Andreas Ludwig July 17, 2012 at 09:24
Andreas Ludwig July 17, 2012 at 09:25
HaPennyBacon July 17, 2012 at 11:05

Das ist der sogenannte Schuldenaufschwung XXL.
(Hab ich eventuell noch das eine oder andere X vergessen?)

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vlk July 17, 2012 at 14:12
Andreas Ludwig July 17, 2012 at 10:11

Zu dem ganzen fällt mir auch was lustiges ein….passt irgendwie….aber bitte erschlagt mich nicht

http://www.youtube.com/watch?v=d1WjPzNZM2s

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Raus aus Deutschland July 17, 2012 at 11:08

Zitat:Man muss kein diplomierter Weltverschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, dass sich der Staat über niedrige Zinsen, steigende Inflationsraten, höhere Steuern und Zwangsanleihen entschulden wird.

100% Zustimmung!!!
Genau so wird es kommen und da ist noch genug in Deutschland zu holen.

Gut wer sich darauf vorbereitet!

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vlk July 17, 2012 at 14:10
die Simpsons July 17, 2012 at 14:51

Stimmt! Ich schließe die Augen, stelle mir vor ich wäre jetzt einer von den Milliardären, ich glaube es könnte so ablaufen, solange ich die Augen geschlossen halte und träume und überhaupt …. .

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vlk July 17, 2012 at 14:43

Bernanke spricht :

QE und Twist have been effective…

Stimmt – die Zinsen wurden gedrückt und das Casino am Leben erhalten – wofür wir jeden normalen Tag dankbar sein sollten.
Aber : Was ist mit den negativen Folgen ? Inflation ? Arbeitslosigkeit ? Maßlosigkeit ?

Wärend ich schreibe schaltet die BundRallye in einen höheren Gang.
Wenn Sie jeden Tag anstossen sind Sie bald Alkoholiker Herr Gärtner … :(

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die Simpsons July 17, 2012 at 15:02

Zitat von Albert Einstein: “Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.”

Ich glaube diese Definition passt hervorragend auf die Ökonomie, die diesen Wahnsinn nicht nur lehrt sondern auch im Realen praktiziert. Fast hätte ich noch “erfolgeich” geschrieben, aber nur fast.

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die Simpsons July 17, 2012 at 15:57

Welt-Online titel: “Negativrenditen sind die neue Weltordnung”
“Die Nachfrage nach Staatsanleihen sicherer Staaten wie Deutschland ist so hoch, dass die Zinsen negativ werden. Für Anleger ist das eine völlig neue Welt. Aber eine, an die sie sich gewöhnen müssen.”
(http://www.welt.de/finanzen/article108308314/Negativrenditen-sind-die-neue-Weltordnung.html )

Man ist froh sein Geld überhaupt noch zurückzubekommen oder bei steigender Nachfrage kann man Kursgewinne einstreichen.

Dazu fällt mir astrologisch der Neptun ein. Zu beachten sind hierbei die starken Kollektivströmungen ( Umlaufzeit im Tierkreis 164,79 Jahre). Neptun hat sich sehr stark an der Volksverblödung und am “Neoanalphabetismus” der Industrienationen beteilgt. Er beteiligt aich auch am Bewusstsein der Gefälle von Arm und Reich und den gigantischen Suchtthemen der ganzen Welt.

Und jetzt sehe ich den Artikel in der Welt-Online sehr entspannt.

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Tempa July 17, 2012 at 15:45

Bezüglich China gibt es sehr widersprüchliche Meinungen:
http://www.fuw.ch/article/die-blase-in-china-ist-geplatzt/
Chanos schreibt:
“China steckt in einer Art höllischer Tretmühle. Das Grundproblem ist das enorme Ungleichgewicht in der Wirtschaft, die zu 50 bis 70% auf Bauinvestitionen basiert…Das spekulative Geld, das aus dem Ausland in den chinesischen Häusermarkt fliesst, stammt grösstenteils von Chinesen in London, Singapur, Vancouver oder San Francisco. Sie waren sich bisher in zwei Punkten sicher: erstens, dass die Immobilienpreise immer steigen, und zweitens, dass sich die chinesische Währung aufwerten wird. Der Häusermarkt schwächt sich bereits ab. Bald könnte auch die Aufwertung des Renminbis in Frage stehen…”

http://www.querschuesse.de sieht die Lage anders. Während Chanos meint, der Immobilienmarkt sei bereits zusammengebrochen, zeigen die Daten auf http://www.querschuesse.de steigende Produktion von Zement und Rohstahl, beides wichtig für den Bau von Immobilien..
Entweder beschleunigen die Chinesen ihren Wagen noch, während er bereits auf die Wand zurast oder die Einschätzungen liegen schlicht falsch.
http://www.querschuesse.de/china-ende-des-rohstoff-booms/

Zur Lage in Europa:
Hin und wieder denke ich jetzt über ein Muster nach, dem Menschen folgen, wenn sie die Lage letztendlich für aussichtslos halten.
Im konkreten Fall, wenn sie ihre Sache, den Krieg, für den sie so viele Anstrengungen unternahmen, für verloren halten.

Am dritten Tag von Gettysburg war die Schlacht(und der Krieg) für die Südstaaten verloren.Es gab nur mehr die Möglichkeiten des Rückzugs oder eines letzten verzweifelten Angriffs, der mit grösster Wahscheinlichkeit unter grossen Verlusten scheitern würde.Obwohl viele der befehlhabenden Offiziere den Angriff für sinnlos hielten, wurde er durchgeführt. Die Truppen erlitt bei Pickett’s Charge Verluste von 50%, an die 6000 Mäner starben einen sinnlosen Tod, und danach musste sich der Süden zurückziehen.

Die Japaner bauten das Schlachtschiff Yamato als Symbol ihrer Stärke. Es war riesig und stärker bewaffnet als jedes andere Schlachtschiff. Bald zwangen Luftüberlegenheit der Amerikaner und Treibstoffmangel das Schiff zur Untätigkeit. Zu Ende des Krieges schickte die Admiralität das Schiff in einen letzten sinnlosen Kampf. Auf seiner letzten Fahrt bekam das Schiff 13 Torpedo- und 8 Bombentreffer, 2.500 Besatzungsmitglieder starben.

Offensichtlich ist die Phase einer Krise oder Krieges, in der dem Führungspersonal die Hoffnungslosigkeit ihrer Sache bewusst wird, die gefährlichste. In der vagen Hoffnung auf ein Wunder, dem Mangel an (Handlungs)Alternativen werden sinnlose Opfer verlangt.

Sollte die Verzweiflung der Verantwortlichen in Europa noch zunehmen, könnte es noch recht unschön für uns alle werden.
Denn sie werden sich wohl kaum an die Meinung eines alten französischen Offiziers halten, der schrieb, das ein General niemals, unter keinen Umständen zum Werkzeug des Untergang seiner Truppen werden darf.
Immerhin stehen wir erst im vierten Jahr der Krise und in Zentraleuropa geht es den Menschen noch gut. Und denoch wurden Dinge beschlossen, wurden Vorschläge gemacht, die vor einigen Jahren unvorstellbar waren

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Tom July 17, 2012 at 16:05

Bereits 1983 wurde von Carl Friedrich von Weizsäcker in seinem Buch “Der bedrohte Friede” sehr schön prognostoziert, was da kommen wird. Bei Herrn Mross fand man heute eine erschreckende Bestandsaufnahme zu Weizsäckers Thesen:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/10427-der-bedrohte-frieden
Sieht fast so aus, als hätten die “Eliten” das Buch als Anleitung verwendet.

Gruss
Tom

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HaPennyBacon July 17, 2012 at 16:26

Hallo Tom,
ich kann dir versichern das die Thesen die dort bei mmnews stehen NICHT von Carl Friedrich von Weizsäcker stammen und es sie in dem fraglichen Buch auch nicht gibt. Da hat sich vor Jahren jemand einen Schwindel erlaubt der sich bis heute gehalten hat.

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Tom July 17, 2012 at 16:49

Dann bezieht sich der “Schwindel” am Ende nur darauf, dass diese Thesen Weizsäcker zugeschrieben werden. Derjenige, der sich den Schwindel VOR JAHREN erlaubt hat, lag dennoch nicht falsch…. :-D

Gruss
Tom

P.S. Verwunderlich, dass MM darüber nicht weiss…..

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die Simpsons July 17, 2012 at 16:51

Lesestoff; keine Verschwörungstheorie, sondern Praxis:

EU bastelt einen umfassenden Überwachungsstaat
Ein Alarmsystem gegen alles und jeden: Das EU-Projekt Indect übertrifft selbst das Horrorszenario in Orwells Klassiker «1984».
http://www.infosperber.ch/Artikel/FreiheitRecht/EU-forscht-am-umfassenden-Uberwachungsstaat

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peterb July 17, 2012 at 17:12
Marco July 17, 2012 at 19:37
Nina July 17, 2012 at 17:22

Brief an Bundespräsident Gauck
http://www.eurospethmann.de/pdf/p114_DS_an_Bundespraesident.pdf

Das haften an dieser Euro-Zukunft bringt uns um Kopf und Kragen.
Der Hochmut vieler Politiker für diesen Euro ist krankhaft.

Die Wetterextreme in den USA, in Russland, in Zentarleuropa oder China sind Signale an die Menschheit.
Ist der Untergang des Menschengeschlechtes vorbestimmt auszusterben, dann wird es so sein.

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Nina July 17, 2012 at 19:12

Russisches Agrarministerium senkt Prognose für Getreideertrag 2012
http://de.rian.ru/business/20120717/264008342.html

Die USA, Europa und Asien werden folgen.

Die Erträge werden erst abgerechnet, wenn sie verbraucht sind.
Bis dahin ist noch viel möglich.

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Nina July 17, 2012 at 19:35
Nina July 17, 2012 at 21:00

Warum der Westen Russland braucht
Die erstaunliche Wandlung des Zbigniew Brzezinski
Titel „Strategic Vision“

Die zentrale These des Buches lautet, dass die USA sich heute in einer ähnlichen Situation befinden wie die Sowjetunion in den 80er Jahren.
http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/juli/warum-der-westen-russland-braucht

Die Russen müssen ihren geistig-bankrotten Beamtenapparat überwinden.
Eigenverantwortung – statt Versorgungsmentalität.

Die Amis haben für das Weltall nach einem fähigen Schreibfüller geforscht, die Russen verwendeten den Bleistift. :-)

In der Konsumgüterproduktion kann man bei den Russen nur sagen:
Das russische Wunder, aus Gold macht Plunder. :-(

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Nina July 17, 2012 at 21:31

Es gibt Leute, die zahlen für Geld jeden Preis,
aber vor dem Tod prüft die Seele die Qualität dieses Geldes.

Großzügige Spenden und Abitte sollen vor dem Tod eine notleidende Seele sanieren.

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Nina July 17, 2012 at 21:43

Für die Pharma-CEO´s wird das sehr anspruchsvoll.

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Victor July 18, 2012 at 08:47

@Nina
Wenn man merkt, dass eine Anlage/Währung/Investition für einen selber wertlos wird, noch schnell versuchen sie an jemand anderen zu verticken/tauschen. Ist die Annahme, dass das mit quantitivem Ramsch ohne Qualität immer funktioniert, Arroganz oder Naivität geschuldet? Wenn der “Handelspartner” mit Wertemonopol dem allerdings keinen Wert beimisst, sieht es leider übel aus.

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Klaus July 20, 2012 at 08:19

Und unsereins, der KEINE Erfahrung mit sowas hat (bzw. des Verkaufswertes), muss erstnochmal eine Immobilienbewertung samt Gutachten einholen. Es ging um das Haus nach dem Tod meines Vaters. Wir haben dafür 1200 Euro gezahlt und wussten erst gar nicht so recht was es ist. Ich hab mich dann hier erkundigt). Wir konnten aber nicht wirklich warten, sonst wäre das Haus tatsächlich im Preis gefallen.

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Tom July 18, 2012 at 02:34

Die Amis haben den speziellen Füller nachher millionenfach nachgebaut und verkauft…

Gruss
Tom

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