Die USA fahren gegen die Schuldenwand – Bremse verloren

by markusgaertner on 20/07/2012 · 61 comments

2012-07-20_0728

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Die USA stehen am fiskalischen Abgrund, warnen Finanzexperten. Doch der Kongress bleibt gelähmt – kurz vor der Präsidentenwahl ist kein Kompromiss für ein Sparpaket in Sicht. Die weltgrößte Volkswirtschaft hat bei der Fahrt gegen die Schuldenwand die Bremse verloren.

US-Notenbankchef Ben Bernanke steht mit dem Rücken zur Wand. Die Geldhüter im Offenmarkt-Ausschuss der Fed sind zerstritten. Sie können sich im Augenblick nicht einigen, ob und wann eine weitere Runde massiver Käufe für Anleihen gestartet werden soll.

Und während die Geldhüter zögern, droht das politische Washington alles zu vermasseln. Sollte sich der Kongress nicht doch noch einigen, werden im Januar 2013 als Folge des “2011 Budget Control Act” drastische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen gleichzeitig in Kraft treten – mit drastischen Folgen für die Konjunktur.

Nach einer Einigung kurz vor Toreschluss sieht es derzeit nicht aus – denn mitten im US-Wahlkampf stehen sich die Parteien unversöhnlich gegenüber. Können Kongress und Präsident sich nicht auf ein schonendes Sparprogramm für die angeschlagene Konjunktur einigen, droht dieses “fiskalische Kliff” aus höheren Steuern und Budgetkürzungen die Konjunktur um mehrere Prozentpunkte nach unten zu reißen. Ein selbst gemachter Absturz droht, sagt Bernanke. Er wirft dem Kongress vor, die Schuldenlast des Landes zu unterschätzen.

“Das könnte unsere Erholung in eine neue Rezession stürzen, viele Jobs kosten und den Aufschwung, den wir herbeiführen wollen, stark verzögern”, klagt der oberste US-Geldhüter. Obwohl er weiß, dass ihm die Finanzmärkte an den Lippen hängen und mit scharfen Kurseinbrüchen auf seine Offenheit reagieren könnten, sprach Bernanke die möglichen Konsequenzen vergangene Woche bei seiner Anhörung im Bankenausschuss des Senats offen an: “Wir könnten eine Finanzkrise mit steigenden Zinsen erleben, wie wir sie gerade in Europa beobachten, und das wäre sehr teuer für unsere Volkswirtschaft.”

Mehr dazu in meinem Bericht im Manager Magazin

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{ 60 comments… read them below or add one }

Joker July 20, 2012 at 16:58

Fuer 20min zuhoeren – ein sehr guter Vortrag Zum Wochenende. Pflicht. :-)

aber Sicherheitssysteme, die das Risiko erhoehen, ueber Komplexitaet und “tight coupling” aka the unstoppable dominio effect …. und wie man “unintended consequences” vermeidet.

http://www.farnamstreetblog.com/2012/07/tim-harford-preventing-financial-meltdowns/?

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donWeb July 21, 2012 at 13:53

Danke für den Link.
Sehr gut beobachtet, lässt sich auf die aktuelle Finanzkrise jedoch kaum übertragen, da
1) kein Sicherheitssystem den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden helfen könnte.
2) die EU-politischen und wirtschaftlichen Effekte von “tight coupling” oder “Gruppenkuscheln” explizit erwünscht sind, um mehr Macht auszuüben und weltpolitisch als global player wahrgenommen zu werden, auch wenn durch einen Designfehler eine gemeinsame Währung die Gemeinschaft spaltet. Schäuble sagt es selbst: Wir brauchen die Krise, um etwas nach unseren Vorstellungen zu verändern. Hier ist “tight coupling” also Mittel zum Zweck!
3) die “unintended consequences” nicht aus Fahrlässigkeit oder Dummheit oder Nichtwissen entstehen, sondern durch staatlich legitimierten Betrug, blankem Egoismus oder dem bewussten Ausnützen der Notlagen anderer, also beabsichtigt sind; bsw. bei ESM, staatl. Eingriffen in den Aktienmarkt, planwirtschaftl. Steuerung ganzer Rohstoffmärkte, HFT, und vielen weiteren manipulierten Subsystemen.
Neuester Beleg: http://www.zerohedge.com/news/wtf-skynet-chart-du-jour
Wenn ein Staat so etwas zuläßt, dann sind das keine “unintended consequences”! Das sind zumindest geduldete Wirtschaftsverbrechen, denn hier fährt keine Dampfwalze über einen Pennystock, sondern Gott spielt “schau mal, was ich kann, wenn ich will”!

Der Unterschied zwischen dem tollen Vortrag oben und seiner Anwendung auf die Finanzkrise ist meiner Meinung nach der Unterschied zwischen einem Unfall und einem gestellten Unfall mit beabsicht. Versicherungsbetrug.

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Joker July 21, 2012 at 18:40

Ob Absicht oder unintended – meine beschraenkten persoenlichen Beobachtungen – Du unterschaetzt wieviele Deppen mit Tunnelblick auf beiden Seiten unterwegs sind…… Das aendert nichts daran, dass im Zweifel grob fahrlaessig gehandelt wird – on top.

Als es um die Entwuerfe des ersten Schuldenschnittes ging, rate mal, wer da getippt hat – Deutsche/BNP. Und wieviele – hochbezahlte Leute damit beschaeftigt sind, Regierungen und Regulatoren “zu helfen”.

Ich schau’s mir auch noch mal an – fuer Tipps, wie wir es das naechste Mal besser machen koennen. Die aktuelle Krise muss erst noch weiter gehen, bevor es Anwendungsspielraum gibt – ein paar Post’s zurueck habe ich einen der aktuellen Versuche des Systems (oder besser der frz. Regierung) verlinkt, strengere Vorschriften bei Wertberichtigungen zu verhindern – uebrigens im Takt mit den Amis. Davon kriegt keiner was mit, selbst die Alphaville Girls haben es nicht verstanden – und das will was heissen, die sind clever, und dadurch wird es moeglich, bei allen IFRS Anwendern die erfolgswirksame Verlusterfassung bis auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben. Und damit gehts den Banken gut, und alles ist gut.

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Tom July 20, 2012 at 18:50

Ich mag ja ein wenig einfach gestrickt sein und deswegen vieles auf den Urschleim runterreduzieren, aber so sehe ich die Dinge nun mal.
Also: Wirtschaft und Wirtschaftswachstum basieren auf Verbrauch. Wenn also der Verbraucher, sprich der “einfache Bürger” nicht mehr verbrauchen kann, weill ihm das Paier- und Buchgeld dafür ausgeht, wie soll dann “notwendiges” Wachstum erreicht werden? Man hat dies in der Vergangenheit (und natürlich zum Teil auch zur Stunde) erreicht, in dem man Kohle “vorgeschossen” hat (Kredite, Darlehen). Das ist nun vorbei, denn der “Michel”, hier in den USA “Joe, the Plumber” ist weitestgehend am Ende!
Mir ist schleierhaft, wie all diese “Volkswirte”, Ökonomen”, “Wirtschaftsweisen” und wie die sich sonst so nennen, auf die Idee kommen können, dem Verbraucher den Hahn abzudrehen und dennoch weiteres Wachstum erreichen zu können!?
Man redet immer von “den Märkten”! Der einzige wirkliche Markt ist der Einzelhandel, und der ist nun mal das Geschäft, der Laden, der Händler vor Ort! Wenn ich von meinem Nachbarn Bennent, Verkäufer in einem grossen Autohaus, vormals Investment-Banker höre, dass er einen guten Tag hatte, weil es ihm in 12 Stunden gelang, ein (!) Auto zu verkaufen, dann fällt mir nix mehr ein.

Ich höre täglich in unserem Geschäft: “I come back when I get paid!” Sowas gab es vor fünf Jahren noch nicht! Da wurde einfach gekauft! Und: Diese Aussage hören wir heute bei enem lumpigen Band-T-Shirt für $ 19.99, nicht etwa für teurere Artikel!
Die Zahl an “Layaways”, also der Kauf auf Abzahlung, wobei die Ware bis zur vollständigen Zahlung im Laden verbleibt, ist drastisch angestiegen! Und dies für Artikel, die um die $ 70 kosten! Früher hatten wir sowas nur für Kleider, die mehr als $ 150 gekostet haben! Die haben wir mittlerweile aus dem Proramm genommen, weil ausser Tränen bei den Kunden, die sie gerne kaufen möchten, nix bei rumkommt!
Ich hatte vor langer Zeit die Möglichkeit, in einem Gastbeitrag auf Markus’ Blog zu schildern, wie sich die Realität in der US-Wirtschaft tatsächlich anfühlt, weil wir in der Lage waren, sowohl die Boom-Phase als auch den Niedergang aus eigenem, täglichem Erleben beurteilen zu können. Seither ist einige Zeit vergangen, und ich kann nur sagen, es wird immer schlimmer!
Um Anfragen und Bemerkungen diesbezüglich vorzugreifen: Nein, wir gehören nicht zu denen wie JCPenny, deren Umsätze in Grössenordnungen (19% im 1.Quartal 2012) einbrechen. Ich wette, wir sind die Einzigen in der ganzen Mall, die Zuwächse zu verzeichnen haben! Das ist aber eine andere Story….
Also, nochmal: Wie zur Hölle kann jemand annehmen, dass man in einer verbrauchsgesteuerten Wirtschaft Wachtstum erzielen kann, wenn man demjenigen, der das System am Laufen halten soll, nämlich dem Verbraucher, die Luft abdreht?
Die Frage soll mir mal einer dieser “Experten” zufriedenstellend beantworten!

Gruss
Tom

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Christoph Jeschke July 20, 2012 at 19:11

Hallo Tom,
wäre klasse, wenn du deinen Beitrag von damals kurz verlinken könntest.
Danke!

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Tom July 21, 2012 at 03:37
Tom July 22, 2012 at 15:57

Hallo Christoph,
ich hatte hier beide Beiträge verlinkt und dabei nicht beachtet, dass Markus den Beitrag dann erst freischalten muss. Offensichtlich gönnt er sich auch mal ne kleine Pause, da noch nicht freigeschalten. Hier also meine Gastbeiträge nochmal einzeln:
http://blog.markusgaertner.com/2011/06/07/armes-amerika-shopping-gefluster-aus-der-geisterstadt/

Gruss
Tom

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Tom July 22, 2012 at 15:58
Christian A. Wittke July 21, 2012 at 07:23

Wenn man sie doppelt strickt und noch professoral oder auch politisch verklausuliert wird aus der Realität auch nichts Besseres, Tom.

Verzockt: Europa, den USA und Japan ist gemein, die vormals breiten industriellen Basen zu Gunsten vornehmlich Chinas dorthin verlagert zu haben, weil hohe Margen für billige Produkte mit Obsolence ohne dreckige Finger, Landschaften, Regeln und Verantwortung schlicht den höheren share-holder-value ergeben: kurzfristig. Das “langfristig” hätte man in einschlägigen Büchern des ersten Semesters VWL nachlesen können: das funktioniert natürlich nur bis eine sich in Auflösung befindliche Kaufkraft im heimischen Markt mangels Wertschöpfung die Nachfrage und damit den Verbrauch schrumpfen läßt, was ein Wachstum einer verfaulenden Wirtschaft mit verdummender Jugend und verarmendem Alter ausschließlich ins Negative erlaubt; das auch gerne beschleunigt.

Getröstet hatte man „sich“, ergo uns alle, damit, daß ja ein Vorsprung durch Technik uns allen inne sei und wir mit unvergleichbarem, nie einholbarem know-how und wohl noch nachklingender, nun europaweit geltender Herrenrassenintelligenz in der Wertschöpfung aller denkbarer und auch noch nicht denkbarer high-tech Bereiche unser Glück fänden; dumm nur, daß man diesen Blödsinn den Chinesen übersetzt hat wo die sich doch mit Herren und Rassen viel besser und vier mal tausend Jahre länger auskennen.

Um dieses Teufelsrad zurückzudrehen bedarf es eines Wunders größer als jedes in der Bibel beschriebene oder einer umfassenden militärischen Zäsur; oder glaubt jemand an Vernunft?

Wenn Vernunft einzöge und dann regieren dürfte, was ein Wunder per se wäre, dann müßte für Europa als erstes der Euro geordnet beendet werden! Schlagartig! Nächste Woche! Am besten Montag! Das erlaubte den verblendeten Euroidioten eine Sichtung der durch sie verursachten Trümmer und die Entscheidung fiele ihnen leichter, Seppuku zu begehen. Ich weiß, zu viel Clavell gelesen, einfach gestrickt, auch ich.

Parallel müßten sich alle Spieler eines mangels homogener Spielregeln vollkommen aus dem Ruder gelaufenen Globalismus auf eben solche Regeln einigen, die neben einer gemeinsamen Zielsetzung auch die Verteilung gemeinsamer Ressourcen von Raum bis Klima und Energie bis Abfall erlaubte und verbindlich regelte.

Okay, jetzt lösen wir das Obige nach y, der Wirklichkeit, auf, dann ergibt sich: x = militärische Zäsur.

caw

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Andreas Ludwig July 21, 2012 at 05:26

@Tom
Das geht gar nicht ohne dem Verbraucher. Es geht gar nicht ohne den Mittelstand. Egal ob Industrie oder Privatmann. Mein reden seit Jahren. Der nächste ist mediamarkt Saturn der über die Wupper geht. Sieh zu das du irgendwie den Hintern hoch hältst. Ich spüre es bei den Einkäufern der Firmen. Es trifft keiner mehr Entscheidungen. Alles wird in Meetings zerredet. Was für dich 80 Euro sind dort 1500 oder mehr.
Anderes Thema
Wer ist eigentlich so bescheuert und gibt seine Daten aus dem Haus?
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article108348396/Microsoft-sperrt-unangekuendigt-Nutzer-Konten.html

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dank July 21, 2012 at 11:44

“Wer ist eigentlich so bescheuert und gibt seine Daten aus dem Haus?”

GenerationFrazenbuch?
Und evtl. wenn alles in die Cloud kommt, wir alle, wenn wir gezwungen werden auf neue Systeme umzustellen, weil der Support für die alten abläuft oder schlicht die Software darauf nicht mehr läuft…
Dann gibts für das Posten von Wahrheit 3 Tage , für Aufzeigen von Zusammenhängen 1 Monate und für Einträge, die andere dazu veranlassen Nachzudenken 1 Jahr Freiheitsentzug – Entzug der letzten großen Freiheit; das Web.

Hört sich profan an – wirds dann auch.
Und damit verstummen dann auch die bösen Kritiker in Blogs, Foren und SocialMedia.
Das Sperren übernimmt automatisch eine Software, die nonstop jeden Buchstaben ausliest – Menschen würdens ja gar nicht können bei der Datenflut und schon gibts auch die perfekte Ausrede: Macht ne Software – für alle Menschen gleich.
Die Parameter gibt die jeweilige Schatten(regierung) an. Der Normalo wirds gar nicht merken, dass etwas fehlt, denn er wächst da hinein. Die anderen werden langsam durch natürliche Prozesse immer weniger und schon befinden wir uns in einem düsteren Roman…

“All animals are equal, but some animals are more equal than others”.
George Orwell

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vlk July 21, 2012 at 06:48

Gedankenlose Schafe laufen überall rum – auch und besonders im Computerbereich…

Sonst hätte sich der ApfelVirus nie so durchsetzen können…

Schöne neue Welt wo man alle Daten immer und überall zur Hand hat..Frage mich nur warum ?
Warum muß ich auf meinen Handy dieselben Daten zur Verfügung haben wie daheim auf dem PC ?
Früher war ein Handy mal zum Telefonieren – dann kamen die ersten miesen Schnappschüsse bei lustigen Sachen dazu.

Heut muß es das komplette Inventar sein – ohne Stöpsel im Ohr rumlaufen können die meisten nicht mehr.
Die am meisten auf Windows geschimpft haben wegen Sicherheit etc sind nu beim Apfel…
Womit bewiesen wäre das Sicherheit nie eine Rolle gespielt hat – den MacOS ist das unsicherste OS überhaupt.

Und der Standardspruch : Es wird schon nix passieren – wer interessiert sich schon für meine Daten ? Hab ja nix zu verbergen… Offenen Auges ins Verderben.

Ich kenne Leute denen wurde per Pishing das Konto geräumt… danach hab ich ihnen einen USBStick mit Ct-Bankix empfohlen und sogar alles installiert etc.
Bis heute nicht verwendet – da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Selbst ein Schaden von mehreren Tausend € hilft nicht den Arsch hochzubekommen und aktiv was zu tun …. nämlich einfach booten von einem USB-Stick ..

Wir werden sowas von gegen die Wand fahren :(

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die Simpsons July 21, 2012 at 08:51

ja, wir werden gegen die Wand fahren. Insbesondere, wenn wir weiter auf die Ratschläge der Ökonomen hören. Diese Klone, die man in den Klonfabriken, genannt Universitäten, produziert, können einfach nicht die Klappe halten. Der IHS-Chef, Christian Keuschnigg, den Namen kann man gleich wieder vergessen, erklärt warum der Rettungsschirm Europas einzige Chance ist. Wer diesen gequirlten Quark lesen will: http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1269543/IHSChef_Rettungsschirm-ist-Europas-einzige-Chance?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

Wenn man immer das gleiche predigt, darf man sich nicht wundern dass keine gewünschte Änderung eintritt oder wie Einstein sagt, Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Ein weiteres Zitat von ihm sagt, Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will. Diese Art von Denken ist den Ökonomen völlig fremd. Sie sind einer Religion hörig, und deshalb dürfen und müssen sie jeden Tag predigen, damit sie unsere Politiker und Entscheidungsträger vertrauensvoll in den Abgrund, in die Hölle führen (müssen).

Da hilft es auch nicht, wenn man den pseudo Ökonomenstreit analysiert und zu folgendem Fazit kommt: “Der alte Lehrbuchautor Paul Samuelson mahnte im hohen Alter die Ökonomenzunft: «Der liebe Gott hat den Ökonomen zwei Augen gegeben: Eins für das Angebot und eins für die Nachfrage.» Die heutige Welt ist keynesianisch – aber sie ist nicht vulgärkeynesianisch!” (infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Sparen-oder-Investieren-mit-zusatzlichen-Schulden)
Formulieren wir es doch lieber so: Blind, Taub und leider nicht stumm.

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Marco July 21, 2012 at 09:33

Es gibt in den USA aber auch noch Wirtschaftszweige, die boomen:

http://www.gulli.com/news/19347-nsa-hat-von-jedem-us-buerger-ein-dossier-angelegt-2012-07-20

Die Frage ist nur, wie viel die zum BIP beitragen.

Schöne Grüße an den Algorithmus, der gerade diesen Eintrag auswertet ;-)

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dank July 21, 2012 at 11:48

Der war gut.

Allerdings zweifle ich fast daran, dass es nur zu jedem US Bürgen gemacht wird. Das machen die für jeden Bürgen, egal aus welchem Land. Weiß nur nicht, ob das dem Staate noch viel zu helfen mag, ob der ganzen anderen Entwicklungen, aber bekanntlicher Weise setzt ein sterbendes Tier/System/Monster gerade in den letzten Atemzügen nochmals alles in Bewegung in der Hoffnung damit etwas zu bewirken…

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die Simpsons July 21, 2012 at 12:11

Den wichtigsten Wirtschaftszweig hast Du leider nicht erwähnt, die Rüstungsindustrie. Diese muss die kreative Zerstörung vorbereiten, nur so kann der Kapitalismus “geheilt” werden. Business as usual nennt man das ökonmisch.

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dank July 21, 2012 at 13:35

Mit dem Tod des Systems wird auch der Beißreflex nachlassen, aber Du hast Recht, vorher wird der Militärzweig nochmal kräftig Kasse machen und das dann bei denen Abrechnen, die davon auch betroffen sind…

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vlk July 22, 2012 at 09:10

Hatte die Stasi nciht auch Dossiers über alles und jeden ?

Genützt hat es im Endeffekt wenn die Masse in Schwung kommt auch nicht..

Daumen drücken dass dies wieder passiert …

Nina July 21, 2012 at 12:15

Siggi-Popp von der SPD lässt wieder Mama-Witze verkünden :-)

Gabriels Thesenpapier über den Banken- und Finanzsektor – na tolle Einsichten: warum habt ihr die ganze Zeit das Gegenteil gemacht?
http://humanicum.wordpress.com/2012/07/21/gabriels-thesenpapier-uber-den-banken-und-finanzsektor-na-tolle-einsichten-warum-habt-ihr-die-ganze-zeit-das-gegenteil-gemacht/

Kommt die SPD zum Psychotherapeuten und klagt: “Herr Doktor wir werden immer übersehen.”
“Der Nächste bitte.” :-)

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die Simpsons July 21, 2012 at 12:32

MacGab kann man nicht übersehen :- ).

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HaPennyBacon July 21, 2012 at 12:41

Ist kalter Kaffee Nina. Die haben letztes Jahr schon einmal ihre Geschichtsverdrehung zum Besten gegeben:
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/111027_kompaktinfo_spd_finanzmarktpolitik.pdf
Wenn sie es noch ein paar Mal widerholen, dann glauben es bestimmt genug Wähler. Dann können sich diese Polit-Pinocchios auf weitere 4 Jahre “Super-Hartz” freuen.

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Nina July 21, 2012 at 20:30

Eben auch eine Art von Polit-Heuschrecke.

Hilft nur ein Human-Insektizid?

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die Simpsons July 21, 2012 at 16:45

Lesestoff zur aktuellen Lage in der EU: Totengräber unseres Kontinents – Thema Investitionen: keine Rechtssicherheit in der EU!
http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=22121

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die Simpsons July 21, 2012 at 16:50

Und hier die rosarote Brille von Monsieur Draghi, einer der Totengräber unseres Kontinents: Draghi: Der Euro ist “absolut nicht” in Gefahr
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE86K01I20120721?feedType=RSS&feedName=topNews&utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter&dlvrit=70607

Realität trifft Realsatire

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donWeb July 21, 2012 at 17:25

nun, wenn man Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Belgien und Irland austreten lässt, dann ist der Euro wohl wirklich nicht mehr in unmittelbarer Gefahr^^
Ob es dem Seehofer aber gefällt, für die Franzosen oder Österreicher etc. auch noch unbefristet! Länderfinanzausgleichsabgaben zu zahlen, das bezweifle ich stark!
http://www.faz.net/aktuell/kabinettsbeschluss-bayern-klagt-gegen-laenderfinanzausgleich-11822879.html
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/20/oesterreich-verstaatlichte-banken-brauchen-erneut-milliarden/

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Andreas Ludwig July 21, 2012 at 17:33

Wer es nicht gelesen hat unbedingt lesen und Weiterverbreiten
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/19/esm-der-ganz-grosse-coup/

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Andreas Ludwig July 21, 2012 at 17:49

Wenn man sich mal vorstellt, das dieser Beck sich stundenlang auf Phönix äussert über den Esm Vertrag und diesen positiv findet, haut der kalt lächelnd über 500 Mio in den Sand an deutschen Steuergeldern und besitzt tatsächlich die Frechheit zu sagen, wir schieben den Spanien Milliarden in den Hals, was sind da ein paar Millionen für den Nürburgring. Steuergeldern natürlich Herr Beck. Vergessen? Wir schieben deiner Micky Mouse Bude noch was hinterher. Verzeihung Herr Beck, sollten Sie das lesen, dann sind Sie der größte Vollpfosten der je in der Politik tätig war und sie gehören ins Gefängnis. Sie können nur froh sein, das in diesem so unglaublich viele Schafe wohnen, denen ihr treiben nicht mal ein Schulterzucken wert ist. Aber ich glaube, das der Tag kommt, das solche Menschen wie sie zur Rechenschaft gezogen werden. Ich bete dafür.

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Tom July 21, 2012 at 18:05

Dazu kann ich nur einen Satz von Michael Winkler zitieren (Herr Thorsten Eckau möge mir diese “rechtsradikale Entgleisung” verzeihen):

“Die Verbrecher in den Banken und in der Politik begehen ihre Untaten mit dem Geld anderer Leute!”

Mehr ist dazu nicht zu sagen. Würde der Beck für sein Geld richtig arbeiten müssen und hätte dazu vor der Entscheidung, ob er Schinken, Lachs oder doch nur Marmelade auf sein Brot schmiert, seine Geldbörse zu überprüfen, sähe das sicher anders aus! Man müsste diese gesamte Mischpokeendlich mal in die Verantwortung nehmen, mit allen Konsequenzen, versteht sich! Dann würden die ganz schnell aufhören, ihren geistigen Dünnschiss zu verbreiten und Unheil anzurichten!

Gruss
Tom

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Andreas Ludwig July 21, 2012 at 18:45

Kann mir mal einer helfen? Wie kann das sein, das das Regime Syrien so schnell unter Druck kommt Militärisch? Nur weil angeblich welche ubergelaufen sein sollen? Oder man ein paar Söldner eingeschmuggelt hat? Ich blicke es nicht….

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Andreas Ludwig July 21, 2012 at 18:47

Fakt ist, ist das mal dort ausgestanden kommt der Iran dran.

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Nina July 21, 2012 at 19:26

Die Grenze Iran, ist die Grenze zum Weltkrieg.
Das wird das Stalingrad global.
Und das Ende der NATO.

Brzezinski warnt eindringlich davor.
Er weiß, das Russen und Chinesen auf eine harte Konfrontation eingestellt sind.
Hier läuft viel im Hintergrund.

Es wird der Zeitpunkt kommen, wo die USA alles riskieren oder einsehem müssen, wenn sie alles riskieren, auch alles verlieren.
Die US-Zeit läuft so oder so ab.

Feinstofflich besitzen die USA keine Überzeugungen mehr.

Sie können nur noch über Dollar und Militär bedrohen, bestechen, einschüchtern oder töten.
Und das ist kein Fundament für eine Zukunft.

Die Natur setzt in den USA ernsthafte Signale.

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die Simpsons July 21, 2012 at 19:45

“Feinstofflich besitzen die USA keine Überzeugungen mehr.”

Was verstehst Du unter Feinstofflich?

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Nina July 21, 2012 at 19:56

Die Aura.

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die Simpsons July 21, 2012 at 20:26

“Neue geheime Schriftstücke des NYPD, die in die Hände von Reuters gelangt sind, legen nahe, dass das NYPD es zu seiner Aufgabe gemacht hat, den Iran insgesamt zu überwachen, wobei „Anschläge“ in aller Welt aufgelistet werden, von denen es annimmt, dass der Iran darin verwickelt war, einschließlich in Tiflis, Neu Delhi, Bangkok und Baku.
Immerhin ist bemerkenswert, dass die Schätzung des NYPD nur halb so viele Anschläge ergibt wie die Israels, das den Iran in diesem Zeitraum für 20 Anschläge verantwortlich gemacht hat.”
Quelle: http://antikrieg.com/aktuell/2012_07_21_newyorker.htm

Die Aura der USA ist PARANOIA .

Marco July 22, 2012 at 07:06

Wie steht es mit der Aura Israels?
Da wird einfach eine Behauptung in den Raum gestellt “alles deutet auf den Iran hin” und KEINER fragt ernstlich nach Beweisen. Milliarden Menschen auf dem Planeten hören die Nachrichten. Was bleibt hängen: “Terroranschlag in Burgas, Iran schuldig”. Schluss. Ende. Hallo! Sind das “Nachrichten = jemand hat es danach schon irgendwie gerichtet”?
Jetzt wollen sie die “Rechnung begleichen”. Wer hat diese Rechnung denn aufgemacht?

http://www.hintergrund.de/201207192171/globales/terrorismus/israel-will-die-rechnung-begleichen.html

Nina July 21, 2012 at 19:03

Ein Land vertrocknet
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/duerre-in-den-usa-ein-land-vertrocknet-1.1417659

Der Schöpfer ist pragmatisch.
Vielleicht dient es dem Weltfrieden? :-(

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Nina July 22, 2012 at 06:59

Sich glücklich shoppen. Doch wovon?

“An der Konsumfront wird der Aufschwung so vehement verteidigt, dass dem Konsumenten die Puste schon wieder ausgeht. 12.000 Schlecker-Frauen bekommen jetzt Beistand von 2.000 Karstadtianern und fast so vielen Necker-Männern. Und das inmitten eines Konsumrauschs. Der DAX steigt. Alles bestens…

Schlecker fährt gegen die Wand und Metro spart wo es geht. Puma brechen die Umsätze weg und Praktiker kämpft ums Überleben. Kleinere Pleiten stehen nicht in den Schlagzeilen. Oh Einzelhandel! Nur die Umschulungen zu Hartz-IV-Empfängern boomen. Ach, wie interessant! Die Hälfte der neuen Stellen der letzten Jahre waren nur befristet. Das kesselt nicht gerade in der Kasse und hebt keine Shoppinglaune.”
mehr unter:
http://www.rottmeyer.de/sich-glucklich-shoppen-doch-wovon/

Aus fast nichts, mit immer weniger, immer mehr. ;-)
Der rasende Konsum-Roland.
Deshalb hat er auch keine Zeit.

Reply

Marco July 22, 2012 at 07:10

Naja, vielleicht wird der Konsum ja dann als Rentner mit den üppigen Werksrenten nachgeholt:

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/altersvorsorge-betriebsrente-ist-in-gefahr-11827616.html

Das haben die meisten immer noch nicht gecheckt. In meiner Firma unterschreiben immer noch viele Mitarbeiter neue Entgeltumwandlungsverträge (damit man später was für`s Alter hat).

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die Simpsons July 22, 2012 at 08:21

Die betriebliche Altersversorgung ist auch so ein Fass ohne Boden. Entgeltumwandlung stellt kein Problem dar. Anders sieht es bei Leistungszusagen aus, die das mittlere und obere Management betrifft sowie die Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung bzw. Versuchung. Hier stehen 3stellige Milliardenbeträge im Raum, die nicht ausfinanziert sind. Die Verträge müssten angepasst werden, was wiederum zu finanziellen Belastungen führt, die die Unternehmen nicht gewillt sind zu bezahlen. Andererseits hat der Versorgungsberechtigte einen unwiderruflichen Anspruch gegen das Unternehmen. Was daraus folgen könnte kann man sich leicht vorstellen. Und die Beteiligten einschl. Politik wissen Bescheid. Aber zum Glück gibt es ja den Steuerzahler.

Und noch was aus der Assekuranz, die sich gerne hinter den Banken “verstecken”. In der privaten Krankenversicherung gibt es zum Jahresende aller Vorausicht nach bei ca. 6 Unternehmen saftige Prämienerhöhungen. Der Grund liegt darin, dass die Alterungsrückstellungen mit 3,5 % verzinst werden müssen. Diese Garantie können aber, so wie es ausschaut, 6 Unternehmen, nicht erwirtschaften. Und das hat zur Folge, dass die Alterungsrückstellungen der betreffenden Unternehmen, “aufgefüllt” werden müssen im Rahmen der Beitragskalkulation. Und man redet hier nicht von Peanuts sondern von Milliarden, die aufgebracht werden müssen. Wozu gibt es Beitragszahler sprich Kunden, die diese Summen dann mit ihren angepassten Prämien bezahlen werden müssen. Vertriebsorganisationen, man munkelt u.a. eine die sich auf Akademiker spezialisiert hat, wird im Jahresendgeschäft das Umdeckungsgeschäft forcieren, d.h. die Gesellschaften die überproportional bis unverschämt erhöhen werden durch diese Vertriebsorganisationen viele Kunden an andere Gesellschaften verlieren, die nur sehr wenig (was immer das heissen mag) anpassen.
Die private Krankenversicherung als Vollkostenversicherung ist ein Auslaufmodell. Die großen Gesellschaften haben kein Interesse mehr und schwenken schon um in Richtung Bürgerversicherung, d.h. minimaler Grundschutz für alle und der Rest soll auf privater Ebene abgesichert werden. Das neue Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherer. Bis es dann soweit kommen sollte, werden allerdings die nächsten Jahre für die privaten Krankenversicherer sehr schmerzhaft werden, von Wachstum kann da keine Rede sein. Die Krümel (Kunden) werden nur umverteilt.

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Marco July 22, 2012 at 09:24

Die Entgeltumwandlungen stellen für die Firmen auch ein Problem dar, wenn man so dumm war und den Mitarbeitern Garantieverzinsungen geboten hat. In meinem Konzern waren das bis vor kurzem 6 Prozent, aktuell 4,5 Prozent (nur für die Mitarbeiter der Muttergesellschaft, ich arbeite in einer Tochtergesellschaft, da gab es noch nie eine Garantieverzinsung = typische 2-Klassengesellschaft). Von den letzten 4 Jahren waren 2 Jahre negativ. D. h. für diese Jahre erhalten die Mitarbeiter der Muttergesellschaft 6 bzw. 4,5 Prozent Verzinsung (das ist Geld, das für Investitionen fehlt) und die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften hatten Pech, da ist die Altersvorsorge weniger geworden (hier gibt es nur einen Schutz, dass bei Auszahlung mindestens das eingezahlte Kapital ohne Inflationsberücksichtigung ausgezahlt wird).

Das mit den privaten KVs sehe ich absolut genau so. Meine Mutter ist eine selbständige Ladenbesitzerin, die im Prinzip seit Jahren nur noch Insolvenzverschleppung betreibt. Wenn ich sehe, wie ihre Beiträge in den letzten Jahren gestiegen sind, obwohl sie ständig von einem schlechteren Vertrag (höhere Selbstbeteiligung, Ausschluss vieler Sachen, usw.) wechselt, dann wird mir ganz übel. Ich möchte gar nicht wissen, wer dafür an den ganzen Provisionen, die da gezahlt werden, sich dumm und deppig verdient hat.

Reply

die Simpsons July 22, 2012 at 12:08

Die betriebliche Altersversorgung ist ein weites Feld. Bei Leistungszusagen kann man nichts kürzen, weil man eine Leistung zugesagt hat, die man ausfinanzieren muss. DesWeiteren muss man noch den mathematischen Heubeck berücksichtigen, der schon längst ins Antiquariat gehört.Und hier sind gewaltige Deckungslücken.

Grinario July 22, 2012 at 08:39

“Wir könnten eine Finanzkrise mit steigenden Zinsen erleben, wie wir sie gerade in Europa beobachten, und das wäre sehr teuer für unsere Volkswirtschaft.”

Und doch wird Bernanke nach seinen eigenen Aussagen jede mögliche Deflation im Keim ersticken und zur Not mit Helikoptern (oder auch mit Drohnen?) Geld abwerfen. Wie ernst werden die US-Politiker seine Mahnungen nehmen?

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die Simpsons July 22, 2012 at 08:47
Nina July 22, 2012 at 09:29

Stärkstes Gewitter seit 61 Jahren: Beijing wird überschwemmt
http://german.china.org.cn/environment/txt/2012-07/22/content_25978608.htm

Ob USA, Russland, China oder Europa, die Infrastrukturen sind absolut anfällig gegenüber Witterungsextremen.

Es wird aber gnadenlos weiter versiegelt.
Der rasende Konsum-Roland braucht noch eine Autobahn, einen Flughafen, einen Bahnhof oder eine Buswendeschleife mit angeschlossenem Einkaufscenter.

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Tom July 22, 2012 at 16:03

Es braucht hier bei uns keine Witterungs”extreme”, um nen Stromausfall herbeizuzaubern. Da reicht schon ein stinknormales Gewitter. Ich habe in 29 Jahren DäDäRä nicht ein Viertel an Stromausfällen erlebt wie in 6 Jahren USA…

Gruss
Tom

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Marco July 22, 2012 at 18:57

So lange die Stromausfälle nur kurzfristig und auch nicht flächendeckend sind, mag das wohl noch gehen, auch wenn hier sicherlich auch Schäden zu verzeichnen sind.

Wie extrem abhängig der “moderne” Mensch vor allem in den Ballungszentren heutzutage ist, zeigt ein 3-Sat-Szenario:

http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=29474

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Tom July 22, 2012 at 22:29

Dennoch ein Zeichen von maroder Infrastruktur! Und wenn Dir das in der Mall während den Öffnungszeiten passiert, dann ist das Alles, nur nicht lustig!
Selbst zu Hause, draussen 40 Grad, Luffeuchte 100 % und dann für mehrere Stunden keine Klimaanlage….

Gruss
Tom

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die Simpsons July 22, 2012 at 12:20

Zwei gute Artikel bei Wirtschaftsfacts die zeigen wie hilflos Regierungen und Eliten agieren:

Harte Zeiten für Bundes-Schäuble: Spanien nimmt Kurs auf nationalen Bailout!

Zentral-sozialistische Wirtschaftsplaner verstehen die Welt nicht mehr

Und Schäuble überlegt KFZ-Selbsterhalt zu besteuern- KFZ-Versicherungen drohen zu explodieren
http://wirtschaft.t-online.de/schaeuble-will-selbstbehalt-bei-der-autohaftpflicht-besteuern/id_58106126/index

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donWeb July 22, 2012 at 17:35

Hier ein Interview der RT mit Lord Simon Wolfson, der einen Preis für den besten Euroausstiegsplan ausgelobt hatte:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=83HdcCSIKgc
Kluger Mann!

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Sozialdemokraten gegen den Fiskalpakt July 22, 2012 at 19:02

Ach, um Amerika würde ich mir keine Sorgen machen. Die Amis erfinden sind stets neu und sind vor allem pragmatisch genug, hehre Prinzipien morgen in die Tonne zu treten, wenn die Realität eine andere ist. Schwer vorzustellen, dass Washington ökonomischen und politischen Suizid betreibt wie dies Europa unter der Herrschaft von Königin Angela I. vormacht.

Das Märchen von den eskalierenden Zinsen ist nun schon mehrere Jahre alt. Nichts wurde draus, trotzdem wärmt es der Autor in neoliberaler Verblendung wieder auf. Tatsache ist: die Risikoaufschläge sind über die letzten Jahre dramatisch gefallen, und zwar zusammen mit steigender Verschuldung. Eben aufgrund der selbstverschuldeten Krise in Europa und aufgrund einer pragmatisch interventionistischen Zentralbank. Warum sollte sich das ändern? Nein, von Seiten der Anleihemärkte droht Amerika kein Ungemach. Das fiskalische Kliff ist viel bedrohlicher. Dabei ist das Gequatsche der Republikaner an Dummheit kaum zu überbieten. Haben denn die Tax Cuts unter Bush irgendein zusätzliches Wachstum gebracht? Nein, unter Bush war das Wachstum vielmehr viel schwächer ausgeprägt als unter Clinton – und der hat seine Amtszeit bekanntlich mit happigen Steuererhöhungen begonnen. Die Steuersenkungen für Superreiche haben eine ganze Menge Geld an die spekulationsgetriebenen Aktien- und Rentenmärkte umgeleitet. Weder haben sie den Konsum noch die Investitionstätigkeit nennenswert beeinflusst. Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt gerade jetzt massive Steuererhöhungen zu beschließen. Aber der wirtschaftliche Effekt wäre wohl sehr gering – zumal die USA besser wachsen als die meisten europäischen Länder, Deutschland eingeschlossen. Problematischer sind die Kürzungen der Sozialbudgets, die nämlich direkt auf den Konsum und damit auch auf die Investitionstätigkeit durchschlagen. Zudem ist der lächerliche US-Sozialstaat kaum noch kürzungsfähig. Millionen Menschen beziehen Lebensmittelmarken. Die Arbeitslosigkeit hat sich verstetigt – trotz eines hire-and-fire Jobmarkts. Wenn hier jetzt massive Kürzungen stattfinden, dann gehen die USA wohl den griechischen Weg und auch in God’s own country kollabiert der soziale Friede. Ich kann Obama und den Demokraten deshalb nur alles gute wünschen! Schaut nach Europa! Schaut auf einen kollabierenden Kontinent, der unter dem Merkelmantra aus Radikalausterität und dogmatischer Geldpolitik dem Untergang entgegenschlittert.

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Tom July 23, 2012 at 00:25

Oh Mann, Du hast wahrscheinlich (in guter Sozialdemokratischer Manier) noch nicht begriffen, dass Politiker weder für Wachstum noch für Jobs sorgen, Die verbraten i.d.R. nur Steuerzahlerls Abgaben und schreien beständig nach mehr davon! Clinton als besseren Präsi hinzustellen als Bush ist die Ignoranz schlechthin. Warum? Weil Billy Blowjob Clinton mit der Aufhebung des Glass-Stegall-Acts die USA (und den Rest der Welt) dahin gebracht haben, wo sie heute sind! Jobs gabs damals en Massé, allerdings eben nicht im wertschöpfenden Bereich! Diese Jobs sind abgewandert, mehr als 5,5 Mio in den letzten 10 Jahren. Dienstleistung, Handel und Gastronomie brummte, dank der Schuldenorgie auf dem Hausmarkt! Was hat Obama in seiner bisherigen Amtszeit gemacht, um die Situation zu verbessern?? Richtig: NICHTS! Im Gegenteil, der brummt den Leuten noch seine Obamacare auf, wohl ignorierend, dass die Kosten im Gesundheitswesen durch Versicherungen nur noch mehr explodieren! Kennen wir ja aus DLand!
Völlig daneben ist Deine Aussage, dass der US-Sozialstaat “lächerlich” ist. Das zeugt von absoluter Unkenntnis und nachgeplapperter Dummschwätzerei! Doch dazu nur soviel: einem Pärchen,beide um die 20, unverheiratet, 2-3 Kinder (was nicht selten ist) geht es hier ohne Arbeit finanziel besser als mir, der 362 Tage im Jahr im eigenen Geschäft rödelt! Foodstamp-Empfänger haben mehr “Geld” für Lebensmittel zur Verfügung als jemand, der Vollzeit zum Minimum Wage ($ 7.25/h) arbeitet. Die USA sind diesbezüglich genauso sozialistisch wie DLand!
Und zum guten Schluss: In den USA ist die Politmischpoke genau so schlimm wie in DLand! Der dicke Siggi von Deiner Partei hats ebensowenig drauf wie das Merkel und der Obama! Die ALLE sind am Ende nur Puppets on the String, weil das System derart korrumpiert ist, dass es völlig egal ist, wer da das “Sagen” hat!
Ich könnte mich hier noch Seitenweise auslassen, aber ich lass es lieber, sonst klopft noch ne Gesinnungsbehörde an meine Tür! Ja, soweit sind wir ja nun auch schon wieder, dass man wegen einer amderem Meinung verfolgt wird….

Gruss
Tom

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Nina July 23, 2012 at 04:40

So ist es, Tom.

12 Millionen Amerikaner bestreiten eigenen Lebensunterhalt mittels Kleinkrediten
http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=22228

Auch Deutschland steuert in diese Richtung.

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Nina July 23, 2012 at 04:49

Her mit der Dispo-Bremse!
Sie haben Schulden? Konto überzogen? Sie schimpfen wie Grüne, SPD und Verbraucherschützer über die Horror-Zinssätze für Dispo-Kredite? Selbst dran schuld! Wie wäre es mit einer staatlich verordneten Dispo-Zinsobergrenze? Ein herrliches Wahlkampfthema und ganz realistisch…

Ein Dispokredit ist die einfache Art, erst sein Konto und dann sich finanziell selbst zu ruinieren. Diese Kredite kosten zehn bis elf Prozent für den vorgezogenen Konsum. Banken leihen sich Geld bei der EZB für lächerliche 0,75 Prozent leihen. Doch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner setzt jetzt auf mehr Transparenz – was immer das auch heißen mag. Sind Zinsen heute nicht überall abrufbar oder live auf dem Konto nach Einzug des Betrages zu spüren?
http://www.rottmeyer.de/her-mit-der-dispo-bremse/

Passt genau dazu.
Selbstdisziplin kaum noch vorhanden.
Der Schmerz im Schmalz braucht seine Beköstigung.

Die Wertekollision ist unvermeidlich. :-(
Und sie muß sehr groß werden, um den Schmalz neu auszurichten.

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die Simpsons July 23, 2012 at 05:51

Die Menschheit ist denkfaul und greift lieber zur blauen anstatt zur roten Pille. Man verweigert selbstverständlich, aus Angst und Unkenntnis der Realität ins Auge zu blicken und entsprechend zu agieren. Lieber wartet man auf das Klingeln des Sensenmannes.
Oder Die esoterische Variante von Licht- und Liebe und die Außerirdischen werden uns schon retten sind nur Illusionen und das Flüchten in eine Traumwelt, die der Sensenmann ebenfalls abrupt beenden wird.

Marco July 22, 2012 at 19:03

“Die Reichen der Welt haben einer Studie zufolge Finanzvermögen von 21 bis 32 Bill. US-Dollar in Steueroasen gebunkert. Dadurch seien den Staaten Einkommensteuern in Höhe von bis zu 280 Mrd. US-Dollar entgangen, heißt es in einer Untersuchung für die Organisation Tax Justice Network (Netzwerk für Steuergerechtigkeit).”

Also 280 Mrd. entgangene Steuern bei Schwarzgeldern in Höhe von 21 bis 32 Bill. Dollar (also ca. 1 Prozent). Hä? Irgendwie kriege ich das nicht auf die Reihe. Was ist denn das nun wieder für eine Berechnungsmethode? Also da hab ich irgendwie nen höheren Steuersatz, obwohl ich nicht zu den Spitzenverdienern gehöre, oder übersehe ich hier irgendwas?

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Reiche-bunkern-Billionen-article6788321.html

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Andreas Ludwig July 22, 2012 at 22:48
Andreas Ludwig July 22, 2012 at 22:50
Andreas Ludwig July 22, 2012 at 22:58

Italien wackelt nicht, es schüttelt sich. Das dauert hier keine Jahre mehr. Höchstens Monate. Wir sind auf der Zielgeraden. Nicht weit von den sozialen Unruhen entfernt. Das Feuer wird irgendwann überspringen. Dann werden wir sehen gegen wen die Bevölkerung zuerst kämpft. Gegen das Militär und der Polizei. Dann haben wir genau das, was einige schon vor langer Zeit vorhergesagt haben. Und dann brennt der Stall lichterloh. Und was hat dann das alles gebracht an diesem Euro festzuhalten ?

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dank July 22, 2012 at 23:27

@Marco: Passt gut auf das von Dir oben.
Echte Online Überwachung in trockenen Tüchern?

“Dieses technische Komitee ist eine interessante Mischung aus aktiven Geheimdienstleuten, ehemaligen solchen, die nun für Ausrüsterfirmen tätig sind, und Techniker derselben. Dazu kommen Polizeibeamte aus Spezialabteilungen, Ministerialbürokraten mit einschlägigen Aufgaben sowie Vertreter internationaler Telekoms und deren Zulieferer.

Aus dieser von Briten dominierten, aber auch von US-Personal stets gut besuchten Truppe stammt das hier zitierte Überwachungsdokument, das die “Anforderungen” von Geheimdiensten und Polizei ausformuliert. Und so soll die lückenlose Überwachung funktionieren.”

http://fm4.orf.at/stories/1701899/

WTF?
Bin weniger überrascht, das es nun kommt, aber wie auch in der Finanz/Wirtschaft gilt:
Keine VT kann hart genug sein um nicht durch die Realität übertroffen zu werden.

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Marco July 23, 2012 at 17:55

Danke für den Link!
Das mit den Verschlüsselungen bestärkt mich nur noch mehr darin, dass in diesem System auf gar nichts wirklich Verlass ist.

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