Verkehrte Welt – Merkels größter Fan-Block ist jetzt die Wall Street

by markusgaertner on 30/07/2012 · 13 comments

2012-07-29_2018

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Selten hat die Wall Street Angela Merkel so gefeiert, wie am Freitag. – Während miese Nachrichten von Facebook und von der Kaffee-Kette Starbucks die Anleger in New York bitter enttäuschten, sorgte die gemeinsame Erklärung der Bundeskanzlerin mit Frankreichs Präsident Francois Hollande – die beiden seien “entschlossen, alles zu tun um die Eurozone zu retten” – für einen riesen Sprung beim Dow Jones Index von fast 200 Punkten.

Die Schlagzeile in der US-Zeitung Philadelphia Inquirer zu der Merkel-Rally war eindeutig: “Merkel macht die Wall Street zu ihrem Fan”. So viel Lob haben Kapitalmärkte auf der anderen Seite des Atlantiks meistens nicht für die deutsche Kanzlerin.

Ob Nachrichten aus Europa in dieser Woche zu einer Fortsetzung der Rally in New York führen, ist ungewiss, aber eher unwahrscheinlich. Am Wochenende kam aus Berlin kräftiger Widerspruch gegen massive Käufe von Staatsanleihen aus Italien und Spanien durch die Europäische Zentralbank.

In der neuen Woche werden die Anleger und Investoren an der Wall Street eher auf die vielen wichtigen Konjunkturdaten zur US-Wirtschaft schauen. Denn die großen Nachrichten von der Bilanzsaison haben wir weitgehend gesehen.

Über die Hälfte der Firmen im S&P 500 – darunter Apple, Google, Facebook, Caterpillar und Bank of America – haben bereits ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt.

Dabei wurde bisher deutlich: Die Gewinne sahen ganz gut aus. Die Verkaufserlöse haben wegen der schwachen Eurozone und den langsamer wachsenden Schwellenländern aber oft enttäuscht. Und erst die Prognosen für die kommenden Monate. Sie bereiten den Börsianern immer mehr Sorgen.

Satte 71% der Firmen haben Quartalsgewinne berichtet, die oberhalb der Prognosen der Analysten lagen. Doch das Gewinnwachstum aller Firmen im Schnitt von 3,3% ist so schlecht wie seit 11 Quartalen nicht mehr.

“Im Großen und Ganzen war das keine schlechte Bilanzsaison”, sagt der Investmentchef John Praveen bei Prudential International, “doch einige der Firmen haben wirklich einen schwachen Ausblick offenbart, und sie wurden von den Anlegern dafür abgestraft.”

Zuletzt haben das am Freitag Facebook und die Kaffee-Kette Starbucks zu spüren bekommen. Beide Aktien verloren mehr als 10%.

Mehr dazu in meiner heutigen Börsenvorschau für die Wall Street am Montag bei G E V E S T O R

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{ 13 comments… read them below or add one }

Heiner Hannappel July 30, 2012 at 07:53

Eine notgedrungen kritische Betrachtung des Eurolandgemeinschaftsklinikums Brüssel /Frankfurt.
Eine extrem ernsthafte medizinische Analyse der Eurolandleiden:-)
Diagnose: Chronische Souveränitis die in Verbindung mit der Ackermanitis, welche in Verbindung mit dem Virus-Gierus heftige allergische Entzündung Schübe auslöst, so schließlich zum fatalen Multiorganversagen führt.

Das Euro Kind, man muss es einfach mal beim Namen nennen, wurde nicht in Liebe, sondern im Reagenzglas gezeugt, dumm nur, dieses war nicht steril, weil die Erzeuger sich nicht gänzlich die Keime von Gestern und Vorgestern von den Händen wuschen.Eigentlich war das Kind nicht nötig, gänzlich überflüssig, da jedes Familienmitglied in Europa sein eigenes Kind von Herzen liebte.Warum sollte man noch eines unter Zwang adoptieren, dass obendrein allen gehören sollte, dass Eigene sogar abschaffen? Jeder bei seinem Werdegang dreinreden konnte.Wer bezahlte denn später die eingeworfenen Scheiben, die Streiche welche das Kind ausheckt? (heute wissen wir es.) Bei der Geburt des Kindes Euro, über dessen Namen stritt man sich auch lange genug, hatten die begleitenden Geburtshelfer, die Professoren für Allgemeines und Irritationen Dr. Kohl und Dr.Mitterand schon unterschiedliche Meinungen, wie der Lebensweg des kleinen Euros denn auszusehen hätte. Doch wurden alle Wünsche des besorgten Geburtshelfers Dr.Kohl von seinem OP Partner Dr. Mitterand verwässert und so mündete der Streit über den Text der Geburtsurkunde von Maastricht in einer Vereinbarung, dass keiner die eingeworfenen Scheiben von klein Euro, wie auch die Folgen seiner Ungezogenheiten, Krankheitskosten, nachfolgend Unterhaltskosten bezahlen darf (!), darauf legte Professor Dr. Kohl großen Wert und beauftragte seinen Sanitätsrat Dr.Horst Köhler mit der Umsetzung dieser Flausen, Entschuldigung, no Bail Out Klausel.Später trat dieser, weil er diese, für Dr.Mitterand wie Nachfolger ungenießbaren Klauseln unverständlicherweise selbst quer verschluckt hatte wegen Unpässlichkeiten vom Amt des Lerninstituts in Berlin als Präsident zurück!
Dr. Mitterand´s späterer Nachfolger im OP, der eher in der Psychosomatischen Schmerztherapie angesiedelte Dr Sarkozy, welcher der Vorsitzenden Dr. Merkel der Deutschland AG, die zu 27% am Klinikum beteiligt ist, auf Spaziergängen an Badestränden gerne auf die Pelle rückt, brachte diese dazu, dem ehemaligen Sanitätsrad Köhler diese Klausel Kröte zum Verzehr vorzulegen, scheußlich! Aber Dr. Merkel, medizinisch unbedarft, trotzdem mit Dr. Sarkozy im Op stehend, ist sich für nichts zu schade, Hauptsache, sie hat ein Skalpell in der Hand, sei es auch nur als Droheffekt.Mir würde das schon reichen! Steht’s wechselnd Mitglieder des OP Teams tragen leider nicht zu besseren Op Methoden bei, wie an Dr. Hollande zu sehen, da die Erfahrung, am OP Tisch zu stehen, medizinische Unkenntnis nicht ausgleichen kann!
Doch, wie schon erwähnt, bei seiner, des Euros Zeugung war das Reagenzglas nicht steril. Aus der Souveränitis entwickelten sich unbekannte, hoch entzündlichen Krankheiten, an denen sich nun zu viele Bewohner des Eurolandes angesteckt haben. Zu viele fordern nun Einlass in die bequemen Behandlungsstationen der Brüsseler / Frankfurter Eurolandklinik, in welcher es von Fachleuten nur so wimmelt, meinte man. Heute wissen wir´s besser!
Euroland ist von mehreren resistenten Keimen befallen die da heißen: Egoismus-Pilz, Souveränitis, Spaltpilz, Verschuldungskeime in Kombination mit Vertragsdurchfall, dadurch Kräfteverfall inklusive siechendem Imunitätssystem.Die gängige Behandlung,…..streng vorgegebenes Fasten um wieder zu Kräften zu kommen!
Und wie in einem einmal so heimgesuchten Krankenhaus so nun die Brüsseler/Frankfurter Gemeinschaftsklinik erkrankt ein Patient nach dem anderen an diesen mittlerweile resistenten Krankheitskeimen!
Ratlos hasten Ärzte und Pflegekräfte von einem Zimmer zum anderen, ohne die Ursachen in den Griff zu bekommen, weil sie die Grundregeln im Gemeinschafts Eurozonenkrankenhaus Brüssel / Frankfurt missachtet haben, nämlich erstens die Hygiene, zweitens, den Patienten die Behandlungskosten, Therapie wie Medikation nicht bestimmen zu lassen.!Das hilfreiche, aber lästige Hygienehandbuch, auch in Maastricht geschrieben, verstaubt in den Sprechzimmernregalen der Eurooperateure, leider! Ignorant wurden Patienten aufgenommen, welche vorher doch zuerst einmal unter Quarantäne gestellt werden mussten.Nicht nötig. Stattdessen pumpte man diese mit Euroantibiotika so voll, dass auch bei den neu hinzugekommenen Patienten diese Spritzen nun wirkungslos sind. Ein Patient nach dem anderen liegt schwerst erkrankt im Zimmer, später auf der Intensivstation, dann wieder im Zimmer, ohne die für ihn die richtige OP angeordnet, geschweige vorbereitet, ausgeführt zu haben. So wurde bislang auch kein Patient wirklich gesund und landet konsequent immer wieder zwecks Notoperation im Brüsseler /Frankfurter Klinikum im OP Zimmer der personifizierten wie institutionellen Ratlosigkeit!
Hilflos kreisen dort die potenziellen Operateure um den OP Tisch, beschimpfen sich gegenseitig der Unfähigkeit, treten sich hinterhältig unter dem OP Tisch gegen´s Schienbein und schlagen denen, welche zu einem befreienden Schnitt ausholen wollen, ständig das Skalpell aus der Hand und reklamieren jeweils für sich ohne qualifizierte Ausbildung die Heilungskompetenz. Selbstverständlich werden Meinungen wie Ratschläge anderer, für diese Aufgaben prädestinierte Koryphäen in den Wind geschlagen, man hat ja seinen guten fachlichen Ruf zu verlieren. Anschließend, ohne OP wird der Patient wieder aus dem OP auf Station gebracht, bleibt ansteckend und bekommt nun eine andere Therapie, eine permanente Euroblutinfusion, denn alle haben seit 2001 die gleiche Blutgruppe! Da die Blutwerte weiterhin schlecht sind, bleibt eine Besserung aus, die Patienten ohne Heilungschancen. So geht es mit jeden Patient.Währenddessen verbreiten sich diese resistenten Keime im ganzen Eurokrankenhaus und selbst das Pflegepersonal, Verwaltungsangestellte, die Ärzteschaft, OP Team, Besucher nicht ausgeschlossen, fangen sich resistente Keime ein, da sie ständig zu Blutspenden (nun einheitliche Blutgruppe!!!) zwangsweise aufgefordert werden. Ein für die Keimvermehrung effizienter Kreislauf schließt sich! Die Zahl der Operateure, welche immer schläfriger entschlusslos um den Tisch herum stehen, oder wegen des besseren Erscheinungsbildes harmonisch zu singen versuchen, sinkt mit zunehmenden Blutspenden und Keimbelastung.Man wäscht sich nach ergebnislosen Op Treffen die Hände in Unschuld anstatt mit Desinfektionsmitteln!Ein unheilvoller Tanz im Kreis.
Im der ganzen Eurolandgemeinschaftsklinik Brüssel/Frankfurt spricht man über die Aufpäppelstation.Man witzelt, dass die dort in Mehrbettzimmern untergebrachten hauptberuflichen Wegelagerer untereinander so misstrauisch sind, dass sie vor dem Einschlafen ihre verbliebenen Habseligkeiten aus den Nachtschränkchen unter ihrer Bettdecke deponieren. Hinter vorgehaltener Hand nennt das Personal diese auch “Banditen”, welch ein Frevel! Mit Entziehungserscheinungen, da ihr Spekulations Wirkstoff Vertrauen rar geworden ist, liegen die ins Gerede gekommenen Finanziers dieses unproduktiven Behandlungstheaters, die Bankenbankkrotteure selbst wegen körperlicher Auszehrung auf der Aufpäppelstation des Brüsseler/Frankfurter Gemeinschaftskrankenhauses, in jede Malzeit wird Sahne gekippt, ja wirklich, so geht das(!) um wieder Fett(Geld)Polster anzusetzen. Alles selbstverständlich auf Rechnung der allgemeinen Ortskrankenkasse, deren Mitglieder, die wegen unaufhörlich umherwandernden, weiter zu reichenden Kollekten Körbchen für notleidende Wegelagerer Tennisarme bekommen, ihre Arbeit verlieren und obendrein ständige Beitragserhöhungen verkraften müssen.Die dazu erforderlichen Kollekten Messen werden in immer kürzeren Abständen überwiegend in der Klinikkapelle für gemeinschaftliches Gipfeltrauergedenken im Brüsseler Teil des Eurolandvertragskrankenhauses abgehalten.
Während des ganzen unwirklichen Geschehens dreht von den siechen Bankenbankrotteuren angefeuert der Verwaltungschef des Eurozonenhospitals Mario Draghi seine (Seine?) Gelddruckmaschine! Da Draghi bei derartiger Inkompetenz der handelnden / besser nicht handelnden Operateure, Ärzte, die Betriebskosten davonlaufen.Doch der Zauberlehrling Draghie vergas die Fenster in seinem Arbeitszimmer zu schließen und so flogen bei den zugigen, stürmischen Verhältnissen im Eurozonenlazarett die frisch gedruckten Scheine wirkungslos zum Fenster hinaus und……er dreht immer noch, ohne Unterlass und alle Welt bedient sich der Scheinchen, die der Zauberlehrling nicht mehr einfangen kann. Die Lösung des ganzen Krankheitsbildes mit fataler Diagnose ist eigentlich recht einfach, denn es helfen hier nur gezielte OP`s mit Entfernung zu kranker infektiöser Stellen des Eurokörpers in Kombination sogenannter Reserve-Antibiotikas, welche schon im medizinischen Handbuch aus Maastricht stehen, wie die No Bailout Pille und Hygiene.
Ohne getane Schnitte zu Europa hin, weisen alle anderen Schritte von Europa weg!

Heiner Hannappel
Koblenz
Tel: 026122287
E-Mail. heiner.hannappel@gmx.de

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donWeb July 30, 2012 at 10:35

“Die Lösung des ganzen Krankheitsbildes mit fataler Diagnose ist eigentlich recht einfach, denn es helfen hier nur gezielte OP`s mit Entfernung zu kranker infektiöser Stellen des Eurokörpers in Kombination sogenannter Reserve-Antibiotikas……”

Mit Verlaub, Sie schlagen keine Lösung des Krankheitsbildes vor, sondern eine kosmetische Operation mit anschließender Hygienebelehrung. Eine Handlung, die wohl erfolgversprechend wäre, wenn es sich hier “nur” um eine europäische Staatsschuldenkrise handeln würde. Wir sehen uns jedoch zusätzlich mit einer Goldkrise (http://www.goldseiten.de/artikel/144114–Wir-haben-eine-Goldkrise-keine-Dollarkrise-.html),
einer demokratischen Legitimierungskrise, einer moralischen Krise der systemischen Organe (Nutznießer), einer Verteilungskrise und nicht zuletzt einer Krise durch Machtkonzentration (+Mißbrauch) konfrontiert, um nur einige weitere chronische Krisen zu nennen.
Die Lösung kann keine Kernsanierung alter Systeme sein. Zu leicht werden diese alten Systeme mittlerweile von privaten Interessen ausgehebelt.

“Euroland ist von mehreren resistenten Keimen befallen die da heißen: Egoismus-Pilz, Souveränitis, Spaltpilz, …”
Aus Sicht der politischen Entscheider Europas sind das wohl Keime, die ansteckend sind. Aus meiner Sicht ist das die Medizin! Denn ich befürworte Regionalismus über Globalismus und wirtschaftl. Eigenverantwortung über Planwirtschaft. Es ist der Egoismus, der den Menschen motiviert und teilen läßt.
Mit einem simplen Herausschneiden der faulen Stellen wird es nicht getan sein.

“Stattdessen pumpte man diese mit Euroantibiotika so voll, dass auch bei den neu hinzugekommenen Patienten diese Spritzen nun wirkungslos sind.”
Was stellen in Ihrer Metapher Antibiotika dar? Mittel, die eine Ansteckung verhindern sollen?

Das Zusammenwachsen von Europa ist bereits auf einem guten Weg gewesen, bevor es den Euro gab, der plötzlich unterschiedlich leistungsfähige Volkswirtschaften in ein Abrechnungskorsett zwängte.
Da nichts in der Politik unabsichtlich geschieht, muss man sich doch fragen, warum der Euro also kam?
Warum kam er in einer Zeit, als Deutschland wiedervereinigt war und in Europa immer stärker wurde?
Warum erkannte Frankreich die historische Chance, Deutschlands Wachstum mit dem Euro an die eigene Währung zu binden, während England diese Chance aber nicht ergriff?
Mit einem simplen Herausschneiden der faulen Stellen wird es nicht getan sein, solange die Frage nicht beantwortet wird: Wer oder was sind denn die faulen Stellen? Und: Würde sich eine faule Stelle selbst herausschneiden?

“Ohne getane Schnitte zu Europa hin, weisen alle anderen Schritte von Europa weg! ”
Sehe ich nicht so. Genauso falsch wie: Fällt der Euro, fällt Europa!
Sind die Teile im Gleichgewicht, ist auch das Ganze im Gleichgewicht.

mfG DonWeb

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Victor July 30, 2012 at 10:56

“Das Zusammenwachsen von Europa ist bereits auf einem guten Weg gewesen, bevor es den Euro gab, der plötzlich unterschiedlich leistungsfähige Volkswirtschaften in ein Abrechnungskorsett zwängte.”

Frei nach Animal Farm: Da hat man Huhn, Schaaf, Kuh, Schwein zur eierlegengenden Wollmichsau zusammentransplantiert und wundert sich nun über Abstoßungseffekte – einige sind gleicher als andere… :-D

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Till July 30, 2012 at 14:25

Solange 50% des Gesamteinkommens (mit steigender Tendenz) auf eine ganz kleine Kaste von Leuten verteilt wird, muß dieses System in Schulden ersticken. Wie sonst auch sollen der große andere Teil seine Ausgaben machen und die Zinsen für die anderen 50% zahlen können, es sei denn mit neuen Schulden?

Keyne wird zwar von allen Seiten als verantwortungsloser Schuldenmacher kritisiert, aber er wollte die nur Renditen kassierende Schicht langsam aussterben lassen (Durch gestaffelte Vermögens-, Erbschafts- und Einkommenssteuern), so das es nicht zu diesem extremen Ungleichgewicht kommt, das sich nach den Reagonomics leider aufgebaut hat.

Das ganze Schlamassel ist entstanden, das in den 80ern (und seit dem beschleunigt) von einem gleichgewichteten System umgeschichtet wurde auf ein elitezentriertes System. Dies hat über Kreditblasen am Anfang eine gute Wachstumsexplosion hingelegt, aber jetzt heist es Schuldknechtschaft für alle. Oder Währungsreform und neu anfangen.

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donWeb July 30, 2012 at 16:16

Das ganze Schlamassel ist auch mMn in den 80ern entstanden, als die gesamtgesellschaftliche Durchsetzung des Computers und der elektronischen Datenverarbeitung ungeheure Rationalisierungsschübe entfesselte und die Lohnarbeit innerhalb der Warenherstellung immer weiter überflüssig machte. Der Arbeitsgesellschaft ging somit die Arbeit aus, gerade weil alle Beteiligten unter Anwendung neuster Technologien immer effizienter arbeiteten.
Die Krise ist deswegen ausgebrochen, weil alle Beteiligten ihre ökonomischen Funktionen in der Marktwirtschaft mit Bravour erfüllten. Niemand ist schuld am Krisenausbruch. Der Kapitalismus befindet sich genau deswegen in einer Systemkrise, weil alle ökonomischen Subjekte genau das möglichst effizient machten, was das System von ihnen verlangte. Die Konzentration von Vermögen erfolgte nach rein kapitalistischen Gesetzen!
(http://www.heise.de/tp/artikel/37/37100/1.html)
Mit welcher wirtschaftlichen Denkweise können wir dieses Problem überhaupt lösen? Ich glaube, mit einer Währungsreform ist es nicht getan.

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Heiner Hannappel July 30, 2012 at 17:48

Hallo don Web.
Sicher kann man zu dem Eurogeschehen verschiedene Ansichten haben. Doch dieses Thema nervt und veranlasste mich, trotz seiner Bedrückungen für Europa, zu einer humorvollen Betrachtungsweise,welche aus dem Smily hinter dem Titel “Eine extrem ernsthafte medizinische Analyse der Eurolandleiden :-) ersichtlich ist :-) !
Nur so wollte ich meinen Kommentar gesehen wissen.
Mit freundlichen Grüßen
Heiner Hannappel
Koblenz

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Heiner Hannappel July 30, 2012 at 17:56

Zu dem Eurogeschehen gibt es viele verschiedene Ansichten wie Blickwinkel ,don Web.
Trotz aller Bedrückungen für Europa durch die Eurosituation, wollte ich alles einmal durch eine Humorbrille betrachten,welches schon aus dem Smily hinter dem Kommentartitel “Eine extrem ernsthafte medizinische Analyse der Eurolandleiden :-) ersichtlich ist :-) !
Mit freundlichem Gruß
Heiner Hannappel
Koblenz

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Raus aus Deutschland July 31, 2012 at 05:26

100% Zustimmung!!!

Was jetzt kommt ist ganz normal nach einer durchzechten Nacht nämlich ein starker Kater.
Würde die Situation allerdings mehr mit einem Junky vergleichen der auf “Turkey” ist, hehehe.

Es muss erst wieder richtig abwärts gehen, bis es wieder aufwärts geht!

Die Seelen welche habgierig wurden müssen erst geläutert werden.

Kann sich jeder nach “seiner Fasson” das Richtige heraus suchen.

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Heiner Hannappel July 30, 2012 at 07:54

Was die Welt von Deutschland will, unser Land aber (noch!) nicht geben kann.
Nun braucht Spanien immer neue Hilfen.
So wird es nun immer weiter gehen. Als nächstes, Italien. Die Gläubiger werden immer weniger und für die wenigen wirds immer teurer!

Die Warnungen der Ratingagentur Moodys sind im Kern, wenn auch unbequem, absolut richtig. Mit Sicherheit werden auch die anderen Ratingagenturen im Sinne der US Regierung, welche im November vor Wahlen steht, die sie gewinnen will , mit ähnlichen Bewertungen folgen um weiteren dosierten Druck auf Deutschland auszuüben, seine noch gute Bonität schnellstmöglichst in den von allen ersehnten Euro-Bonds aufgehen zu lassen. Ein Geschenk für die Welt, Europas, die Schuldnerländer, die Banken. Alle wären glücklich, wenn Deutschland so seine Souveränität, seine Verfassungsrechte, sein Volksvermögen, Gespartes wie Immobilenvermögen von kreditbereinigten 8,5 Billionen Euro in die Waagschale zur Rettung des maroden Eurosystems werfen würde.Temporär wären für einige Zeit die Anlagemärkte beruhigt, doch eine dann schnell wieder einsetzende Schuldenmentalität in Europa würde diese Beruhigung zunichte machen und wir stünden dann schlechter als vorher da, allerdings dann mit einer Weichwährung.Der ev. installierte Fiskalpakt wird mit der Mehrheit der Schuldenläner sowieso relativiert, genau wie die Maastrichtkriterien!
Doch hier sind gravierende Widersprüche erkennbar.
Einerseits wird Deutschland so vor weiteren Risiken gewarnt, andererseits soll es sich für andere nach dem Rat von 17 führender (?)Ökonomen weiter engagieren, einen radikalem Umbau der Eurozone fördern. Doch wer bingt außer Deutschland Substanzielles zu diesem Umbau mit ein, keiner, wer will Souveränitäten opfern, keiner, wer wollte schon 1992 bei der Gestaltung der Eurozone Souveränititäten opfern, Deutschland. Wie denn nun ,was denn nun!? Einerseits soll durch den Fiskalpakt Haushaltsdisziplin eingehalten werden (hatten wir schon mit dem Maastrichtvertrag) andererseits können Deutschland mit der ev. Installierung des ESM riesige unbegrenzte Summen per Order di Mufti aufgebürdet werden!Hier konterkariert ein Vertragsinhalt den anderen!
Beklommen sehen wir in Europa, wie Politiker im Kreise herum tapsten und immer wieder über die gleichen in Vergangenheit liegen gelassenen Steine stolpern, die sie besser in den letzten 20 Jahren zum Bau des europäischen Hauses verwendet hätten, denn hier liegen die Ursachen allen Versagens, hier muss um weiteres sinnloses Handeln zu vermeiden, neu angesetzt werden, mit Inkaufnahme von Souveränitätsrechtsverlusten aller(!) Staaten der Eurozone!
Hier ist in Wirklichkeit nichts vom Ende her durchdacht, eigentlich ein Merkmal von unserer Bundeskanzlerin. Hier stossen drei Ökonomen-Welten aufeinander,die der Bundesregierung nahestehenden, die den amerikanischen Interessen, also des Kapitals dienenden, im Gegensatz dazu die, welche sich mit Hans Werner Sinn verbünden und bundesweit warnen, deren Logik noch (!) verpönt wird! Wir Bürger haben die Qual der Wahl und wenn wir uns dann im Kopf für eine Linie entschieden haben, können wir doch nichts aber auch gar nicht mit unserer Entscheidung ausrichten, da alle Entscheidungen von der durch Banken beeinflussten Bundesregierung, im beeinflussten Parlament, im beeinflussten Bundesrat, im beeinflussten Verfassungsgericht, dann von dem so beeindruckten Bundespräsidenten unterschrieben zum Gesetz werden, unwiederruflich!
Wie man hört wird der Sommer und Herbst für Euroland sehr heiss, für unsere Verfassung aber auch und die ist mir wie allen Deutschen lieb und heilig.

Heiner Hannappel

Raiffeisenstrasse 63
56072 Koblenz
Tel: 0261 22287

E-Mail: heiner.hannappel@gmx.de

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Tom July 30, 2012 at 16:43

“… die sie besser in den letzten 20 Jahren zum Bau des europäischen Hauses verwendet hätten, denn hier liegen die Ursachen allen Versagens…” —- Nein, Herr Hannappel, auch das sind alles nur Symptome der Krankheit, welche den Namen “Geld durch Schuld” trägt und die von den “Experten” wider besseren Wissens nicht erkannt werden will.

“…für unsere Verfassung aber auch und die ist mir wie allen Deutschen lieb und heilig.” —- Nein, Herr Hannappel, Deutschland hat keine Verfassung, sondern ein Grundgesetz als Verfassungsersatz, welches jederzeit vom Parlament, also von hörigen Parteisoldaten, geändert werden kann (im Gegensatz zu einer vom Volk beschlossenen Verfassung!)

Gruss
Tom

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Victor July 30, 2012 at 08:16
Victor July 30, 2012 at 08:58

NACHRICHTENUEBERBLICK_2012_07_28
verfasst von Barbara im Gelben Forum
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=261029

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Victor July 30, 2012 at 09:15

September: Crunchtime For Europe And Germany
http://www.zerohedge.com/news/september-crunchtime-europe-and-germany

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=261120
Die Kreditnachfrage der europäischen Unternehmen sank im zweiten Quartal 2012 um 25%. Die Kreditnachfrage der Verbraucher sank um 27%, die Kreditnachfrage der Häuslebauer um 21%. Quelle: ECB –> Zum Vergleich das I. Quartal 2012
Die Auftragsrückgänge für das dritte Quartal und später machen der Metallindustrie gewaltig zu schaffen. Preissteigerungen (einzig magere 0,4 – 0,8%) sind nahezu unmöglich und wir haben bei zahlreichen Großunternehmungen in NRW Probleme den Kapitaldienst für die nächsten 6 Monate zu planen (Teils nun auch wieder als Fortführungsprognosen). Ich spreche hier nicht von Kleinbetrieben, sondern von Betrieben, die jeder Leser kennt. Hier werden bereits in der kommenden Woche unerwartete (der Pressefreiheit sei dank) Insolvenzanmeldungen und Kurzarbeitanmeldungen für weitere Einstimmungen sorgen. Die Anmeldungen lassen sich gar nicht mehr hinausschieben. Wäre ein Wunder, wenn das wer absegnet. Die Gesamtmetall wird das schnell ausfürlicher beleuchten. Danach sollte man Ausschau halten; Siemens und Schäffler (Panikwechsel im Vorstand) geben ebenfalls die Richtung an. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau wird das auch nicht weiter unterm Tisch halten können. Wir sind von -6 auf geschätzte -18% runter. Das Inlandsgeschäft ist auf Talfahrtkurs! Zur Automobilindustrie nahm Martin Kapp ja ausführlich Stellung. Ein katastrophaler und nicht haltbarer Preiskampf für Zulieferer und die Anbieterkonzentration mit gewaltigen Ordermengen kann ich auch bestätigen! Das ist brutal und zwingt immer mehr Betriebe in die Knie. Der PKW-Ausstoß geht auch klar zurück. Die Auftragsrückgänge im LKW-Inlandsgeschäft bzw. europaweit sind auch Wahnsinn! Der Wachtum bei Drittlandsexporten verpufft durch Einzelfehlplanungen (Südamerikamarkt). Da stehen Milliardeninvestitionen vor dem aus. So lese und höre ich es auch teils direkt, jeden Tag. Jetzt ist die Politik am Zug, denn die Herabsetzungsanträge der Steuervorauszahlungen auf Gemeinde und Bundesebene machen Kopfzerbrechen. Da werden die Bayern zur Höchstform auflaufen. Und der 12. September rückt näher und mindestens zwei Abwertungen kommen noch!”

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