Die Hilferufe werden lauter – Draghinanke soll es richten, und zwar gefälligst schnell

by markusgaertner on 31/07/2012 · 3 comments

IKONE_BÖRSE

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… So jedenfalls die immer drängenderen Forderungen an den Finanzmärkten. Dort hält man es ja längst für selbstverständlich, im Mittelpunkt des Universums zu stehen – und diesen natürlich selbst zu definieren.

Auf zwei Gewinner kamen jeweils drei Verlierer. So war das Kursverhältnis zwischen den Aktien in New York am Montag. Die Rally machte nach zwei Tagen – den zwei stärksten hintereinander in diesem Jahr – eine Pause. Der Dow Jones Index gab nur zwei Punkte ab, auf 13.073. Der S&P 500 landete mit -0,67 Zählern noch knapper unterhalb der Nulllinie (-0,05%). Die Nasdaq verbucht ein Minus von 0,4%.

“Die Börsianer hatten sich am Wochenende ihre Portfolios angeschaut und nach diesem kräftigen Anstieg am Donnerstag und Freitag einige Verkäufe erwartet”, erklärt Rick Fier. Er ist Direktor für den Aktienhandel beim Brokerhaus Conifer Securities in New York. Für Rick Fier steht allerdings fest: “Dies ist ein extrem frustrierender Markt, Leute die auf sinkende Kurse gesetzt hatten, haben sich völlig die Finger verbrannt, und Leute die gekauft haben, haben auch keinen so großen Schnitt gemacht.”

Daraus spricht wirklich Frust. Er hat aber weniger mit den Kursen zu tun, dafür mehr mit den Notenbanken. Die Anleger und Investoren wollen ein beherztes Eingreifen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank (Fed) sehen. Und zwar schnell.

Doch die Fed tagt erst ab heute zwei Tage lang. Und die EZB folgt am Donnerstag. Die Wall Street wird an ihrer schwächsten Stelle getestet: Geduld. Dabei sind viele Beobachter und Analysten der Überzeugung, dass die Fed vor dem September nichts unternehmen wird, um die Konjunktur weiter anzuschieben.

Sie spielt auf Zeit. Denn es ist derzeit nicht ganz klar, wie stark die US-Konjunktur abbremst. Daher wissen die Geldhüter in Washington auch noch nicht, wieviel Munition sie einsetzen müssen, wenn sie die nächste große Kaufaktion für Anleihen (QE3) starten. Was die EZB angeht, da werden die Nerven der Wall Street noch mehr strapaziert. Spanien kann sich nicht alleine helfen, vermuten viele in New York, also muss EZB-Präsident Mario Draghi ganz schnell sein Versprechen von der Vorwoche einlösen, dass er alles tut, um den Euro zu retten.

Doch die massiven Käufe von spanischen und italienischen Anleihen, die Draghi gerne starten würde, lehnen Bundesbank und Bundesregierung bisher ab. In den Augen der Wall Street sieht das so aus, als würden die Stadtwerke nicht das Wasser für die Feuerwehr freigeben. – Weiter geht es wie üblich bei diesen Börsenvorschauen für New York bei Gevestor

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dank July 31, 2012 at 08:26

“Supermario wirds schon richten”:

http://www.querschuesse.de/europaische-bankenaufsicht-mit-mario-draghi-und-banken-am-runden-g30-tisch/
Der Mainstream stöhnt vor Überraschung auf…

Ist er noch so lange im Amt oder wird der Kopf rollen?

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vlk July 31, 2012 at 14:36

Und das kommt ausgerechnet jetzt ?

http://www.handelsblatt.com/politik/international/ezb-chef-draghi-unter-lobbyismus-verdacht/6941502.html

Was ist neu daran an EX-Goldmännern ???

Halb Europa ist verseucht damit

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dank July 31, 2012 at 16:23

Für uns ist das nicht neu – aber für die Journaille, die sich noch nie mit so was auseinander setzten durfte/musste, schon. Besonders für viele die auf Papier arbeiten. Das Web ist eben 6 Monate voraus.
Gibts Politiker, die nicht unter Lobbyismus-Verdacht fallen oder zum Lobbyisten mutiert sind?
Finds einfach komisch – also im Sinne von lustig.
Wir werden bald vollends erleuchtet werden… die letzte VT wird ausgeräumt und dann leg ich mich schallend lachend in den Keller.

Der Zusammenhang zwischen Müll und Konsum ist offensichtlich.
Aber darauf muss ma erst einmal kommen. Genial.
Da gibts wahrscheinlich aber noch mehr so Paarungen bei denen die geschönten Statistiken auffallen würden…

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