USA – Energieboom a lá Hofbräuhaus: Bohren, fracken, zapfen, glänzen (Kater inbegriffen)

by markusgaertner on 31/07/2012 · 1 comment

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Der Audiomitschnitt weiter unten basiert auf einem Interview, das ich heute im „Wirtschaftsgespräch“ für das DeutschlandRadio Wissen in Köln gegeben habe. Der Teaser stammt von der DLR-Webseite …

Während die Ölpreise ständig steigen, erlebt die Energiewirtschaft in den USA einen Aufschwung – durch billige Gasproduktion. Mittels des sogenannten „frackings“ werden gigantische Gasvorkommen in Schiefergestein abgebaut.

Das hat zu einem Preissturz geführt: rund 80 Prozent innerhalb von vier Jahren. Gas ist als Energieträger mittlerweile so günstig geworden, dass selbst Stahlfabriken von Koks auf Gas umsteigen. Neue Fabriken werden errichtet, Arbeitsplätze geschaffen – die Gasförderung entwickelt sich zur Jobmaschine.

Die ökologischen Folgekosten dieser Entwicklung werden vor diesem Hintergrund in den USA nur wenig diskutiert. Dies liegt einerseits daran, dass die Gasförderung vor allen in bevölkerungsschwachen Bundesstaaten wie Montana und North Dakota stattfindet.

Andererseits aber hat die Lobby der Energieunternehmen in Washington ganze Arbeit geleistet. Die Aussicht auf Jobs lässt alle Zweifel in der amerikanischen Administration verschwinden. Dabei kann man mancherorts, wenn man den Wasserhahn aufdreht, das kühle Nass anzünden. Der Gasgehalt ist hoch genug, berichtet der Wirtschaftsjournalist Markus Gärtner aus Nordamerika.

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