Rendite-Jagd, Neutrinos, Wall Street-Drohnen und das Ende der Physik

by markusgaertner on 07/08/2012 · 70 comments

2012-01-31_0944

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Wenn ich zum örtlichen Starbucks fahre, einen Latte holen, komme ich drei Blocks von meinem Haus entfernt in der Austin Avenue an einer kleinen Kirche vorbei. Jedes Mal prangt auf einem Schild am Eingang ein anderer Spruch, der die Aufmerksamkeit der vorbei rauschenden Autofahrer erheischen soll: “Wenn Jesus Dein Co-Pilot ist, wechsle die Sitze”, stand da einmal. Das fand ich witzig. Beim letzten Mal, als ich vorbeifuhr, am Montag, stand dort “Über 2000 Jahre unter dem gleichen Management.”

Das fand ich noch besser.

Gerade habe ich in der Huffington Post einen sehr interessanten Artikel über die jüngste technische Entwicklung an der Wall Street gelesen. Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, ob man nicht künftig, um den Atlantik auch für Börsianer schneller überwinden und das Trading-Tempo weiter steigern zu können (London-New York) Partikel-Beschleuniger einsetzen kann.

Diese könnten superkleine Neutrinos, kleiner als ein Atom, mit Lichtgeschwindigkeit mitten durch die Erde schießen, versehen mit Botschaften wie: “Verkaufe 10.000 Facebook-Aktien.”

So ein Ding könnten sich reiche Investoren dann in den Keller stellen, zum Beispiel in Kuala Lumpur, oder in Oberammergau, und statt des Anrufs bei Goldman Sachs könnten sie einfach direkt in New York eingreifen, vielleicht sogar der Bank bei dem ein oder anderen Deal ausnahmsweise zuvorkommen. “Hey, Speedy, Du lahme Gurke, ich habe Dich heute wieder abgehängt.” Wie früher beim Kavalierstart an der Ampel, nur mit Rendite. Raumschiff Enterprise wäre ein müdes Mofa gegen dieses Szenario.

Die Stoßrichtung ist klar: Es geht darum, wie die technische Aufrüstung des Wertpapierhandels in New York – und an anderen führenden Börsen – weiter getrieben werden kann – oder sagen wir neutraler: Beschleunigt werden kann.

In dem Beitrag in der Huffington Post wird bis hin zum Einsatz von Drohnen spekuliert, was sich alles machen ließe, um das Tempo an der Wall Street weiter zu erhöhen.

Und dieser Gedanke scheint nicht alleine die Huffington Post zu beschäftigen.

Dazu kann man heute auf der Webseite “Wired” ein schönes Stück über “tobende Bullen” lesen. Der Untertitel: “Wie die Wall Street vom Lichtgeschwindigkeits-Handel abhängig wurde.” Der Autor stellt mit fast nostalgischem Unterton fest, dass es mal eine Zeit gab, als an der Wall Street in Firmen investiert wurde, die richtige Produkte herstellten. – Jetzt werde dagegen nur noch auf Technik gewettet, die schnellere und immer schnellere Trades erlaubt.

Hier ein Zitat aus dem Stück von Jerry Adler:

One of the major themes of this year’s conference was “the race to the bottom,” the cost-is-no-object competition for the absolute theoretical minimum trade time. This variable, called latency, is rapidly approaching the physical limits of the universe set by quantum mechanics and relativity. But perhaps not even Einstein fully appreciated the degree to which electromagnetic waves bend in the presence of money. Kevin McPartland of the Tabb Group, which compiles information on the financial industry, projected that companies would spend $2.2 billion in 2010 on trading infrastructure—the high-speed servers that process trades and the fiber-optic cables that link them in a globe-spanning network.

Die zentrale Feststellung mit Blick auf den Finanzdienstleister Knight Capital, der vergangene Woche bei einem Software-Fauxpas im Flash-Trading 440 Mill. Dollar verlor, ist die: Es dauerte nur eine Stunde, um dieses Unternehmen, das zuvor 10% des Aktienhandels in den USA abwickelte, zu ruinieren. Jedenfalls fast. Hier die entscheidende Fragestellung in dem Wired-Bericht:

News reports describe the bulk of the bad trades happening in less than an hour, a computer-driven descent that has the financial community once again asking if its pursuit of profits has led to software agents that are fast yet dumb and out of control. We’re posting this story in advance of its publication in Wired’s September issue because it examines how Wall Street has gotten to the point where flash failures come with increasing frequency, and how much further traders seem willing to go in pursuit of ever-greater speed.

Unweigerlich denkt man da zurück, auch mit Blick auf meine Eingangsbemerkung mit den “2000 Jahren unter gleichem Management”.

Es hat 25 Jahre gedauert, Detroit kaputt zu wirtschaften. Es dauerte noch 10 Jahre nach dem Dotcom-Crash, um den einstigen Dotcom-Star Nortel mit dem Zerfleddern seiner Patente faktisch zu begraben. Und es dauerte nur vier Jahre, bis Apple mit dem iPhone den einstigen Smartphone-Superstar Research in Motion (Kanada) – der zehn Jahre vor dem iPhone die BlackBerries gebracht hatte – völlig an die Wand zu spielen.

Jetzt geht es – dank Wall Street – sogar schon im Minutentakt, Firmen in den Boden zu rammen. Im 19. Jahrhundert hat man dafür die berühmten drei Generationen gebraucht.

Was sagt uns das, und was bedeutet es ? Es bedeutet, dass wir hier einen Beweis zusätzlich haben, dass die Menschheit sich gar nicht erst fragt, ob sie an eherne Grenzen stößt. Sie will einfach immer weiter, zumindest diejenigen, die Einfluss auf Tempo, Kraft, Renditen und anderes haben, womit sich immer neue Rekorde aufstellen lassen.

Wir machen es ihnen leicht: Usain Bolt nach 7,5 Sekunden durchs Ziel ? Das wollen wir auch noch sehen. Roger Federer mit einem Aufschlag, bei dem der gelbe Ball die Schallmauer durchbricht ? Her damit. Autos, die auf der Überholspur (Wie Lucky Luke im Cartoon beim Revolver ziehen) den eigenen Schatten abhängen ? Cool. Lebensverlängernde Stammzellen ? Wollten wir schon immer haben. Und Aktientrades, die den Verkauf vor dem Kauf ausführen ? Das wäre eine charmante Gewinngarantie.

Wir sind als Menschheit aber an einem Punkt angelangt, wo wir erstmals unsere Lebensqualität nur dadurch verbessern können, dass wir es mit weniger versuchen, am besten auch ein bisschen langsamer.

Aber wer an der physischen Grenze noch eins drauflegen will, muss damit rechnen, dass der Reifen platzt, oder der Muskel reißt, oder der Neutrino den Facebook-Auftrag vergurkt, oder das entfesselte Klima uns alle verschlingt.

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HaPennyBacon August 8, 2012 at 04:24

Schaun wir uns doch mal den aktuellen Glücksspiel-Staatsvertrag für Deutschland an. Besonders §4d Absatz 2 sollte doch die Zockerei an den Börsen auch sofort beenden finde ich :-)
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-17.pdf?von=55&bis=89
Ansonsten könnte man auch für den Erwerb von Aktien, wie bei jedem anderen Kauf auch, die volle Umsatzsteuer berechnen.

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Petra Bergermann August 8, 2012 at 05:34

Der Physikprofessor Harald Lesch hat just zum Thema “Hochgeschwindigkeitshandel” eine sehr sehenswerte Sendung Sendung gemacht:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1503614/Sind-wir-eigentlich-wahnsinnig%3F-#/beitrag/video/1503614/Sind-wir-eigentlich-wahnsinnig%3F-

Viel Vergnügen!

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Ert August 8, 2012 at 05:54

Danke, sehr sehenswert!

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O.T. August 8, 2012 at 16:44

Was für ein Geschwafel …

Alles was möglich ist, wird irgendwann gemacht!
Wie dumm muß man sein, um das nicht zu raffen?

10 Minuten, und diese Type schwafelt noch immer von den Mond und Sternen …

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Petra Bergermann August 8, 2012 at 20:09

Die Geschmäcker der Publikümer sind halt verschieden. :)

Dass der Hochfrequenzhandel sinnlos und zerstörerisch ist, weil er jedes menschliche Maß überschreitet, ist wohl hier Konsens? Und dass es schneller als die Lichtgeschwindigkeit auch nicht geht, ist wohl auch Konsens? Wer also Geschäfte in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit abwickeln will, hat höchstwahrscheinlich nicht alle Tassen im Schrank und/oder im Physik-Unterricht unter der Bank am Börsenspiel teilgenommen, statt aufzupassen. Oder irre ich mich da?

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O.T. August 9, 2012 at 20:17

Warum sollte das Konsens sein?
Klar, für Leute für die Konsens ist, das Gewinne unmoralisch sind – ist das Konsens.
Und auch für Leute, die mir gerne in die Tasche greifen, um sich zu bereichern: also Politiker, Neider, Nichtskönner, Sozialklempner … etc. pp.

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Petra Bergermann August 12, 2012 at 09:17

Wie ist es mit der “Erwirtschaftung” von Gewinnen durch Spekulation mit Grundnahrungsmitteln? Sind solche Gewinne moralisch?
Ein Geschäft, das offenbar die Zahl der Hungerleider (und Hungertoten) auf der Erde deutlich erhöht? Von dem “Milleniumsziel” der UN, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, ist schon lange nicht mehr die Rede, die Zahl der Hungernden hat sich in Wirklichkeit erhöht. Hungern muß wohl was Tolles sein, wenn es so viele Menschen machen.

O.T. August 13, 2012 at 12:50

Warum hungern Menschen?
Die blödsinnig Biospritproduktion hat damit sicher nichts tun das sich Preise erhöhen, oder?
Oder die Mißwirtschaft der Eliten des Landes, oder?

Klar, die Spekulanten sinds mal wieder …

peterb August 9, 2012 at 15:19

Unglaublich Logik.
Natürlich ist es möglich, Menschen zu foltern und zu ermorden. Und es wird auch gemacht.
Aber soll es deswegen gestattet sein?
Ist es deswegen sinnvoll?

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O.T. August 9, 2012 at 20:12

Hochfrequenzhandel: Die Firmen verdienen damit Geld, also ist es sinnvoll. Ich, als Kleinanleger verliere keine müde Mark – warum sollte mich stören, das die Märkte liquide sind.

Ich gestehe, das ich mir das Geschwafel nicht bis zum Ende angetan habe – vielleicht kam ja irgendwas sinnvolles – außer das ich diesem Typ einen Zahnarztbesuch sehr sehr dringend nahe legen würde!

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Petra Bergermann August 12, 2012 at 09:19

Literaturtipp: “Falschgeld – Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit” von Samirah Kenawi
Viel Spaß beim Lesen!

dank August 8, 2012 at 07:24

Solange der Mensch noch keine direkte Schnittstelle für den Computerhandel an seinen Nervenenden hat, ist das alles noch viel zu langsam… ;-)
Aber wir arbeiten daran, wenn auch “nur” mit indirekter Verbindung:
http://www.krone.at/Hardware-Software/Stephen_Hawking_als_Tester_iBrain_liest_Gedanken-Hightech-Stirnband-Story-317477
Die morgendliche automatische Inception meiner Lieblingsblogs sollte da doch bald in Reichweite kommen – samt dem WIFI-Chip im Nasenflügel…

Hochgeschwindigkeitshandel und die Macken in Romanform:
Angst – Robert Harris

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donWeb August 8, 2012 at 12:03

“Solange der Mensch noch keine direkte Schnittstelle für den Computerhandel an seinen Nervenenden hat, ist das alles noch viel zu langsam… ”

Versuchen sie mit dem HFT doch eher krampfhaft, den Menschen aus der Gleichung zu nehmen und mit ihm die Haftung für angerichtetes Unheil. Was kommt heraus, wenn zwei oder mehr HFT-Algos sich in die Quere kommen?
1) Es ist unvorhersagbar und deshalb auch nicht verstehbar
2) Rechtlich haftet keiner, da 1) und finanziell haftet der/die Verlierer mit dem Vermögen
3) Es passiert so schnell, daß der Schaden nicht abzuwenden ist
4) Fundamentale Marktdaten werden unter anderem durch Abfischen der Limits verzerrt
5) Algos kümmern sich nicht um (die Zerstörung der) Werte, sie kümmern sich um Preise!
6) Hat das Auftragsbuch keine Limits, kann der ganze Markt nach Belieben gesteuert werden.
(Stichwort: Executive Order 12631)

http://www.dividist.com/2012/08/rise-of-algos-knight-capital-and.html

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donWeb August 8, 2012 at 12:05
HaPennyBacon August 8, 2012 at 07:55

Ob die Leute die in der ersten Reihe sitzen tatsächlich immer eine Vorsprung haben wage ich mal zu bezweifeln. Oft reagieren die nämlich bei Amokläufen anderer Computer oder Fehler von anderen Tradern mit und landen dabei heftigste Verluste. Das nennt sich dann Flash-Crash und man findet einiges dazu im Internet. Hatte das selber vor ein paar Monaten beim Pferderennen fast in Echtzeit gesehen, wie Leute ein paar Tausender versenkt haben weil sie “live” dabei waren. Gibt nämlich auch eine Börse für Sportwetten und bei vielen Veranstaltungen kann man auch während des Spiels oder wenn das Rennen läuft wetten. Das geht nicht nur auf den oder die Gewinner, sondern man kann auch darauf wetten das ein Pferd verliert. Auf den Rennbahnen gibt es dazu extra Boxen die solche für viel Geld “Trader” mieten können. Die haben dann auf jeden Fall mindestens 2 Sekunden Vorsprung vor den Leuten an den Fernsehern oder im Internet.
Hier das Rennen bei dem die Zocker vor Ort fest davon ausgingen, das dieses Pferd nicht mehr gewinnen kann:
http://www.youtube.com/watch?v=D3s1-8hC-xU

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Andreas Ludwig August 8, 2012 at 09:54

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/08/46252/

wenn man auf das Deutsche Justizportal geht und nach Insolvenzen sucht (Eröffnungen BRD alle Betriebe mit HRB) kommt man vom 01.07.-01.08. auf über 200 Unternehmen. Da sind die Betriebe noch gar nicht dabei die im HRA verzeichnet sind und die gerade angemeldet haben. Oder die mangels Masse abgelehnt werden. Nach meinen Recherchen sind das seit Jahresanfang zusammengezählt mehr als 15000 Unternehmen zur Jahreshälfte.Da können wir die Spanier locker schlagen.

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Victor August 8, 2012 at 10:01

Die Plünderungen beginnen:
http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=23044

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die Simpsons August 8, 2012 at 11:05

Das Wort Plünderungen ist in diesem Zusammenhang völlig überzogen. Es geht ausschließlich um Grundnahrungsmittel. Aber und letztendlich geht es darum zu erkennen, welche gesellschaftlichen Auswirkungen, die ins Leere laufenden “Rettungsmaßnahmen”, noch auf uns zu kommen könnten. Und in der Tat es sieht zappenduster aus! Ein System, das nur ums Überleben kämpft sprich Bankster, Versicherungen, Konzerne, Regierungen und Eliten gegen den Rest der Welt. Kein Plan B, das System muss erhalten bleiben, koste es was es wolle – Was soll da Vernünftiges rauskommen?

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dank August 8, 2012 at 11:47
Victor August 8, 2012 at 12:56

@Tom
Wenn im Winter Bedürftige bei dir in der Mall gratis eingekleidet werden (steigende Heizkosten…), bist du dann begeistert und fährst die noch nach Hause??

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Tom August 8, 2012 at 16:30

@Victor

Mal ganz davon abgesehen, dass es bei uns nicht wirklich warmer Kleidung bedarf, möchte ich folgendes dazu sagen:

1. Wenn ein solches Ansinnen an uns als kleinen lokalen Laden gestellt werden würde, wären wir sicherlich zu einer KLEINEN Sachspende bereit.
2. Den grossen Ketten, und Marken, die am Ende durch ihr gnadenloses Verlagern der Produktion nach sonstwo in erheblichem Masse zur Misere beigetragen haben ( 55.000 Fabriken, 6 Mio Jobs in den letzten 10 Jahren!!!) wünsche ich regelrechte Riots an den Hals! Und dies ganz besonders denen, die noch nicht mal davor zurückschrecken, mit patriotischen Namen und Parolen ihren Made in Sonstwo-Kram an den Mann zu bringen!!
Guckst Du hier:
http://www.youtube.com/watch?v=m0c7E2AMBOI

Gruss
Tom

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Victor August 9, 2012 at 10:38

Nagut, die paar Einkaufswagen wird eher die Portokasse der großen Supermarktketten betreffen – und NACH dem Füllen der Einkaufswagen wurde über das Ansinnen verhandelt.
Hoffentlich wird zukünftig immer erst gewissenhaft eruiert, wer zur Zielgruppe der “müssen wir die Enteigner enteignen!” passt :-)

Die human-(health)-capital-costs von Markenartikeln finde ich gruseliger als den rein patriotischen Aspekt, Staublungen in der Türkei waren da nur Wehwehchen.

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Tom August 9, 2012 at 16:24

Natürlich hast Du Recht, Victor, die Bedingunge, unter denen viele Markenartikel, incl. das Zeugs von der Firma mit dem angebissenem Obst hergestellt werden, gehören normalerwqeise täglich an den Pranger gestellt.
Mir ging es jedoch um den Fakt: Wer ausserhalb der USA kauft denn ein “Texas Longhorns” Shirt, Made in Malaysia? Oder ein Flaggenhemd “Made in India”? Schade, dass man hier keine Fotos psoten kann! Die Krone von allem, was ich jeh gesehen (und fotografiert) habe war ein Armband mit dem Aufdruck: “Support our Troups” mit der Herstellerangabe “Made in China”.Von den Kunden wird erwartet, dass sie diese Produkte eben genau aus einer patriotischen Einstellung heraus solche Sachen kaufen.

Wie sich das anfühlt, von anderen “enteignet” zu werden, habe ich schon mehrfach erlebt, und zwar in mehreren Leveln. Meine persönliche Erfahrung reicht vom Diebstahl eines einzelnen T-Shirts, über den Klau ganzer Stapel, dem Einbruch mit Aufberechen der Kasse bis hin zum totalen Ausräumen des Ladens. Sochen Dingen ist man im Grunde trotz allermöglicher Sicherheitstechnik hilflos ausgeliefert, zumal es die Polizei am Ende ohnehin nicht interessiert.

Gruss
Tom

Andreas Ludwig August 8, 2012 at 10:12

http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,848850,00.html

und was sagt uns das? Mache niemals Geschäfte mit dem Staat oder Kommunen. Du läufst nur deinem Geld hinterher

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Bernd August 8, 2012 at 14:59

Neutino-Handel? Da kann man mal sehen, dass die Verrückten an der Börse jetzt endgültig durchdrehen! Neutrinos lassen sich extrem schwer nachweisen, denn Neutrinos reagieren kaum mit anderen Teilchen. Heutige Neutrino-Detektoren sind ziemlich groß, im Keller eines durchgeknallten Daytraders od. Banksters ist jedenfalls nicht genug Platz für so einen Detektor. Solche Detektoren beginnen bei Einfamilienhausgröße bis hin zu 1 Kubikkilometer, und trotzdem werden nur wenige Neutrinos eingefangen. Auch der technische Fortschritt wird daran nicht viel ändern. Allein die Tatsache, dass diese Irren darüber nachdenken zeigt doch, dass es bald knallen muß.

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HaPennyBacon August 8, 2012 at 16:24

Es geht doch auch wesentlich eleganter. Mein Vorschlag wäre die City Of London einzupacken, über den großen Teich zu schippern und in Manhatten wieder aufzubauen. Das dürfte die Reaktionszeiten auf deutlich unter eine Millisekunde drücken und die Umzugskosten locker in einer Woche wieder reinholen.
(Ich müsste mir den Vorschlag eigentlich patentieren lassen oder?)

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Tom August 8, 2012 at 16:38

Man könnte auch in einem unbewohnten Gebiet auf dieser Welt einen Prima “Börsen-Kontnent” einrichten, wo diese Junkies sich gegenseitig 24/7 alle möglichen “Werte” verkaufen können. So ein richtiges Zocker-Paradies halt, bestehend ausschliesslich aus Banken, Börsen und natürlich muss auch eine Zentralbank her, die bei bedarf Rettungsschirme aufspannt! Das ganze unterteilt man dann in ein paar Regionen, die sich dann gegenseititg Retten können. Realwirtschaft braucht man dort nicht, die spielt in deren Welt ohnehin keine Rolle. Damit wären wir dieses Pack los und die hätten weiterhin ihren “Kick”.

Gruss
Tom

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Marco August 8, 2012 at 17:03

“Man könnte auch in einem unbewohnten Gebiet auf dieser Welt einen Prima “Börsen-Kontnent” einrichten, wo diese Junkies sich gegenseitig 24/7 alle möglichen “Werte” verkaufen können.”

Jetzt weiß ich endlich, warum die Amis auf den Mars wollen ;-)

Das totale Zockerparadies. Und vielleicht geht der Handel in der Schwerelosigkeit dann ja noch schneller…

Die größeren Manipulationsgeschäfte könnte man dann ja auf der Marsrückseite mache, damit sie nicht so schnell auffallen.

Also ich persönlich hätte nichts dagegen, die ganzen Jungs incl. Ratingagenturen usw. da hoch zu schießen.

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Andreas Ludwig August 8, 2012 at 17:38

Der beste Ort für die wäre der Knast. Dann könnten sie sogar neben dem Handel noch Schiffe versenken spielen.

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Andreas Ludwig August 8, 2012 at 17:41

Von Zelle zu Zelle. Und am besten in so eine Amerikanische Vierer Bude, wo noch zwei Bodygestählte schwule Hobbyköche ihren Spass haben wollen….

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Andreas Ludwig August 8, 2012 at 17:46

Und am besten unseren Anmassenden Papst auch noch mit da rein. Der darf dann während des Aktes 2000 mal runter beten, meine Bank darf kein Geld waschen.

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Nina August 8, 2012 at 17:48

Die Währungen der Zukunft: Gibt es ein Leben nach dem Dollar?
http://german.ruvr.ru/2012_08_08/84434223/

Es wird ein sehr widersprüchlicher und schwer durchschaubarer Verlauf werden, wie das immer bei Epochenwechsel der Fall war.
Jetzt sind wir eben dran.

Unsere Vorfahren hatten weit aus schwerere Lasten zu tragen.
Der Weg dort hin bahnt die Veränderung.

Die Natur gibt die Begleitmusik.

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Andreas Ludwig August 8, 2012 at 17:55

Unser kleiner selbsternannter Gottes Stellvertreter auf Erden. Eins weiss ich, von all denen die seit 2000 Jahren das Management vertreten, sitzt keiner in der ersten Reihe im Himmelreich.

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Andreas Ludwig August 8, 2012 at 18:01

@ nina
Dat weißt du nicht wat wir noch für Lasten tragen werden. Ich hoffe es bleibt bei ein bisken Geld vernichten und in die Armut treiben. Aber vielleicht ist es besser in den Krieg zu ziehen und ne schnelle Kugel, wie 20 Jahre unter ne Brücke leben.

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dank August 8, 2012 at 19:57

Wäre nicht Nord- oder Südpol noch besser – oder einfach gesagt der Punkt auf der Kugel auf dem sich alle Breitengrade treffen – da ein Rundbau mit 24 Tortenstückchen in der richtigen Größen und die können alle nonstop von Raum zu Raum das Geld weiterreichen und “vermehren”. ;-) Mit echten Öffnungszeiten für die einzelnen Räume – die Tois in der Mitte und drüber&draußen wäre eh immer “Schnee”sturm, damit die da auch körperlich nonstop durchhalten.
Und die wären verräumt.

@HaPennyBacon
Darauf meld ich ein Patent an.

Seh schon das Plakat vor mir:

*Dauerhandel*
*Schnee für alle – unlimitiert*
*Rendite gegen unendlich*
*Lebe unter Deinesgleichen*

JOIN SNOW-LAND
forget the City or Wallstreet
YOUR OWN COUNTY

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Marco August 8, 2012 at 21:24

Ich bin für deine Variante. Im ewigen Eis kann man bestimmt auch super Wahlplakate aufstellen:

http://eurodemostuttgart.wordpress.com/2012/08/08/cdu-eine-uberschuldung-von-euro-staaten-ist-unmoglich/

Was man uns nicht alles schon erzählt hat…

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Tom August 9, 2012 at 00:16

Die Losungen kann man prima in den Schnee pinkeln….

Gruss
Tom

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MCD August 9, 2012 at 01:12

>>>>Wir sind als Menschheit aber an einem Punkt angelangt, wo wir erstmals unsere Lebensqualität nur dadurch verbessern können, dass wir es mit weniger versuchen, am besten auch ein bisschen langsamer….

______

Wir waren am Wochenende in Revelstoke, B.C. entspannen. Enchanted Forest Park, hiking, ein Heli-Flug ueber die Rockies…einfach herrlich!

Wir sind hier in Westkanada gut aufgehoben. Was meinst Du, Markus?:-)

Gruss aus YYC.

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Nina August 9, 2012 at 06:27

Danke, Russland – Tanjas Austausch-Log

Völlig hilflos fühlte sich Tanja Hausdorf, als sie ihrer russischen Gastfamilie auf Wiedersehen sagen musste. Jetzt ist die Schülerin zurück und staunt über saubere Straßen und deutschen Überfluss.
Neben ihrer Familie vermisst sie eins besonders: die russische Lockerheit.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/schueleraustausch-in-russland-tanja-vermisst-die-russische-lockerheit-a-846319.html

Die deutschen Bio-Tonnnen quillen vor Überfluss und Bequemlichkeit aus allen Löchern.
Mann muß sie nun im Sommer schon 2-3 mal ausspritzen.

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Andreas Ludwig August 9, 2012 at 10:44
Nina August 9, 2012 at 12:06

Gefahr und Rettung oder Schuld und Verantwortung:

http://german.china.org.cn/photos/txt/2012-08/09/content_26182438_4.htm

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Nina August 9, 2012 at 17:15

Oder Bankster in Sibirien auf der Flucht :-)

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Andreas Ludwig August 9, 2012 at 12:00

Ich kann nur jedem raten sich diesen Film anzuschauen…mich hat er irrsinnig traurig gemacht. Aber zugleich bestärkt, das wir auf diese Art und Weise wie wir Menschen unsere Wirtschaft betreiben, mit kurzfristigem Profitdenken, irgendwann vor dem absoluten Chaos stehen. Weltweit. Es wird keine Veränderung stattfinden ohne Kampf. So wie im Filmbeitrag gezeigt…leider
http://www.youtube.com/results?search_query=Der+gro%C3%9Fe+Ausverkau&oq=Der+gro%C3%9Fe+Ausverkau&gs_l=youtube-reduced.12..0.636866.636866.0.637778.1.1.0.0.0.0.243.243.2-1.1.0…0.0…1ac.5tV826EzOkA

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Agnes August 9, 2012 at 13:24

You made my day … der Artikel ist so klasse geschrieben und regt enorm zum nachdenken und weiterdenken an. Danke genau dafür :-)

Den musste ich direkt bei Delicious abspeichern.

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Nina August 9, 2012 at 14:33

Devisenreserven: Flüchtet China ins Gold?
http://de.rian.ru/trade_and_finance/20120809/264158504.html

Im Hintergrund brodelt es gewaltig.

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Marco August 9, 2012 at 15:48

Kann mir irgendjemand erklären, was hinter so einer “internen Transaktion” steckt?

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ikea-verkauft-seinen-Namen-article6933146.html

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Roger August 14, 2012 at 18:06

“… Interogo Inter Ikea Systems 5,4 Mrd. Euro geliehen …”, d.h. Ikea hat nun ein paar Mia. Schulden und “muss” mit zukünftigen Gewinnen erst mal diese abbezahlen, was den Gewinn schmälert und damit die zu zahlenden Steuern.
Irgendwo in der Kette der Gläubiger sind dann Nicht-Steuerpflichtige, Steuerflüchtlinge oder Pauschalbesteuerte.

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khaproperty August 9, 2012 at 17:39

Zwei Bemerkungen:

Erstens: hat der Betreiber jeder Börse ein Interesse daran, möglichst viel Orders in möglichst kurzer Zeit abwickeln zu können. Daraus ergibt sich Umsatz und Gewinn.

Zweitens: ist das einfache Rezept zur Einschränkung des HFT (high frequenzy trading), den Einzelauftrag mit Provision zu belegen, auch wenn er nur ein Teil der 99,99% der Orders ist, welche unmittelbar innert Sekundenbruchteilen storniert werden, weil sie ihr Ziel nicht treffen.

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Nina August 9, 2012 at 18:34

Abschwung reißt ältesten Schiffsmaklerder Welt, die Stephenson Clarke Shipping Limited in die Insolvenz
Nach 540 Jahren im internationalen Bankgeschäft steht die italienische Traditionsbank Monte dei Paschi „vorbildmäßig“ vor dem Aus.
In Deutschland pfuscht am Layout-Design, wie bei einer Direktanlagebank, um Wachstumskreativität vorzutäuschen.

Nichts begriffen, da gezüchtete Ideologien.

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vlk August 9, 2012 at 19:39
Marco August 9, 2012 at 20:15

Danke für den super Link!

Ist irgendwie total surreal, zu sehen, wie sich das ganze entwickelt. Vor allem, weil sich das ganze in zeitlichen Regionen abspielt, die das menschliche Gehirn nicht ansatzweise erfassen kann. Früher hieß es mal, investiere in nichts, was Du nicht verstehst.
Diesen Millisekundenhandel versteht kein Mensch und trotzdem werden enorme Mengen an Kapital damit bewegt.

Hier das krasse Gegenteil:

http://www.newslichter.de/fuelle/

Naja, man wird ja noch mal träumen dürfen ;-)

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vlk August 9, 2012 at 20:22

Um Investition geht es schon lang nimmer…das ist spätestens nach dem Film eindeutig

Das erklärt auch die surrealen Sprünge in Dax und Co.

Und einen Dax von 7000 bei den Wirtschaftsnachrichten.

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Andreas Ludwig August 10, 2012 at 07:01

@Marco
Geldverschiebebahnhof. Wahrscheinlich hat ein Laden aus der Gruppe viel Geld gemacht und müsste Steuern zahlen. Ob der Name in den Büchern Geld bringt wenn er insolvent ist, ist fast ausgeschlossen. Oder würdest du deinen neuen Betrieb den du morgen eroffnest Schlecker nennen? Und die Einnahmen der anderen Firma bleiben vielleicht zur Gänze bestehen weil es eine Stiftung ist oder was weiss ich. Bei Ikea blickt doch keiner mehr durch. Genauso wie bei der Metro. Da wissen selbst die Betriebsräte nicht was dazu gehört. Und jeder der was auf sich hält gründet eine Stiftung. Stiftungen zahlen keine Steuern. Schau mal rund um Zürich wieviel deutsche Firmen dort sitzen. Produziert oder gehandelt wird da nichts. Nur verwaltet.Gruss

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Andreas Ludwig August 10, 2012 at 07:10

@Marco
Wenn du heute irgendeiner Firma etwas verkaufen möchtest, musst du erst mal stundenlang recherchieren und dann noch telefonieren bis du einen Ansprechpartner findest. Die Grössen haben jede Bude aufgekauft die sich vielleicht lohnt oder nicht. Eigentlich sind irgendwie alle selbständig. Einkauf und Verkauf aber Zentralisiert. Man nehme mal die Zeitungsfritzen und die Bierbrauer. Wenn man da einsteigt, sieht man erst mal was in den letzten 20 Jahren kaputt gegangen ist. Da ist nur noch der Name da.@

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Marco August 10, 2012 at 09:43

Danke für den Erklärungsversuch. 100-prozentig will das ganze aber trotzdem nicht in meinen Kopf rein (manche Logik will ich anscheinend nicht kapieren).
Denn es geht ja “nur” um einen Namen. Noch dazu INTERN. D. h. die Firmengruppe hatte den Namen ja bereits (die hießen vorher ja nicht Schlecker und wollten nun ihr Image aufbauen).

Aber vielleicht liegt das daran, dass ich es manchmal einfach nicht schaffe, den letzten Rest gesunden Menschenverstandes in mir auszuknipsen, um sowas wirklich zu kapieren ;-)

Schöne Grüße

Marco

Reply

vlk August 10, 2012 at 10:38

Marco – es geht um die Verlagerung von Gewinnen in steueroptimierte Länder

Mehr ist das nicht … Man verlangt dann für den Namen bzw Namensrechte von allen Lokationen Lizenzgebühren von einer OasenGesellschaft..Schwupps sind wieder ein paar Millionen verschwunden.

Reply

Marco August 10, 2012 at 11:38

Danke! Jetzt habe ich es kapiert:

“Anmerkung JB NDS: Und damit kann Ikea System mit Sitz in den Niederlanden neun Milliarden Euro steuerrechtlich abschreiben und die Liechtensteiner Stiftung erzielt Einnahmen in gleicher Höhe, auf die keine Steuern anfallen. Ein Schelm, wer dabei an eine groß angelegte „Steuervermeidung“ denkt.”

http://www.wir-zeitung.com/?p=59747

D. h. der Steuerzahler, der die schönen Straßen, die zu den IKEA-Tempeln hinführen, finanziert, geht wieder mal leer aus.
Und Opi Kamprad wird noch reicher. Sobald der Verlust macht, ruft er bestimmt auch gleich nach dem Staat, um die Arbeitsplätze zu “retten”. Alle spielen das gleiche Spiel. Gewinn möglichst steuerfrei privatisieren und eventuelle Verluste dann sozialisieren. Das steuerfrei kassierte Geld der Konsumsklaven dann über Kapitalsammelbecken investieren und bei drohenden Verlusten dann über “Rettungsschirme” (ESM, usw.) wieder von den doofen Melkkühen finanzieren lassen.
Immer das gleiche perfide Spiel. Das ist echt wie beim Monopoly. Die Herren der Schloß-Allee kontrollieren alles und die anderen löhnen bis zum bitteren Ende. Nur dass bei Monopoly nach einem Reset alle wieder mit den gleichen Gewinn-Möglichkeiten anfangen. Das ist in der Realität leider wahrscheinlich nicht der Fall.
Schöne Grüße
Marco

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Andreas Ludwig August 10, 2012 at 09:20

es ist grundsätzlich die Frage, ob ein Ankauf von Steuercds ligitim ist. Im gleichen Atemzug stellt sich aber auch die Frage, ob Steuerhinterziehen legitim ist.Jetzt fragt man sich, ist die Justiz oder Finanzamt in der Lage, mit legalen Mitteln Betrüger ausfindig zu machen? Die Antwort lautet klar nein…
Wenn wir aber wollen, das unser Deutschland den gleichen Weg geht wie Griechenland, dann sollten wir Steuersünder laufen lassen. Jetzt stellt sich aber die Frage, warum sollen “Normal Bürger” die Last tragen und die Geld haben gehen ins Ausland? Und das noch mit Rückendeckung unseres Rollstuhlfahrers? Da stellt sich insgesamt die Frage ob es was zu deckeln gibt?
Liebe Reiche Mitbürger…
Ich möchte nichts hören, wenn Sie morgens die Mülltonne raus stellen und der Müll wird nicht mehr abgeholt, weil wir das ja privatisiert haben und der Unternehmer von der Kommune nicht mehr bezahlt werden kann.
Ich möchte auch nichts hören, wenn ihre ja auch reichen Kinder nicht mehr sicher in die Schule kommen, weil es an Ampeln fehlt und in der Schule Wasser durch die Decke läuft. Wenn sie ihre Kinder nicht schon auf die Privatschule schicken. Das hält aber auch keine Privatschule davon ab, in die Insolvenz zu gehen, wie gerade passiert in Hilden bei Düsseldorf. Wenn sie dann noch Probleme haben, ihren 911 galant mit 300 über die Autoban zu bringen, oder über Landstrassen im Schwäbischen oder im Odenwald, weil die Fahrbahndecke so brüchig ist und sie Angst haben das ihnen die Stossdämpfer brechen, empfehle ich doch allen Reichen Mitbürgern, sich in einer Lobby zu vereinigen und eine eigene Strasse zu bauen. Oder umzusteigen auf einen dicken Geländewagen. Wenn Sie aber dann nur auf ihren scheiss Staat schimpfen, der nichts mehr Zuwege bringt, aber die Griechen rettet, gebe ich ihnen recht. Aber wahrscheinlich hat er damit auch ihr Anlagen Portfolio gerettet. Und wenn sie dann noch über ihre Mitarbeiter schimpfen und die Betriebsräte am liebsten zum Mond schicken würden, damit sie noch mehr Profit generieren können, dann empfehle ich ihnen ganz einfach Asien. Wenn sie nicht schon da sind. Und am besten ziehen sie ganz um. Damit wäre das Problem gelöst. Leider müssten sie dort aber in einem Ghetto wohnen. Sonst werden sie erschossen.. Da läuft der Hase anders wie in schwäbischen Siedlungen. Im Grunde können Sie froh sein, so einen Menschen an ihrer seite zu haben wie den Schäuble. Und beten sie zu Gott, das sie den noch ein bischen behalten. Ist ein loyaler Typ. Vergisst auch schon mal Spendengelder von ihnen. Aber wenn nichts mehr funktioniert, sind die ersten die schreien die Priviligierten des Volkes. Scheiss Krankenhäuser, scheiss Personal, nichts geht…Doch….lassen sie ihr Geld hier und fördern sie die Allgemeinheit. Spenden sie doch ganz einafch an Bedürftige. Sie nehmen eh nichts mit. Das letzte hemd hat keine Taschen…
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:streit-um-schweizer-bankdaten-schaeuble-steigt-aus-steuer-cd-handel-aus/70074900.html

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wasser August 10, 2012 at 20:08

Lieber Andreas,
vielleicht solltest Du Deine Ansprache einfach mal an die Steuerhinterzieher richten. Denn nicht jeder der mehr Geld hat, hinterzieht Steuern.
Heute habe ich auf SPON schon einen Lynchaufruf gegen “Reiche” gelesen. Wir sind nicht reich, aber mein Mann verdient sehr gut, arbeitet aber auch 18 Stunden am Tag einschließlich Wochenenden. Viele die nichts oder wenig haben, würden uns aber als reich empfinden und ich muss sagen, so langsam fühle ich mich bedroht. Auch von Leuten wie Dir.
Liebe Grüße

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wasser August 10, 2012 at 20:14

Und von wegen z. B Straßensanierung. Bei uns im Dorf wird eine Straße im Erstausbau erstellt. Bis jetzt ist es eine Schotterpiste. Da zahlen die Anwohner zu 90 % die Kosten. Da kommen auf die Anwohner je nach Grundstücksgröße zwischen 30.000,– Euro und 120.000,– Euro zu. Das hat nicht jeder auf dem Konto rumliegen.

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Andreas Ludwig August 10, 2012 at 23:54

@Wasser
Liebe Wasser,
Jeder arbeitet in diesem Deutschland mittlerweile mehr wie er je arbeiten musste um sein Leben zu bestreiten. Ich gebe zu, das ich dafür auch so entlohnt werde, das es mir überproportional reicht. Aber liebe Wasser, mich hat das Leben nicht gerade geküsst. Ich bin mal direkt mit 100 Mann in die Pleite 2010. Und ich habe diesen Betrieb mal mit 8 Mann übernommen. Und ich kann dir sagen was es heisst 14 Stunden zu arbeiten und sein Lebenswerk durch die Teilnahmslosigkeit einer Bank zu verlieren, weil meine Kredite fast zurückgezahlt waren und sie das Risiko scheuten, in einen Betrieb zu investieren, der gerade mal das Glück hatte in einer Branche tätig zu sein, die von der Wirtschaftskrise gebeutelt ist wie keine andere. Nun gut, wir wollen den alten Zeiten nicht hinterher jammern. Jammern hilft nicht viel. Nur kann ich dir sagen, das ich als Mittelstandsfuzzi natürlich satt von meinem privaten Geld in die Bude gesteckt habe um die Arbeitsplätze zu sichern. Und ich natürlich in den guten Zeiten nicht auf dem Golfplatz war. Und mein Geld natürlich auch nicht in der Schweiz hatte. Und man als guter deutscher Unternehmer selbschuldnerisch haftet für seine Kredite mit Haus und Hof. Weisst du ich müsste mich hier gar nicht outen. Ich tue es aber. Selbst mein Name stimmt im Gegensatz zu deinem. Ich habe in den letzten 20 Jahren Steuern bezahlt mit der Bude das es mir oben herauskommt. Aber wir sind ja in Deutschland. Und Deutschland ist meine Heimat. Und ich habe es nicht nötig Dein gelalle zu lesen das ich dich bedrohe. Ich glaube ich habe nicht geschrieben lyncht die Reichen. Und meine liebe ich bin keinesfalls verbittert. Falls du das denken solltest. Ich bin einfach wieder aufgestanden und habe weiter gemacht. Das einzigste was mir weh tut ist, das ich die Leute an meiner Seite verloren habe, die bis zum Schluss mit mir gekämpft haben um ihren Arbeitsplatz. Ich habe weder für mich den Staat gebraucht bis jetzt noch bin ich der Allgemeinheit zur Last gefallen. Ich bin hier auch noch nie gegenüber einem im Forum ausfallend geworden. Aber ich glaube du solltest bevor du mich blöd angreifst den Sinn verstehen was ich geschrieben habe und dann reden. Wenn du dich aber irgendwie ein bisschen angesprochen fühlst durch meine Zeilen, haben die ja tatsächlich was bewirkt. Gruss

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Andreas Ludwig August 11, 2012 at 00:10

und noch zu der kleinen Privatstrasse in deinem Dorf. Das ist der Preis den wir alle zahlen dafür,das wir Immobilienbesitzer sind. Und im Grunde spürt die liebe Wasser genau das was ich geschrieben habe. Das die meisten die es gar nicht nötig haben, vor lauter Gier mit ihrem Geld was sie schwarz verdienen abhauen. Man kann es auch legal waschen nennen. Man kann es nennen wie man will. Aber ich würde dir raten noch mehr auf die Seite zu legen. Denn es wird auf diese Zielgruppe noch mehr zukommen. Da ist das Geld für die Strasse nur ein Schmankerl.

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wasser August 11, 2012 at 05:10

Lieber Andreas,
Ich weiß, Du sch… drauf, aber es tut mir trotzdem leid, was Du durchgemacht hast.
Mein Mann hat drei Mitarbeiter. Und wir sind nicht mir unserem Geld in die Schweiz abgehauen und haben es nicht legal irgendwie gewaschen. Wir sind hier und bezahlen den maximal möglichen Satz an Steuern. Und wir sind nicht auf dem Golfplatz und schicken unsere Kinder nicht in Privatschulen.
Und ja ich fühle mich Durch Deine Zeilen angegriffen, daher meine Bitte doch Deine Zeilen an die Steuerhinterzieher zu richten. Denn das tun wir nicht.
Und ja Du hast mich nicht bedroht, aber Deine flammende Anklage gegen “Reiche” und nicht gegen Steuerhinterzieher, wird von vielen genau so interpretiert und dann auf alle übertragen. Dies erklärt den Absatz über die Lynchjustiz. Meine Ergänzung mit der Straße, die keine Privatstraße ist, (diese Abgabenordnung gilt für alle Gemeindestraßen in unserer Gemeinde) sondern eine Gemeindestraße, war ein Hinweis darauf, dass sich Menschen mit Eigentum, bei uns jedenfalls, sehr wohl mit nennenswerten Beträgen am Gemeinwohl beteiligen. Auch wenn es schwer fällt. Eigentlich sind wir in der selben Situation wie Du nur ohne Deine Vorgeschichte. Und für Menschen mit wenig oder keinem Einkommen sind wir und bist Du reich.
Und nochmal zum Schluss: Es tut mir leid, wenn ich Dich gekränkt habe.

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vlk August 11, 2012 at 11:31

@Andreas & wasser

Laßt es nicht in eine PrivatFehde ausarten-in D läuft vieles schief und Sozialneid gehört definitiv dazu und wird von dem linken Parteienspektrum auch gut forciert…und zu links muß man ja inzwischen auch 70% der CDU zählen und die FDP je nach Windrichtung.

Aber erstaunlich ist es das trotz Maut kein Geld da ist für eine Straße zu bauen-das sind quasi schon ZwangsHypotheken. Aber irgendjemand hat auf irgendeiner bekannten harten Geldseite geschrieben in D geht sowas nicht.

Aber wenn die Anlieger für ne Straße belangt werden ist es schon eine Zwangshypo-denn es kann wohl keiner sagen ich will die Straße nicht und dann wird eine Flickenstraße gebaut —Teer-Schotter-Teer-Schotter-Schotter-Teer.
Also doch Zang ! Nur anders benannt – in Wortkreationen ist D ja nie verlegen.

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Victor August 13, 2012 at 08:23

Wieso keine Privatfehde, endlich mal anderer Content zum Wetten? :>
Zum Thema Zwangsenteignung: http://der-oekonomiker.blogspot.de/2012/03/standpunkt-191-update-enteignung.html
Nach der Straße folgt meistens die Beleuchtung, welche auch die Anwohner umgelegt wird, gefolgt von… Not macht erfinderisch.

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wasser August 11, 2012 at 15:05

ich tue es nicht und ich denke Andreas auch nicht. Aber man merkt doch, wie stark man emotional in diesen Zeiten dabei ist, auch wenn man (oder ich) denkt, man ist völlig sachlich. Dann kocht sofort was hoch und zwar stark. Das ist für mich auch eine wichtige Erkenntnis.
Aber trotzdem vielen Dank vlk für Deinen Hinweis auf die sachliche Ebene zurück zu kommen. Und mit den Straßen ist das in Oberbayern immer wieder ein großes Streitthema, da das gesetzlich so geregelt ist. Das gilt nicht für Bundes- oder Staatsstraßen.

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Nina August 11, 2012 at 20:44

Für den Westen ein Alptraum – aber Realität:
http://www.youtube.com/watch?v=T6DH3dSc5mc&feature=relmfu

In den nächsten fünf Jahren wird es hier spektakuläre Einstände geben, trotz mancher aktueller Rückschläge.
Es geht aber von unten nach oben.

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Victor August 13, 2012 at 08:30

Kanadas Arbeitsmarkt büßt im Juli über 30.000 Stellen ein
So hatte man sich das an den globalen Finanzmärkten nicht vorgestellt. Zwar wurde mit einem rückläufigen kanadischen Arbeitsmarkt gerechnet, wohingegen die für den Monat Juli publizierten Zahlen selbst die pessimistischsten Prognosen der Analysten noch unterboten. Wie sich zeigt, beginnt nun auch den in den letzten Jahren boomenden Rohstoffländern der Wind frontal ins Gesicht zu blasen. Tragisch für ein Land, an dessen Hausmarkt sich eine immense Blase gebildet hat und das Verschuldungsniveau der privaten Haushalte auf niemals zuvor gesehene Niveaus geklettert ist.
http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=23294#more-23294

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Victor August 13, 2012 at 08:35

Der ultimative Euro-Rettungs-Rap | EXTRA 3 | NDR
Leicht verständlich und zum Mitsingen – endlich erklärt mal jemand die Eurokrise ganz kompakt.
http://youtu.be/7uvdFVq_bes

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wolfswurt August 14, 2012 at 06:24

Steuern, Abgaben oder den Zehnten – Name egal, es ist und bleibt Futter vom Leistungsfähigen für den mittlerweile in Massen auftretenden Nichtsnutz.
Die Akzeptanz Steuern zu zahlen steht jedem frei und zwar nur für sich selbst.. Der Anspruch auf Steuern durch Nichtsnutze wird dadurch nicht berührt, besitzen sie doch die Gabe mit vollem Selbstbewußtsein sich an den Leistungen, quasi mit angeborenem Recht, satt fressen ohne jemals etwas dafür tun zu wollen.

Steuern sind Zwang die Fürsorge eines Arbeitgebers für seine Angestellten von denen er lebt sind freiwilliger Selbstnutzen.

Steuern zu erheben und abzupressen mit staatlicher Gewalt ist eben ein Gewaltverbrechen – Steuern zu verweigern ist klare Notwehr.

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