Börsenwunder an der Wall Street – Aktien gewinnen die Schwerkraft zurück

by markusgaertner on 22/08/2012 · 1 comment

2012-01-31_1138

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Der Dienstag hat an der Börse in New York einen überfälligen und wichtigen Beweis erbracht: Es gibt noch so etwas wie Schwerkraft am Aktienmarkt. Der Dow Jones Index verlor 0,5%. Der S&P 500 verbucht ein Minus von 0,4%. Und der Nasdaq 100 knickt 0,3% ein.

Nichts dramatisches also. Und im günstigsten Fall ist das nur die berühmte Verschnaufpause, mit der Extremkletterer Luft holen, bevor sie die Steilwand überwinden. Händlern zufolge war der Aktienmarkt an der Wall Street mehr als reif für eine solche Pause, nachdem der S&P im Sitzungsverlauf schon ein Vierjahreshoch markiert hatte.

Ist das also der Rückzug vor dem großen Sprung in den kommenden Tagen ? Die Meinungen dazu sind geteilt. Der Markt wurde sechs Wochen lang von der simplen Hoffnung angetrieben, dass große Notenbanken wie die Fed in den USA und die Europäische Zentralbank eine weitere Geldschwemme entfesseln werden.

Dabei haben Anleger und Investoren großzügig den eingetrübten Ausblick für die globale Konjunktur und die Firmengewinne übersehen. Die Bilanzrunde für das zweite Quartal geht in diesen Tagen mit einem Zuwachs bei den Gewinnen von mageren 0,86% zu Ende. Das ist der geringste Anstieg seit dem dritten Quartal 2009.

Die Gefechtslage an der Wall Street ist zur Wochenmitte so: Kaum Daten von der US-Konjunktur, nur noch wenige Firmenberichte zum zweiten Quartal. Die Börsianer schauen wieder angestrengter – und nervöser – nach Europa. Doch von dort kommen aktuell Meldungen über sinkende Renditen für die Staatsanleihen von Spanien und Italien. Deren Neuverschuldung wird günstiger.

Doch beim Blick vor die eigene – amerikanische – Haustüre, trüben sich die Perspektiven derzeit ein. Und am Dienstag hagelte es Prognosen und Meldungen, die für die nächsten Monate am Aktienmarkt nichts Gutes verheißen. Warren Buffett hat eine große Wette auf US-Kommunalanleihen aufgelöst, 5 Jahre früher als geplant. Buffett hatte vor der Finanzkrise gewettet, dass die Bundesstaaten der USA auch künftig beizeiten ihre Rechnungen begleichen können.

Daher hatte er an Lehman Brothers ein Jahr vor deren Pleite Versicherungen auf städtische Anleihen verkauft. Der Deal: Hätte eine der regionalen Regierungen Anleihen nicht zurückzahlen können, hätte Buffett zahlen müssen. Dieser Deal ist der Investment-Legende jetzt offenbar zu heißt geworden. Das bedeutet, dass einer der gewieftesten Investoren der Welt Vertrauen in die Schuldtitel amerikanischer Kommunen verliert.

Mehr dazu in meinem Vorbericht bei G E V E S T O R für die heutige Börsensitzung in New York …

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vlk August 22, 2012 at 06:51

Und an einem solchen Tag gehen XAU und XAG mit massiven Gewinnen aus dem Tag.

Keine Störfeuer von seitens der KartellBanken.

Das ist mehr als ungewöhnlich !

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