Heute schon gepumpt, Herr Bernanke ? – Warum die jüngsten Geldschwemmen noch keine stärkere Inflation ausgelöst haben

by markusgaertner on 24/08/2012 · 2 comments

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Mehr Geld allein stört noch nicht, wenn die Notenbanken pumpen. Erst wenn die zusätzliche Liquidität schneller zirkuliert, wird das ein Problem. Danach sieht es aber seit 10 Jahren nicht mehr aus. In der Dotcom-Krise – und beschleunigt seit der Finanzkrise 2008 – sackt das Tempo beim Geldumlauf.

Kein Wunder, die großen Firmen sitzen darauf: Apple =110 Mrd. Dollar, Cisco 48 Mrd.. Die Banken leihen es kaum aus, parken lieber bei den Zentralbanken, oder reichen es ihren Fonds weiter, damit in Rohstoffe und Derivate investiert wird.

Wir sehen von dem Geld selbst nicht viel, erst wenn der Tankstellenwärter im Blaumann am nächsten Morgen wieder die Preise anpasst – nach oben versteht sich.

Hier kommt die jüngste Illustrierung der Fed-Zweigstelle in St. Louis für die langjährige Entwicklung der Geld-Umlaufgeschwindigkeit.

Natürlich ist das bei weitem nicht der einzige Faktor, den die Fed berücksichtigen muss, wir alle wissen das. Die US-Notenbank gerät immer mehr ins politische Kreuzfeuer. Dis Fiskalpolitik hat kaum noch Spielraum. Führende Demokraten wie Charles Schumer fordern, Bernanke solle seine Hausaufgaben machen und endlich handeln (QE3).

Mitt Romney droht Bernanke zwischen den Zeilen schonmal symbolisch mit dem politischen Galgen, indem er die Wirkung von QE2 infrage stellt, und seine Ablehnung gegen QE3 klar zu Protokoll gibt, zuletzt in dieser Woche.

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vlk August 24, 2012 at 14:06

Nur zur Info – der Blog war wieder länger nicht erreichbar heut morgen

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Marco August 24, 2012 at 17:42

Republikaner diskutieren Goldstandard:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/amerika-republikaner-diskutieren-goldstandard-11866786.html

Was ist denn nun los?
Alles Wahlkampf, oder?

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