Ei und Ei sind zweierlei – Pragmatismus der Chinesen ist unübertroffen

by markusgaertner on 12/09/2012 · 0 comments

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Lassen wir mal alle volkswirtschaftlichen Theorien für einen Augenblick beiseite: Nichts über Nachfrage, Angebot, Zinsen, Facebook oder den Mittelstand. Nur etwas ganz simples. Etwas, das nichts mit Investitionen, Bankkrediten oder dem LIBOR zu tun hat. Das folgende Video (auf Chinesisch, Sprache kann man in diesem Fall aber ignorieren) gibt einen guten Eindruck davon, wie praktisch und pragmatisch die Chinesen sind.

Wir hören seit Monaten, wie das Wachstum in der Volksrepublik nachlässt, wie sich faule Kredite im Bankensektor auftürmen, dass der Wechsel zur fünften Führungsgeneration hinter der Bühne nicht ganz so glatt verläuft, wie es sich von draußen anhört. Kurz: Das Land steuert in schwieriges Fahrwasser.

Da ist es ganz hilfreich, wenn man praktisch veranlagt ist und Kniffe kennt, die in keinem Lehr- oder Textbuch stehen. Chinesen haben seit 5.000 Jahren einen Kaiser nach dem anderen erlebt, aber nie starke Institutionen gehabt, die ihnen helfen, oder Gesetze und Gerichte, die sie vor Übergriffen durch Parteibonzen schützen. Das macht erfinderisch (Kompass, frühe Wasseruhr, Schießpulver etc.), gelassen und einfallsreich.

Genau das bringt das folgende Video auf den Punkt. Es scheint, als hätte das rein gar nichts mit Wirtschaft zu tun. Doch das kleine Filmchen demonstriert – finde ich – wunderbar, wie man scheinbar schwierige Dinge mit einem kleinen Handgriff leicht lösen kann. Hier geht es um das Trennen des Dotters vom übrigen Ei.

Wenn es eine herausragende Eigenschaft der Amerikaner gibt, ist es ihre Stehauf-Mentalität. In China lautet das Gegenstück Pragmatismus. Und der wird eine große Krise auf absehbare Zeit trotz zunehmender Gegenwinde – und Sorgen im Westen – vermeiden. Und zwar so gekonnt, wie hier der Dotter vom Ei getrennt wird …

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