Stell Dir vor es ist Börse und keiner ….. Kommt der große QE3-Kater ?

by markusgaertner on 17/09/2012 · 11 comments

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Die US-Notenbank (Fed) wird seit der ersten Runde massiver Anleiheverkäufe (QE1) in Amerika gerne mit einer Reha-Klinik für Drogenopfer verglichen, wo abhängigen Investoren synthetische Aktien-Trips verschafft werden. Der Vergleich soll zeigen, dass es immer größerer Dosierungen bedarf, um dieselbe Wirkung zu erzielen.

Doch dieser Vergleich ist brisant: Demnach könnte jetzt in der ersten Woche nach Beginn von QE3 eine Entziehungskur drohen, sprich eine Korrektur. Denn auch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, unbegrenzt Anleihen von Wackelländern zu kaufen, ist weitgehend in die Aktienkurse eingebaut.

“Wir sind jetzt in dünne Luft vorgestoßen, wo man defensiv und vorsichtig werden muss, es könnten 15-20% Korrektur drohen”, sagt Richard Ross, ein Aktienstratege bei Aubach Grayson in New York. “Es ist gefährlich, jetzt noch die letzten 5% heraus quetschen zu wollen”, fügt er hinzu.

Die Fed hat gehandelt – Was kommt jetzt ?

Die US-Investoren dürften sich jetzt – wo die lange erhofften geldpolitischen Tatsachen endlich geschaffen wurden, den nächsten Ereignissen und Entwicklungen zuwenden. Am 6. November findet die Präsidentenwahl statt. Der Republikanische Herausforderer von Barack Obama, Mitt Romney, ist der bevorzugte Kandidat der Anleger und Investoren.

Romney steht in ihren Augen für niedrigere Steuern, weniger Regulierung der Finanzmärkte, und – ganz allgemein – für eine wirtschaftsfreundlichere Politik. Doch Barack Obama liegt in den Umfragen vorne. Das erzeugt eine gewissen Unsicherheit.

Zweitens: Jetzt, nachdem die Fed ihren Teil getan hat um die US-Konjunktur anzukurbeln, muss der Kongress seinen Teil erledigen. Doch zwischen Republikanern und Demokraten bahnt sich kein Kompromiss für ein Sparpaket an, das die Budgetdefizite verringern könnte, ohne die Konjunktur abzuwürgen. – Da ein solcher Kompromiss derzeit nicht absehbar ist, wächst in New York die Nervosität.

Ohne ein Sparpaket drohen Anfang 2013 sofort umfangreiche automatische Steueranhebungen und Ausgabenkürzungen. Viele Analysten und Ökonomen haben gewarnt, dass dies für die US-Konjunktur den Rückfall in eine Rezession bedeuten könnte. Also auch in der Haushaltspolitik herrscht Unsicherheit.

Und was passiert, wenn die dritte große Geldschwemme der Fed wenig bewirkt, und stattdessen das Wachstum der US-Wirtschaft weiter nachlässt ? Zudem zeichnet sich klar ab, dass die Firmengewinne zum ersten Mal seit mindestens vier Jahren wieder ein negatives Vorzeichen haben werden, wenn ab November an der Wall Street für das dritte Quartal (Juli bis September) berichtet wird.

Mehr dazu in meinem heutigen Börsen-Vorbericht zur Wall Street am Montag bei G E V E S T O R

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