US-Börse: Die Sektflasche liegt schon flach – die Indizes bald auch ?

by markusgaertner on 19/09/2012 · 0 comments

IKONE_BÖRSE

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Die Webseite von CNN Money zeigte am Dienstag während des Handels in New York eine umgefallene Sektflasche, dazu zerknüllte Papierschlangen und verklebte Konfetti. Die Überschrift über diesem Börsen-Stilleben: “Die Party ist vorbei.”

Es sei erstaunlich, so das Fazit in dem Online-Bericht, dass die Aktienkurse an der Wall Street im laufenden Jahr überhaupt so gut abgeschnitten hätten. Der Nasdaq 100 hat seit Jahresbeginn satte 25,3% zugelegt. Der S&P 500 verzeichnet ein Plus von 15,9%. Der Dow registriert einen Zuwachs von immerhin 10,9%.

Bei einer Rendite von 1,8% für die 10jährige US-Staatsanleihe muss erst gar nicht gefragt werden, wo Anleger ihr Geld besser hätten aufbewahren können als am Aktienmarkt. Selbst Gold hätte seit dem 3. Januar nur 13% gebracht, Kupfer lediglich 10%. Wer in Öl investiert hätte, müsste ein Minus von 3,6% beklagen.

Die 10jährige US-Anleihe hätte bei einem Minizins von durchschnittlich rund 1,6% einen Kurszuwachs von mageren 0,8% beschert. Auch das ist kein Stoff, der Sektkorken knallen lässt. Allein dieser Vergleich zeigt aber, warum die Frage – ob die Party trotz der erneuten Notenbank-Geldschwemmen zu Ende geht – falsch gestellt wird.

Sie müsste heißen: Welches Anlage-Segment verspricht bei schwachem wirtschaftlichen Wachstum – sowie der Gefahr von steigender Teuerung und einer zunehmenden Blase am Anleihemarkt – mehr als die Aktien ? Wer nicht sofort eine Antwort auf diese Frage hat, kann – so sieht es auch Marc Faber – eigentlich nur ganz trocken bleiben (völlig liquide) oder seine Füße zumindest vorsichtig in den Aktienmarkt tauchen.

In welche aber, wenn Banken wieder sinkende Kurse vorweisen, wenn Rohstoffe wegen des Dümpel-Wachstums in China korrigieren – und wenn selbst Techtitel schwächeln ? Apple – das stur an der Marke von 700 Dollar kratzt – scheint ja eine der wenigen Ausnahmen zu sein. Und alles auf den iPhone-Primus setzen, das raten uns selbst die hart gesottensten Tech-Analysten nicht.

Mehr dazu in meinem Vorbericht zur Wall Street bei  G E V E S T O R

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