Die Öl-Notierungen im freien Fall – Die Fed “am Rande des Wahnsinns”

by markusgaertner on 20/09/2012 · 5 comments

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Die Aktien in New York haben am Mittwoch nach zwei Tagen mit negativen Vorzeichen erstmals wieder im Plus geschlossen. Doch alle drei führenden Indizes – der DOW, der S&P 500 sowie der Nasdaq 100 – konnten nur einen Zehntel Prozentpunkt zulegen. Und das, obwohl aus der US-Konjunktur positive Zahlen kamen.

Laut dem nationalen Maklerverband in den USA nahmen die Käufe gebrauchter Wohnhäuser im jüngsten Berichtsmonat um 7,8% zu. Damit ist der höchste Stand in zwei Jahren erreicht. Sicher ein Zeichen, dass sich der angeschlagene Immobilien-Markt zu erholen beginnt. Der Index der Immobilien-Developer im S&P stieg daraufhin um 3,1% an.

Geholfen hat gestern sicher auch, dass die Bank of Japan es nun der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank nachmacht und die Wirtschaft mit zusätzlicher Liquidität versorgt.

Auch aus Europa kamen Nachrichten, die für etwas Erleichterung sorgten. Die Renditen von Spanien-Anleihen fielen 20 Basispunkte auf 5,69, was die Zinslast für neue Schulden – oder die Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten – verbilligt.

Öl-Notierungen – Schwer unter Druck

In den USA nahmen die Öl-Vorräte in den vergangenen Tagen überraschend stark zu. Das zeugt zwar von wirtschaftlicher Schwäche. Aber die sinkenden Öl-Notierungen – die gestern an der NYMEX um 3,5% einbrachen – lassen den US-Konsumenten mehr Luft für andere Einkäufe. Und das sehen die Anleger gerne. Ein 6-Wochentief beim Öl hellt den Horizont für die Börsianer gleich etwas mehr auf.

Weil auch Saudi Arabien eine höhere Öl-Förderung in Aussicht stellt, weicht der Druck, den hohe Öl- und Benzinpreise auf die schwache US-Konjunktur ausüben (GRAFIK). Ansonsten nehmen die Warnungen zu, dass die jüngste Geldschwemme der US-Notenbank nicht viel helfen wird.

Dallas-Fed-Präsident Richard Fisher gab diese Bedenken am Mittwoch vor dem Harvard Club der Stadt New York zu Protokoll. Der Finanzprofessor Aswath Damodaran von der New York University bescheinigt der Fed sogar, auf dem Weg in den “Wahnsinn” zu sein, weil sie mit immer neuen Geldfluten den immer gleichen Irrtum begehe und der Wirtschaft nicht helfe.

Mehr in meinem heutigen Wall Street-Vorbericht bei  G E V E S T O R

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HaPennyBacon September 20, 2012 at 05:16

“Auch aus Europa kamen Nachrichten, die für etwas Erleichterung sorgten. Die Renditen von Spanien-Anleihen fielen 20 Basispunkte auf 5,69, was die Zinslast für neue Schulden – oder die Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten – verbilligt.”
Wirklich nett, nur muss man da anmerken das die EZB derzeit den Spanischen Kreditmüll einsammelt wie die Bahnhofspenner die Pfandflaschen.

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TSTM September 20, 2012 at 06:48

Eben. Und die ESM-Bazooka kommt ja erst noch im Oktober. Dann gibt`s den nächsten Schub Ultra-Liquidität. Mal sehen was dann die Rohstoffpreise machen. Am besten schon mal vor dem 08.10.2012 Heizöl tanken…. .

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vlk September 20, 2012 at 09:46

Der Ölpreisrutsch wird nicht von langer Dauer sein — spätestens nach den USWahlen isses wieder vorbei …

Also bunkern was der Geldbeutel hergibt – teuerer wirds immer.

Ein Schelm wer böses dabei denkt das die Saudis ausgerechnet jetzt mehr Öl pumpen wollen

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Seemann September 20, 2012 at 12:35

Peak Oil war schon, oder? Was steht als nächstes laut Voraussage der Wirtschaftswissenschaftler auf dem Programm?

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Kapitalmarktexperten.de September 20, 2012 at 13:23

Was für eine Welt, in der die FED-Direktoren (Fisher) vor der Politik der FED warnen bzw. diese auch ordentlich kritisieren. Aber was QE3 den USA für die Konjunktur und den Arbeitsmarkt bringen werden, haben ja schon “eindrucksvoll” QE1 und QE2 bewiesen: Nämlich gar nichts. Nur, dass die Inflationsrisken massiv ansteigen. Aber das ist ja vermutlich gewollt, so kann man die Defizitberge wegzaubern. Super Politik des Herrn Bernanke, der Mr. Greenspan in nichts nachsteht. Schlimmer geht immer…

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