Schwerer Timing-Fehler der großen Notenbanken ist Gift für die Börsen

by markusgaertner on 24/09/2012 · 4 comments

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Die großen Notenbanken haben einen strategischen Kommunikationsfehler begangen. Dieser könnte sich für den Aktienmarkt noch schwer rächen. Es brodelt bereits.

Vollmundig hatten EZB-Präsident Mario Draghi und Fed-Chairman Ben Bernanke ihre neue Geldrunde im Sommer angekündigt. Sie erzeugten Erwartungen, die so stark wurden, dass in den vergangenen 14 Tagen gehandelt werden musste.

Die Geister, die die Währungshüter aus der Flasche ließen, trieben wochenlang die Kurse nach oben. Und sie machten die Börsianer so ungeduldig, dass die Fed und die EZB nicht mehr warten konnten …

Sie haben zu früh gehandelt, wie sich jetzt zeigt.

Denn die Freude über die neue Geldflut aus Washington, Frankfurt und Tokyo ist inzwischen umgeschlagen – in grassierende Skepsis über die dümpelnde Weltkonjunktur. Jetzt stehen die Aktien in New York unter Druck. Geld fließt zurück in die vermeintlich sicheren Bonds. Und aus Gold – wie auch anderen Rohstoffen – entweicht Liquidität. – Das Problem: Die großen Tests für die Stabilität der Kapitalmärkte kommen in den nächsten Wochen erst noch.

Hinter uns: Die neue Geldflut – Vor uns: Neue Minenfelder

Sie heißen Banken-Union, „fiskalisches Kliff“ (USA), Rettungspaket für Spanien und Präsidentenwahl in den USA. Im Klartext: Die Notenbanken haben nichts mehr überzeugendes im Munitions-Depot.  Aber in den nächsten Monaten werden noch größere Geschütze gebraucht. Und das macht Anleger wie Investoren zunehmend nervös.

Hätten sie doch nur noch ein bisschen gewartet, die Geldhüter.

Mehr in meinem täglichen Vorbericht zum Handel an der Wall Street bei  G E V E S T O R

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