Am Montag dieser Woche haben wir es hier dargelegt: Jetzt geht auch den Fed-Oberen ein Licht auf. Sie haben QE3 zu früh gestartet und damit einen schweren Fehler in ihrer ohnehin schwierigen Schlacht gegen die wirtschaftliche Misere begangen.
James Bullard, der Präsident der St. Louis-Fed, hat heute gegenüber Reuters eingestanden, dass die Geldhüter ihre jüngste Geldflut zu früh entfesselt haben.
Die US-Notenbank hätte auf deutlichere Zeichen für einen Rückschlag der sowieso nicht überzeugenden Konjunktur-Erholung warten sollen, argumentiert Bullard. Einen kräftigeren Beweis haben sicher gestern die absolut miserablen Zahlen über die Auftragseingänge für langlebige Konsumgüter geliefert, mehr als Minus 10% im Vormonat.
Doch das alleine ist es nicht. Die Fed sieht sich gerne als den Stabschef auf einem Schlachtfeld, auf dem die verantwortlichen Generäle getürmt sind, oder den Kopf eingezogen haben.
Und das kurz vor Ausbruch der entscheidenen Schlacht: Fiskalisches Kliff in den USA, Präsi-dentenwahl, eskalierende Lage in Spanien, China mit Kolbenfresser, etc. Die Fed hätte warten müssen, bis die Bewegungen in diesem Kessel einen Höhepunkt erreichen, um einen optimalen Effekt zu erzielen.
So haben die Geldzerstörer in Washington lediglich ins Unterholz des Waldes am Schlachtfeldrand geballert. Getroffen haben sie allenfalls ein paar Spatzen, die noch sangen, bevor die Kanonen donnerten. Bernankes Dicke Bertha raucht zwar noch, aber Munition hat er dafür keine mehr. – Wie buchstabiert man Waterloo ?
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Wieso, läuft doch alles programmgemäß? Nachdem uns irgendwie die Nachschuldner ausgegangen sind MUSS es halt die Notenbank(en) erledigen. Sich da nun um ein paar Wochen nach vorne oder hinten zu ereifern ist nur kurzfristig interessant. Genauso albern, wie sich einige Chart- und EW-Idioten an ihren Linien abarbeiten, um auf der Preisseite irgendetwas abzubilden. Bislang kümmern sich nur wenige um die Abbildung des menschlichen Verhaltens in bestimmten Situationen. Mir auch klar, daß das wesentlich von Preisen getrieben ist. Möglicherweise eine Asset-Klasse in die ausnahmsweise nicht vorteilsweise investiert werden kann?
Gruß nach Vancouver
Zu den langlebigen Gütern eine Analyse von Querschuss. Und achtet mal auf die Lagerbestände, die produzieren auf Halde in den USA.
http://www.querschuesse.de/usa-auftragseingang-langlebiger-guter-im-august-sehr-schwach/
Diese Dicke Bertha funktioniert noch:
ThyssenKrupp verkauft Tailored Blanks an Wuhan Iron and Steel Corp.
http://german.china.org.cn/business/txt/2012-09/29/content_26675580.htm
Das war ein profitabler Teil von Thyssen. Die Not muss groß sein.
Und das Vertrauen in die Volksvetreter muss wohl schon ganz schön tief gefallen sein, wenn selbst Blondinen den Politikern nicht mehr trauen
http://jennyger.blog.de/2012/09/24/die-groessten-luegen-in-der-krise-14870056/
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