Bullards Beichte – Krasser Timing-Fehler macht QE3 zu Rohrkrepierer

by markusgaertner on 28/09/2012 · 5 comments

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Am Montag dieser Woche haben wir es hier dargelegt: Jetzt geht auch den Fed-Oberen ein Licht auf. Sie haben QE3 zu früh gestartet und damit einen schweren Fehler in ihrer ohnehin schwierigen Schlacht gegen die wirtschaftliche Misere begangen.

James Bullard, der Präsident der St. Louis-Fed, hat heute gegenüber Reuters eingestanden, dass die Geldhüter ihre jüngste Geldflut zu früh entfesselt haben.

Die US-Notenbank hätte auf deutlichere Zeichen für einen Rückschlag der sowieso nicht überzeugenden Konjunktur-Erholung warten sollen, argumentiert Bullard. Einen kräftigeren Beweis haben sicher gestern die absolut miserablen Zahlen über die Auftragseingänge für langlebige Konsumgüter geliefert, mehr als Minus 10% im Vormonat.

Doch das alleine ist es nicht. Die Fed sieht sich gerne als den Stabschef auf einem Schlachtfeld, auf dem die verantwortlichen Generäle getürmt sind, oder den Kopf eingezogen haben.

Und das kurz vor Ausbruch der entscheidenen Schlacht: Fiskalisches Kliff in den USA, Präsi-dentenwahl, eskalierende Lage in Spanien, China mit Kolbenfresser, etc. Die Fed hätte warten müssen, bis die Bewegungen in diesem Kessel einen Höhepunkt erreichen, um einen optimalen Effekt zu erzielen.

So haben die Geldzerstörer in Washington lediglich ins Unterholz des Waldes am Schlachtfeldrand geballert. Getroffen haben sie allenfalls ein paar Spatzen, die noch sangen, bevor die Kanonen donnerten. Bernankes Dicke Bertha raucht zwar noch, aber Munition hat er dafür keine mehr. – Wie buchstabiert man Waterloo ?

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