Wall Street-Wette: Romney rauf, Obama runter, Renditen munter ….

by markusgaertner on 05/10/2012 · 3 comments

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Das hat ihnen gefallen, den Crack-Addicts der Fed. Romney hat es am Mittwoch Obama so richtig gegeben. Der Präsident hat seinen Herausforderer unterschätzt, war müde, nicht gut vorbereitet und einfach – wieder einmal – harmlos. Ich habe 2008 am Wahlabend auf Obama einen Sekt getrunken. Inzwischen will ich ihn nur noch im Weißen Haus sehen, um Romney zu verhindern.

Aber den Rendite-Jihaddisten in New York hat die erbärmliche Fernseh-Show am Mittwoch gut gefallen. Das haben sie gestern – am Donnerstag – ausgiebig gefeiert. Diese Freude verstärkt einen Effekt, der ohnehin seit Wochen an der Wall Street zu beobachten ist. Die Blase am Anleihemarkt hat ihre größte Ausdehnung fast erreicht.

Bevor es soweit ist, kommen die ersten Warnungen, die Diskussion über eine Blase beginnt. Dank der Fed ist am Immobilienmarkt sogar schon die übernächste Blase erkennbar. – Falls die Diskussion über die Aufblähung des Anleihemarktes an Wucht gewinnt und sich ausbreitet, hat sie das Zeug, einen Crash bei den Kursen auszulösen.

Seit dem Sommer 2007 sind die Zinsen der 10jährigen US-Anleihe von 4% auf 1,4% gefallen. Nach der jüngsten Korrektur sind sie jetzt wieder auf 1,6% gestiegen. Wer sich den langfristigen Trend der Renditen für US-Anleihen anschaut, bekommt eine Gänsehaut. Warum – so die Idee zu diesem kurzen Eintrag hier – nicht mal zur Abwechslung die durchschaubaren Mechanismen der Wall Street nutzen und sich eine gute Wette erlauben: Auf steigende Renditen.

Kurzfristig kann es noch bergab gehen, wenn sich die Lage in Europa zuspitzt, oder in Washington kein Sparkompromiss gefunden wird. Doch dann kommt eine Wende bei den Renditen. Sie muss nicht riesig ausfallen. Eine Korrektur von 80 bis 150 Basispunkten (1,5%) dürfte reichen, um sich genügend Geld für die vielen Valium-Pillen zu verdienen, die wir brauchen, um die Repression der Notenbanken auszuhalten.

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