Die neue Globalisierung: Chinesen gegen Japaner, Amis gegen Chinesen …

by markusgaertner on 10/10/2012 · 29 comments

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Die jüngsten Nachrichten zum Welthandel lesen sich, als sei die Globalisierung in ihr Gegenteil verkehrt worden. Und das zu einer Zeit, in der die Warenströme über den Pazifik und den Atlantik ohnehin stocken. China bremst wegen des Insel-Streits die japanische Export- und Investitionswalze aus. Europa watscht die Chinesen mit Strafzöllen ab. Und jetzt legen die Amerikaner noch eins drauf, wie Bloomberg gerade berichtet.

Das US-Handelsministerium hat demnach chinesische Solar-Produkte mit Tarifen von bis zu 250% versehen. Der Vorwurf aus den USA: Die Panels und Anlagen würden unter Fertigungskosten verkauft.

Diese Nachricht ereilt uns lediglich zwei Tage nachdem der IWF die Gefahr einer scharfen Verlangsamung der globalen Konjunktur als “alarmierend hoch” bezeichnet hat – und der Minenexperte Andrew Keen bei der HSBC die Lage in China so erklärte: “Die Unsicherheit hat dort in den vergangenen zwei Monaten enorm zugenommen.”

Der Abwertungswettlauf ist ja bereits in vollem Gange. Jetzt fehlen eigentlich nur noch die von vielen besorgten Zeitgenossen an die Wand gemalten militärischen Konflikte. Auch da zeichnet sich – wie wir an der türkisch-syrischen Grenze sehen (und im Falle Irans fürchten) eine “Lösung” ab.

Nur beim eigentlichen Problem gibt es keine Fortschritte. Der Abstieg vom Schuldenberg.

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