Wall Street: Enttäuschende Bilanzen, dafür starker Immobilien-Markt ?

by markusgaertner on 17/10/2012 · 3 comments

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Der 5-Tagechart von IBM sieht am rechten Rand aus wie ein Bombenkrater. Was Loch ist der Kursverlust von 4,9% gestern. Damit hat der weltweit größte Anbieter von Computer-Dienstleistungen am Mittwoch den DOW um 80 Punkte nach unten gedrückt.

Dass der DOW dennoch im Plus blieb – und sich bei einem Zuwachs von 0,04% halten konnte, das liegt an der Nachricht des Tages. Die Zahl der Neubauten am US-Wohnungsmarkt schoss im September regelrecht nach oben, um satte 15%. Das ist der kräftigste Zuwachs seit dem Juli 2008.

Auf dieser Zahl wuchsen gestern im Rekordtempo neue Kursträume an den Wall Street. Die Logik dahinter: Wenn der Wind am Immobilienmarkt so stark dreht, profitiert die Bauwirtschaft in Amerika. Wenn es der besser geht, kommen Arbeitsplätze zurück

Dann folgt mehr Konsum, die Firmenumsätze steigen, die Gewinne auch. Voilá: Aus so etwas entstehen gute Perspektiven am Aktienmarkt. “Es geht gar nicht mehr darum, ob, sondern nur noch wie stark sich der Immobiliensektor erholt”, sagt Finanzchef Larry Sorsby bei Hovnanian Enterprises.

Und dieses Unternehmen – mit Sitz in New Jersey – ist das Bauunternehmen mit dem größten Kursgewinn seiner Branche in diesem Jahr. – Mehr in meiner täglichen Wall Street-Vorschau bei   G E V E S T O R

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{ 3 comments… read them below or add one }

Till October 18, 2012 at 06:51

Zumindest die Immobilien-Verkäufe sind leicht “massiert”, hier eine längliche Analyse:
http://www.zerohedge.com/news/2012-10-17/guest-post-housing-starts-and-permits-euphoria-may-be-premature
Die Saison-Korrektur hat ein historisches Hoch erreicht…

Der Rest ist auch interessant, der Umsatz bei IT-Investitionen ist jetzt 3 mal so wichtig wie Immobilien. Die USA scheinen in eine I-Wirtschaft zu transformieren…

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HaPennyBacon October 18, 2012 at 09:13

Mangels Anlagemöglichkeiten werden wieder Immo-Kredite vergeben an wohl jeden den man rumkriegt. Die Kredite werden wieder verbrieft und es scheint für den Subprime-Quatsch auch wieder reichlich Abnehmer zu geben.
Bei den IT-Investitionen spielt die Halbwertzeit eine wichtige Rolle. Die ist ja wesentlich kürzer als bei Immobilien und erfordert alle paar Jahre ein Re-Investment. Daher wird das auch so wohlwollend von den Investoren beachtet. Richtig toll finden die ja die Wegwerfartikel der Firma Apple. Eigene Reparaturen oder Aufrüstungen sind praktisch unmöglich und nach Ablauf der Garantie ist es eh billiger sich das neueste Gerät zu kaufen. Mal sehen wo das hinführt. Vielleicht verkauft Apple ja bald jedes Jahr jeweils eine oder mehr Milliarden iPhones und Tablets.

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Bernd October 18, 2012 at 13:27

Das paßt ja auch irgendwie nicht zu folgenden Daten von heute:

USA: Anträge (388000) auf Arbeitslosenhilfe steigen stärker als erwartet

http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/usa-antraege-auf-arbeitslosenhilfe-steigen-staerker-als-erwartet_aid_841568.html

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