Atlantische Schlammschlachten: Schulden, Geldfluten, Protektionismus

by markusgaertner on 23/10/2012 · 5 comments

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Stagnierender Welthandel, ungelöste Schuldenprobleme, Angst vor einem wirtschaftlichen Einbruch in den USA und China. Dazu der japanisch-chinesische Inselstreit, der Nippons Ausfuhren einbrechen lässt. Und schließlich Meinungsverschiedenheiten zwischen Paris und Berlin über die weitere politische Verzahnung in Europa.

In den Regierungszentralen der G7 wächst die Nervosität. Auch die BIP-Prognosen wackeln. Und in den USA weiß trotz des Punktsiegs von Barack Obama im letzten TV-Duell niemand, wie die Präsidentenwahl in zwei Wochen ausgehen wird.

Obama und Romney liefern sich ein knappes Rennen. In dieser Situation schleust die US-Notenbank den Dollar nach unten, um die Exporte anzukurbeln. In Europa und in Washington werden gleichzeitig gegen chinesische Produkte empfindliche Tarife verhängt. Zuletzt waren Chinas Hersteller von Solaranlagen das Ziel solcher Maßnahmen.

Chinas Landeswährung, der Yuan, ist in den vergangenen Tagen auch noch ein Top-Thema im US-Wahlkampf geworden. „Das Land manipuliert seit vielen Jahren die Wechselkurse“, schimpft Mitt Romney.

Romney will im Falle eines Wahlsieges als erste Amtshandlung die Volksrepublik offiziell der Manipulation bezichtigen. Obama verweist derweil auf die Verteuerung des Yuan um 10 Prozent gegenüber dem US Dollar in den vergangenen zwei Jahren. Der Druck, den seine Administration auf die Chinesen ausgeübt habe, zeige Wirkung.

Romney dagegen habe in seinen Zeiten als Finanzinvestor in Firmen investiert, die sich als Pioniere der Auslagerung von Jobs ins Reich der Mitte einen Namen gemacht hätten.

In den großen Schwellenländern stößt unterdessen die jüngste Geldschwemme der US-Notenbank so schwer auf, dass es Vorwürfe hagelt. Brasiliens Finanzminister Guido Mantega bezeichnet die dritte große Gelschwemme der Fed als „egoistisch.“ Die Industrieländer, so Mantega, „können nicht darauf zählen, mit den Ausfuhren zu Lasten der Schwellenländer ihren Weg aus der Krise zu bahnen.“

Mehr dazu in meinem Beitrag heute für das Manager Magazin

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