Börse 2013: Neue Kurs-Rekorde, oder Sturz in die Schulden-Schlucht ?

by markusgaertner on 23/10/2012 · 2 comments

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Die Bullen in New York lachen sich ins Fäustchen: Einer der größten Bären der Wall Street musste am Montag zugeben, dass er die Rally von 2012 verpasst hat. Adam Parker, Aktienstratege bei Morgan Stanley in New York, hatte Anfang 2012 vorhergesagt, der S&P 500 würde bis zum Jahresende 7% auf 1.167 Punkte fallen.

Aktuell liegt der Index aber bei 1.433 Punkten. Der S&P 500 hat aber 14,3% zugelegt. Das ist nicht nur 22,9% über Parkers Ziel, sondern auch der größte jährliche Zuwachs seit 2009. – Was lernen wir aus diesem Vergleich ?

Zwei Dinge: Erstens, das Jahr ist ja noch gar nicht gelaufen. Adam Parker könnte bei einer schroffen Korrektur im laufenden Quartal durchaus noch Recht bekommen. Genügend Prognosen in diese Richtung gibt es ja. Und am vergangenen Freitag wurden wir auch nach langer Zeit mit äußerst ruhigen Märkten schmerzlich daran erinnert, wie stark selbst die großen Barometer an der Wall Street ausschlagen können. – Die zweite Lehre ist aber viel wichtiger.

Adam Parker hatte bei seiner pessimistischen Prognose nicht berücksichtigt, wie stark die Notenbanken den Aktienmarkt mit ultra-lockerer Geldpolitik antreiben können. Die “koste-es-was-es-wolle”-Kampagne von EZB-Präsident Mario Draghi und die dritte Geldschwemme der Fed (QE3) haben die Kurse in New York elektrisiert und nach oben katapultiert: Trotz schwächerer Weltkonjunktur, trotz schlechter Nachrichten aus Europa, und trotz dümpelnder Schwellenmärkte.

Spricht das gegen Parker ? Nein. Aber es zeigt: Wenn (geld)politische Einflüsse an der Börse so stark werden wie in unseren Tagen, dann kommen selbst renommierte Analysten und Aktienstrategen ins Schwimmen und holen sich ein blaues Auge.

Für uns Anleger und Investoren muss das eine Warnung sein. Und die lautet schlicht: Die Börsen sind seit der Finanzkrise viel weniger vorhersehbar geworden. Die wirklich schlechte Nachricht dabei: Sie waren schon vorher schwer genug zu prognostizieren. Trotzdem blüht und gedeiht das Prognose-Gewerbe, denn die Banken verdienen am Börsenumsatz mit …

Mehr dazu in meiner heutigen Vorschau für die Wall Street bei    G E V E S T O R:

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