Die gefährlichste Grafik der Welt – Der S&P 500 in 1987 und in 2012

by markusgaertner on 23/10/2012 · 7 comments

2012-10-23_1106

Share

Dienstag, Schlussglocke in New York. Der DOW schmiert 230 Punkte ab, Minus 1,8%. Zahlreiche wichtige Unterstützungslinien sind durchbrochen. Ein Hauch von Oktober hängt in der Luft. Ooops, wir haben ja Oktober. Oh Schreck, Ausverkauf.

Wir hören von Schäuble, das Schlimmste in Europa sei noch nicht vorbei. Wir sehen die Bilanzen für das 3. Quartal bei den US-Firmen einknicken. Das Europaparlament lehnt die Sparvorschläge aus Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden ab. In Spanien sind die Defizite größer als erwartet.

Sonst noch was ? Eingebrochene Japan-Exporte. Sinkende Stimmungs- und andere Indizes in Deutschland. Die Bundesbank-Warnung vor dem 4- Quartal. Gerüchte und Geschacher um die Gold-Vorräte. Bernanke wirft das Handtuch und sieht von einer dritten Amtszeit ab.

Der Maestro in den Seilen, angeschlagen. Und Greenspan gibt gerade ein Interview auf CNBC: Die Gewinndynamik der Firmen drehe sich, die Preise (der Aktien) müssten das erst noch reflektieren. – Einen Fallschirm bitte !

In diesem Umfeld präsentiert die Finanzwebseite BESPOKE INVEST einen Vergleich des Kurvenverlaufs beim S&P 500 zwischen 1987 und 2012. Das Bild ist nichts für schwache Nerven. Wir sehen die Frühjahrsrally, einen Rückschlag im Sommer, den nächsten Gipfelsturm. Dann eine kleine Delle, einen erneuten Anlauf nach oben, bei dem das Top nicht mehr das vorige Hoch erreicht.

Dann durchschlägt die nach Süden drehende Kurslinie den unteren Rand des kurzfristigen Abwärtstrends. Die Eiger Nordwand wird vor unseren Augen ausgerollt. Das ist der Augenblick, in dem wir unser Müsli verschlucken ….

BESPOKE INVESTMENT

Share

{ 6 comments… read them below or add one }

Casi October 24, 2012 at 04:26

Na und? Der S&P ist höher aus dem Jahr herausgekommen als er hineingegangen ist – was will man mehr? Außerdem: die Aktienmärkte sind zu 80% ohnehin nur noch die Zockoberfläche auf der die Nanotrader ihr Unwesen treiben, wo der Index gerade steht, ob er steigt oder fällt ist doch so aussagekräftig wie der Versuch, gebrochene Hühnerbeine zu interpretieren. Bei einer realistischen Abbildung der Wirtschaftsentwicklung müssten ziemlich alle Indizes auf unter 50% ihrer aktuellen Werte fallen.

Reply

HaPennyBacon October 24, 2012 at 06:45

Vollste Zustimmung an Casi. Diese Charts sind prima wenn man als Drama-Queen ständig neue Nachrichten produzieren muss, als Indikator für die tatsächliche Wirtschaftsleistung sind völlig unbrauchbar.

Reply

vlk October 24, 2012 at 07:13

Zumal der Dow trotz 2er schlechter Tage weniger als 10% vom ATH weg ist….

Alles nur heiße Luft – schlechte News werden ignoriert. Und die Zahlen in US werden eh gebogen wie benötigt…

Den Markt shorten funktioniert nur im Commodity-Bereich.

Reply

TSTM October 24, 2012 at 07:41

Na ja, völlig schwerelos ist auch die WS nicht. Irgendwann muss der Break kommen. Aber eben wann, ist die Frage.
Ich bin nicht der Wissendste und wahrlich nicht der Klügste. Aber ich bin nervös hinsichtlich meiner Investitionen, allesamt in D..

Mal sehen wann`s die anderen auch werden.

Reply

vlk October 24, 2012 at 10:49

By Christian Wuestner
Oct. 24 (Bloomberg) — Volkswagen AG reported a 19 percent
drop in third-quarter profit, the biggest fall in earnings since
2009, as demand weakened and discounts climbed on the effects of
the European debt crisis.
Earnings before interest and taxes declined to 2.34 billion
euros ($3.03 billion) from 2.89 billion euros a year earlier,
the Wolfsburg, Germany-based company said today. The figure was
in line with the 2.39 billion-euro average of six analyst
estimates compiled by Bloomberg. Sales rose 27 percent to 48.8
billion euros.

Volkswagen steigt um 10€ (!!!!) vom Tagestief zum Tageshoch

Reply

mac October 24, 2012 at 11:59

Die VW-Zahlen sind schlecht, wegen den außerordentlichen Abschreibungen (Fusionen und Investition in neue Produktionsplattform). D.h. bereinigt um die Sondereffekte nachwievor gut (wie auch immer sie das machen und wer diese ganzen Autos kauft).
Das lesen die Analysten raus und kaufen naürlich.

Reply

Leave a Comment

*

{ 1 trackback }

Previous post:

Next post: