Wall Street: Realität und Aktienkurse machen Annäherungsversuche

by markusgaertner on 25/10/2012 · 17 comments

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Trotz positiven Starts konnten sich die Aktien in New York am Mittwoch nicht in der Pluszone halten. Die drei führenden Indizes verbuchen leichte Verluste. Der DOW fiel 0,2% auf 13.077 Punkte. Nasdaq und S&P 500 verlieren 0,3%.

Ein Rebound sieht bekanntlich anders aus. Denn an den drei Handelstagen zuvor hatte der S&P 500 mehr als 3% verloren. Dass der relativ ruhige Tag gestern nicht genutzt wurde, um einen Gegenangriff nach oben zu starten, verrät anhaltende Unsicherheit und mangelnde Kaufbereitschaft.

Selbst der Sprung von 19% bei der Facebook-Aktie konnte den Aktienmarkt in New York nicht antreiben. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass dem angeblichen IPO des Jahrzehnts ein langes Jammertal folgte und die Facebook-Aktie nicht mehr so viele Freunde unter den Anlagern hat.

Ob sich das nun ändert, da die Aktie den größten Kursanstieg an einem Tag seit dem Börsendebüt im Mai hinlegt, bleibt abzuwarten. Die US-Notenbank (Fed) gab nach zwei Tagen Sitzung auch nichts Neues her: Der Arbeitsmarkt bleibt mau, die Risiken der Konjunktur für die Börse sind unverändert.

“Da gibt es rein gar nichts, was neu oder ermutigend ist, beim Wirtschafts-Ausblick der Fed”, sagt auch Walter “Bucky” Hellwig, ein Vermögensberater bei BB&T Wealth Management in Birmingham. “Außerdem”, so klagt Hellwig, “ist das Wachstum der Firmen im dritten Quartal enttäuschend.” Das kann man wohl sagen: Bislang haben 187 Firmen im S&P 500 Index berichtet. In 60% aller Fälle blieben die Umsätze hinter den Prognosen der Analysten zurück. Und das, obwohl die Latte schon sehr niedrig gelegt war.

Einziger Lichtblick zur Wochenmitte: Weil sich die Lage am schwer gebeutelten amerikanischen Immobilienmarkt weiter aufhellt, konnten gestern die Wohnungsbau-Unternehmen im S&P 500 um 1% zulegen. Ansonsten: Angst vor neuen Schreckensmeldungen aus Europa, Furcht vor dem “fiskalischen Kliff” massiver Steuererhöhungen und Ausgabenstreichungen im US-Budget Anfang 2013 sowie vor der Präsidentenwahl in weniger als zwei Wochen am 6. November.

“Die Anleger und Investoren sind erstarrt und haben kein Interesse zu kaufen, bis klare Signale über das fiskalische Kliff kommen”, sagt Todd Morgan, der Geschäftsführer bei Bel Air Investments.

Mehr dazu in meiner heutigen Vorschau für die Wall Street bei   G E V E S T O R ….

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