Wenn Benny pumpt – und nichts passiert: Roubinis Bernanke-Verriss

by markusgaertner on 29/10/2012 · 1 comment

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Doom-Vuvuzela Nouriel Roubini hat wieder zugeschlagen. Diesmal lässt es der New Yorker Professor zwar recht gesittet angehen. Dafür aber zerpflückt er Ben Bernankes QE3 nach Strich und Faden. Die These: Keiner der erhofften Transmissions-Riemen für die Geldschwemme in Richtung Güterwirtschaft funktioniert so gut wie in den beiden ersten Runden.

Der Vermögenseffekt: Fehlanzeige, weil die Aktienkurse schon viel höher sind als bei QE1 und QE2, und weil die Gewinne in der laufenden Berichtsrunde für das 3. Quartal erstmals seit 2009 wieder zu sinken beginnen. Der Dollar-Effekt: Eine Abwertung hilft bei schwachen Absatzmärkten in Europa und Asien kaum etwas. Außerdem treibt ein schwächerer Dollar die in Dollar notierten Rohstoffpreise, und die USA sind ein Netto-Importeur von Rohstoffen.

Der Kredit-Effekt: Die Banken horten die von den Notenbanken bereitgestellte Liquidität und geben nur zögerlich Kredite heraus, während die Firmen, die noch investieren, auf genügend Liquidität sitzen. Allein die S&P 500-Firmen verfügen über 1,5 Billionen Dollar auf der hohen Kante. – Ich habe im nachfolgenden Chart die Argumentation von Roubini illustriert …

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TSTM October 29, 2012 at 07:47

Die grossen börsennotierten Firmen sitzen auf Cash, der Mittelstand aber in der Kreditklemme, es sei denn, man hinterlegt Sicherheiten zu 100% der Darlehenssumme. Hüben wie drüben. Wird oft vergessen, dass es auch Unternehmen gibt mit unter 5.000 Angestellten. Sollte aber nicht, denn ein Grossteil der Wirtschaftsleistung kommt eben ganau dort her.

Und Investitionen? Nur über Kapitalerhöhung und oder Gesellschafterdarlehen, bei Zweiterem gem. InsO 10 Jahre Haftung.

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