Sandy stürzt Nordosten der USA ins Chaos – Mehrere 10 Mrd. Dollar Schaden

by markusgaertner on 30/10/2012 · 12 comments

IKONE_AMERIKA

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New Yorks Süden steht unter Wasser. Das Weltfinanzzentrum wird Wochen brauchen, um sich von der Sturm- und Wasserattacke durch “Sandy” zu erholen. Die Schäden summieren sich auf mehrere zehn Milliarden Dollar. Ein Eindruck aus dem Katastrophengebiet, in dem noch keine Entwarnung gegeben wurde.

Zerstörte Häuser, ausgefallene Produktion und Verluste im Einzelhandel – der Monstersturm “Sandy” hat New York in eine Geisterstadt verwandelt: Leere U-Bahn-Schächte, gesperrte Brücken, gespenstisch stille Straßen, durch die der Sturm den Müll bläst. Aus den Wolkenkratzern fallen vereinzelt Fensterscheiben auf die Erde. Windböen mit bis zu 180 Stundenkilometer fegten durch die Stadt.

TV-Bilder in den regionalen Sendern zeigten vereinzelt brennende Umspann-Stationen in der Finsternis. Der südliche Teil von Manhattan war schon gegen 23 Uhr deutscher Zeit fast komplett unter Wasser.

Am Times Square war nach Einbruch der Dunkelheit kaum noch jemand zu sehen. Am Abend wurde im Süden von Manhattan auch der Strom abgeschaltet, damit das über die Straßen einsickernde Wasser Pumpstationen, Kommunikationsrelais und anderes Equipment für den Betrieb der Millionenstadt nicht durch Kurzschlüsse zerstören kann. Die U-Bahnen sollen eine Woche lang nicht fahren, weil viele wichtige Schächte unter Wasser stehen.

In der Stuyvesant Town nördlich von Brooklyn, mit 30.000 Menschen einer der größten Wohnblocks der Stadt, versanken gegen 21 Uhr die ersten Autos in den Fluten, die sich durch die Straßen schoben. Vor der Wall Street hielten die Sandsäcke nur noch teilweise stand. Fernsehreporter wateten gegen Mitternacht bis zu den Knien im Wasser an der Kreuzung von Broad Street und Wall Street. Der Aktienhandel ruht jetzt am zweiten Tag in Folge. Es ist die erste wetterbedingte Unterbrechung des Wertpapierhandels seit 27 Jahren.

Ein halbes Dutzend Firmen – darunter Pfizer – musste gestern die Vorlage der Bilanz für das dritte Quartal auf den zweiten Teil der Woche verlegen. Ob die Jobzahl für den Oktober am Freitag wie bekannt offiziell gegeben wird – es ist die letzte wichtige Konjunkturzahl vor der Präsidentenwahl am kommenden Dienstag – wird von manchen bezweifelt.

Diesmal soll alles noch schlimmer kommen als beim Wirbelsturm Irene 2011. Denn Sandy – der “Sturm auf Steroiden” – ist größer, kommt mit mehr Wucht und trifft zeitlich mit dem Vollmond zusammen. Dieser lässt die Wasserstände während der Flut noch höher ansteigen als sonst. Und der heftig peitschende Wind trieb gestern Abend das Wasser aus dem offenen Meer im rechten Winkel in die Häfen.

Die Walze war am Battery Park gegenüber der Freiheits-Statue bis zu vier Meter hoch. Selbst die großen Banken sind verbarrikadiert. Sämtliche großen Brücken in New York wurden um 19 Uhr geschlossen, die Tunnels gesperrt. Busse und U-Bahnen fuhren seit dem Vorabend nicht mehr. Selbst im Gebäude der Vereinten Nationen wurden die Büros verrammelt.

Sturmfluten und Straßenschäden im Großraum New York waren bis gestern Abend bereits so groß, dass der Gouverneur von New Jersey keine Hilfe mehr nach Atlantic City schicken konnte. Es wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Mehr in meinem Sturm-Bericht im Manager Magazin ….

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Martin October 30, 2012 at 07:51

Stimmt das? Das Foto im Managermagazin sieht aber eher wie ein harmloses Gewitterstürmchen aus. Oder ist das Ganze ein Medien-Fake, dessen Wellen Obama zur sicheren Wiederwahl treiben sollen. Obama, der Retter von New York, und die Präsidentschaft ist gesichert. Zuzutrauen wäre das unserer hochmanipulativen Presselandschaft schon. Oder wird diese Gelegenheit genutzt, um unbemerkt eine grössere Manipulation durchzuziehen. Die Wall Street ist geschlossen, der südliche, evakuierte Teil Manhattans ist der “Financial District”. Ein Schelm, der böses denkt! Rätselhaft ist auch, warum plötzlich die für die USA völlig unüblichen, hohen Sicherheitsvorkehrungen und Warnungen angeordnet wurden. Zur Erinnerung: 2005, als Katrina New Orleans verwüstete, kam die Hilfs- und Rettungskette erst allmählich in Gang. Die Nationalgarde traf erst fünf Tage später ein. Und Präsident Bush jun. attestierte man völliges Versagen!
In jedem Fall ist das Vorgehen der Behörden und der Regierung ein völlig unübliches! In ein paar Tagen werden wir (vielleicht) mehr wissen … aber irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass da was faul ist! Oder sind meine Bedenken völlig unbegründet?

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Raus aus Deutschland October 30, 2012 at 09:21

JEDER sollte einfach einmal auf http://www.weather.com gehen und die Wetterlage prüfen.

New York hat Windgeschwindigkeiten von 40 Kilometern, JF Kennedy Flughafen auch nur 40 Kilometer Windgeschwindigkeit.

Andere Meldungen sagen das bis zu 95 Meilen also rund 160 Kilometer Windgeschwindigkeit auf dem JFK Flughafen sind.

Alles sehr seltsam, auch was in verschiedenen Medien gepostet wird………

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Till October 30, 2012 at 11:08

Der Hauptschaden kommt durch die Sturmflut, d.h. das Wasser das durch die gesammte Sturmfront gegen die Küste getrieben wird.

Das Gepuste selbst zerstört halt ein paar Fenster oder wurmstichige Bruchbuden… was für die Fotos. Das Wasser richtet den eigentlichen Schaden an. Das Hinterland wird die Tage wohl auch noch mit dem Schnee / Regen viel “Spaß” haben, Milliardenschäden durch konventionelles Hochwasser kommen hier leicht zusammen.

Gut für die Baumärkte, schlecht für die Bevölkerung (Vermögensverlust + Kreditkarten noch mehr am Limit).

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Till October 30, 2012 at 11:21

Gerad gefunden, das Wasser kommt:
http://www.wetteronline.de/cgi-bin/aktframe?ART=tabelle&INT=48&JJ=2012&KEY=namk&LANG=de&MM=10&RUBRIK=akt&SORT=2&TIME=0700&TT=30&TYP=niederschlag

Gibt nochmal gut Sachschaden. Die Toten hat man bei so einem Großereignis immer, auch hier in D meinen bei Stürmen wie Kyrill & Co einige immer, sie müßten mitten im Sturm mit dem Auto durch einen Wald fahren…

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Nina October 30, 2012 at 08:00

Eine Botschaft der Natur an das globale US-Finanzzentrum in New York, zu Vollmond und vor den US-Wahlen?
Warum ist New York ständig solchen Kataklysmen ausgesetzt?

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HaPennyBacon October 30, 2012 at 09:11

Lässt man Fernseher und Radio für paar Tage aus und schaut nicht in die Zeitungen, dann ist da definitiv kein Sturm. Ich kann den ganzen Zirkus nicht verstehen. Die betroffenen Amerikaner werden vielleicht feststellen das es keine gute Idee ist sich auf begehbare Kühlschränke zu verlassen und das man deren Inhalt schlicht ohne Strom nicht zubereiten kann. Das sie daraus irgend welche Lehren ziehen werden bezweifle ich.
Nun zu etwas weniger Unterhaltsamen. Die Peacemaker vom Potomac haben mal wieder zugeschlagen.
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/oct/28/detention-imran-khan-drones
Dieses Regime in den USA ist für mich keinen Deut mehr besser als das, was Hitler oder Stalin verbrochen haben.

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mac October 30, 2012 at 09:40

Am Ende kann man nun
- die Strassen ausbessern
- neue Pumpen kaufen
- neue Gartenzäune aufrichten
- Bäume zersägen
- neue Strommasten aufstellen
usw. d.h. in der Summe steigt doch das BIP, wer auch immer das finanziert.
Und konsumieren können die Amis ja dann eben in 2 Wochen wieder, wenn die Läden wieder begehbar sind.

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Nina October 30, 2012 at 10:53

Wir sollten seriös in der Analyse bleiben und uns bei aktuellen Bewertungen über das Ausmaß zurückhalten.
Was wissen wir und was die anderen?
Markus wird uns sicherlich objektiv wie bisher berichten.

andy blaze video: Fire rips through Breezy Point, Queens, 50 houses destroyed
https://www.youtube.com/watch?v=j1H8CmMXiYM&list=UUpwvZwUam-URkxB7g4USKpg&index=1&feature=plcp

Unverständlich ist, dass die USA unter solchen Bedingungen noch Waffen testen, die andere Länder verwüsten sollen.

Liebe Amerikaner,
nehmt “Sandy” zum Anlass, über eure Werte nachzudenken.
Holt eure Soldaten aus fremden Regionen nach Hause und baut euer Land neu auf.
Die Welt wird euch dabei unterstützen.
Geistige, materielle und finanzielle Überlegenheit hat noch zu keinem guten Ende geführt.

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et October 30, 2012 at 13:10

…schoene, salbungsvolle Ansprache. Ja, finde ich auch!

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georg October 30, 2012 at 13:40

für mich ist dies immer noch die primäre quelle
http://www.weather.gov/
gruss georg

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HaPennyBacon October 30, 2012 at 17:10
Joker October 30, 2012 at 17:22

Off topic;

While everybody is watching Frankenstorm…..

bricht die gr. Koalition auseinander – via zerohedge h/t reuters.

http://www.zerohedge.com/news/2012-10-30/greek-ruling-coalition-collapses-days-ahead-critical-vote

Neuwahlen? und mehr Geld? hatten wir das nicht schon mal?

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