Der Rally geht die Luft aus – China-Erholung kann Kliff-Angst nicht aufwiegen

by markusgaertner on 04/12/2012 · 0 comments

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Nach zwei Wochen mit Kursgewinnen haben die Aktien in New York die neue Woche schwächer begonnen. Wichtigster Grund ist die zunehmende Furcht der Anleger, dass die USA keinen Weg um das Fiskal-Kliff herum finden werden, und dass 2013 deswegen eine Rezession droht.

Gestern lieferte der Fabrik-Index des Institute for Supply Management für den November einen ersten Beweis: Das Barometer fiel von 51,7 auf 49,5 Zähler.

Damit liegt der jüngste Messwert wieder unter der Marke von 50. Alle Zählerstände darunter signalisieren eine schrumpfende Fertigung in der Industrie. „Die Furcht vor dem Kliff beeinflusst zunehmend die Entscheidungen der Firmen“, erklärt Andres Garcia-Amaya. Er ist Markt-Stratege bei JP Morgan Chase in New York. Viele Börsianer sind angesichts widersprüchlicher Zahlen aus der Weltwirtschaft schlicht verwirrt.

„China zeigt jetzt wieder Lebenszeichen“, sagt Garcia-Amaya, „die USA tun das auch, aber wir haben all die vielen Spannungsherde rund um den Globus, das hält uns von einem weiteren Anstieg der Kurse ab.“ Zweifel und Unsicherheit sprechen derzeit aus fast allen Kommentaren der Analysten und Marktteilnehmer.

„Die Zahlen aus China verbessern sich, wenn wir nur einen Hinweis darauf hätten, dass der Kongress sich auf ein Sparpaket einigen kann, dann hätten wir sofort einen kräftigen Rebound nach oben am Markt“, erklärt Mike Lenhoff. Er ist Chefstratege beim Brokerhaus Brewin Dolphin in London. – Immerhin: Die Republikaner legten gestern einen Gegenvorschlag zu dem Plan von Obama vor, den sie am Freitag abgelehnt hatten.

Die Republikaner wollen 1.400 Milliarden Dollar weniger Ausgaben im US-Bundeshaushalt, dazu 800 Milliarden an neuen Steuereinnahmen. Diese sollen aus der Beseitigung von Schlupflöchern kommen. – Mehr in meiner täglichen Vorschau bei   G E V E S T O R

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