Am 4th of July erklärt Europa die geldpolitische Unabhängigkeit von der Fed

by markusgaertner on 04/07/2013 · 1 comment

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Mit Hot Dogs, Bier und Böllern feierten die 315 Mio. Amerikaner am Donnerstag ihre Unabhängigkeit. Doch während sich die Nation der Fettleibigen kalorienmäßig konsolidierte, gab es in Europa eine Unabhängigkeits-Erklärung der ganz besonderen Art. Die EZB und die Bank of England (BoE) sagten sich in einem kollektiven Akt des Rendite-Ungehorsams von dem frisch begonnenen Trend zu höheren Zinsen los.

Die Fed in den USA hat eine baldige Drosselung ihrer ultra-lockeren Geldpolitik angekündigt und damit Turbulenzen an den Börse sowie steigende Renditen verursacht. In Europa heißt das Motto jetzt aber: Cheap rates as far as you can see !

Um ihre dümpelnden und rezessiven Volkswirtschaften vor dem Würgegriff steigender Ausleih-Kosten zu bewahren, wollen die beiden Notenbanken ihre Leitzinsen für eine längere Zeit auf dem gegenwärtigen Niveau, oder darunter, halten. Das Pfund und der Euro gaben umgehend nach, die Börsen in Europa feierten die Nachricht. – Die Wall Street war im Hot Dog-Modus und hatte geschlossen.

Doch nicht alle Webseiten in den USA kommentierten diesen wichtigen Schritt so wie die “MoneyNews”, wo man das Niedrigzins-Versprechen der EZB und der BoE als Breitseite gegen Maestro Bernanke sieht. In typischer Nachrichten-Maniküre drehte der WonkBlog der Washington Post den Spieß einfach um und drückte die Relevanz der Nachrichten aus Europa so aus: “Booom, die EZB und die BoE schließen sich der Forward Guidance Party an.”

Das klingt wiederum so, als wären Mario Draghi und Mark Carney (Dienstbeginn am vergangenen Montag) in den Gleichschritt mit Ben Bernankes Fed verfallen. Den europäischen Geldhütern wurde auch gleich noch Verrat an der eigenen Linie vorgeworfen:

“In policy meetings Thursday, European Central Bank and the Bank of England both took a decisive step toward telling markets what they expect to do in the future: Namely, “forward guidance” that they intend to keep near-zero interest rate policies in place for quite a while to come. It is an effort to change expectations, to push back against the idea that those central banks will get into interest-rate-hiking mode the minute their economies start to improve. For years, ECB leaders have said they “never precommit” on the future path of interest rates, rather taking each month’s situation as they encounter it. The Bank of England has worked under much the same construct. Now they’re both changing, following a strategy that has been used by the U.S. Federal Reserve, the Bank of Canada, and recently the Bank of Japan to try to boost ailing economies.”

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Raus aus Deutschland July 5, 2013 at 00:33

Zitat: erklärt Europa die geldpolitische Unabhängigkeit von der Fed

Das ist genau so als wenn der “Schwanz mit dem Hund wedelt”!

Habe ich nur ein müdes lächeln für übrig. Wer der Herrscher ist hat sich doch gerade erst gezeigt als der Präsident von Bolivien mit seiner Maschine vom Himmtel
geholt wurde und in Wien landetet. Der Botschafter von Spanien fuhr sofort zum Flughafen in Wien und forderte die Maschine zu besichtigen. Der Außenminister von
Österreich hat die Situation etwas entschärft und nach 12 Stunden Aufenthalt klar gemacht das Evo ohne eine Durchsuchung der Maschine nicht weiter fliegen darf.

Ist das jetzt jedem klar wer der Herrscher und wer die Diener sind???
Wer das “wirklich” versteht, der versteht auch warum Frau Merkel so und nicht anders handeln kann. Wer von heute auf morgen den Chef der CIA absetzen kann,
der hat auch kein Problem eine deutsche Kanzlerin von heute auf morgen zu entlassen.

Wer das (Welt)-System kennt und versteht wird niemals danach trachten es zu vernichten sondern wird dieses System für seine eigenen Ziele nutzen.

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